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Web-Service-Laufzeit konfigurierenLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Für die Verwendung von Web-Services mit Web Services Reliable Messaging muss die Web-Service-Laufzeit konfiguriert werden.

Voraussetzungen

Sie benötigen die Berechtigungen eines Benutzerverwalters. Weitere Informationen erhalten Sie im Abschnitt Benutzer- und Berechtigungsadministratoren einrichten.

Vorgehensweise

Technisches Setup

  1. Führen Sie in jedem Produktivmandanten und im Mandanten 000 das Technische Setup in der Transaktion SRT_ADMIN durch. Sie können zwischen automatischem und manuellem Setup wählen.

    Mit diesem Report erstellen Sie eine Service-Destination für die Kommunikation über RFC und nehmen die Einstellungen für den bgRFC (Background Remote Function Call) vor.

    Die Verarbeitung von SOAP-Requests erfolgt über das Internet Communication Framework (ICF). Der SAP NetWeaver Application Server verwendet das HTTP-Protokoll des ICF für die Kommunikation zwischen Web-Service-Consumer und Web-Service-Provider. Das ICF liefert die Infrastruktur zur Behandlung von HTTP-Requests im Workprozess eines SAP-Systems. Ein HTTP-Request ruft im ICF-Server einen Service auf. Dieser Service enthält einen oder mehrere HTTP Request-Handler, die für die Ausführung der ABAP-Funktionalität zuständig sind.

    Mit Hilfe des Reports SRT_ADMIN werden die für die Standard-Funktionen der Web-Service-Laufzeit notwendigen folgenden ICF-Services angelegt:

    • /sap/bc/srt/

    • /sap/bc/srt/wsil

    • /sap/bc/srt/wsdl

    • /sap/bc/srt/esf_in

    • /sap/bc/srt/xip

    • /sap/bc/srt/rfc

    • /sap/bc/srt/pm

    • /sap/bc/srt/xip/sap

    • /sap/bc/srt/lsc

    • /sap/bc/srt/scs

    Protokoll- und Trace-Level können Sie mit Hilfe des Reports SRT_ADMIN oder direkt in SOA-Manager unter Protokolle und Traces auswählen.

    Sollte es zu Problemen kommen, können Sie die Konfiguration auch in Einzelschritten durchführen:

    Anschließend können Sie die Konfiguration überprüfen.

  2. Starten Sie den Hintergrundauftrag SAP_SOAP_RUNTIME_MANAGEMENT der Komponente BC. Rufen Sie die Transaktion SM36 auf und wählen Sie Standard Jobs – Standardeinplanung und Standardjob einplanen. Sie müssen den Job stündlich als Standard einplanen.

  3. Wenn Sie bgRFC zuvor nicht nicht verwendet haben, richten Sie die bgRFC-Supervisor-Destination in der Transaktion SBGRFCCONF unter Supervisor-Destination definieren ein. Geben Sie einen Namen und einen Benutzer an und weisen Sie ihn der Rolle SAP_BC_BGRFC_SUPERVISOR zu.

Message-Persistenz konfigurieren

Ab SAP NetWeaver 7.4 Service Package 0 werden Web-Services in einer Web-Service-spezifischen Persistenz (WS-Persistenz gespeichert). Messages, die in einem älteren Release erzeugt wurden, werden in der Persistenz der SAP-Process-Integration-Engine (PI-Persistenz) abgelegt. Im Message-Monitor (Transaktionscode SRT_MONI) werden alle Messages angezeigt. Die Spalte Persistenz gibt an, wo eine Message gespeichert ist.

  1. Starten Sie die Dienstprogramme für Web-Services (Transaktionscode SRT_UTIL).

  2. Wählen Sie in der Menüleiste Werkzeuge und dann Globale Konfiguration.

    Unter Message-Persistenz sehen Sie, wo Ihre Messages gespeichert sind.

    Wenn WS-Persistenz angezeigt wird, werden alle Messages in der Web-Service-Persistenz gespeichert.

    Wenn PI-Persistenz angezeigt wird, werden alle Messages in der PI-Persistenz gespeichert.

    Wenn WS- und PI-Persistenz angezeigt wird, werden beide Persistenzen benutzt. Dies ist dann der Fall, wenn Sie gerade ein Upgrade für Ihr System durchgeführt haben und ältere Messages noch in der PI-Persistenz, neuere Messages hingegen in der WS-Persistenz gespeichert sind.

  3. Geben Sie die Verweildauer für Messages in der Web-Service-Persistenz ein. Der Standardwert ist 40 Tage.