Definition der Daten eines Prozesses in
Containern
Damit ein Integrationsprozess Daten, wie z. B. Messages, Zähler usw. korrekt verarbeiten kann, müssen Sie die Daten zunächst in Form von Containerelementen definieren. Containerelemente sind mit Variablen einer Programmiersprache vergleichbar.
Sie definieren Containerelemente zur Designzeit. Zur Laufzeit enthalten die Containerelemente dann Referenzen auf die entsprechenden Daten. Für einen Empfangsschritt müssen Sie z. B. ein Containerelement für die zu empfangende Message definieren und dieses Containerelement in den Eigenschaften des Empfangsschritts angeben. Zur Laufzeit enthält dieses Containerelement dann eine Referenz auf die empfangene Nachricht.
Bei der Definition eines Containerelements geben Sie seinen Namen, eine Kategorie und einen Typ an. Zur Laufzeit kann das Containerelement dann einen Wert des entsprechenden Typs referenzieren.
Ein Containerelement für eine Zählervariable muss z. B. die Kategorie Einfacher XSD-Datentyp und den Datentyp integer haben. Ein Containerelement für eine Message muss z. B. die Kategorie Abstraktes Interface und einen entsprechenden Message-Typ haben.
Folgende Tabelle zeigt die möglichen Kategorien:
Kategorie |
Verwendung |
Abstraktes Interface |
für Messages, die über das entsprechende asynchrone abstrakte
Interface definiert sind und z. B. in Empfangs- oder Sendeschritten
verwendet werden (siehe auch:
Ein Integrationsprozess kann nur Interfaces der eigenen Software-Komponentenversion referenzieren. |
Einfacher XSD-Datentyp |
für Prozesssteuerungselemente, wie z. B. Zähler, die z.
B. in Containeroperationen verwendet werden (siehe auch:
|
Empfänger |
für eine Empfängerliste, die über einen Empfängerermittlungsschritt ermittelt wird und in einem Sendeschritt verwendet werden kann. |
Ein Containerelement kann ein- oder mehrzeilig sein. Ein mehrzeiliges Containerelement ist eine Tabelle aus Elementen desselben Typs. Wenn Sie z. B. Messages in einem Containerelement sammeln möchten, müssen Sie dieses Element als mehrzeiliges Containerelement definieren.
Sie können einem Containerelement zur Laufzeit einen Wert zuweisen, z. B. um einen Zähler zu erhöhen oder eine Message an eine Liste von Messages anzuhängen. Dafür fügen Sie an der entsprechenden Stelle des Integrationsprozesses einen Schritt des Typs Containeroperation ein.
Die Sichtbarkeit und Gültigkeit von Containerelementen steuern Sie über Blöcke. Der Prozess und seine Blöcke verfügen jeweils über einen eigenen Container.
Bei geschachtelten Blöcken gilt:
· Containerelemente eines übergeordneten Blocks sind in untergeordneten Blöcken sichtbar und können dort gelesen und geschrieben werden.
· In einem untergeordneten Block können Sie zusätzliche Containerelemente für lokale Variablen definieren. Diese sind in übergeordneten Blöcken nicht sichtbar.
Sie definieren die Daten, die ein Integrationsprozess verarbeiten soll, in Form von Containerelementen. Sie definieren Containerelemente im Objektbereich des grafischen Prozess-Editors.
Containerelemente, die im gesamten Integrationsprozess zur Verfügung stehen sollen, definieren Sie im Prozesscontainer. Containerelemente, die nur in einem bestimmten Block bzw. seinen untergeordneten Blöcken zur Verfügung stehen sollen, definieren Sie im entsprechenden Blockcontainer.
Wenn Sie die benötigten Containerelemente definiert haben, geben Sie sie in den Eigenschaften der Schritte an, die diese Daten verarbeiten sollen.