Profildatei der CCMS-Agenten
Bei der Registrierung eines CCMS-Agenten geben Sie mit pf=<Profilpfad> eine Profildatei an. Beim Agenten SAPCCM4X ist dies obligatorisch, die Profildatei muss die der überwachten Instanz sein.
Ebenso müssen Sie beim Agenten SAPCCMSR mit Option j2ee eine Profildatei angeben. Diese Profildatei muss ebenfalls die der überwachten Instanz sein. Beide Profildateien befinden sich jeweils in:
<drive>:\usr\sap\<SysID>\SYS\profile\<SysID>_<InstDir>_<Host> (Windows)
/usr/sap/<SysID>/SYS/profile/<SysID>_<InstDir>_<Host> (Unix)
Bei den Agenten SAPCM3X und SAPCCMSR ohne Option –j2ee dagegen ist die Angabe einer Profildatei optional und meist nicht notwendig. Verwenden Sie für diese Agenten die Profildatei, um
● die Größe des Monitorsegments zu ändern
● das Arbeitsverzeichnis des Agenten zu ändern
● einen virtuellen Namen des Host zu bestimmen
● den Ort des Betriebssystemkollektors SAPOSCOL dem Agenten bekannt zu machen; damit können Sie SAPOSCOL für ein entferntes System über den Agenten starten oder stoppen
● den Trace für die Monitoring-Architektur ein- und auszuschalten
Geben Sie beim Agenten SAPCM3X als Profildatei auf jeden Fall das Profil der überwachten Instanz an, falls auf dem Host auch SAP-Instanzen mit höherem Release laufen, da sonst fälschlicherweise auch Daten dieser Systeme angezeigt werden.
Die für die Agenten entscheidenden Profilparameter sind:
alert/MONI_SEGM_SIZE |
Größe des Monitorsegments in Byte im Shared Memory (standardmäßig 20.000.000 Byte; siehe auch SAP-Hinweis 135503) |
DIR_PERF |
Arbeitsverzeichnis der CCMS-Agenten und des SAPOSCOL (siehe Arbeitsverzeichnis und Protokolldateien der CCMS-Agenten) |
exe/saposcol |
kompletter Pfad von SAPOSCOL |
alert/TRACE |
Trace für Daten der Monitoring-Architektur; setzen Sie diesen Trace nur auf ausdrückliche Anweisung des Support; der Standardwert ist 1 (Trace ausgeschaltet) |
SAPSYSTEM |
Dieser Parameter ist nur beim Agenten SAPCCMSR mit Option j2ee von Bedeutung. Es gibt die Systemnummer der vom Agenten überwachten Java-Instanz an. |
SAPSYSTEMNAME |
Dieser Parameter ist nur beim Agenten SAPCCMSR mit Option j2ee von Bedeutung. Es gibt die System-ID der vom Agenten überwachten Java-Instanz an.
Während Sie allgemein mehrere Systeme mit identischer System-ID überwachen können, ist dies bei Verwendung der Option -j2ee nur eingeschränkt möglich: Die System-ID des zum Agenten gehörenden Systems (SAPSYSTEMNAME) darf nicht mit der System-ID einer der zentralen Monitoring-Systeme übereinstimmen. |
alert/SAVE_SUPPRESSED_ALERTS |
Setzen Sie diesen Profilparameter auf 1, damit Alerts, die nicht mehr in das Shared-Memory-Segment des Agenten passen, nicht gelöscht werden, sondern automatisch im Status erledigt in die Datenbank des zentralen Monitoring-Systems geschrieben werden. |
alert/GREEN_ALERTS=1 |
Setzen
Sie diesen Profilparameter auf 1, um mit Entwarnungen (grünen Alerts) arbeiten zu können. Solche grünen
Alerts weisen nicht auf Fehlersituationen hin, sondern sind gedacht als
Entwarnungen oder explizite Meldungen, dass eine Aktion erfolgreich war (siehe
|
SAPLOCALHOST |
virtueller Hostname, unter dem der lokale Host des Agenten angesprochen wird Im Rahmen von Hochverfügbarkeitslösungen kann es verschiedene Hosts geben, von denen einer als Ersatz für Notfälle oder Wartungsperioden dient, die aber von außen unter demselben Namen angesprochen werden sollten: Dabei soll immer nur einer gerade in Betrieb sein. Falls auf jedem dieser Hosts ein CCMS-Agent installiert ist, sollten unabhängig vom gerade laufenden Host die Kontextnamen der Monitoring-Daten (in denen auch der Name des Hosts auftaucht) identisch sein. Gewährleisten Sie dies durch einen identischen Profilparameter SAPLOCALHOST in der Profildatei des CCMS-Agenten. Beachten Sie dies insbesondere beim Agenten SAPCCMSR, da der Agent SAPCCM4X standardmäßig den Profilparameter des SAP-Anwendungsservers verwendet. Verwenden Sie SAPLOCALHOST auch, wenn der Name des Host, auf dem Sie den CCMS-Agenten installieren, länger als 13 Zeichen ist. Geben Sie einen Namen mit einer Länge von maximal 13 Zeichen an. Dieser wird dann beim Namen der RFC-Destination des Agenten und des Monitorsegments des Agenten verwendet.
Bei abwechselndem Betrieb solcher Hosts arbeiten diese mit Monitorsegmenten desselben Namens, im Alert-Monitor werden also die Daten in denselben Baum gemeldet. Beim Herunterfahren eines Hosts wird der Inhalt des Segments in die Dateien ALMTTREE, ALALERTS und ALPERFHIS gesichert. Wenn Sie nun dafür sorgen, dass diese AL*-Dateien von beiden Hosts aus zugreifbar sind, werden die Inhalte des Segments durch ein Umschalten der Hosts nicht berührt. |
alert/AGENTLOCALHOST |
Falls Sie Agenten auf unterschiedlichen Hosts mit demselben Hostnamen laufen lassen möchten, ist dies mit normalen Registrierungseinstellungen nicht möglich, da beide Agenten möglicherweise mit derselben RFC-Destination(z. B. SAPCCM4X.HOSTXY.00) im CEN registriert sind. Verwenden Sie in einem solchen Fall diesen Parameter, um einen eindeutigen Hostnamen für die Anmeldung am Gateway und die RFC-Destination zu gewährleisten. Weitere Informationen zu diesem Parameter finden Sie in SAP-Hinweis 1270193. Der Parameter steht Ihnen ab Patch-Sammlung 2009/1 zur Verfügung.
Sie können diesen Parameter nicht im laufenden Betrieb ändern; bei einem bereits registrierten Agenten müssen Sie den Agenten also deregistrieren, den Parameter setzen, und danach den Agenten neu registrieren. |

Beenden Sie jede Zeile der Profildatei mit der ENTER-Taste.
Sie registrieren den CCMS-Agenten SAPCCMSR auf Windows und geben mit dem Parameter pf= eine Profildatei an. Diese habe den folgenden Inhalt:
#
Monitorsegment des gemeinsamen Speichers in Byte
# (Standardgröße siehe SAP-Hinweis 135503)
alert/MONI_SEGM_SIZE = 20000000
# Arbeitsverzeichnis des Agenten
# (Standard für Windows NT: \\host\saploc\prfclog\sapccmsr)
DIR_PERF = c:\ccms-agenten\sapccmsr
# Pfad und kompletten Namen des Betriebssystemkollektors SAPOSCOL
# (benötigt, damit der Agent den Kollektor steuern kann)
exe/saposcol = c:\saploc\saposcol.exe
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