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Funktionsdokumentation BPEL4WS-Export und -Import eines Integrationsprozesses  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Das Business Process Management unterstützt den Prozessdefinitionsteil von BPEL4WS 1.1 (Business Process Execution Language for Web Services 1.1). Weitere Informationen zu BPEL4WS finden Sie unter der Internetadresse http://ifr.sap.com/bpel4ws.

Sie können das BPEL4WS-Format als Austauschformat verwenden, um einen Integrationsprozess in ein Nicht-SAP-System zu exportieren und dort auszuführen. Umgekehrt können Sie einen Integrationsprozess über das BPEL4WS-Format aus einem Nicht-SAP importieren und über die Exchange Infrastructure ausführen. Einschränkungen zum BPEL4WS-Import bzw. -Export beschreibt der Hinweis 709650.

Hinweis

Das BPEL4WS-Format ist nicht für den Import bzw. Export von Integrationsprozessen zwischen Integration Repositories vorgesehen. Dafür sollten Sie stattdessen die Import-Funktion des Integration Repository verwenden (siehe auch: Transport von XI-Objekten).

Funktionsumfang

Export

Der Export exportiert die Definition des Integrationsprozesses als BPEL4WS-Darstellung. Zusätzlich werden die in der Prozessdefinition referenzierten Datentypen, Message-Typen und Operationen als WSDL-Beschreibung exportiert.

Sie können die zu exportierende BPEL4WS-Darstellung der Prozessdefinition jederzeit im Bearbeitungsbereich des Prozess-Editors anzeigen (siehe auch: Prozess-Editor). Die zugehörigen Datentypdefinitionen können Sie in Form einer WSDL-Beschreibung im Ausgabebereich anzeigen.

Exportdateien

Beim Export wird die in der Prozess-Editor angezeigten Prozessdefinition als Datei ausgegeben. Die Exportdatei ist eine .zip-Datei, die folgende Dateien enthält:

·        <name>.bpel: Definition des Integrationsprozesses, wie in der Ansicht BPEL4WS angezeigt

·        <name>.wsdl: Referenzierte Datentypen, Message-Typen usw.

Den Namen der .zip-Datei können Sie frei wählen. Dieser Name wird auch für die .bpel und die .wsdl-Dateien verwendet. Die .zip-Datei enthält keine Pfadangaben oder Verzeichnisse.

Partner-Links

Um beim Export eine gültige BPEL4WS-Beschreibung zu erzeugen, sind neben der Definition des Integrationsprozesses auch die Angaben für Partner-Link-Typ und Partner-Link erforderlich.

Ein Partner-Link-Typ beschreibt die Beziehung zwischen zwei Services und die Rolle, die beiden jeweils zukommt. Ein Partner-Link-Typ BuyerSellerLink kann z. B. die Rollen Buyer und Seller definieren. Ein Partner-Link definiert die Services, mit denen ein Integrationsprozess interagiert. Jeder Partner-Link hat einen Partner-Link-Typ. Mehrere Partner-Links können denselben PartnerLinkTyp haben, z. B. kann ein bestimmter Beschaffungsprozess mit mehreren Anbietern interagieren, aber denselben Partner-Link-Typ für alle Anbieter verwenden.

Da diese Informationen nicht in der Definition des Integrationsprozesses im Integration Repository enthalten sind, sondern im Integration Directory konfiguriert werden, können sie nicht automatisch exportiert werden. Ein Message-Interface kann zudem in unterschiedlichen Schritten unterschiedlich verwendet werden. Zum Beispiel kann ein Integrationsprozess in einem Empfangsschritt über ein Message-Interface eine Bestellanforderung erhalten. In diesem Fall könnten Sie für das Message-Interface als Partner-Link-Typ Bestellanforderung festlegen. In einem Sendeschritt im weiteren Verlauf des Integrationsprozesses kann über dasselbe Message-Interface z. B. eine Bestellantwort gesendet werden. Sie könnten dann für dasselbe Mesage-Interface in dieser Verwendung als Partner-Link-Typ Bestellantwort festlegen.

Beim Export werden jedoch Vorschläge für die Angaben zu Partner-Link-Typ, Partner-Link und Rolle generiert. Es empfiehlt sich, zumindest für den Partner-Link-Typ einen eigenen Namen zu vergeben, der im Rahmen dieses Integrationsprozesses aussagekräftig ist.

Import

Der Import importiert nur die BPEL4WS-Definition eines Integrationsprozesses. Der Import erwartet, dass die in der Prozessdefinition referenzierten Datentypen, Message-Typen und Message-Interfaces (WSDL-Operationen) bereits im Integration Directory im entsprechenden Namensraum vorhanden sind, wie nachfolgendes Beispiel erläutert. Die Datentypen usw. werden nicht importiert, sondern dienen lediglich zur Unterstützung des Imports.

Beispiel

Die zu importierende Prozessdefinition referenziert eine Message Msg im Namensraum http://sap.com/xiexample. Die Prozessdefinition soll in die Software-Komponentenversion MySWCV importiert werden. Der Import erwartet, dass es in dieser Software-Komponentenversion einen Namensraum http://sap.com/xiexample gibt, der den XI-Message-Typ Msg enthält.

Importdateien

Der Import erwartet eine .zip-Datei, die eine .bpel und eine .wsdl-Datei enthält. Die Namen der drei Dateien müssen gleich sein. Die .zip-Datei darf keine Pfade oder Verzeichnisse enthalten.

Behandlung von Containerelementen

Im Business Process Management werden in den Eigenschaften bestimmter Schritte und in Korrelationen Message-basierte Containerelemente verwendet. Diese entsprechen in BPEL4WS Variablen. Ein Containerelement referenziert ein Message-Interface, das widerum einen Message-Typ referenziert. Eine BPEL Variable referenziert hingegen direkt einen Message-Typ. Daher fehlt beim Import einer BPEL Variable die Angabe des Message-Interfaces.

Es empfiehlt sich, die benötigten Message-Interfaces vor dem Import im Integration Repository anzulegen. Beim Import können Sie sie dann über einen Assistenten zuordnen. Falls die benötigten Messages-Interfaces nicht vorhanden sind, wird die Prozessdefinition zwar importiert, allerdings fehlen dann die Werte verschiedener Eigenschaften.

Aktivitäten

Integrationsprozess exportieren

       1.      Wählen Sie im Bearbeitungsbereich des Prozess-Editors Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt mit Quick-Info Editor wechseln  BPEL4WS-Anzeige.

Der Bearbeitungsbereich zeigt die Definition des Integrationsprozesses als BPEL4WS-Darstellung.

Sie können zusätzlich die referenzierten Datentypen, Message-Typen usw. als WSDL-Beschreibung anzeigen. Dazu  wählen Sie im Ausgabebereich Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt mit Quick-Info Ansicht wechseln  WSDL-Anzeige.

       2.      Wählen Sie im Bearbeitungsbereich Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt mit Quick-Info BPEL4WS exportieren.

Ein Assistent wird angezeigt.

       3.      Wählen Sie Durchsuchen und geben Sie einen Namen an, der für die Exportdateien (.zip, .bpel, .wsdl) verwendet werden soll.

       4.      Markieren Sie Partner-Links exportieren und wählen Sie Weiter.

Der Assistent zeigt für alle Sende- und Empfangsschritte eine Zeile, die das abstrakte Message-Interface zeigt, sowie generierte Vorschläge für die Angaben in den Felder Partner Link, Partner Link Type und Role.

       5.      Konnte das in einem Schritt verwendete abstrakte Message-Interface nicht automatisch erkannt werden, sollten Sie es über die Eingabehilfe auswählen.

       6.      Vergeben Sie zumindest für die Angaben zu Partner Link Typ jeweils aussagekräftige Namen.

Sie können zusätzlich aussagekräftige Namen für Partner-Link und Role eingeben.

       7.      Klicken Sie auf Fertigstellen.

Anhand der ausgegebenen Meldungen können Sie erkennen, ob der Export erfolgreich war oder Fehler aufgetreten sind. 

Integrationsprozess importieren

...

       1.      Legen Sie einen Integrationsprozess an bzw. öffnen Sie den Integrationsprozess, in den Sie importieren möchten.

Hinweis

Beim Importieren in einen bereits bestehenden Integrationsprozess wird dieser überschrieben.

       2.      Wählen Sie im Prozess-Editor Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt mit Quick-Info Editor wechseln  BPEL4WS-Anzeige.

Der Bearbeitungsbereich zeigt die Definition des Integrationsprozesses als BPEL4WS-Darstellung.

       3.      Wählen Sie mit Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Quick-Info BPEL4WS importieren.

Ein Assistent wird angezeigt.

       4.      Wählen Sie Durchsuchen und geben Sie die .zip-Datei an, die die Import-Dateien (<name>.bpel und <name>.wsdl) enthält.

Die Namen der drei Dateien müssen gleich sein. Die .zip-Datei darf keine Pfade oder Verzeichnisse enthalten.

       5.      Wählen Sie Weiter.

Der Assistent zeigt alle Containerelemente, die eine Message referenzieren.

       6.      Ordnen Sie die jeweiligen abstrakten Message-Interfaces zu.

       7.      Wählen Sie Weiter.

Der Assisten zeigt alle Containerelemente, die in Korrelationen verwendet werden und Messages referenzieren.

       8.      Ordnen Sie die jeweiligen abstrakten Interfaces zu.

       9.      Wählen Sie Fertigstellen.

Anhand der ausgegebenen Meldungen können Sie erkennen, ob der Import erfolgreich war oder Fehler aufgetreten sind. 

 

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