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Agenten instrumentierenLocate this document in the navigation structure

Um die Agenten in den jeweiligen Anwendungs- oder Entwicklungssystemen zu instrumentieren, ist es wichtig, dass Sie die Abläufe in den Anwendungen, die exakten Instrumentierungspunkte und das entsprechende Coding kennen.

Kontext

Für ABAP- und J2EE-Systeme stehen Agentenklassen zur Verfügung, von denen Sie Ihre Agenten ableiten können. Für Non-SAP-Systeme stehen die PMI-WebServices und RFC-Bausteine zur Verfügung, die Daten annehmen können, die eigentliche Integration in die Anwendung bleibt Ihnen überlassen.

Vorgehensweise

  • ABAP-Anwendungen:
    1. So legen Sie Agenten an:
      1. Erstellen Sie in dem gewünschten Paket eine Klasse, die von Klasse CL_SPI_AGENT erbt.

      2. Redefinieren Sie die Methode GET_AGENT_ID und liefern Sie die korrekte Agenten-ID.

        Entsprechend verfahren Sie auch mit der Methode GET_VALUE.

        Hinweis

        Diese Methode muss für jeden Dateifeldnamen aus der gesamt-Signatur des Agenten den entsprechenden Wert liefern.

      3. Legen Sie in dieser Klasse noch Methoden an, die die entsprechenden Werte aus der Anwendung entgegen nehmen und in den globalen Daten der Agentenklasse puffern.

      4. Wenn Sie aus der Anwendung heraus einen Status für den Schritt setzen wollen, benötigen Sie noch eine Methode, in der Sie den Status setzen und redefinieren Sie GET_LED_STATUS entsprechend. Die möglichen Werte für den Status sind in den globalen Konstanten der Klasse CL_SPI_AGENT gegeben. Entsprechendes gilt für den Completed-Status zum Beenden eines Zweiges oder einer ganzen Instanz. Redefinieren Sie die Lesemethode GET_FINISHED_STATUS. Die möglichen Werte finden Sie in den globalen Attributen.

    2. So integrieren Sie die Agenten in die Monitoring-Punkte Ihrer Anwendung:
      1. Instanzieren Sie die Agentenklasse.

      2. Liefern Sie die erforderlichen Werte über die Einliefer-Methoden.

      3. Setzen Sie bei Bedarf mittels der jeweiligen Methoden einen Status und einen Completed-Status für den Schritt

      4. Persistieren Sie die Schrittdaten mit der Methode TRACK_DATA

        Hinweis

        Die PMI kann auf einen nachträglichen Rollback nicht reagieren, deshalb erfolgt der Aufruf des PMI-Agenten bzw. des TRACK_DATA typischerweise mit dem Commit. .

  • Externe Systeme:

    Sie können auch andere Systeme, die an Ihrem Geschäftsprozess beteiligt sind, integrieren.

    Liefern Sie die Schrittdaten (Tracking-Dateien) über RFC an das SAP-System mit ABAP-Stack.

    Hinweis

    Liefern Sie immer komplette Datensätze.

  • Anschluss über RFC:

    Sammeln Sie alle Daten der jeweiligen Schrittsignatur innerhalb der Monitoring-Punkte der jeweiligen Anwendung und übergeben Sie sie gebündelt mit der Agenten-ID, dem Status aus der Anwendung und dem Finished-Zustand. Für die Übergabe haben Sie die Möglichkeit, jeweils im Commit mit dem RFC SPI_AGENT_GENERAL einen Datensatz oder mehrere Datensätze zu sammeln und gebündelt über den RFC SPI_AGENT_GENERAL_BULK an den ABAP-Stack zu übertragen.

    Folgende Tabellen stehen Ihnen zur Verfügung:

    Tabelle

    Aufgabe

    IP_AGENT_ID

    Agenten-ID übergeben

    IT_TRACKING_DATA

    Übernimmt Name-Wert-Paare der Felder aus Signaturen

    IP_LED_STATUS

    Status der Anwendung

    R=Error, Y=Warnung, G=OK

    IP_FORCED_FINISH_ALL

    Beendet die gesamte Instanz

    IP_FORCED_FINISH=1

    Beendet seinen Zweig

    SPI_AGENT_GENERAL

    Fragt, ob ein Prozess aktiv überwacht wird