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HintergrundMemory Management unter Linux Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

SAP Speicherverwaltung auf Linux Für SAP auf Linux stehen zwei unterschiedliche Speicherverwaltungen zur Verfügung.

Die Aktivierung der gewünschten Variante erfolgt über den SAP-Instanzprofilparameter es/implementation.

  • MAP-Implementierung (es/implementation=map)

    Diese Variante ist hauptsächlich für 32-Bit-Systeme von Interesse und wird ausführlich in SAP Hinweis 386605 beschrieben. Seit SAP-Kernel 6.20 verwendet ein SAP-System auf Linux standardmäßig die MAP-Implementierung, bei der nur der jeweils gerade aktive Benutzerkontext in den Adressraum des Workprozesses eingeblendet wird.

  • Standard-Implementierung (es/implementation=std)

    Bei dieser Variante entspricht die Speicherverwaltung eines SAP-Systems auf Linux der auf klassischen UNIX-Systemen. Dabei werden alle Benutzerkontexte im System gleichzeitig in den Adressraum eines Workprozesses eingeblendet, so dass sich diese Variante nur für 64-Bit-Systeme anbietet.

    Weitere Informationen finden Sie in SAP Hinweis 941735.

Während auf 32-Bit-Linux aus technischen Gründen praktisch nur die MAP-Implementierung zum Einsatz kommen sollte, sind auf 64-Bit-Systemen beide Varianten anwendbar. Durch den Wegfall der 32-Bit-Beschränkungen besteht auf 64-Bit-Linux-Systemen jedoch keine Notwendigkeit mehr für den Sonderweg der MAP-Implementierung. Daher ist ab SAP Kernel 7.10 standardmäßig die STD-Implementierung für SAP-Systeme auf 64-Bit-Linux aktiv.