Monitor Enqueue
Mit dem Enqueue-Service können
ABAP-Anwendungen Daten für die alleinige Verwendung sperren. Das Sperren der
Daten verhindert das parallele Ändern dieser Daten, das zu einer
Dateninkonsistenz führen würde. Details hierzu finden Sie in
Das SAP Sperrkonzept
(BC-CST-EQ).
In der Monitoring-Infrastruktur existieren verschiedene Teilbäume zur Überwachung des Enqueue, die in diesem Monitor zusammengefasst werden:
Dieser Teilbaum umfasst eine große Anzahl
Monitoring-Werte zum Enqueue-Service. Da der Monitor über eine
ABAP-Datensammelmethode mit Werten versorgt wird, werden die Werte alle 5
Minuten aktualisiert. Die Teilbaum wird stets mit Werten versorgt, egal ob der
Enqueue-Service auf einer normalen Instanz läuft oder als ein
Standalone-Enqueue-Server
realisiert ist.

Der Teilbaum enthält die folgenden Monitorbaumelemente (Monitoring Tree Elements = MTEs):
MTE-Name |
Bedeutung |
Enqueue Server |
Enqueue-Server, der den Enqueue-Service für das System anbietet |
Enqueue Requests |
Anzahl der Sperranfragen |
Enqueue Request Rejects |
Anzahl der zurückgewiesenen Sperranfragen |
Enqueue Requests Errors |
Anzahl der bei Sperranfragen aufgetretenen Fehler |
Dequeue Requests |
Anzahl der Freigabeanforderungen ( DEQUEUE ) |
Dequeue Requests Errors |
Anzahl der aufgetretenen Fehler bei Freigabe von Sperren |
DequeueAll Requests |
Anzahl der Freigabe aller Sperren einer LUW (z. B. beim Ende einer LUW) |
CleanUp Requests |
Anzahl der Freigabe aller Sperren eines Anwendungsservers (z. B. beim Start oder beim Herunterfahren des Servers) |
Backup Requests |
Anzahl der Verbuchungsaufrufe, bei denen Sperren an die Verbuchung weitergereicht werden. Die Verbuchung erhält die Sperreigentümer-ID des Aufrufers, der Aufrufer bekommt eine neue Sperreigentümer-ID. |
Reporting Requests |
Anzahl der Operationen zum Lesen den Sperrtabelle |
Owner
Names |
maximale Anzahl von Sperreigentümer-IDs, die die Sperrtabelle aufnehmen kann. Sperreigentümer-IDs sind einem Benutzerkontext oder einem Verbuchungsauftrag zugeordnet. |
Owner Names Peak Utilisation |
maximale Anzahl von Sperreigentümern, die bisher gleichzeitig in der Sperrtabelle standen |
Owner Names Actual Utilisation |
aktuelle Anzahl von Sperreigentümern in der Sperrtabelle |
Granule Arguments |
maximale Anzahl verschiedener Sperrargumente, die die Sperrtabelle aufnehmen kann; Sperren verschiedener Sperreigentümer bzw. mit verschiedenen Sperrmodi, aber mit gleichem Sperrargument belegen einen Eintrag |
Granule Arguments Peak Utilisation |
maximale Anzahl verschiedener Sperrargumente, die bisher gleichzeitig in der Sperrtabelle standen |
Granule Arguments Actual Utilisation |
aktuelle Anzahl verschiedener Sperrargumente in der Sperrtabelle |
Granule Entries |
maximale Anzahl von Elementarsperren; die die Sperrtabelle aufnehmen kann (jede Elementarsperre belegt einen Eintrag) |
Granule Entries Peak Utilisation |
maximale Anzahl von Elementarsperren, die bisher gleichzeitig in der Sperrtabelle standen |
Granule Entries Actual Utilisation |
aktuelle Anzahl von Elementarsperren in der Sperrtabelle |
Update Queue Peak |
maximale Anzahl offener Verbuchungsaufträge mit Sperren, die bisher aufgetreten ist |
Update Queue Actual |
aktuelle Anzahl offener Verbuchungsaufträge mit Sperren |
Total
Lock Time |
Zeit, die insgesamt im kritischen Pfad der Sperrtabelle für Sperroperationen gebraucht wurde |
Recent Lock Time (per minute) |
Zeit, die im kritischen Pfad der Sperrtabelle für Sperroperationen gebraucht wurde (in Sekunden pro Minute) |
Total Lock Wait Time |
gesamte Wartezeit paralleler Prozesse vor Eintritt in den kritischen Pfad der Sperrtabelle |
Recent Lock Wait Time (per minute) |
Wartezeit paralleler Prozesse vor Eintritt in den kritischen Pfad der Sperrtabelle (in Sekunden pro Minute) |
Total
Server Time |
Zeit, die insgesamt im Enqueue-Servers verbraucht wurde |
Recent Server Time (per minute) |
Zeit, die insgesamt im Enqueue-Servers verbraucht wurde (in Sekunden pro Minute) |
Runtime of Data Collector |
Knoten, dem die Datensammelmethode zugewiesen ist; dadurch wird die Laufzeit jeder Datensammlung überwacht |
Dieser Teilbaum umfasst nur die wichtigsten Monitoring-Werte zum Enqueue-Service. Da die Daten über einen aktiven Data Supplier direkt aus dem Kernel mit Werten versorgt werden, werden aktuelle Daten sofort in die Monitoring-Infrastruktur gemeldet. Allerdings existiert dieser Teilbaum nicht, falls der Enqueue-Service als Standalone Enqueue-Server realisiert ist.

Der Teilbaum enthält die folgenden MTEs:
MTE-Name |
Bedeutung |
<SysID>\<Instanz>\...\EnqueueServer |
Teilbaum des Enqueue-Client; dieser ist nur auf der Zentralinstanz vorhanden |
Utilisation Owner Names |
aktuelle Anzahl von Sperreigentümern in der Sperrtabelle in Prozent der maximalen Anzahl |
Utilisation Granule Arguments |
aktuelle Anzahl verschiedener Sperrargumente in der Sperrtabelle in Prozent der maximalen Anzahl |
Utilisation Granule Entries |
aktuelle Anzahl von Elementarsperren in der Sperrtabelle in Prozent der maximalen Anzahl |
QueueLength |
Länge der Enqueue-Queue in Prozent seiner maximalen Länge |
ErrorsInWpENQ |
Anzahl der Fehler in Enqueue-Workprozessen seit Anlegen des Monitorsegments (seit Start des Anwendungsservers) |
ErrorFreqInWpENQ |
Anzahl der Fehler in Enqueue-Workprozessen pro Minute |
EndedWpENQ |
Anzahl der nach einem Fehler beendeten Enqueue-Workprozesse; in der Prozessübersicht (Transaktion SM50) legen Sie fest, ob ein Workprozess nach einem Fehler wieder gestartet werden soll |
Jede Instanz eines Systems ist mit dem Enqueue-Service verbunden. Dieses Monitorobjekt enthält Performance-Attribute zu Anforderungen der anderen Instanzen an diesen Service.

Der Teilbaum enthält die folgenden MTEs:
MTE-Name |
Bedeutung |
Enqueue Clients |
Performance-Attribute zu Anforderungen der Instanzen an den Enqueue-Service |
<Hostname>_<SysD>_<InstNr> |
Instanzname |
EnqueueFreq |
Enqueue-Operationen (logische Datensperren) pro Minute, die von einer anderen Instanz als der Zentralinstanz kommen |
Für den Fall, dass das System ein
Standalone-Enqueue-Server
enthält, gibt dieser Teilbaum Informationen über den Status und die
Hochverfügbarkeitskonfiguration dieses Servers aus.

Der Teilbaum enthält die folgenden MTEs:
MTE-Name |
Bedeutung |
Connection to Standalone Enqueue |
Teilbaum für den Standalone Enqueue |
<Hostname>_<SysD>_<InstNr> |
Instanzname |
Server |
Host, auf dem der Standalone-Enqueue-Server läuft |
Status |
Status des Standalone-Enqueue-Server |
Replication Status |
Der Standalone-Enqueue-Server bildet zusammen mit einem Enqueue-Replikationsserver ein Hochverfügbarkeits-Enqueue-Server. Falls ein Replikationsserver installiert ist, sehen Sie hier seinen aktuellen Status. |

Der instanzspezifische Teilbaum mit
den Informationen zum Standalone-Enqueue-Server wird für jede Instanz
angezeigt, die von dem
CCMS-Agenten
SAPCCM4X überwacht wird. Daraus ergeben sich die folgenden
Empfehlungen:
■
Falls Sie ausschließlich die generelle
Verfügbarkeit des Standalone-Enqueue-Server überwachen möchten, stellen Sie
sicher, dass zumindest eine ständig verfügbare Instanz mit dem Agenten
SAPCCM4X überwacht wird (siehe auch
Agent auf ABAP-Instanz
installieren).
■ Falls Sie zusätzlich die Verbindung von jeder Instanz zum Standalone-Enqueue-Server überwachen möchten, stellen Sie sicher, dass alle Instanzen mit dem Agenten SAPCCM4X überwacht werden.
Um den Monitor zu starten, gehen Sie wie folgt vor:
...
1. Starten Sie den Alert-Monitor über Transaktion RZ20, oder wählen Sie CCMS → Steuerung/Monitoring → Alert-Monitor.
2. Expandieren Sie im BildCCMS-Monitorsammlungen die Sammlung SAP CCMS Monitor Templates.
3. Starten Sie in der Monitorliste den Monitor Enqueue Server mit Doppelklick.