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Vorgehensweisen SAPOSCOL stoppen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Der Befehl zum Stoppen von SAPOSCOL ist je nach Betriebssystem verschieden:

Achtung

Stoppen Sie SAPOSCOL nicht mit anderen Betriebssystembefehlen, da sonst die Daten im Shared-Memory-Segment verfälscht werden können. Außerdem können Sie in diesem Fall keinen neuen SAPOSCOL starten, sondern erhalten die Fehlermeldung, dass bereits ein SAPOSCOL läuft.

Vorgehensweise

Der Befehl zum Stoppen des SAPOSCOL startet zunächst einen neuen SAPOSCOL, der den aktiven SAPOSCOL nach einer Sekunde stoppt. Dabei geschieht im Detail Folgendes:

  1. Der neue SAPOSCOL verbindet sich mit dem Shared Memory.
  2. Über das Shared Memory bestimmt er die Prozess-ID (PID) des SAPOSCOL, der Daten sammelt.
  3. Falls der neue SAPOSCOL eine gültige PID findet, setzt er eine Markierung im Shared Memory. Wenn der alte SAPOSCOL diese Markierung findet, setzt er die Markierung zurück und löscht die PID aus dem Shared Memory. Falls dies nicht innerhalb von 20 Sekunden vollzogen ist, stoppt der neue SAPOSCOL den alten SAPOSCOL.
  4. Hinweis

    Wie lange ein Shared-Memory-Segment besteht, hängt vom Betriebssystem ab. Auf einem UNIX-Betriebssystem wird es gespeichert, bis SAPOSCOL es löscht. Auf Windows NT wird das Shared Memory vom Betriebssystem gelöscht, wenn kein Prozess damit verbunden ist.

  5. Der alte SAPOSCOL schreibt die Daten im Shared Memory in die Datei coll.put im Arbeitsverzeichnis von SAPOSCOL. Danach endet das Programm.

Die Datei coll.put wird beim Neustart des Host importiert, damit die zusammengefassten Daten im Shared Memory verfügbar sind. Wenn beispielsweise SAPOSCOL um 12:03 gestoppt und um 14:49 neu gestartet wird, sind die Daten bis 12:00 für das SAP-System immer noch verfügbar. Um Verwirrung zu vermeiden, werden ungültige Daten für die Zeit von 12 bis 14 Uhr nicht in der Übersicht der letzten Stunden im Betriebssystemmonitor angezeigt.

Hinweis

Löschen Sie die Datei coll.put, falls Sie SAPOSCOL im Rahmen der Fehleranalyse stoppen, da bei einem Neustart von SAPOSCOL das Programm die (eventuell fehlerhaften) Messwerte aus der Datei in das Shared-Memory-Segment übernimmt.

Siehe auch:

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Startseiten Betriebssystemmonitor und Betriebssystemkollektor SAPOSCOL

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