
Im folgenden werden die allgemein verwendeten Begriffe im Umfeld von Speicherverwaltung erklärt. Auf diesen basieren dann SAP-spezifische Begriffe und Besonderheiten.
Virtueller Speicher
Alle (von SAP unterstützten) Betriebssysteme unterstützen die Technik des virtuellen Speichers. Ein Prozess allokiert virtuellen Speicher über virtuelle Adressen. Jeder Prozess hat seinen eigenen virtuellen Adressraum.
Virtueller Speicher ist unabhängig vom physikalischen Hauptspeicher.
Adressraum
Auf 64-Bit-Plattformen kann eine virtuelle Adresse Werte zwischen 0 und 2^64-1 annehmen.
Allokierung von Speicher
Das Allokieren von Speicher besteht für einen Prozess aus folgenden Schritten:
Reservierung eines Segments im virtuellen Speicher.
Verknüpfen des virtuellen Speicher mit dem physischen Speichersegments des Prozesses, also Reservieren eines Segments der selben Größe im virtuellen Adressraum und Abbilden der virtuellen Adressen auf die physische Adressen. (SIEHE Kommentar BERNHARD!!!)
Prozesslokaler Speicher
Das Betriebssystem unterscheidet zwischen prozesslokalem Speicher und Shared Memory (gemeinsamer Speicher). Für prozesslokalen Speicher werden die beiden Schritte bei der Allokierung vom Betriebssystem transparent gehalten. Mittels einer API wird nur virtueller Speicher angefordert, die übrigen Dinge übernimmt das Betriebssystem (physischen Speicher reservieren, virtuellen Speicher in den Hauptspeicher ein- und auslagern etc.)
Shared Memory
Wenn mehrere Prozesse auf denselben Speicherbereich zugreifen können sollen, sind die beiden Schritte der Allokierung nicht transparent.
Es wird ein Objekt erzeugt, das den physischen Speicher repräsentiert und von verschiedenen Prozessen verwendet werden kann. Die Prozesse können sich das Objekt ganz oder teilweise in den virtuellen Adressraum einblenden ( map). Die Mechanismen hierfür sind je nach Plattform unterschiedlich. Es werden memory mapped files, unnamed mapped files und shared memory verwendet.