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Funktionsdokumentation Monitor Background Processing  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Mit Hilfe dieses Monitors können Sie den Status der Hintergrundverarbeitung in Ihrem SAP-System sowohl für das gesamte System als auch aufgeschlüsselt nach Anwendungsservern, auf denen Hintergrund-Workprozesse konfiguriert sind, überwachen. Eine generelle Einführung zur Hintergrundverarbeitung finden Sie unter Hintergrundverarbeitung: Konzepte und Funktionen.

Hinweis

Neben der Überwachung der Hintergrundverarbeitung allgemein können Sie mit der Monitoring-Architektur auch ausgewählte Jobs überwachen lassen (siehe unter Überwachung von Jobs mit dem Alert-Monitor).

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

Funktionsumfang

Der Monitor enthält die folgenden Monitorbaumelemente (Monitoring Tree Elements = MTEs):

MTE-Name
(MTE-Klasse)

Bedeutung

SystemWideQueueLength
(R3BPSystemWideQueueLen)

Anzahl der ausführbereiten und startberechtigten Jobs ohne Angabe eines Zielservers, für die es keinen freien Hintergrund-Workprozess gibt, gemittelt über alle Anwendungsserver mit Hintergrund-Workprozessen

SystemWideClassABPWP
(R3BPSystemWideClassABPWP)

systemweite Anzahl der Hintergrund-Workprozesse, die für Jobs hoher Priorität ( Klasse-A-Jobs) reserviert sind

SystemWideFreeBPWP
(R3BPSystemWideFreeBPWP)

Anzahl der freien Hintergrund-Workprozesse im gesamten System

SystemWideTotalBPWP
(R3BPSystemWideTotalBPWP)

Anzahl der Hintergrund-Workprozesse im gesamten System

R3Syslog\Background
(R3SyslogBackground)

Meldungen im Systemprotokoll zur Kategorie Hintergrundverarbei­tung; den Meldungstext, die Kategorie sowie die Gewichtung und Schwere des Alerts setzen Sie in Abhängigkeit der Meldungs­kennung in Transaktion SE92

Utilisation
(BtcWpUtilisation)

Prozentsatz der derzeit belegten Kapazität der Hintergrund­verarbeitung; der Wert wird über die Hintergrund-Workprozesse und standardmäßig über die letzte Stunde gemittelt

NumberOfWpBTC
(R3NumberOfWpBTC)

Anzahl der Hintergrund-Workprozesse auf einem Anwendungsserver

ErrorsInWpBTC
(R3ErrorsInWpBTC)

Anzahl der Fehler in Hintergrund-Workprozessen seit Anlegen des Monitorsegments (d. h. seit Start des Anwendungsservers)

ErrorFreqWpBTC
(R3ErrorFreqInWpBTC)

Anzahl der Fehler in Hintergrund-Workprozessen pro Minute

EndedWpBTC
(R3EndedWpBTC)

Anzahl der nach einem Fehler beendeten Hintergrund-Workprozesse; in der Prozessübersicht (Transaktion SM50) legen Sie fest, ob ein Workprozess nach einem Fehler wieder gestartet werden soll

ProgramErrors
(R3BatchProgramErrors)

Programmfehler bei der Ausführung von Jobs

ServerSpecificQueueLength
(R3BPServerSpecQueueLen)

Anzahl der freigegebenen Jobs, die ausdrücklich auf diesem Anwendungsserver ausgeführt werden sollen, für die es jedoch keine freien Hintergrund-Workprozesse gibt

AbortedJobs
(R3BPServerSpecAbortedJobs)

einzelne abgebrochene Jobs auf einem Anwendungsserver; für jeden dieser Jobs wird ein separater roter Alert generiert

Aktivitäten

Um den Monitor zu starten, gehen Sie wie folgt vor:

       1.      Starten Sie den Alert-Monitor über Transaktion RZ20, oder wählen Sie CCMS Steuerung/Monitoring Alert-Monitor.

       2.      Expandieren Sie im Bild CCMS-Monitorsammlungen die Sammlung SAP CCMS Monitor Templates.

       3.      Starten Sie in der Monitorliste den Monitor Background Processing mit Doppelklick.

Vorgehen bei Alertauslösung

Utilization und SystemWideQueueLength zeigen an, ob ein schwerwiegender Engpass in der Kapazität der Hintergrundverarbeitung vorliegt. Optimal sind eine hohe Auslastung der Workprozesse und eine geringe Länge der Warteschlange.

Meist werden Jobs ohne Angabe eines Zielservers definiert (Ausführungsziel im Startbild Job definieren der Transaktion SM36). Dies gewährleistet eine optimale Verteilung der Job-Last. So definierte Jobs tauchen damit nicht in einer ServerSpecificQueueLength auf, sondern nur in der SystemWideQueueLength, weshalb dieses Attribut die Kapazitätsprobleme in der Hintergrundverarbeitung am besten anzeigt.

Falls ein Engpass vorliegt, ist es häufig sinnvoll, die vorhandenen Jobs auf noch mehr Server zu verteilen. Sie erreichen dies, indem Sie z. B. für den Nachtbetrieb auf weiteren Servern Dialog-Workprozesse im Rahmen der Betriebsartenumschaltung in Hintergrund-Workprozesse umschalten. Bevor Sie die Anzahl der Hintergrund-Workprozesse erhöhen, beachten Sie, dass mehr als 3 Hintergrund-Workprozesse pro CPU bei einem Hintergrundserver nicht sinnvoll ist, da diese die CPUs bereits vollständig auslasten. Sie setzen die Anzahl dieser Workprozesse durch den Systemparameter rdisp/wp_no_btc.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im SAP-Hinweis 39412 (Wie viele Workprozesse konfigurieren?).

Ein Alert bei ServerSpecificQueueLength bei einer geringen SystemWideQueueLength weist darauf hin, dass die Verteilung der Jobs nicht optimal ist. Sie sollten einen Zielserver nur angeben, falls es unbedingt notwendig ist, dass der Job auf genau diesem Server gestartet wird.

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