Überwachung von Syslog-Meldungen zentral konfigurieren 
Sie können mit der CCMS-Monitoring-Infrastruktur u. a. das Systemprotokoll überwachen lassen (siehe Monitor Syslog). Standardmäßig werden dabei Meldungstext und Schwere des Alerts aus den Einstellungen der Transaktion SE92 (Syslog-Meldungen pflegen) übernommen, allerdings können Sie auch Schwere und Gewichtung für eine Meldung des Systemprotokolls direkt im Alert-Monitor selbst setzen, indem Sie einen Alert-Filter definieren. Die entsprechende Vorgehensweise ist ebenfalls in Monitor Syslog beschrieben.
Diese Konfiguration müssen Sie allerdings stets lokal, d. h. in den jeweiligen überwachten Systemen durchführen. Insbesondere bei großen Landschaften kann dies eine sehr aufwändige Prozedur sein.
Es ist daher sinnvoll, dass Sie Filtereinstellungen für Syslog-Meldungen der überwachten Systeme zentral erstellen und bequem in alle gewünschten überwachten Systeme verteilen können. Eine entsprechende Funktion wird in diesem Abschnitt beschrieben.
Das Zentrum bei der Verteilung der Filtereinstellungen bildet die Tabelle ALGLOBSYSLGFIL, welche Sie im zentralen Monitoring-System (CEN) füllen müssen, und welche die zu verteilenden Konfigurationseinstellungen enthält. Im Einzelnen besitzt die Tabelle die folgenden Spalten:
Spalte |
Beschreibung |
|---|---|
LINENUMBER |
Positive ganze Zahl, wodurch die Reihenfolge festgelegt wird, in der die Filtereinstellungen den MTEs zugeordnet werden. Die Zuordnung beginnt mit der kleinsten Zahl und wird in der Reihenfolge der Werte fortgesetzt. Damit werden Einstellungen mit einer niedrigeren LINENUMBER durch solche mit einer höheren LINENUMBER überschrieben, falls diese sich auf dieselbe Meldungs-ID beziehen. |
SYSGROUP_OR_SID |
System-ID des überwachten Systems (dieses System muss gemäß SAP-NetWeaver-Komponenten und Hosts im CEN registrieren in der Monitoring-Infrastruktur konfiguriert sein) oder Name der Systemgruppe, für welche die Filtereinstellung gelten soll |
FROMAREA |
Syslog-Meldungen besitzen eine ID aus drei Zeichen, die aus der Gruppe (die ersten zwei Zeichen) sowie einer Sub-ID (das dritte Zeichen) besteht. Sie können in der Tabelle Bereiche der Syslog-Meldungen angeben, denen Sie eine bestimmte Schwere und Gewichtung in der CCMS-Monitoring-Infrastruktur zuordnen möchten. Die Spalten FROMAREA und FROMSUBID geben den Anfang eines solchen Bereichs an. |
FROMSUBID |
|
TOAREA |
Sie können in der Tabelle Bereiche der Syslog-Meldungen angeben, denen Sie eine bestimmte Schwere und Gewichtung in der CCMS-Monitoring-Infrastruktur zuordnen möchten. Die Spalten TOAREA und TOSUBID geben das Ende eines solchen Bereichs an. |
TOSUBID |
|
MSGVALUE |
Schwere, die den Meldungen des soeben definierten Bereichs in der Monitoring-Infrastruktur zugeordnet werden soll; dabei gilt:
|
SEVERITY |
Gewichtung, die den Meldungen des soeben definierten Bereichs in der Monitoring-Infrastruktur zugeordnet werden soll; der Wert muss in dem Bereich zwischen 0 und 255 liegen |
Die Verteilung der Alert-Zuordnungen in die überwachten Systeme geschieht über den Report CSM_DISTRIBUTE_ALGLOBSYSLGFIL. Wir empfehlen, dass Sie den Report zur regelmäßigen Ausführung als Job einplanen, damit Änderungen in der Tabelle ALGLOBSYSLGFIL zuverlässig in die überwachten Systeme transportiert werden.
Um die zentrale Konfiguration der Überwachung von Syslog-Meldungen zu verwenden, gehen Sie wie folgt vor:
Füllen Sie im CEN die Tabelle ALGLOBSYSLGFIL mit den gewünschten Syslog-IDs und den zugehörigen Alert-Eigenschaften.
Führen Sie den Report CSM_DISTRIBUTE_ALGLOBSYSLGFIL im CEN aus. Dies können Sie manuell über die Transaktion SE38 erreichen.
Hinweis
Falls Sie die Tabelle ALGLOBSYSLGFIL ändern, müssen Sie auf jeden Fall gewährleisten, dass der o. g. Report wieder ausgeführt wird, damit in den überwachten Systemen die aktuellen Konfigurationseinstellungen gültig sind. Dies können Sie erreichen, indem Sie den Report CSM_DISTRIBUTE_ALGLOBSYSLGFIL als regelmäßig auszuführenden Job einplanen. Sie erreichen dies über die Definition eines Jobs (Transaktion SM36); weitere Informationen hierzu finden Sie unter Jobeinplanung.
Fehlerbehandlung und Selbstüberwachung
Um zu prüfen, ob die gewünschten Einstellungen in einem überwachten System gültig sind, überprüfen Sie die Einstellungen der Attributgruppe R3SyslogMcsDefaultCusGroup, die sämtlichen Syslog-Meldungen in der Monitoring-Infrastruktur zugeordnet ist. Dies können Sie z. B. wie folgt erreichen:
Starten Sie den Alert-Monitor, indem Sie den Transaktionscode RZ20 eingeben.
Starten Sie in der Monitorsammlung SAP CCMS Monitor Templates den Monitor Syslog mit Doppelklick.
Expandieren Sie den Teilbaum einer beliebigen Instanz, markieren Sie ein beliebiges Protokollattribut, und wählen Sie die Drucktaste Eigenschaften.
Wechseln Sie in die Registerkarte Filter. Sie sehen dort in der Tabelle Neubewertung von SAP System-Log Meldungen die Konfigurationseinstellungen, die Sie in Tabelle ALGLOBSYSLGFIL erstellt haben.
Falls die gewünschten Einstellungen in einem oder mehreren überwachten Systemen nicht gelten, überprüfen Sie, ob der Report CSM_DISTRIBUTE_ALGLOBSYSLGFIL fehlerfrei ausgeführt werden konnte:
Starten Sie den Alert-Monitor, indem Sie den Transaktionscode RZ20 eingeben.
Starten Sie in der Monitorsammlung SAP CCMS Technical Expert Monitors den Monitor CCMS Selfmonitoring mit Doppelklick, und expandieren Sie den Teilbaum .
Das Protokollattribut Messages enthält mögliche Fehlermeldungen bei der Ausführung des Reports.
Ausführliche Informationen zur zentralen Konfiguration der Überwachung von Syslog-Meldungen finden Sie in SAP-Hinweis 1303845.