Interface-Mappings
Interface-Mappings registrieren Ihre Mapping-Programme für ein Interface-Paar im Integration Repository. Wenn Sie zur Laufzeit ein Mapping benötigen, reicht es aus, zur Konfigurations-Zeit das Interface-Mapping für das Interface-Paar auszuwählen (siehe: Definition von Interface-Ermittlungen). Der Integration Server kann über das Interface-Mapping assoziierte Mapping-Programme für Request-, Response- und/oder Fault-Message identifizieren.
Siehe auch: Übersicht.
Über ein Interface-Mapping können Sie mehrere Mapping-Programme für die Transformation einer Request- oder Response-Message hintereinander ausführen. In solchen Fällen besteht ein Interface-Mapping aus mehreren Schritten, für die folgendes gilt:
● Die Schritte werden in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt (von oben nach unten). Das Ergebnis des Mapping-Programms aus dem vorhergehenden Schritt wird jeweils an das Mapping-Programm des nachfolgenden Schritts weitergereicht.
● Jeder Schritt kann auf ein Mapping-Programm verweisen, das eine 1:1-, eine 1:n-, eine n-1- oder eine m:n-Transformation durchführt. Bei Multi-Mappings (1:n, n:1 oder m:n) muss der vorhergehende Schritt genauso viele Messages erzeugen, die der nachfolgende Schritt erwartet.
● Multi-Mappings arbeiten mit einem Umschlag, um alle Messages in eine Struktur aufzunehmen. Verweist einer der Schritte auf ein Multi-Mapping-Programm, müssen alle weiteren Schritte ebenso mit diesem Umschlag arbeiten.

Das Mapping für eine Request-Message besteht aus zwei Message-Mapping-Programmen: Einer 1:1-Transformation und einer 1:n Transformation. Da das letztere Message-Mapping sowohl für die Ziel-Message als auch für die Ausgangs-Message mit dem Multi-Mapping-Umschlag arbeitet, muss das Message-Mapping für die 1:1-Transformation ebenso ein Transformations-Ergebnis mit einem Multi-Mapping-Umschlag erzeugen.
Die Aufteilung des Gesamt-Mappings einer Richtung in verschiedene Schritte ist nicht zwingend notwendig. Auf diese Weise lassen sich aber beispielsweise alle Message-Formate einer Systemlandschaft auf ein zentrales Message-Format abbilden. Insgesamt werden dann weniger Mapping-Programme benötigt, weil nicht mehr alle Message-Formate wechselseitig aufeinander abgebildet werden müssen.
...
1. Legen Sie in der Design-Pflege des Integration Builder Ihr Interface-Mapping an (siehe auch: Anlegen eines Objektes).

Sie können auch für das gleiche Interface-Paar mehrere Interface-Mappings anlegen.
2. Tragen Sie das Ausgangs- und Ziel-Interface in der gleichlautenden Tabelle ein, für welche ein Mapping der Request-, der Response und/oder der Fault-Message notwendig ist. Es gelten folgende Einschränkungen:
○ Wenn Sie das Interface-Mapping in einem Transformationsschritt eines Integrationsprozesses verwenden wollen, dürfen Sie nur abstrakte Message-Interfaces angeben. Außerdem müssen alle Objekte (Integrationsprozess, Interface-Mapping und alle Objekte, auf die das Interface-Mapping verweist) in der gleichen Software-Komponentenversion liegen. Wenn Sie auf Objekte von unterliegenden Software-Komponentenversionen verweisen wollen, müssen Sie auf die Objekte über den Zweig Basis-Objekte (im Navigationsbaum oder einer Eingabehilfe) zugreifen (siehe auch: Unterliegende Software-Komponentenversionen).
○
Wenn mehrere Messages
über ein Multi-Mapping aufeinander abgebildet werden sollen, können Sie nur
asynchrone Interfaces angeben (für weitere Einschränkgungen siehe auch: Multi-Mappings).
Sie können Message-Interfaces auch über die Funktion Neues Objekt anlegen (
) anlegen, falls diese
noch nicht vorhanden sind.

Wenn das Interface nicht importiert beziehungsweise im Integration Repository angelegt werden kann (zum Beispiel bei einem Fremdadapter) müssen Sie die Interface-Namen per Hand eintragen. Die technischen Namen können dann nicht geprüft werden.
3. Um die Eigenschaften der Interfaces einzulesen, wählen Sie die Drucktaste Interfaces lesen. Die Tabelle im unteren Bereich zeigt je Modus der Interfaces (synchron oder asynchron) Registerkarten für die Request-, die Response und falls vorhanden für die Fault-Message an.
4. Um ein externes Mapping-Programm zu entwickeln, können Sie nach dem Einlesen der Interfaces das XSD-Schema der jeweiligen Request- oder Response-Message als ZIP-Datei exportieren, Die ZIP-Datei kann mehrere Schema-Dateien enthalten, die sich gegenseitig referenzieren, beispielsweise bei einem Multi-Mapping. In so einem Fall hat das Schema mit dem globalen Element der Message den Namen MainSchema.
5. Um auf ein Mapping-Programm für die jeweilige Message zu verweisen, haben Sie folgende Möglichkeiten:
○
Sie wählen ein bereits im
Integration Repository vorhandenes Mapping-Programm mit Hilfe der Eingabehilfe
(
) aus.
Handelt es sich um ein Message-Mapping, zeigt die Eingabehilfe in der
Voreinstellung nur solche Message-Mappings an, die ausgehend von der Ausgangs-
und Ziel-Message im Integration Repository gefunden werden (bei Multi-Mappings
wird als Suchkriterium jeweils die erste Ausgangs- beziehungsweise
Ziel-Message verwendet). Sie können sich aber auch beliebige Message-Mappings
anzeigen lassen, beispielsweise weil Sie ein Mapping aus mehreren
Mapping-Programmen mit Zwischen-Instanzen aufbauen, für die es keine
Message-Typen gibt.
○
Message-Mappings können
Sie direkt aus dem Interface-Mapping heraus anlegen. Wählen Sie dazu in der
Spalte Typ den Mapping-Typ Message-Mapping aus.
Plazieren Sie dann den Cursor in die Spalte Name
und wählen Sie die Funktion Neues Message-Mapping
anlegen (
) im Rahmen Mapping-Programme. Der Integration Builder übernimmt die
Angaben über Messages und deren Häufigkeit direkt aus dem
Interface-Mapping.

Ein Interface-Mapping kann nur auf Mapping-Programme verweisen, die der gleichen oder unterliegenden Software-Komponentenversion wie das Interface-Mapping angehören. Dadurch wird sichergestellt, dass die Mapping-Programme zusammen mit dem Interface-Mapping ausgeliefert werden (siehe: Software-Logistik).
6. Wenn es sich nicht um ein Mapping für eine Fault-Message handelt, können Sie für Request- und Response-Message auch mehrere Mapping-Programme hintereinander ausführen:
○
Um eine weitere Zeile für
ein Mapping-Programm hinzuzufügen, wählen Sie
.
○
Um die Registrierung für
ein Mapping-Programm wieder zu löschen, wählen Sie
.

Die Mapping-Programme werden zur Laufzeit von oben nach unten ausgeführt.
7. Speichern Sie Ihr Interface-Mapping.