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Definition

Ein Monitor ist eine Sammlung von Monitorbaumelementen (Monitoring Tree Elements = MTEs), die in einer hierarchischen Struktur (dem Alert-Monitorbaum) angeordnet sind. Da Monitore thematisch geordnet sind, können Sie damit schnell alle wesentlichen Objekte zu diesem Thema kontrollieren. Monitore werden in Monitorsammlungen gruppiert.

Verwendung

Zur täglichen Arbeit der Systemadministration gehört normalerweise das schnelle Erfassen von Informationen und Warnmeldungen zu speziellen Bereichen des Systems. Für die meisten Problemsituationen ist nur ein Bruchteil der im Monitor verfügbaren Informationen erforderlich. Bei Datenbankproblemen brauchen Sie beispielsweise nur mit den Monitorbaumelementen für die Überwachung der Datenbank zu arbeiten.

Daher existieren für den Alert-Monitor verschiedene Monitore, die Informationen zu jeweils einem Aspekt des Systemmanagements ausgeben. Diese Monitore sind in Monitorsammlungen gruppiert. Innerhalb der Monitoring-Architektur können Sie Monitore selbst erstellen, kopieren, bearbeiten und in andere Systeme transportieren. So können Sie Monitore erstellen, die genau die notwendigen Informationen für Ihre tägliche Arbeit enthalten. Sie können alle eigenen Monitore sichern und wiederverwenden.

Da der Definitionsprozeß schnell und einfach ist, können Sie einen eigenen Monitor nicht nur als langfristigen, spezialisierten Arbeitsplatz nutzen, sondern auch für eine kurzfristige Problemanalyse oder spezielle Überwachung. Falls Sie z. B. die Antwortzeit eines bestimmten Servers im Auge behalten wollen, können Sie einen temporären Monitor definieren, der die Antwortzeit, CPU-Auslastung und andere relevante Parameter zu diesem Server überwacht.

Bei der Definition von Monitoren stehen Ihnen nicht nur die vorhandenen Knoten zur Verfügung, sondern auch virtuelle Knoten und Regelknoten. Ein virtueller Knoten strukturiert den Monitor; es handelt sich dabei um eine Überschrift oder Bezeichnung für die darunter angelegten Knoten. Ein virtueller Knoten hat keine eigene Überwachungsfunktion.

Ein Regelknoten gibt eine Regel an, die definiert, was in dem neuen Monitor aufgenommen werden soll. Die Monitoring-Architektur interpretiert die Regel und nimmt im Monitor Knoten auf, die den in der Regel festgelegten Auswahlkriterien entsprechen. Die Regeln werden regelmäßig neu interpretiert, so daß ein eigener Monitor automatisch der aktuellen Systemlandschaft entspricht. Ein mit Regeln definierter Monitor wird beispielsweise automatisch einen neu gestarteten SAP-Anwendungsserver aufnehmen.

Mit dem SAP-System erhalten Sie eine Reihe von vordefinierten Standardmonitorsammlungen. Die darin enthaltenen Standardmonitore liefern Systemadministratoren bereits eine komplette Übersicht über das System sowie einsatzbereite Sichten für spezielle Aufgaben wie die Überwachung der Datenbank, der Hintergrundverarbeitung, des Betriebssystems, des Systemprotokolls und des Spool-Systems. Selbst ein Monitor für die Überwachung der Monitoring-Architektur (CCMS Selfmonitoring) ist enthalten.

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