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Eine liveCache-Datenbankinstanz arbeitet nur dann optimal, wenn die Zugriffe auf die liveCache-Daten ausschließlich im Hauptspeicher erfolgen. Zugriffe auf den Datenbereich sollten vermieden werden.

Daher sollten bei einer liveCache-Performance-Analyse zuerst die Hauptspeicherbereiche Data-Cache und OMS-Heap analysiert werden.

Voraussetzungen

Bei Start einer liveCache-Datenbankinstanz werden Data-Cache und Converter entsprechend des Datenbankparameters CACHE_SIZE dimensioniert.

Bei Start einer liveCache-Datenbankinstanz steht die Größe des OMS-Heap noch nicht fest. Der OMS-Heap kann dynamisch wachsen, bis die im liveCache-Parameter OMS_HEAP-LIMIT vorgegebenen maximale Größe erreicht ist.

Data-Cache überwachen

Der Speicherbereich des Data-Cache sollte etwa 40 % des für die liveCache-Datenbankinstanz insgesamt zur Verfügung stehenden Hauptspeicherbereiches ausmachen. Gegebenenfalls muss seine Größe den Anforderungen der Anwendung angepasst werden.

Im Data-Cache werden unter anderem folgende Daten gehalten:

·        OMS-Daten

siehe dazu: OMS

·        Verweise auf die Undo-Log-Einträge

siehe dazu: History-Verwaltung

·        SQL-Daten

Diese Daten sind wie in einem OLTP-Datenbanksystem in Datenbanktabellen und gegebenenfalls Indizes organisiert. Sie werden in SQL-Datenseiten in Form von B*-Bäumen verwaltet, die unter anderem folgende Daten enthalten: die Schlüssel der Objekte, die Datenbanktabellen und deren Indizes und die OMS-Versionen, für die ein Swapping durchgeführt wurde. In der Regel werden nur etwa 2-3% des gesamten Data-Cache für SQL-Daten genutzt.

Der Data-Cache sollte so gross dimensioniert sein, dass alle OMS-Daten, Undo-Log-Informationen und SQL-Daten im Data-Cache gehalten werden können. Andernfalls werden die Daten in den Datenbereich geschrieben, was im Endeffekt zu einem Performance-Verlust für die liveCache-Datenbankinstanz führt. Dieser Fall sollte so selten wie möglich eintreten.

·        Die Data-Cache-Trefferrate sollte wenigstens bei 99,8 % liegen.

·        Die Data-Cache-Auslastung sollte deutlich unter 100 % liegen.

·        Die Anzahl der OMS-Daten im Data-Cache sollte deutlich höher sein als die Anzahl der Verweise auf die Undo-Log-Einträge (ein Verhältnis 4:1 ist normal).

Verwenden Sie im liveCache-Assistenten die Anzeige Caches oder im liveCache-Alert-Monitor die Anzeigen Caches und Memory, um den Data-Cache zu überwachen.

Kritische Situationen

·        Die Data-Cache-Trefferrate liegt unter 99,8 %, die Data-Cache-Auslastung liegt bei 100 %.
Eine Anzeige der fehlgeschlagenen Zugriffe auf den Data-Cache erhalten Sie durch ein Auffrischen der Anzeige Caches im liveCache-Assistenten.
Untersuchen Sie, ob es langlaufende OMS-Versionen gibt.
Sollten die dort beschriebenen Maßnahmen nicht zu einer Verbesserung der kritischen Situation führen, sorgen Sie dafür, dass der Data-Cache größer dimensioniert wird.

·        Die Anzahl der OMS-Daten und Undo-Log-Einträge ist etwa gleich bzw. es gibt mehr Undo-Log-Einträge als OMS-Daten.
Untersuchen Sie die OMS-Versionen, durch die die Undo-Log-Einträge erzeugt wurden.
Verfahren Sie dazu wie in OMS-Versionen überwachen beschrieben.

OMS-Heap überwachen

Verwenden Sie im liveCache-Assistenten die Anzeige Heap-Verbrauch oder im liveCache-Alert-Monitor die Anzeige Memory, um den OMS-Heap zu überwachen.

Kritische Situationen

·        Der Füllungsgrad des OMS-Heap beträgt mehr als 80 %.
Führen Sie weitere Analysen durch wie in OMS-Versionen überwachen beschrieben.

·        Der Füllungsgrad des OMS-Heap beträgt mehr als 90 %.
Wenn der Maximalwert des OMS-Heap fast erreicht wird, führt das meist zu Abbrüchen von DB-Prozeduren.
- Sie können den Data-Cache ( allgemeiner Datenbankparameter CACHE_SIZE) verkleinern und dafür den OMS-Heap ( liveCache-Parameter OMS_HEAP_LIMIT) vergrößern.
- Sie können mehr Hauptspeicher zur Verfügung stellen und damit den OMS-Heap (liveCache-Parameter OMS_HEAP_LIMIT) vergrößern

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