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Funktionsdokumentation CM-Repository-Manager  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Ein CM-Repository wird als Haupt-Repository für das Speichern von Dokumenten und Ordnern verwendet, die vom CM verwaltet werden.

 

Voraussetzungen

      Eine Datenbank für die Speicherung von Inhalten oder Metadaten ist installiert.

Eine Übersicht der unterstützten Datenbanken finden Sie auf dem SAP Service Marketplace unter der Internetadresse service.sap.com/platforms Product Availability Matrix.

      Die vom Repository-Manager zu verwendenden Memory-Caches sind definiert (siehe auch weiter unten).

 

Funktionsumfang

Der CM-Repository-Manager unterstützt alle CM-Funktionen.

 

Persistenzmodi

CM-Repository-Manager können in verschiedenen Modi eingerichtet werden:

      DB-Modus

      DBFS-Modus

      FSDB-Modus

 

DB-Modus

Alle Daten (Dokumente, Ordner und Metadaten) werden in der Datenbank gespeichert.

Richten Sie das CM-Repository im Datenbankmodus ein, wenn es viele Schreibanforderungen in Ihrem CM-Verwendungsszenario gibt. Da sämtliche Dokumente in der Datenbank abgelegt sind, werden unbeabsichtigte Manipulationen an den Daten von außen vermieden.

Ein weiterer Vorteil der Ablage aller Daten in der Datenbank ist das einfache Vorgehen bei der Datensicherung und Wiederherstellung, da nur die Datenbank gesichert werden muss.

 

DBFS-Modus

Metadaten und Ordner werden in der Datenbank, Dokumente aber im Dateisystem gespeichert.

Dieser Modus ist bei großen Dokumenten etwas schneller als der Datenbankmodus, da das Streaming der Daten aus der DB wegfällt. Der Modus erlaubt auch eine einfachere Kontrolle über die Größe der Datenbank, da Dokumente im Dateisystem abgelegt werden.

Achtung

Nehmen Sie im DBFS-Modus keine Änderungen oder Manipulationen an Dateien über das Dateisystem vor.

 

Da Dokumente und Metadaten in unterschiedlichen Ablagen liegen, müssen bei der Datensicherung und Wiederherstellung Datenbank und Dateisystem berücksichtigt und entsprechend synchronisiert werden (siehe Sicherung und Wiederherstellung von CM-Repositorys im DBFS-Modus).

 

FSDB-Modus

Ordner und Dokumente werden im Dateisystem, Metadaten in der Datenbank gespeichert.

In diesem Modus ist das Dateisystem maßgebend. Da Dateisysteme nicht transaktional sind, bringt der Modus Restriktionen und Performance-Auswirkungen mit sich. Kommt es bei einem Dokument im Dateisystem gleichzeitig zu Lese- und Schreiboperationen, müssen diese Operationen vom Repository-Manager koordiniert werden. Dies geschieht, indem neben den Schreibzugriffen auch die Lesezugriffe in der Datenbank verzeichnet werden. Dies hat Auswirkungen auf die Performance.

Die Datenbank wird auch automatisch aktualisiert, wenn Dateien im Dateisystem entfernt oder hinzugefügt werden. Die automatische Aktualisierung kann in der Konfiguration des Repository-Managers über den Parameter Disable Automatic FSDB Synchronization abgeschaltet werden.

Achtung

Beachten Sie, dass es zu Metadatenverlusten (z.B. Verlust von Sperren oder Zusatzeigenschaften) kommen kann, wenn Dokumente und Ordner direkt auf dem Dateisystem bearbeitet oder manipuliert werden. Falls die Änderungen direkt im Dateisystem vorgenommen werden, können die Metadaten teilweise oder ganz verloren gehen. Wenn Sie beispielsweise den Content direkt im Dateisystem ändern, geht der letzte bekannte Wert der Systemeigenschaft Geändert von nach der Synchronisation verloren. Wenn Sie Namensraumoperationen wie Umbenennen oder Verschiebenausführen, gehen nach der Synchronisation alle Metadaten der Ressource verloren. Arbeiten im Dateisystem sollten nur von Administratoren zur einfacheren Durchführung von Massenoperationen (Kopieren, Löschen) vorgenommen werden.
Die Metadatenverluste können, falls der Parameter
Disable Automatic FSDB Synchronization aktiv ist, durch Verwendung des Synchronisierungsreports (siehe Reports) vermieden werden.

Ist der Parameter aktiviert, so kann es beim Lesen eines Dokuments zu korrupten Daten kommen, wenn während der Lese-Operation gleichzeitig Schreib-Operationen auf dem Dokument stattfinden.

Bei einem Szenario mit Schreibzugriff kann dieser Modus keine konsistente Datensicherung und -wiederherstellung gewährleisten. Dies liegt daran, dass Änderungen der Ordnerstruktur im Dateisystem zwischen diesen zwei Aktionen vorgenommen werden können. Bei der Wiederherstellung der gesicherten Daten käme es zu einem inkonsistenten Datenbestand. Eine konsistente Datensicherung und Wiederherstellung ist nur dann gewährleistet, wenn nur Lesezugriffe erfolgen.

Achtung

Der Persistenzmodus FSDB basiert auf einer 1:1-Beziehung. Z.B. repräsentiert einen Eintrag in der Datenbank – DB – eine Ressource im Dateisystem – FS (file system). Der Modus funktioniert nur mit gemeinsam genutzten Ordnern, bei denen diese Beziehung erhalten bleibt (gemeinsame Ordner, bei denen die Groß-/Kleinschreibung berücksichtigt wird, oder solche, die sich so verhalten). In anderen Szenarios, in denen diese Beziehung nicht zutrifft, funktioniert der Persistenzmodus FSDB nicht; z.B. wenn eine N:1-Beziehung vorliegt (DB:FS; gemeinsam genutzten Ordner, bei denen die Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigt wird)

Auswahl des passenden Modus

Wenn es hauptsächlich Leseanforderungen gibt, sollten Sie einen Modus wählen, bei dem Inhalte im Dateisystem gespeichert werden. Stellen Sie in diesem Fall sicher, dass der Zugriff auf den betreffenden Teil des Dateisystems durch andere Komponenten verweigert wird oder eingeschränkt ist.

Empfehlung

Wenn Sie große Datenmengen verwalten möchten, empfehlen wir den DBFS-Modus.

 

Nachträglicher Wechsel des Persistenzmodus

Ein nachträglicher Wechsel des Persistenzmodus ist nur vom Modus DB in den Modus DBFS möglich. Ein Wechsel von DB nach FSDB, FSDB nach DB/DBFS oder DBFS nach DB/FSDB ist nicht möglich.

Um den Wechsel durchzuführen, sind folgende Schritte notwendig:

...

       1.      Stellen Sie sicher, dass genügend freier Festplattenspeicher für die Migration der Inhalte aus der Datenbank in das Dateisystem zur Verfügung steht.

       2.      Passen Sie die Konfiguration des CM-Repository-Managers an. Geben Sie im Parameter Root Directory den Pfad zum Dateisystem an, in dem die Dokumente aus der Datenbank abgelegt werden sollen. Ändern Sie die Angabe im Parameter Persistence Mode von DB in DBFS.

       3.      Starten Sie den Application Server neu.

       4.      Führen Sie den Report CM-Speicher: Content-Crawler aus.

 

Versionierungsmodi

Das CM-Repository kann in einem der folgenden Versionierungsmodi eingerichtet werden:

      Standardmodus

Wenn das CM-Repository im Standardmodus eingerichtet wurde, legt das System für die versionierte Ressource und die aktuelle Version immer verschiedene Kopien des Contents an. Abhängig vom Persistence Mode des CM-Repository werden die Kopien entweder im Dateisystem oder in der Datenbank abgelegt. Deshalb zeigen die aktuelle Version und die versionierte Ressource immer auf verschiedene Kopien des Contents. Dieser Modus ist standardmäßig für alle CM-Repositories eingestellt.

      Speicheroptimierter Modus

Wenn das CM-Repository im speicheroptimierten Modus eingerichtet wurde, legt das System für die aktuelle Version der versionierten Ressource keinen Content an. Die aktuelle Version und die versionierte Ressource teilen sich denselben Content.

Wenn Sie die versionierte Ressource auschecken, wird der Content dupliziert, der von der versionierten Ressource und der aktuellen Version geteilt wird. Die aktuelle Version zeigt nun zum neu kopierten Content. Somit zeigen die aktuelle Version und die versionierte Ressource auf verschiedene Kopien des Contents. Obwohl der speicheroptimierte Modus also die Auslastung des Speicherplatzes reduziert, benötigen Sie trotzdem ausreichend Speicherplatz für eine Content-Kopie der aktuellen Version beim Auschecken der Ressource.

Wenn Sie die Änderungen an der versionierten Ressource verwerfen, veranlasst das System, dass die Ressource wieder auf den Content der aktuellen Version verweist. Somit teilen sich sowohl die versionierte Ressource als auch die aktuelle Version denselben Content. Der alte Content der versionierten Ressource wird gelöscht.

Hinweis

Wir empfehlen, dass Sie wegen der Spezifika des Persistenzmodus den Standardversionierungsmodus für CM-Repositories im FSDB-Persistenzmodus verwenden. Wenn Sie zum speicheroptimierten Versionierungsmodus wechseln, während Sie im FSDB-Persistenzmodus arbeiten, wird für die aktuelle Version eine Datei mit 0 KB angelegt, die für die Bindung zwischen dem Content der versionierten Ressource und der aktuellen Version zuständig ist. Jede Operation auf den Dateien, die nicht von den Standard-KM-APIs abgedeckt wird, wie das direkte Ersetzen einer Datei auf dem Dateisystem, ohne die Standardmechanismen zum Aus- und Einchecken zu verwenden, führt zu einem Verlust des Content der aktuellen Version.

 

Ressourceneigenschaften, die vom CM-Repository-Manager unterstützt werden

Der CM-Repository-Manager ist der einzige Repository-Manager, der das gesamte Spektrum der Standardressourceneigenschaften unterstützt, einschließlich der Eigenschaften Description, Read-only und Hidden. Der Standardwert der Eigenschaften Description ist leer, der Standardwert für Read-only und Hidden ist 'false'. Der Dateisystem-Repository-Manager unterstützt diese drei Eigenschaften z.B. nicht.

 

Namensraumeinschränkungen für Ressourcennamen

·         Maximale Länge für Ressourcennamen:
FSDB: es gelten die Einschränkungen des Dateisystems (Windows-Dateisystem: 255 Zeichen)
DBFS und DB: 448 Zeichen

·         Maximale Pfadlänge (URI ohne Präfix):
FSDB: es gelten die Einschränkungen des Dateisystems (Windows-Dateisystem: 255 Zeichen)
DBFS und DB: unbegrenzt

·         Zulässige Zeichen in Ressourcennamen
FSDB: es gelten die Einschränkungen des Dateisystems (Unicode nur unter Windows)
DBFS und DB: alle Unicode-Zeichen, Restriktionen jedoch bei manchen Komponenten des Repository-Framework möglich

Achtung

Am Ende eines Ressourcennamens darf kein Punkt gesetzt werden.

 

Datenbankeinschränkungen

Da Knowledge Management selbst keine Größenbeschränkung besitzt, hängt die Maximalgröße eines Repositorys von der darunter liegenden Ablage ab (die technische Maximalgröße einer Datenbank oder eines Dateisystems) ab.

Für eine Datenbank berechnet sich die Maximalgröße aus der Summe aller CM-Repositories, die in derselben Datenbank liegen.

 

Hinweis

Beachten Sie, dass extreme Datenmengen in Repositories einen größeren Aufwand bei der Datensicherung und Wiederherstellung erzeugen.

 

Für die Datenbank gelten folgende Einschränkungen:

      Maximale Anzahl der Ressourcen (Ordner, Dokumente) in einer Repository-Instanz:
FSDB: keine Einschränkung (begrenzt durch mögliche Einschränkungen des Dateisystems)
DBFS und DB: 2.147.483.648

      Maximale Größe einer einzelnen Ressource:
FSDB: keine Einschränkung (begrenzt durch mögliche Einschränkungen des Dateisystems)
DBFS: 8 Exabytes (MS SQL Server 2000), 2 GB (Oracle)
DB: 2 GB

      Maximale Länge großer Eigenschaftswerte (vom Typ String): 2.147.583.647 Bytes (2 GB)

 

Persistentes Caching im Dateisystem

Für CM-Repositories, die in den Persistenzmodi DB oder DBFS betrieben werden, können Sie persistentes Caching aktivieren. Ein automatisch generierter Cache sichert den Content eines Dokuments lokal im Dateisystem des Portalservers unter Verwendung der Dokumenten-ID. Sie können diesen Cache verwenden, um Datenbank-Traffic, Datenbankzugriffe und Netzwerklast zu reduzieren.

In der Konfiguration eines CM-Repository-Managers steht hierzu der Parameter File System Content Cache Directory zur Verfügung. Den Umfang des Caches können Sie durch die Parameter Max. Size of File System Cache und Maximum Number of Cache Files einschränken. Hierbei beschränkt das Kriterium, das zuerst erreicht wird, den Umfang des Caches.

Wenn Sie für einen CM-Repository-Manager das persistente Caching konfiguriert haben, wird bei jedem Aufruf eines Dokuments zuerst im Cache nachgesehen, ob bereits ein Eintrag für das Dokument verfügbar ist. Sollte der Eintrag noch nicht im Cache verfügbar sein, wird der zugehörige Content aus der Datenbank geholt, in eine temporäre Datei geschrieben und GZIP komprimiert.

Wird bei einem Request das Dokument bereits im Cache gefunden, wird der zugehörige Eintrag entpackt und an den Client geschickt. Der Cache-Eintrag wird danach mit einem neuen Zeitstempel versehen und somit in der Cache-Statistik korrekt berücksichtigt.

Dokumente, die geändert wurden, werden mit einer neuen ID versehen und im Cache durch einen neuen Eintrag ersetzt.

Für die Einträge im Cache werden die ACLs der Originaldokumente aus der Datenbank übernommen.

Beim Start von Knowledge Management bzw. beim Reaktivieren eines CM-Repositorys wird der Inhalt des persistenten Caches komplett gelesen, intern sortiert und aufbereitet. Dieser Vorgang kann abhängig von der Anzahl der Einträge einige Zeit dauern.

Sie finden den persistenten Cache eines CM-Repositorys, der automatisch angelegt wird, im Cache-Monitor unter dem Namen <Repository-Präfix>_fsContentCache. Wenn Sie den Cache leeren, werden alle Einträge im Dateisystem gelöscht. In einer Cluster-Umgebung zeigt der Cache-Monitor die „lokale“ Auslastung des Caches auf dem spezifischen Portal-Server an. Wenn Sie den Cache leeren, werden nur die Einträge im Dateisystem dieses Portal-Servers gelöscht.

 

Parameter eines CM-Repository-Managers

Parameter

Obligatorisch

Beschreibung

Name

ja

Name des Repository-Managers

Description

nein

nähere Beschreibung des Repository-Managers

Prefix

ja

URI-Präfix, für das der Manager registriert ist

Unter dieser Angabe wird das Repository im Stammverzeichnis aufgelistet.

Die URIs aller von diesem Repository-Manager verwalteten Ressourcen haben diesen Präfix gemeinsam. Das Präfix wird dazu verwendet, den Repository-Manager zu identifizieren, der für eine Ressource mit einem bestimmten URI zuständig ist. Beachten Sie, dass das Präfix mit einem Schrägstrich anzugeben ist, z.B. /documents.

Repository ID in Database

nein

Identifikation des Repository in der Datenbank

Die Angabe ist erforderlich, da in der Regel eine Datenbank für die Speicherung der Daten mehrerer Repositories verwendet wird.

Der Wert muss eine alphanumerische Zeichenfolge sein, die unter den IDs aller Repositories, die die Datenbank verwenden, eindeutig ist. Wird die ID nicht angegeben, wird der Name des Repositorys als ID verwendet. Durch die Verwendung einer ID kann das Präfix geändert werden, ohne die Datenbank abgleichen zu müssen.

Verwenden Sie für die Angabe der ID keine Sonderzeichen.

Root Directory

 

nein

Dieser Parameter wird nur dann benötigt, wenn der Parameter Persistence Mode auf FSDB oder auf DBFS gesetzt ist. Er gibt den Pfad zum Stammverzeichnis im Dateisystem an, dem der Repository-Manager zugeordnet ist. Dies kann ein Verzeichnis auf dem lokalen Server (z.B. /usr/myshare/somedir) oder auf einem freigegebenen Remote-Server sein. Um auf ein Dateisystem eines anderen UNIX-Rechners zugreifen zu können, muss das Verzeichnis zum Portalserver gemountet sein. Der Repository-Manager ist für dieses Verzeichnis und all seine Unterverzeichnisse zuständig.

Beachten Sie, dass es nicht zulässig ist, dass mehrere Repository-Manager denselben Unterpfad in ihrem Parameter Root Directory verwenden.

Hinweis

Schränken Sie die Berechtigungen auf diese Pfadangabe im Dateisystem aus Sicherheitsgründen ein.

Root Directory for Versions

nein

Pfad zum Stammverzeichnis im Dateisystem, das zum Speichern von Versionen verwendet wird

Dieser Parameter wird nur dann benötigt, wenn der Parameter Persistence Mode auf FSDB gesetzt ist.

Der Pfad darf nicht der unter Root Directory angegebene Pfad oder eines seiner Unterverzeichnisse sein.

Sind für die aktuelle Version eines Dokuments Berechtigungen vergeben, werden diese auf frühere Versionen des Dokuments vererbt.

Windows Landscape System

nein

nicht erforderlich für CM-Repository-Manager unter Unix

Active

nein

Sie können den Repository-Manager durch Setzen des Parameters (de)aktivieren.

Auto Check-In/Check-Out

nein

Wenn dieser Parameter aktiviert ist, können versionierte Dokumente geändert werden, ohne dass  diese vorher ausgecheckt und zum Abschluss wieder eingecheckt werden müssen.

Dabei wird von solchen Dokumenten beim Speichern automatisch eine neue Version angelegt.

Wenn der Parameter deaktiviert ist, müssen Sie versionierte Dokumente erst auschecken, bevor Sie Änderungen vornehmen können. Nach der Änderung müssen Sie das geänderte Dokument wieder einchecken.

Hide in Root Folder

nein

gibt an, ob das Repository im Stammverzeichnis aufgelistet wird

Wenn Sie den Parameter aktivieren, wird das Repository nicht im Stammverzeichnis aufgelistet.

Internal Links Default To Dynamic

nein

Wenn aktiviert, zeigen neu angelegte interne Verweise immer auf das jeweilige Objekt, auch wenn dieses im zugehörigen Repository verschoben wird. Wird das Objekt gelöscht, werden auch die zugehörigen Verweise gelöscht.

Preserve Version Histories

nein

gibt an, ob Versionen beim Löschen des zugehörigen Dokuments gelöscht werden oder erhalten bleiben

Aktiviert: Versionen bleiben erhalten

Deaktiviert: Versionen werden gelöscht

Versionen finden Sie im Verzeichnis /.~system~ des jeweiligen Repositorys. Dieses Verzeichnis können Sie nur mit dem Admin-Explorer aufrufen.

Wenn Sie den Parameter aktivieren, sollten Sie die Berechtigungen für das Verzeichnis /.~system~ des jeweiligen Repositorys einschränken. Gewähren Sie nur Systemadministratoren Zugriff auf dieses Verzeichnis.

Der Parameter kann nicht genutzt werden, wenn das CM-Repository im Persistenzmodus FSDB betrieben wird und der W2K-Sicherheitsmanager eingesetzt wird.

Send Events

nein

gibt an, ob das Repository Ereignisse sendet, wenn Operationen wie „Löschen“, „Inhalt aktualisieren“ usw. durchgeführt werden

Damit das Repository Ereignisse sendet, muss der Parameter aktiviert sein. Das ist z.B. für die Verwendung von Services wie dem Subskriptionsservice erforderlich.

Persistence Mode

ja

Auswahl des Persistenzmodus des CM-Repository-Managers

Er legt fest, wo Namensraum, Inhalte und Metadaten gespeichert werden.

Wenn Sie den Datenbankmodus (DB) verwenden, dürfen die Parameter Root Directory und Root Directory for Versions nicht angegeben werden, da sie nur für Repositories gelten, die das Dateisystem verwenden. Siehe auch nachfolgende Tabelle.

Achtung

Der Persistenzmodus eines bestehenden Repositorys darf nie geändert werden.

Bei kundeneigenen Repository-Managern ist ein nachträglicher Wechsel vom Modus DB in den Modus DBFS möglich.

Property Search Manager

nein

Auswahl des Managers für die Suche nach Eigenschaften

Wählen Sie CM Property Search Manager.

Compress content greater than

nein

Inhalte, die größer sind als der angegebene Wert, werden komprimiert abgespeichert.

Repository services

nein

Angabe der Repository-Services, die Sie für ein Repository verwenden möchten

ACL Manager Cache

nein

Angabe eines Memory-Caches für Ressourcen-ACLs: ca_rsrc_acl

Dieser Parameter wird benötigt, wenn ein ACL-Sicherheitsmanager im Parameter Security Manager angegeben ist. Der Cache ist in der Standardauslieferung bereits angelegt (siehe Caches).

Memory Cache

nein

Angabe eines Memory-Caches, der für diesen CM-Repository-Manager genutzt wird

Im Cache werden u. a. Namen von Ressourcen, Eigenschaften und Sperren abgelegt. Es wird jedoch kein Content im Cache abgelegt.

Memory Cache for small Content (<32KB)

nein

Angabe eines Memory-Caches, der für Inhalte genutzt wird, die kleiner als 32 KB sind

Security Manager

nein

Auswahl eines Sicherheitsmanagers, der den Zugriff auf die Repository-Inhalte steuert

Wenn Sie möchten, dass das CM beim Zugriff auf Ressourcen eine Berechtigungsprüfung durchführt, müssen Sie einen Sicherheitsmanager angeben.

Im Allgemeinen sollte der AclSecurityManager für CM-Repositories verwendet werden. Nur das CM-Repository /collaboration sollte den CollaborationSecurityManager verwenden.

Wenn Sie ein CM-Repository im Persistenzmodus FSDB unter WINDOWS betreiben, können Sie den W2K-Sicherheitsmanager benutzen.

File System Content Cache Directory

nein

gibt einen Ordner im lokalen Dateisystem des Portal-Servers an, in dem Cache-Einträge persistent abgelegt werden

Beispiel: /tmp/cmcontentcache

Siehe dazu den oben aufgeführten Abschnitt Persistentes Caching im Dateisystem.

Stellen Sie in einer Cluster-Umgebung sicher, dass auf jedem Rechner des Clusters ein Ordner mit diesem Namen angelegt ist. Der Ordnername bzw. der Pfad muss auf jedem Rechner gleich sein.

Die Nutzung des gleichen Ordners für unterschiedliche CM-Repositories wird nicht empfohlen. Geben Sie ebenfalls keinen Ordner eines Remote-Servers an, da es ansonsten zu Einbußen bei der Performance kommen kann.

Hinweis

Schränken Sie die Berechtigungen auf diesen Ordner im Dateisystem aus Sicherheitsgründen ein.

Max. Size of File System Cache

nein

Größe in Megabyte, die der persistente Cache im Dateisystem maximal annehmen kann

Die Größenbeschränkung bezieht sich auf die komprimierten Cache-Einträge.

Die Angabe -1 bedeutet keine Beschränkung. Diese Angabe wird jedoch nicht empfohlen.

Maximum Number of Cache Files

nein

maximale Anzahl der Einträge, die der persistente Cache im Dateisystem aufnehmen kann

Die Angabe -1 bedeutet keine Beschränkung. Diese Angabe wird jedoch nicht empfohlen.

Die Einträge werden nach dem letzten Zugriff sortiert. Alte Einträge, die nur selten abgerufen werden, werden aus dem Cache entfernt und durch neue Einträge ersetzt.

Disable Automatic FSDB Synchronization

nein

steuert die Synchronisation von CM-Repositories, die im Persistenzmodus FSDB betrieben werden

wenn aktiviert, wird für dieses Repository die automatische Dateisystem-Synchronisation nicht durchgeführt

Änderungen, die direkt im Dateisystem durchgeführt werden (Änderungen an Eigenschaften, Einfügen, Umbenennen/Verschieben, Löschen von Ordnern oder Dokumenten), werden nicht automatisch in der Datenbank nachgezogen. Diese Änderungen sind im Portal nicht sichtbar – Zugriffe auf nicht mehr existierende Objekte führen ggf. zu einem Fehler.

Damit diese Änderungen im Portal sichtbar werden, kann die Dateisystem-Synchronisation bei Bedarf manuell mittels eines Reports gestartet werden (siehe CM-Repository: FS-DB-Datenbank-Synchronisierung).

Ist der Parameter aktiviert, so kann es beim Lesen eines Dokuments zu korrupten Daten kommen, wenn während der Lese-Operation gleichzeitig Schreib-Operationen auf dem Dokument stattfinden.

Enable Disk Optimized Mode

nein

steuert das Umschalten zwischen den beiden Versionierungsmodi Standardmodus und speicheroptimierter Modus. Um Rückwärtskompatibilität sicherzustellen, wird der Standardwert des Parameters Enable Disk Optimized Mode auf Standardversionierungsmodus gesetzt.

Sie können den Versioned Content Converter Report verwenden, um die versionierten Ressourcen vom Standardmodus in den speicheroptimierten Modus und umgekehrt umzuwandeln.  Weitere Informationen: Konvertierungsreport für versionierten Content

Enable FSDB Content Tracking

nein

regelt das Tracking von Content für Repositories, die im Persistenzmodus FSDB betrieben werden

Wenn dieser Parameter aktiv ist, verwendet der CM-Repository-Manager die Datenbank zum Koordinieren des Lese- und Schreibzugriffs im Dateisystem, indem beide Zugriffsarten in der Datenbank dokumentiert werden. Dies stellt die Konsistenz des zurückgegebenen Contents sicher, wenn z.B. mehrere Threads lesend auf Daten zugreifen, die gleichzeitig von anderen Threads geändert werden.

Hinweis

Die Datenbanksynchronisation des Content-Zugriffs kann eine negative Auswirkung auf die Performance haben. Jeder Content-Request mit Lese- oder Schreibzugriff an eine Ressource wartet auf das Setzen einer Schreibsperre im Sperrenverzeichnis der Datenbank. Deshalb kann die Wartezeit für die Vergabe der Schreibsperre in der Datenbank möglicherweise länger dauern, und die wartenden Threads können einen erheblichen Anteil der im Thread-Pool verfügbaren Threads beanspruchen.

Wenn der Parameter nicht aktiv ist, wird kein Tracking des Content durchgeführt und der Content-Zugriff nicht synchronisiert. Hierdurch kann eine bessere Performance erzielt werden, da die Wartezeit für die Schreibsperren reduziert wird und weniger Datenzugriffe und Datenbanksperren benötigt werden.

Achtung

Die Deaktivierung des Parameters Enable FSDB Content Tracking kann jedoch zu Inkonsistenzen im zurückgegebenen Content führen. Da der Content-Zugriff nicht synchronisiert wird, können sich mehrere Threads gegenseitig stören und der zurückgegebene Content kann somit Fehler enthalten.

 

Read-only Content Expiry Delay

nein

gibt an, wie lange Clients den Inhalt von schreibgeschützten Ressourcen zwischenspeichern sollen

Innerhalb dieses Zeitraums werden schreibgeschützte Ressourcen vom Client nicht erneut vom Server geladen.

Die Angabe erfolgt in Sekunden.

Die Funktion kann nur genutzt werden, wenn der Persistenzmodus DB oder DBFS eingestellt ist.

Die Cache-Optionen bzw. die Einstellungen der temporären Internet-Dateien des genutzten Browsers sollten dabei auf „automatisch“ eingestellt sein.

 

Abhängig vom gewählten Persistenzmodus müssen sie bestimmte Parameter angeben:

Persistenzmodi und Root-Parameter

Persistenzmodus

erforderliche Parameter

nicht erforderliche Parameter

DB

 

Root Directory
Root Directory for Versions

DBFS

Root Directory

Root Directory for Versions

FSDB

Root Directory
Root Directory for Versions

Root Directory for Versions und Root Directory dürfen keine Unterordner voneinander und nicht identisch sein.

 

 

Aktivitäten

Mehrere CM-Repositories sind in der KM-Standardkonfiguration vorkonfiguriert (siehe Interne Repositories). Sie werden als Daten- und System-Repositories verwendet.

Um einen neuen CM-Repository-Manager für eigene Daten anzulegen und zu konfigurieren oder die Konfiguration eines vorhandenen CM-Repository-Manager zu ändern, wählen Sie im Portal Systemadministration Systemkonfiguration Knowledge Management Content Management Repository Managers CM Repository.

 

Konfiguration der benötigten Memory-Caches

In der CM-Repository-Manager-Definition können Sie drei Caches angeben:

      ACL Manager Cache (ca_rsrc_acl)

      Memory Cache (ca_cm)

      Memory Cache for small Content (ca_cm_content)

Die Caches sind bereits vorkonfiguriert. Sie können deren Konfiguration jedoch nachträglich an Ihre Erfordernisse anpassen.

Weitere Informationen zur Konfiguration von Caches finden Sie unter Komponenten und zugehörige Caches.

 

Beispiel

Konfiguration eines CM-Repository-Managers

 

Name                    = documents
Description             = Standard repository for content
Prefix                  = /documents
Repository-ID in DB     = documents
Send Events             = true
Persistence Mode        = DB
Property Search Manager = CMPropertySearchManager
Repository Services     = properties, feedback, comment, rating,
                          accessstatistic, personalnote, discussion,
                          tbp, statemngt, subscription, svc_acl
ACL Manager Cache       = ca_rsrc_acl
Memory Cache            = ca_cm
Memory Cache for small Content = ca_cm_content
Security Manager        = AclSecurityManager
File System Content Cache Directory = /tmp/cmdocumentscontentcache
Max. Size of File System Cache      = 100
Maximum Number of Cache Files       = 10000

 

Das obige Beispiel zeigt Parametereinstellungen für den Repository-Manager documents, der in der KM-Standardkonfiguration enthalten ist. Der Manager speichert sowohl Inhalte als auch Metadaten in der Datenbank. Das persistente Caching ist eingerichtet.

 

Weitere Informationen

CM-Repository-Dateisystemprüfung    

CM-Repository-Datenbankprüfung    

Unkonfigurierte CM-Repositories  

CM-Repository-FS-DB-Datenbank-Synchronisierung   

 

 

 

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