Besonderheiten unter Windows 
Der Windows File Cache steht in direkter Konkurrenz zu den SAP-Programmen und verdrängt diese aus dem physischen Speicher. Im Gegensatz zu UNIX wird der File Cache nur indirekt durch eine Änderung der Netzwerkeinstellung beeinflusst.
Das Schreiben und Lesen vonSAP Roll- und Paging-Blöcken in die entsprechenden Auslagerungsdateien erweitert den Windows File Cache und verdrängt damit die SAP-Programme aus dem physischen Speicher.
Das Kopieren von Roll- und Paging-Blöcken beim Wechseln des Benutzerkontextes ist zeitaufwändiger als das Einbinden von Speicherblöcken bei Verwendung von Erweiterungsspeicher. Erweiterungsspeicher hat zudem den Vorteil, dass er dem leistungsfähigen Windows-Paging-Mechanismus unterliegt.
Seiten im Erweiterungsspeicher, die nicht im Working Set eines aktiven Prozesses liegen, werden durch das Betriebssystem automatisch in das Pagefile ausgelagert. Die Seiten verbleiben im physischen Speicher, bis der Speicherbereich durch einen anderen Prozess benötigt wird. Sie werden als ausgelagert gekennzeichnet. Dieses Auslagern erfolgt mit niedriger Priorität und wird als lazy page out bezeichnet. Wenn ein Workprozess auf eine ausgelagerte Seite zugreift, wird sie ohne Zugriff auf die Auslagerungsdatei wieder verwendet. Bei ausreichend dimensioniertem physischen Speicher hat dies einen großen Auslagerungswert (Page out) und einen kleinen Einlagerungswert (Page in) zur Folge. Mit der Aktion lazy page out erzeugt Windows permanent frei verfügbaren Speicher. Dadurch ist selbst eine Einlagerung mit Pagefile-Zugriff schneller als auf UNIX-Systemen, weil es nicht notwendig ist, zuvor eine andere Seite auszulagern (kein direkter Page out vor einem Page in).