Beispiele für die
Generische/Spezifische Definition von Interface-Ermittlungen
Die folgende Interface-Ermittlung 1 ist zur Laufzeit auf alle Nachrichten anwendbar, die von A, B, myOutbound, http://example an beliebige Empfänger-Partner und Empfänger-Services geschickt werden.
Beispiel für eine Interface-Ermittlung
Schlüsselattribute |
Schlüsselattribut-Werte für Interface-Ermittlung 1 |
Sender-Partner |
A |
Sender-Service |
B |
Interface-Name |
myOutbound |
Interface-Namensraum |
http://example |
Empfänger-Partner |
* |
Empfänger-Service |
* |
Durch die Verwendung von Wildcard-Zeichen sind zur Laufzeit eventuell mehrere Interface-Ermittlungen auf eine Message anwendbar. In einer solchen Situation wird die „spezifischste“ Interface-Ermittlung verwendet.
Zur Laufzeit wird eine Message von A, B, myOutbound, http://example an Empfänger (Partner: C, Service: D) verschickt. Es sind die beiden Interface-Ermittlungen 1 und 2 anwendbar:
Beispiel zweier Interface-Ermittlungen
Schlüsselattribute |
Message |
Werte für IF-Ermittlung 1 |
Werte für IF-Ermittlung 2 |
Sender-Partner |
A |
A |
A |
Sender-Service |
B |
B |
B |
Outbound-Interface |
myOutbound |
myOutbound |
myOutbound |
Inbound-Interface |
http://example |
http://example |
http://example |
Empfänger-Partner |
C |
* |
C |
Empfänger-Service |
D |
* |
* |
Tatsächlich verwendet wird in diesem Fall die Interface-Ermittlung 2, weil sie „spezifischer“ als Interface-Ermittlung 1 ist.
Für jede Message muss unter den passenden Interface-Ermittlungen eine spezifischste vorhanden sein. Deshalb können manche Interface-Ermittlungen, die Wildcard-Zeichen verwenden, nicht gleichzeitig aktiv sein.
Folgende beiden Interface-Ermittlungen 2 und 3 dürfen nicht gleichzeitig aktiv sein.
Beispiel zweier Interface-Ermittlungen
Schlüsselattribute |
Werte für IF-Ermittlung 2 |
Werte für IF-Ermittlung 3 |
Sender-Partner |
A |
* |
Sender-Service |
B |
* |
Outbound-Interface |
myOutbound |
myOutbound |
Inbound-Interface |
http://example |
http://example |
Empfänger-Partner |
C |
C |
Empfänger-Service |
* |
D |
Bei der Verarbeitung einer Message von A, B, myOutbound, http://example an Empfänger (Partner: C, Service: D) passen beide Interface-Ermittlungen. Es ist jedoch keine von beiden spezifischer als die andere. Also existiert in diesem Fall keine spezifischste Interface-Ermittlung, die zur Message passt.

Wenn Sie eine Interface-Ermittlung generisch definieren, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass durch eine spätere Definition einer spezifischeren Interface-Ermittlung (die in den Schlüsselattributen teilweise mit der generischen Interface-Ermittlung übereinstimmt) bereits angelegte Konfigurationsdaten zur Laufzeit "unwirksam gemacht" werden können.
Sie sollten sich daher bei der Verwendung des Wildcard-Zeichens * immer darüber im Klaren sein, dass die getroffene Festlegung durch eine später vorgenommene spezifischere Definition einer Interface-Ermittlung unwirksam werden kann.

Wenn Sie beim Anlegen einer Interface-Ermittlung das Wildcard-Zeichen * für den Empfänger-Service verwenden, legen Sie fest, dass genau diese Interface-Ermittlung (mit einem bestimmten Interface-Mapping IM1) für alle Empfänger-Services gültig ist. Diese generische Interface-Ermittlung wird für einen bestimmten Geschäftsprozess verwendet und daher einem bestimmten Konfigurationsszenario S_1 zugeordnet.
Nun werde beispielsweise für einen anderen Geschäftsprozess für die selben Interfaces eine spezifischere Interface-Ermittlung (beispielsweise für ein bestimmtes Sender/Empfänger-Service-Paar) angelegt. Diese Interface-Ermittlung werde daher einem zweiten Konfigurationsszenario S_2 zugeordnet. Diese Interface-Ermittlung referenziere beispielsweise auf ein anderes Interface-Mapping (IM2). In diesem Fall wird für das angegebene Sender/Empfänger-Service-Paar die bei der generischen Definition getroffene Festlegung auf das Interface-Mapping IM1 (aus Sicht der Laufzeit) unwirksam. Insofern hat die spätere spezifischere Definition einer Interface-Ermittlung zur Laufzeit einen Effekt auf die im Konfigurationsszenario S_1 gruppierten Konfigurationsdaten.