Sperrtabelle beim Failover überwachen 
Mit den folgenden Tests können Sie den Füllstand der Sperrtabelle sowie ihre ID mit dem Kommandozeilenprogramm enqt prüfen und überwachen.
Sie haben die (A)SCS-Instanz Ihres SAP-Systems gestartet. Bei einem ABAP+Java-System müssen sowohl die SCS-Instanz als auch die ASCS-Instanz laufen.
Sie starten das Programm enqt auf dem Rechner, auf dem der Replikationsserver installiert ist.
Achtung
Verwenden Sie ausschließlich die hier beschriebenen enqt-Optionen! Andernfalls könnten Sie den Inhalt der Sperrtabelle beschädigen.
Geben Sie folgenden Kommando ein, um die Sperrtabelle des Enqueue-Servers mit 20 Sperren zu füllen.
enqt pf=<ERS_instance_profile> 11 20
Hierbei bezeichnet <ERS_instance_profile> das Profil, das während der Installation des Replikationsservers erzeugt wurde.
Überwachen Sie den Füllstand der Sperrtabelle, indem Sie folgendes Kommando ausführen:
enqt pf=<ERS_instance_profile> 20 1 1 9999
Dieses Kommando liest permanent den Inhalt der Sperrtabelle und gibt die Anzahl der Sperreinträge auf der Konsole aus.
Lösen Sie einen Failover der (A)SCS aus (das genaue Vorgehen hängt von der verwendeten Clusterlösung ab).
Die Ausgabe sollte dann ungefähr so aussehen.
Number of selected entries: 20 Number of selected entries: 20 Number of selected entries: 20 Number of selected entries: 20 Number of selected entries: 20 Number of selected entries: 0 (Failover) Number of selected entries: 20 (Enqueue-Server läuft wieder) Number of selected entries: 20 Number of selected entries: 20 Number of selected entries: 20 Number of selected entries: 20 ... |
Stellen Sie sicher, dass die Anzahl der Sperreinträge vor und nach dem Failover die gleiche ist. Wenn sich die Enqueue-ID ändert oder die Anzahl der Sperren nach dem Failover Null ist wurde das Replikat nicht übernommen Es muss eine Detailanalyse mit Hilfe von Level-3 Trace des Failovers (insbesondere des Enqueue-Servers, der neu gestartet wird) vorgenommen werden.
Sie können nun überprüfen, ob die Instanznummer des Repkationsservers und die Instanznummer des Enqueue-Server übereinstimmt. Wenn nicht, liegt ein Konfigurationsfehler vor. Überprüfen Sie mit showipc, ob ein Shared Memory Segment mit der Nummer 66 existiert. Klären Sie, ob der Enqueue-Server auch auf dem richtigen Rechner gestartet wurde (also auf dem, auf dem vorher der Replikationsserver lief).
Suchen Sie in den Trace-Dateien dev_enqsrv (nach dem Failover) und dev_enrepsrv (vor dem Failover) nach Fehlermeldungen.
Wenden Sie sich an den SAP-Support.
Geben Sie folgendes Kommando ein, um die Sperrtabellen-ID vor dem Failover auszugeben.
enqt pf=<ERS_instance_profile> 97
Hierbei bezeichnet <ERS_instance_profile> das Profil, das während der Installation des Replikationsservers erzeugt wurde.
Lösen Sie einen Failover der (A)SCS-Instanz aus.
Geben Sie anschließend wieder das Kommando enqt pf=<ERS_instance_profile> 97 ein.
Die Ausgabe sollte dann ungefähr aussehen wie folgt.
Vor dem Failover:
enqt =<ERS_instance_profile> 97 ---REQ---------------------------------------------------------- EnqId: EnqTabCreaTime/RandomNumber = 25.10.2005 11:15:59 1130231759 / 9288 ... |
Nach dem Failover:
enqt =<ERS_instance_profile> 97 ---REQ---------------------------------------------------------- EnqId: EnqTabCreaTime/RandomNumber = 25.10.2005 11:15:59 1130231759 / 9288 ... |
Stellen Sie sicher, dass die Sperrtabellen-ID vor und nach dem Failover die gleiche ist. Ist dies nicht der Fall, wurde das Replikat nicht übernommen (s.o.).