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Technische Details zu KorrekturanleitungenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Sie finden hier Informationen zu den folgenden Themen:

  • Format von Korrekturanleitungen

  • Gültigkeit von Korrekturanleitungen

  • Voraussetzungen von Korrekturanleitungen

  • Objekte, die mit Korrekturanleitungen geändert werden können

Format

Korrekturanleitungen beschreiben, wie Repository-Objekte der ABAP Workbench und insbesondere der Quelltext von ABAP-Programmen geändert werden müssen, um einen Fehler zu beheben.

Korrekturanleitungen können auch manuelle Tätigkeiten sein, die zusätzlich zum Einbau von automatischen Korrekturanleitungen durchgeführt werden müssen.

Änderungen an Quelltext

Bei jeder Änderung ist angegeben, in welchem Objekt (Include, Funktionsbaustein etc.) und in welcher Modularisierungseinheit (z.B. FORM-Routine) sie erfolgen soll. Um die zu ändernde Stelle zu identifizieren, ist zunächst eine eindeutige Anzahl unveränderter Zeilen angegeben, die unmittelbar vor den zu ändernden Zeilen liegen (Kontextblock). Danach werden die zu löschenden Zeilen aufgeführt (Delete-Block) und schließlich folgen die stattdessen einzusetzenden Zeilen (Insert-Block).

Eine Korrekturanleitung kann aus mehreren Kontext-, Delete- und Insert-Blöcken bestehen.

Beim automatischen Einbau einer Korrekturanleitung sucht das System im zu korrigierenden Include oder Funktionsbaustein die Kontextblöcke, prüft, ob auf die Kontextblöcke die zu löschenden Zeilen folgen, und ersetzt diese durch die einzufügenden Zeilen.

Falls das zu korrigierende Include oder der Funktionsbaustein Kundenmodifikationen enthält, findet das System manchmal nicht die in der Korrekturanleitung angegebenen Kontextblöcke oder die zu löschenden Zeilen. Das heißt, das System kann die Korrektur nicht vollständig einbauen. In diesem Fall können Sie im Splitscreen-Editor die Korrekturen aus dem Hinweis an Ihre Modifikationen anpassen.

Änderungen an anderen Repository-Objekten

Repository-Objekte oder Teile davon, die nicht quelltextartig sind, werden in Datenbanktabellen abgelegt. Eine Korrekturanleitung enthält Informationen darüber, welche Tabelleneinträge gelöscht, eingefügt oder geändert werden müssen, um einen Fehler zu korrigieren. Das System zeigt diese Informationen als Inhalt einer Korrekturanleitung mit an. Allerdings ist diese Anzeige in erster Linie für Experten zur Analyse von Problemen vorgesehen. Wir empfehlen, Korrekturanleitungen nicht mit Hilfe dieser Informationen manuell einzubauen. Sie sollten ausschließlich den automatischen Einbau verwenden.

Manuelle Aktionen

Für Objekte, die nicht mit einer automatischen Korrekturanleitung eingebaut werden können, können manuelle Tätigkeiten in Textform vorhanden sein. Diese Tätigkeiten müssen Sie in der Regel vor dem Einbau einer automatischen Korrekturanleitung (Vorarbeit) oder nach deren Einbau (Nacharbeit) manuell durchführen. Der Note Assistant zeigt manuelle Tätigkeiten in der Korrekturanleitungs-Queue an. Sie können den Hinweiseinbau nur fortsetzen, wenn Sie die Durchführung der manuellen Tätigkeit bestätigt haben.

Für jede manuelle Tätigkeit ist angegeben, ob deren Ergebnis transportierbar ist oder nicht, d.h. ob die Durchführung der Tätigkeit in einem Änderungsauftrag aufgezeichnet werden kann. Wenn eine manuelle Tätigkeit nicht transportierbar ist, müssen Sie sie in allen Systemen Ihrer Systemlandschaft, in die Sie den Hinweis importieren, separat durchführen. Anschließend müssen Sie den Hinweiseinbau erneut starten und die Durchführung der manuellen Tätigkeiten bestätigen. Anderenfalls gilt der Hinweis in den Folgesystemen Ihrer Systemlandschaft als unvollständig eingebaut.

Gültigkeit

Bei jeder Korrekturanleitung ist angegeben, in welchen Release- und Support-Package-Ständen Sie die Korrekturanleitung einbauen können. Diese Release- und Support-Package-Stände werden als Gültigkeitsbereich der Korrekturanleitung bezeichnet.

Tritt beispielsweise ein Fehler in Release 4.6C auf und wird er mit Support Package 5 behoben, so wird der Gültigkeitsbereich der Korrekturanleitung angegeben als 4.6C Support Packages 1 - 4.

Zusätzlich kann ein Hinweis festlegen, dass eine Korrekturanleitung nicht eingebaut werden darf, wenn eine bestimmte Softwarekomponente (z. B. ein Add-On) im System vorhanden ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Korrektur einen Programmteil ändert, der von einer anderen Softwarekomponente in unveränderter Form benötigt wird.

Wenn eine solche Ausschlussbedingung definiert wurde, erscheint diese im Kopfbereich der Korrekturanleitung unter Nicht gültig für <Softwarekomponente, Release, Support Package Level>.

Der Note Assistant prüft die Gültigkeit automatisch und baut eine Korrekturanleitung nur ein, wenn sich der Systemzustand im angegebenen Gültigkeitsbereich befindet.

Voraussetzungen

Korrekturanleitungen lassen sich in bestimmten Fällen nur einbauen, wenn bereits andere Korrekturanleitungen eingebaut worden sind. Ursache hierfür sind aufeinander aufbauende Änderungen an den gleichen Stellen im Quelltext oder semantische Abhängigkeiten.

Sie finden die Abhängigkeiten im Kopfbereich der Korrekturanleitungen beschrieben. Diese Abhängigkeiten (Voraussetzungen) führen dazu, dass Sie in diesen Fällen nicht nur einen Hinweis, sondern eine Kette von Hinweisen einbauen müssen.

Objekte, die mit Korrekturanleitungen geändert werden können

Die folgenden Objekte können in Korrekturanleitungen beschrieben und automatisch eingebaut werden:

Gilt für SAP Web AS 6.20, ab Basis-Support-Package 55, SAP Web AS 6.40 ab Basis-Support-Package 13 und höhere Releases:

  • ABAP-Programme (REPS): ABAP-Quelltext und Eigenschaften

  • Dynpros (DYNP): ABAP-Quelltext, Eigenschaften und Elementliste

  • Funktionsbausteine (FUNC): ABAP-Quelltext, Eigenschaften, Schnittstellenparameter und Ausnahmen

  • Klassen (CLAS):

    • Klassendefinitionen (CLSD)

    • Lokale Klassendefinitionen (CINC): für lokale Definitionen, lokale Klassenimplementierungen und Makros

    • Private Sections (CPRI)

    • Protected Sections (CPRO)

    • Public Sections (CPUB)

  • Interfaces (INTF): Interface-Section

  • Typgruppen (TYPD): ABAP-Quelltext und Eigenschaften

  • Methoden (METH): ABAP-Quelltext, Eigenschaften, Parameter und Ausnahmen

  • Seiten/Controller einer BSP-Applikation (WAPP): ABAP-Quelltext, Eigenschaften, Layout, Eventhandler, Seitenattribute und Typdefinitionen

Gilt für SAP Web AS 6.40 ab Basis-Support-Package 13 und höhere Releases:

  • ITS-Objekte (Internet Transaction Server):

    • Sprachunabhängige Binärdaten einer IAC (Internet-Anwendungskomponente) (IAMU)

    • Sprachunabhängige IAC-Templates (IATU)

    • Parameter eines IAC-Service (IASP)

    • Parameter einer IAC-Sprachressource (IARP)

  • Info-Objekte aus dem MIME Repository (SMIM)

Gilt für SAP NetWeaver AS 7.0 ab Basis-Support-Package 4 und höhere Releases:

  • Enhancement-Framework-Objekte:

    • Erweiterungsimplementierungen (ENHO): ABAP-Quelltext-Erweiterungen

    • Erweiterungsspots (ENHS): ABAP-Quelltext-Definitionen

    • Zusammengesetzte Erweiterungsimplementierungen (ENHC)

    • Zusammengesetzte Erweiterungsspots (ENSC)

Gilt für SAP NetWeaver AS 7.0 ab Basis-Support-Package 9 und höhere Releases:

  • Web-Dynpro-Comp./Intf. (WDYN):

    • Web-Dynpro-Definition (WDYD)

    • Web-Dynpro-Controller (WDYC)

    • Web-Dynpro-View und Windows (WDYV)

    Beachten Sie, dass der Note Assistant darüber hinaus auch den Objekttyp WDCV anzeigt. Dies ist ein eigens für den Note Assistant geschaffener Objekttyp, der die Objekttypen WDYC und WDYV zusammenfasst. Der Typ WDCV dient nur der internen Bearbeitung der Web-Dynpro-Objekte. Er wird nicht in Ihrem System eingebaut.

Gilt für SAP NetWeaver 7.0 ab Basis-Support-Package 22, SAP-Erweiterungspaket 1 von SAP NetWeaver 7.0 ab Basis-Support-Package 7, SAP-Erweiterungspaket 2 von SAP NetWeaver 7.0 ab Basis-Support-Package 3, SAP NetWeaver 7.1 ab Basis-Support-Package 10, SAP-Erweiterungspaket 1 von SAP NetWeaver 7.1 ab Basis-Support-Package 5, SAP NetWeaver 7.2 ab Basis-Support-Package 2, SAP NetWeaver 7.3 und höhere Releases:

  • Enterprise Services:

    • Enterprise Services Proxy Objekte (SPRX)

    • Enterprise Services Virtuelle Endpunkte (WEBI)

Gilt für SAP NetWeaver 7.0 ab SAP-Erweiterungspaket 2, SAP NetWeaver 7.3 und höhere Releases:

  • Web-Dynpro-Konfigurationen

    • Web-Dynpro-Component-Konfigurationen (WDCC)

    Hinweis

    Web-Dynpro-Anwendungskonfigurationen (WDCA) unterstützt der Note Assistant nicht.

Gilt für SAP Business Suite Foundation (SAP_BS_FND) 7.02 SP3 und 7.03 und höhere Releases:

  • Business Object Processing Framework (BOPF):

    • Business-Objekt-Modelle (BOBF)

    • Business-Objekt-Modell-Erweiterungen (BOBX)

  • Visual-Business:

    • Visual-Business-Anwendungen (VBAP)