Working with the Development Environment
Der Funktionsumfang der Exchange Infrastructure lässt sich in verschiedene Aufgabenbereiche unterteilen. Diesen Aufgabenbereichen entsprechen Benutzer-Rollen, die die Benutzer benötigen, um die Aufgaben der jeweiligen Bereiche wahrnehmen zu können. Nach einer Übersicht über die Aufgabenbereiche wird in diesem Abschnitt erläutert wie die ABAP- und Java-seitig implementierten Werkzeuge zu erreichen sind.
● Administration
Einrichten der verschiedenen Tools zur Prozessintegration, Systemüberwachung, User-Management. Ein Administrator sollte sinnvollerweise den Installationsprozess begleiten. Informationen zur Installation finden Sie im Installationsleitfaden auf dem SAP Service Marketplace unter der Internetadresse service.sap.com/instguidesNW70.
● Technische Konfiguration
Sie beinhaltet die Konfiguration
der Laufzeitkomponenten. Sie umfasst das Einstellen der
Integration Engine
und der Adapter. Diese Konfiguration ist abhängig von den eingesetzten
Komponenten in der vorliegenden Systemlandschaft und kann unabhängig von dem
Design und der Konfiguration des kollaborativen Prozesses von Beratern
und/oder Administratoren durchgeführt werden. Informationen zur technischen
Konfiguration finden Sie unter
Configuration of Usage
Type Process Integration (PI).
● Design
Dieser Bereich umfasst das Design kollaborativer Prozesse durch ein Entwicklungs- oder Beraterteam. Dies beinhaltet die Pflege aller Informationen, die für die Integration der Anwendungen nötig sind (Integrationsszenario, Interfaces, Mapping, Routing, Business-Systeme). Man bezeichnet diese Informationen auch als Process Integration Content, kurz XI-Content.
● Konfiguration
Dieser Bereich umfasst die Konfiguration kollaborativer Prozesse durch ein Entwicklungs- oder Beraterteam. Bezogen auf ein bestimmtes Konfigurationsszenario und einer konkreten Systemlandschaft werden die Eingangs- und Ausgangsverarbeitung, das logische Routing, das technische Routing und das Mapping konfiguriert. Die Pflege der Konfigurationsdaten für den IDoc-Adapter gehört ebenfalls zu diesem Aufgabenbereich.
● Monitoring
Dieser Bereich umfasst das Monitoring verteilter Prozesse zur Laufzeit. Dazu gehört beispielsweise die Überwachung des Nachrichtenflusses (zum Beispiel bezüglich Durchsatz) und die Analyse und Weiterverarbeitung von nicht verarbeiteten Messages (Statusverfolgung). Die Überwachung der verarbeiteten IDocs und RFCs in den entsprechenden Adaptern gehört ebenfalls zum Monitoring.
Der Übergang zwischen der technischen Konfiguration (adminstrative Aufgabe) und der Konfiguration des kollaborativen Prozesses ist fließend. So muss beispielsweise der IDoc-Adapter auf Metadaten zugreifen, die den Aufbau eines IDocs beschreiben. Welche IDocs zu verarbeiten sind, hängt vom kollaborativen Prozess ab (Konfiguration). Als Voraussetzung für den Zugriff auf Metadaten eines IDocs muss eine RFC-Verbindung zu dem System bestehen, das IDocs verschicken beziehungsweise versenden will (technische Konfiguration). Letztere wäre eher die Aufgabe eines Administrators, erstere eher die eines Beraters.
Für den Zugriff auf die Funktionalität der Exchange Infrastructure benötigen Sie Berechtigungen, die an Benutzer-Rollen gebunden sind. Sie entsprechen in etwa den oben genannten Aufgabenbereichen.
Rollen für ABAP- und Java-Werkzeuge
Rolle |
Aufgabenbereich |
SAP_XI_DISPLAY_USER |
Diese Rolle fasst die Anzeigeberechtigungen aller Werkzeuge in der Exchange Infrastruktur zusammen. |
SAP_XI_DEVELOPER |
Design |
SAP_XI_CONFIGURATOR |
Konfiguration |
SAP_XI_CONTENT_ORGANIZER |
Organisation und Strukturierung der Inhalte des Integration Repositories und Directories sowie des System Landscape Directories, die typischerweise nicht von einem Entwickler durchgeführt werden, beispielsweise die Pflege von Software-Komponenten. |
SAP_XI_MONITOR |
Monitoring |
SAP_XI_ADMINISTRATOR |
Administration und technische Konfiguration |
Auf ABAP-Seite werden die einer Rolle zugänglichen Transaktionen in den benutzerspezifischen Menüs angeboten.

Bei den hier angegebenen Rollen handelt es sich technisch um Sammelrollen, die jeweils auf eine Einzelrolle für den Zugriff auf die Java-Anwendung(en) und auf eine Einzelrolle für den Zugriff auf die jeweiligen ABAP-Transaktionen verweisen. Benutzern sollten ausschließlich die Sammelrollen zugeordnet werden. Sie haben damit automatisch Zugriff auf die ABAP- und die Java-Werkzeuge.
Da die Benutzerverwaltung ABAP-seitig vorgenommen wird, muss sich jeder Benutzer einmal auf ABAP-Seite anmelden um sein Initial-Passwort zu ändern.
Die Werkzeuge der Prozessintegration sind sowohl als ABAP-Transaktionen als auch als Java-Anwendungen implementiert.
● SAP-Systeme ab SAP Web AS 6.40 stellen ABAP-Transaktionen für die Konfiguration von Integration Engine und IDoc-Adapter, die Generierung von ABAP-Proxies und für das Monitoring zur Verfügung. Wenn sich ein Benutzer an ein solches SAP-System anmeldet und dem Benutzer eine der oben angegebenen Rollen zugewiesen wurde, kann er über ein auf ihn zugeschnittenes Benutzermenü auf die für ihn relevanten Transaktionen zugreifen.
● Der Java-Teil ist über eine Startseite zugänglich. Die Startseite ist zum einen aus dem jeweiligen Benutzermenü, dem Bereichsmenü und aus einigen ABAP-Transaktionen erreichbar (Start Integration Builder). Alternativ können Sie die Startseite über die Transaktion SXMB_IFR direkt erreichen.

Wenn Sie einmal die HTTP-Adresse der Startseite kennen, können Sie diesen Link auch direkt im Web-Browser aufrufen.
Von der Startseite aus können Sie
zusätzlich zum Integration
Builder auch noch die
Runtime Workbench
und das System Landscape Directory (siehe auch System Landscape
Directory in der Exchange Infrastructure) aufrufen.
Funktionen des Integration Builder
Phase |
Funktionen |
Link auf Startseite |
|
Design |
|
Definition von Konfigurationsszenarien, Kommunikationsprofilen, Kommunikationsvereinbarungen, Empfängerermittlungen, und Interface-Ermittlungen. |
Configuration |
Sie können die Exchange Infrastructure so konfigurieren, dass Sie den Integration Builder, das System Landscape Directory und die Runtime Workbench über Single Sign-On aufrufen können.
Wenn Sie Single Sign-On konfiguriert haben, müssen Sie sich nur einmal mit Benutzer und Kennwort authentifizieren. Zum Aufrufen weiterer Werkzeuge der Prozessintegration ist keine erneute Authentifizierung mehr nötig.

Beachten Sie, dass Sie beim Aufrufen eines weiteren Werkzeuges die Anmeldesprache zunächst nicht separat angeben können, da kein Anmeldedialog mehr erscheint. Im Integration Builder (Design oder Konfiguration) können Sie die Anmeldesprache jedoch dann über die Persönlichen Einstellungen separat festlegen.

Weitere Informationen zur
Konfiguration von Single Sign-On finden Sie unter
Configuration of Usage
Type Process Integration (PI).