Profilparameter für den Standalone-Enqueue-Server 
Die folgenden Parameter müssen Sie im Instanzprofil des Standalone-Enqueue-Servers setzen.
Einige sind nur relevant, wenn Sie mit einem Replikationsserver arbeiten. Diese werden unten aufgeführt.
Parameter |
Bedeutung |
|---|---|
ipc/shm_psize_34 |
Die Sperrtabelle liegt im Shared Memory des Enqueue-Servers und hat den Shared Memory Key 34. Standardmäßig legt der Enqueue-Server auf manchen Plattformen die Sperrtabelle in den Pool 10, was in diesem Fall eine Verschwendung von Shared Memory bedeuten würde. Setzen Sie diesen Parameter auf den Wert 0, so wird die Sperrtabelle in keinen Pool gelegt. Es wird soviel Shared Memory allokiert, wie für die Sperrtabelle gebraucht wird. Setzen Sie also im Profil des Enqueue-Servers ipc/shm_psize_34 = 0.
Setzen Sie diesen Parameter ausschließlich im Instanzprofil des Enqueue-Servers! Ende der Warnung. |
enque/server/replication |
Der Parameter kann die Werte true oder false annehmen und legt fest, ob der Enqueue-Server die Replikation nutzen soll. Standardwert ist false: Wenn Sie die Replikation nutzen wollen, müssen Sie diesen Parameter im Profil des Enqueue-Servers explizit setzen.
Informationen zur Handhabung der Backup-Datei für die an die Verbuchung vererbten Sperren bei Einsatz der Replikation finden Sie unter Handhabung der Backup-Datei. Ende des Hinweises |
enque/server/codepage |
Die non-Unicode-Version des Enqueue-Servers kann in bestimmten Codepages laufen. Dies macht bisher nur Sinn, wenn ein Application Server Java (J2EE Engine) mit dem Enqueue-Server benutzt wird und der Enqueue-Server kein Unicode-Server ist. Bei dem in diesem Fall verwendeten Protokoll werden Unicode-Zeichen im UTF8-Format zum Enqueue-Server übertragen. Mit diesem Parameter können Sie einstellen, in welche Codepage diese Zeichen umgesetzt werden sollen.
Der Wert ist die 4-stellige Nummer des SAP-Zeichensatzes. Ende des Hinweises |
enque/server/max_requests |
Der Parameter gibt die maximale Anzahl von Enqueue-Requests an, die gleichzeitig im Enqueue-Server verarbeitet werden können. Er sollte mindestens den Wert der Gesamtzahl der Workprozesse im System (für AS Java die Summe aller Threads in allen AS Java Instanzen) haben. Der Standardwert ist 1000.
Setzen Sie diesen Parameter ausschließlich im Instanzprofil des Enqueue-Servers! Ende der Warnung. |
enque/encni/port |
Verwenden Sie diesen Parameter, falls der TCP-Port des Enqueue-Servers, über den die Kommunikation mit den Enqueue-Clients läuft, nicht auf sapdpXX (XX ist die Instanznummer) gesetzt werden soll. Er muss dann in allen Profilen (am besten DEFAULT.PFL) gesetzt werden. |
enque/encni/repl_port |
Verwenden Sie diesen Parameter, falls der Replikationsport des Enqueue-Servers nicht auf den Default-Port 5XX16 (XX ist die Instanznummer) gesetzt werden kann. Er sollte dann entweder in DEFAULT.PFL oder in den Profilen des Enqueue-Servers und des Replikationsservers gesetzt werden. |
enque/encni/no_addr_resolve |
Mit diesem Parameter können Sie die Hostnamenauflösung im Enqueue-Server deaktivieren. Im Defaultfall hat der Parameter den Wert 0 (false), das bedeutet, dass die Hostnamenauflösung im Enqueue-Server durchgeführt wird. Falls diese lang dauert oder es andere Probleme gib, können Sie den Parameter auf 1 (true) setzen, dann wird der Hostname nicht aufgelöst, sondern einfach die IP-Adresse ausgegeben. Weitere Informationen: Hochverfügbarkeit mit dem Standalone-Enqueue-Server |
enque/server/threadcount |
Anzahl der I/O-Threads. Normalerweise brauchen Sie diesen Parameter nicht zu ändern. Es kann zur Erhöhung der Performance sinnvoll sein, sollte aber mit Unterstützung der SAP oder Ihres Hardware-Partners geschehen. Nach bisherigen Erfahrungen hat ein höherer Wert als 4 nie zu einer Erhöhung des Durchsatzes geführt. |
enque/server/max_clients |
Dieser Parameter bestimmt die Anzahl der Prozesse, die sich mit dem Enqueue-Server verbinden können. Setzen Sie ihn auf den Wert, der der Gesamtzahl der Workprozesse im System entspricht. Standardwert ist 1000. |
enque/server/use_spinning |
Hiermit können Sie einen anderen Mechanismus zur Kommunikation zwischen den Threads aktivieren. Dieser Mechanismus ist etwas schneller, erzeugt aber sehr viel Last auf dem Rechner. Schon bei kleinem Enqueue-Durchsatz wird eine CPU zu 100% belegt. Mögliche Werte sind true und false. Standard ist false, der Parameter wird im Normalfall nicht gesetzt. |
In manchen Fällen ist das Ergebnis einer Enqueue-Anfrage (read) zu groß, um in einem Paket über das Netzwerk transportiert zu werden. Dann muss das Ergebnis in mehrere Teile zerlegt werden, die auf Serverseite gespeichert und vom Client nacheinander abgeholt werden.
Die folgenden Parameter steuern das Verhalten und den Ressourcenverbrauch dabei.
Empfehlung
Diese Parameter sind standardmäßig auf sinnvolle Werte eingestellt. Sie müssen nur bei sehr speziellen Anforderungen (z.B. Downsizing) angepasst werden.
Parameter |
Bedeutung |
Einheit |
Defaultwert |
|---|---|---|---|
enque/snapshot_timeout |
Kommt es zum Abbruch des Clients, muss der Server diese Pakete nach bei Überschreitung eines Timeouts löschen, um Memory leaks zu verhindern. Dieser Parameter legt den Timeout fest. |
Sekunden |
10 |
enque/snapshot_pck_size |
Hiermit legen Sie die Größe der einzelnen Pakete fest. Sinnvoll sind Werte zwischen 30000 und maximal 100000. Ein Sperreintrag benötigt etwa 1 KB. |
Bytes |
50000 (50 KB) |
enque/snapshot_pck_ids |
Dieser Parameter bestimmt die maximale Anzahl von Snapshot-Paketen. Mögliche Werte liegen zwischen 10 (extremes Downsizing) und 1000000. Ist der Wert so klein, dass nicht alle Sperreinträge Platz finden, wird die Antwort beim Lesen entsprechend abgeschnitten.
Stellen Sie enque/snapshot_pck_size=30000 und enque/snapshot_pck_ids=10, so können Sie maximal ca. 300 Sperreinträge auslesen. Dies ist nur bei extrem kleinen Systemen bzw. Anwendungen sinnvoll. Ende des Beispiels. |
Integerwert |
10000 |
Die folgenden Parameter müssen Sie setzen, wenn Sie Replikation verwenden, d.h. wenn enque/server/replication den Wert true hat.
Weitere Informationen:
Funktionsweise der Replikation
Parameter |
Bedeutung |
|---|---|
enque/enrep/stop_timeout_s |
Der Parameter gibt an, wie lange der Enqueue-Server im Zustand suspended bleiben soll, bevor er erneut versucht, den Replikationsserver zu aktualisieren. Er gibt die Zeitspanne in Sekunden an. Der Wert 0 bedeutet, dass der Zustand suspended nie verlassen wird, solange eine Verbindung zum Replikationsserver besteht. Erst wenn dieser durchgestartet wird, verlässt der Enqueue-Server diesen Zustand. |
enque/enrep/stop_retries |
Der Parameter gibt an, wie oft der Enqueue-Server versuchen soll, nach dem durch enque/enrep/stop_timeout_s spezifizierten Timeout den Replikationsserver zu aktualisieren. Mögliche Werte sind ganze Zahlen; der Wert 0 bedeutet, dass der Enqueue-Server es immer wieder versuchen soll. |
enque/enrep/req_block_count |
Der Parameter gibt an, wieviel Speicherblöcke (zu je 32 kB) im Replikationsserver zur Übertragung der Daten reserviert werden sollen. Er wird erst ab einer Sperrtabellengröße von ca. 80MB gebraucht. |