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Funktionsdokumentation Dateisystem-Repository-Manager  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Mit einem Dateisystem-Repository-Manager greifen Sie auf eine Verzeichnishierarchie in einem Dateisystem zu und stellen seine Inhalte für den Lese- und Schreibzugriff zur Verfügung.

 

Voraussetzungen

Bevor Sie auf einem Portal unter WINDOWS einen Dateisystem-Repository-Manager konfigurieren, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein (siehe Integration von Dokumenten eines Windows-Systems in das KM).

 

Wenn Sie ein Portal unter UNIX betreiben, müssen Sie die IP-Adressen der Domain-Controller, die in Ihren WINDOWS-Systemen verwendet werden, in einer Datei angeben und diese in der Konfiguration des Sicherheitsmanagers referenzieren (siehe Sicherheitsmanager).

 

Funktionsumfang

Der Dateisystem-Repository-Manager unterstützt folgende Aktionen, die auf Dateien und Verzeichnisse angewendet werden können:

      Anlegen

      Ändern

      Umbenennen

      Löschen

      Kopieren

      Verschieben

 

Wenn Sie das Repository im schreibgeschützten Modus betreiben, wird das Anlegen, Ändern, Umbenennen und Löschen von Dateien und Verzeichnissen nicht unterstützt.

 

Folgende Funktionen werden nicht unterstützt:

      Sperren von Dokumenten

      Erstellen von Verweisen

      Nutzung vordefinierter Eigenschaften

      Versionierung

 

Achtung

Wenn Sie KM in einer Load-Balancing-Umgebung verwenden, muss der Dateisystem-Repository-Manager im schreibgeschützten Modus eingerichtet werden. Wenn das Repository bei einem solchen Szenario nicht schreibgeschützt ist, können gleichzeitige Dateiänderungen durch verschiedene Benutzer auf verschiedenen Installationen zu einer Beschädigung der Datei führen.

 

Parameter eines Dateisystem-Repository-Managers

Parameter

Obligatorisch

Beschreibung

Name

Ja

Name des Repository-Managers

Description

Nein

nähere Beschreibung des Repository-Managers

Root Directory

Ja

gibt den Pfad zum Stammverzeichnis im Dateisystem an, dem der Repository-Manager zugeordnet ist

Wenn Sie Dokumente eines Windows-Systems integrieren möchten, kann das ein Laufwerksbuchstabe sein (gefolgt von einem Doppelpunkt) oder ein Verzeichnispfad auf dem lokalen Server oder auf einem freigegebenen Remote-Server (z.B. //myserver/myshare/somedir).

Falls Sie Ihr Portal unter UNIX betreiben und auf das Dateisystem eines anderen UNIX-Rechners zugreifen möchten, müssen Sie das gewünschte Verzeichnis auf dem Portal-Server installieren.

Beispielpfad bei Verwendung eines UNIX-Systems:

/usr/company/share

Der Repository-Manager ist für das angegebene Verzeichnis und all seine Unterverzeichnisse zuständig.

Beachten Sie, dass es nicht zulässig ist, dass mehrere Repository-Manager denselben Unterpfad in ihrem Parameter Localroot verwenden.

Prefix

Ja

URI-Präfix, für das der Manager registriert ist

Die URIs aller von diesem Repository-Manager verwalteten Ressourcen haben dieses Präfix gemeinsam. Das Präfix wird dazu verwendet, den Repository-Manager zu identifizieren, der für eine Ressource mit einem bestimmten URI zuständig ist. Beachten Sie, dass das Präfix mit einem Schrägstrich anzugeben ist, z. B. /company-share

Unter dieser Bezeichnung wird das Repository im Stammverzeichnis des Explorer-iViews aufgelistet.

Windows Landscape System

Nein

Angabe der System ID, die in der Definition eines Windows-Systems eingetragen ist

Geben Sie ein Windows-System an, wenn der Repository-Manager auf ein Windows-Dateisystem zugreift und Sie dort geltende Berechtigungen auch im Portal nutzen möchten. Wählen Sie dazu auch unter dem Parameter Security Manager den W2kSecurityManager.

Wenn Sie von einem UNIX-Portal auf das Dateisystem eines anderen UNIX-Rechners zugreifen möchten, ist kein Windows-System erforderlich.

Active

Nein

Sie können den Repository-Manager durch Setzen des Parameters (de)aktivieren.

Hide in Root Folder

Nein

Gibt an, ob das Repository im Stammverzeichnis aufgelistet wird

Wenn Sie den Parameter aktivieren, wird das Repository nicht im Stammverzeichnis aufgelistet.

Read Only

Nein

gibt an, ob das Repository schreibgeschützt ist

Aktivieren Sie diesen Parameter, wenn Sie KM in einer Cluster-Umgebung betreiben (siehe obigen Hinweis).

Send Events

Nein

gibt an, ob das Repository Ereignisse sendet, wenn Operationen wie „Löschen", „Inhalt aktualisieren" usw. bei Ressourcen durchgeführt werden

Damit das Repository Ereignisse sendet, muss der Parameter aktiviert sein. Dies ist zum Beispiel für die Verwendung von Services wie dem Subskriptionsservice erforderlich.

Lookup Mode

Ja

gibt den Modus an, den ein Repository beim Auffinden von Ressourcen, basierend auf ihren Namen anwendet

caseless: alle Variationen in Groß- und Kleinschreibung werden beachtet

exact: alle Zeichen im Namen einer Ressource müssen der vorgegebenen Groß- oder Kleinschreibung entsprechen

Standardmäßig ist caseless aktiviert.

Property Search Manager

Nein

Auswahl des Managers für die Suche nach Eigenschaften

Wählen Sie den Standard Property Search Manager.

Read-Only Content Expiry Delay

Nein

gibt an, wie lange Clients den Inhalt von schreibgeschützten Ressourcen zwischenspeichern sollen

Innerhalb dieses Zeitraums werden schreibgeschützte Ressourcen vom Client nicht erneut vom Server geladen.

Die Angabe erfolgt in Sekunden.

Die Cache-Optionen bzw. die Einstellungen der temporären Internet-Dateien des genutzten Browsers sollten dabei auf „automatisch“ eingestellt sein.

Repository Services

Nein

Auswahl der Repository Services, die Sie für das Repository verwenden möchten

Beachten Sie, dass der Statusverwaltungs-Service (statemngt) den Service-ACL-Service (svc_acl) und Application-Property-Service (properties) verlangt.

ACL Manager Cache

Nein

Identifikation des Cache für Ressourcen-ACLs: ca_rsrc_acl

Dieser Parameter wird benötigt, wenn ein ACL-Sicherheitsmanager im Parameter Security Manager angegeben ist. Der Cache ca_rsrc_acl ist in der KM-Standardkonfiguration voreingestellt.

Security Manager

Nein

Auswahl eines Sicherheitsmanagers, der den Zugriff auf die Repository-Inhalte steuert

Damit die Berechtigungen von dem WINDOWS-Dateisystem im KM übernommen werden, wählen Sie W2KSecurityManager.

Sicherheitsmanager, die Berechtigungen zwischen UNIX-Systemen berücksichtigen, sind nicht verfügbar.

Um Berechtigungsprüfungen innerhalb des KM nutzen zu können, wählen Sie AclSecurityManager. Bestehende Berechtigungen des Quell-Repositorys werden hierbei jedoch nicht berücksichtigt.

 

In der Standardauslieferung ist das Dateisystem-Repository /etc bereits konfiguriert. Es enthält verschiedenen Typen von XSL-Stylesheets, Parameterdateien und andere Konfigurationsdaten. Verschiedene CM-Services und Repository-Filter müssen Daten aus den Verzeichnissen des Dateisystem-Repository lesen oder in diese Verzeichnisse schreiben.

Der Dateisystem-Repository-Manager referenziert ein zentrales Verzeichnis auf dem Portalserver. Dieses Verzeichnis muss über den Parameter Root Directory des Dateisystem-Repository-Managers angegeben werden. Dieser Parameter ist standardmäßig mit dem Wert <servletpath>/etc vorkonfiguriert.

Beispiel

 \usr\sap\<SID>\<JC>\SYS\global\config\cm\etc

Besonderheiten des Dateisystem-Repository-Managers in einer Cluster-Umgebung

In einer Cluster-Umgebung muss der Parameter Root Directory jedes Serverknotens auf ein zentrales Verzeichnis in einem Dateisystem verweisen. Je nach Cluster-Umgebungstyp müssen Sie folgende Punkte beachten:

      Alle Dialoginstanzen müssen auf ein zentrales Verzeichnis der zentralen Java-Instanz verweisen.

      Wenn Sie mit einem Hochverfügbarkeits-Setup (High Availability/HA) arbeiten, müssen alle Serverknoten auf das zentrale Verzeichnis auf dem HA-Server verweisen.

Achtung

Der Parameter Root Director verschiedener Serverknoten darf nicht auf unterschiedliche physische Verzeichnisse verweisen. Es findet keine Synchronisation zwischen unterschiedlichen Serverknoten, wenn das Dateisystem-Repository jedes einzelnen Serverknotens auf ein bestimmtes/anderes physisches Verzeichnis verweist.

Empfehlung

SAP empfiehlt, sämtliche statische Ressourcen (gif-Dateien, Javascripte, Stylesheets) im Repository /etc auf schreibgeschützt zu setzen. In der Konfiguration des Repository /etc sollte im Parameter Read-Only Content Expiry Delay ein Wert von 600 Sekunden angegeben sein.

 

Aktivitäten

Um einen Dateisystem-Repository-Manager anzulegen und zu konfigurieren, wählen Sie Content Management Repository Managers File System Repository.

 

Siehe auch:

Integration von Dokumenten eines Windows-Systems in das KM

 

Anschließende Aktivitäten

Um in diesem Repository eine Suche starten zu können, müssen Sie dem Repository einen Index zuordnen (siehe Ordner oder Repository zuordnen).  Wenn bislang kein Index vorhanden ist, müssen Sie zuvor einen Index anlegen.

 

Beispiel

Beispielkonfiguration eines UNIX-Dateisystem-Repository-Managers:

 

Name                = fs_rep_unix
Localroot           = /usr/company/share
Prefix              = /company-share-unix
Read Only           = deaktiviert
Send Events         = aktiviert
Repository Services =
properties, rating
ACL Manager Cache   = ca_rsrc_acl
Security Manager    = AclSecurityManager

Beispielkonfiguration eines WINDOWS®-Dateisystem-Repository-Managers:

 

Name                = fs_rep_windows
Localroot           = //myserver/myshare/somedir
Prefix              = /company-share-windows
Read Only           = deaktiviert
Send Events         = aktiviert
Repository Services =
properties, rating
ACL Manager Cache   = ca_rsrc_acl
Security Manager    = W2KSecurityManager

 

 

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