Jobs zur ereignisgesteuerten
Message-Verarbeitung
Mit dieser Funktion definieren Sie Jobs, mit denen Sie die Verarbeitung von Messages oder Message-Paketen einplanen, die über Filter aussortiert und nicht sofort verarbeitet wurden.
In Verbindung mit den Funktionen zur Definition der benötigten Sender und Empfänger sowie von entsprechenden Message-Filtern bietet Ihnen diese Funktion die Möglichkeit einer ereignisgesteuerten Message-Verarbeitung. Sie können so bestimmte Messages anhalten und deren Verarbeitung auf ein späteres Ereignis verschieben.
Falls Ihnen die von der SAP Exchange Infrastructure angebotenen Funktionen zur ereignisgesteuerten Message-Verarbeitung nicht ausreichen, können Sie auch die umfangreicheren Möglichkeiten der Job-Einplanung des SAP Web Application Server nutzen.
Hierzu müssen Sie mit dem ABAP-Editor (Transaktion SE38) über das Programm SXMS_START_JOBS einen Job einplanen, dessen Namen der Job-ID entspricht.
Vor dem Einplanen befindet sich der Job im Status Einzuplanen, danach im Status Extern eingeplant.
Sie haben im Menü Integration Engine den Eintrag Konfiguration → Ereignisgesteuerte Message-Verarbeitung konfigurieren gewählt und anschließend Jobs. Sie befinden sich in dem Bild Message-Verarbeitung einplanen.
Ein Job wird gestartet sobald
· die hierfür angegebenen Kriterien erfüllt sind
· der Job aktiv oder extern eingeplant ist
· der Scheduler-Job läuft, über den die Jobs zur Message-Verarbeitung eingeplant werden
Eine Ampel über der Jobliste zeigt den Status des Scheduler-Jobs:
Ampel |
Status |
Grün |
Der Scheduler-Job ist eingeplant und läuft. |
Gelb |
Der Scheduler-Job ist zwar eingeplant, aber überfällig. |
Rot |
Der Scheduler-Job ist nicht eingeplant. |
Bei Bedarf können Sie den Scheduler neu einplanen. Wählen Sie hierzu Scheduler-Übersicht.
Die Spalte Anzahl in der Jobliste zeigt an, wie viele Messages durch Message-Filter angehalten und dem Job zugeordnet wurden. Diese Messages können Sie einzeln anzeigen.
Sie können Jobs hinzufügen, ändern, löschen, aktualisieren und zurücksetzen. Zudem können Sie Jobs (de)aktivieren sowie sofort ausführen. Details zu einem Job können Sie anzeigen.

Um einen Job sofort ausführen zu können, benötigen Sie eine spezielle Berechtigung. Der Job wird mit dem Namen der Job-ID sofort im Hintergrund ausgeführt.
Beim Hinzufügen eines neuen Jobs geben Sie folgende Kriterien an:
· Job-ID (darf nicht mit dem Buchstaben S beginnen)
· Startdatum und Startzeit (Zeitstempel) des Jobs
· Spätestes Startdatum (Enddatum) und späteste Startzeit (Endzeit) des Jobs
· Wiederholungsperiode des Jobs
Der Ablauf einer Periode führt jeweils zur Neuberechnung des angegebenen Starttermins.
· Zeiteinheit der Wiederholungsperiode
· Kurze Beschreibung des Jobs
Bis auf die Job-ID sind alle Eingaben optional.
Im Änderungsmodus können Sie alle Kriterien ändern außer der Job-ID.
Wurde beim Definieren eines Message-Filters eine Job-ID angelegt, können Sie im Änderungsmodus weitere Angaben zu dem Job ergänzen.
Sie haben zwei Möglichkeiten einen Job zu (de)aktivieren:
· Sie können die Funktionen Aktivieren und Deaktivieren verwenden. Der Job wird dann über den Scheduler-Job gesteuert.
· Sie können die (De)aktivierung eines Jobs über einen RFC-fähigen Funktionsbaustein (SXMS_JOB_ACTIVATE bzw. SXMS_JOB_DEACTIVATE) steuern.
In diesem Fall kann es sinnvoll sein, bei der Definition des Jobs keine Zeitangaben zu machen, damit die zeitliche Abfolge durch ein externes Ereignis gesteuert werden kann.
Über Scheduler einplanen starten Sie den periodischen Scheduler-Job, der mandantenabhängig die Kriterien überprüft, nach denen ein Job für die ereignisgesteuerte Message-Verarbeitung gestartet wird.
Wenn Sie den Scheduler-Job einplanen (beispielsweise wenn die Ampel für den Scheduler-Status rot ist), können Sie in einem Dialogfenster die entsprechenden Daten eingeben.
Ist der Scheduler-Job bereits eingeplant (Ampel für Scheduler-Status ist grün), erscheint eine entsprechende Meldung.
Über Scheduler-Logs anzeigen zeigen Sie das Gesamtprotokoll des Schedulers an. Sie gelangen in ein Standard-Anwendungsprotokoll, in dem Sie beispielsweise in den Meldungstexten nach Fehlern oder nach IDs verarbeiteter Messages suchen können.
Ist die Anzahl der durch einen Message-Filter angehaltenen und dem Job zugeordneten Messages größer 0, können Sie die Messages durch Doppelklick auf die angezeigte Anzahl unter Messages pro Job einzeln auflisten. Angezeigt werden die Message-ID und die Zustellungsart (QoS). Zu jeder Message gibt es auch eine Detailanzeige.
Zudem können Sie in das Message-Monitoring
verzweigen und dort Alle Messages anzeigen (
), oder (durch Auswahl der Message-ID) einzelne
Messages im Detail anzeigen.