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Hintergrunddokumentation Transportschichten und Transportwege  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Alle Entwicklungsprojekte, die in einem SAP-System durchgeführt und auf denselben Transportwegen transportiert werden, werden zu einer Transportschicht zusammengefaßt.

Vor Beginn des ersten Entwicklungsprojekts wird im Transportwege-Editor des Transport Management System eine Transportschicht angelegt. Diese Transportschicht wird dem Entwicklungssystem als Standardtransportschicht zugeordnet. Von SAP ausgelieferte Objekte gehören zur Transportschicht "SAP". Weitere Transportschichten werden in der Regel nur dann benötigt, wenn neue Entwicklungssysteme in den Systemverbund eingeführt werden.

Anschließend werden die Transportwege eingerichtet. Es werden zwei Arten von Transportwegen unterschieden. Zunächst richten Sie die Konsolidierungswege und danach die Belieferungswege ein:

  1. Konsolidierungswege
  2. Um Ihre Änderungen transportierbar zu machen, richten Sie für jede betroffene Transportschicht einen Konsolidierungsweg ein. Als Startpunkt (Quelle) dieser Konsolidierungswege geben Sie Ihr Entwicklungssystem an, als Transportziel das Qualitätssicherungssystem (in einer Zweisystemlandschaft das Produktivsystem).

    Geänderte Objekte, für deren Transportschicht ein Konsolidierungsweg eingerichtet wurde, werden in transportierbaren Änderungsaufträgen erfaßt und können nach der Freigabe des Auftrags von der Transportadministration ins Konsolidierungssystem importiert werden.

    Wenn Sie Objekte ändern, für deren Transportschicht kein Konsolidierungsweg aus dem aktuellen SAP-System heraus definiert ist, dann werden diese Änderungen automatisch in lokalen Änderungsaufträgen (oder in Customizing-Aufträgen ohne Transportziel) erfaßt. Ein Weitertransport in andere SAP-Systeme ist nicht möglich.

    Pro SAP-System und Transportschicht können Sie nur einen Konsolidierungsweg einrichten.

    Hinweis 

    Beachten Sie bei der Definition von Konsolidierungswegen die zusätzlichen Möglichkeiten, die sich durch Nutzung der Erweiterten Transportsteuerung ergeben.

  3. Belieferungswege

Nach dem Import Ihrer Entwicklungen in das Qualitätssicherungssystem möchten Sie diese auch in Ihr Produktivsystem übernehmen, evtl. sogar in mehrere SAP-Systeme (z.B. zusätzliche Schulungssysteme). Dazu müssen Sie Belieferungswege einrichten.

Belieferungswege haben ein Quell- und ein Zielsystem.

Durch Einrichten eines Belieferungswegs sorgen Sie dafür, daß alle Änderungsaufträge, die in das Quellsystem des Belieferungswegs importiert werden, automatisch zum Import in das Zielsystem des Belieferungswegs vorgemerkt werden.

Sie können mehrere Belieferungswege mit demselben Quellsystem und verschiedenen Zielsystemen einrichten (parallele Weiterleitung). Sie können Belieferungswege aber auch hintereinander hängen (mehrstufige Weiterleitung).

Die Transportsteuerung des CTS gewährleistet, daß alle Aufträge aus dem Entwicklungssystem für alle weiteren SAP-Systeme in derselben Reihenfolge zum Import vorgemerkt werden, in der sie exportiert wurden. Dies ist wichtig, da dasselbe Repository-Objekt oder dieselbe Customizing-Einstellung in verschiedenen Aufträgen auf unterschiedlichen Entwicklungsständen enthalten sein können und das Überschreiben eines neueren Standes durch einen älteren Stand vermieden werden muß.

Mehrstufige Belieferung

Belieferungswege können hintereinandergeschaltet werden. Sie können also als Quellen nicht nur Konsolidierungssysteme, sondern beliebige SAP-Systeme des Systemverbunds auswählen. Dadurch können komplexe Ketten von Transportwegen realisiert werden:

 

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

 

In einem 2- oder 3-Systemverbund wird die mehrstufige Belieferung nicht benötigt. In komplexeren Systemlandschaften, insbesondere bei geschichteten, aufeinander aufbauenden Entwicklungsprojekten, kann die mehrstufige Belieferung jedoch sehr sinnvoll sein:

 

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

 

Wenn sich im Systemverbund auch SAP-Systeme auf älteren Releaseständen als 4.0 befinden, dann kann die mehrstufige Belieferung nur unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden. Diese Voraussetzungen werden beim Einrichten der Transportwege in einem gemischten Systemverbund im Transport Management System geprüft.