Berechtigungen 
Um zu gewährleisten, dass Ihre Data-Warehousing-Lösung die Struktur Ihres Unternehmens abbildet und die Anforderungen Ihres Unternehmens erfüllt, müssen Sie bestimmen, wer auf welche Daten zugreifen darf.
Eine Berechtigung erlaubt es einem Benutzer, eine bestimmte Aktion an einem bestimmten Objekt im BW-System durchzuführen. Dabei sind je nach Rolle und Aufgabenstellung des Benutzers zwei unterschiedliche Konzepte zu unterscheiden: Standard-Berechtigungen und Analyseberechtigungen.
Achtung
Ein Berechtigungskonzept muss immer bereits in der Modellierungsphase berücksichtigt werden. Anderenfalls ist mit funktionalen oder sicherheitstechnischen Einschränkungen zu rechnen.
Diese Berechtigungen benötigen alle Benutzer, die in der Data Warehousing Workbench arbeiten, um Daten zu modellieren oder zu laden, die in der Planungsworkbench oder dem Analyseprozessdesigner arbeiten, die mit dem BEx Broadcaster arbeiten, oder die Queries definieren.
Jede Berechtigung bezieht sich auf ein Berechtigungsobjekt und definiert einen oder mehrere Werte für jedes Feld, das im Berechtigungsobjekt enthalten ist. Einzelne Berechtigungen werden von der Systemadministration in Rollen zusammengefasst. Die von SAP ausgelieferten Rollen können kopiert und bei Bedarf angepasst werden. Diese Berechtigungen werden dann in Form von Profilen einzelnen Benutzern in deren Benutzerstammsatz zugeordnet.
Weitere Informationen finden Sie unter Standard-Berechtigungen.
Diese Berechtigungen basieren auf dem Standard-Berechtigungskonzept der SAP.
Hinweis
Eine ausführliche Dokumentation zum Standard-Berechtigungskonzept der SAP finden Sie unter ABAP-Berechtigungskonzept.
Die folgende Grafik zeigt den Aufbau der Berechtigungen:

Alle Benutzer, die sich Bewegungsdaten von berechtigungsrelevanten Merkmalen in einer Query anzeigen lassen möchten, benötigen Analyseberechtigungen zu diesen Merkmalen.
Diese Art von Berechtigungen basiert nicht auf dem Standard-Berechtigungskonzept der SAP, sondern verwenden ein eigenes Konzept, das die Besonderheiten von Reporting und Analyse im BW berücksichtigt. Durch die Verteilung von Queries durch den BEx Broadcaster und die Publikation von Queries im Portal können immer mehr Benutzer auf Querydaten zugreifen. Mit dem speziellen Berechtigungskonzept des BW für die Anzeige von Querydaten können Sie besonders kritische Daten besser schützen.
Weitere Informationen finden Sie unter Analyseberechtigungen.
Hinweis
Vor SAP NetWeaver 7.0 wurde auch für die Analyseberechtigungen, dort noch Reporting-Berechtigungen genannt, das SAP Standard-Berechtigungskonzept verwendet. Wenn Sie einen Upgrade auf SAP NetWeaver 7.3 gemacht haben, und noch das Konzept der Reporting-Berechtigungen verwendet haben, dann müssen Sie diese Berechtigungen nun auf das neue Konzept der Analyseberechtigungen migrieren.
In SAP NetWeaver 7.3 ist eine Analyseberechtigung ein TLOGO-Objekt (Analytics Security Object) und kann in weitere Systeme transportiert werden. Wenn Sie einen Upgrade von SAP NetWeaver 7.0 auf SAP NetWeaver 7.3 gemacht haben, und in SAP NetWeaver 7.0 schon das neue Konzept der Analyseberechtigungen eingeführt haben, dann müssen Sie diese Analyseberechtigungen aus 7.0 auf die transportierbaren Analyseberechtigungen migrieren.
Weitere Informationen: Migration von Analyseberechtigungen
Funktionsweise von Berechtigungen
Mit Hilfe von Berechtigungsprüfungen können beliebige Funktionen, Objekte oder Werte des Systems geschützt werden. Bei einer Berechtigungsprüfung vergleicht das System beim Ausführen einer bestimmten Aktion die Werte zu den einzelnen Feldern eines Berechtigungsobjekts oder einer Berechtigung, die dem Benutzer zugeordnet sind mit den Werten, die zur Ausführung einer Aktion im Programm vorgegeben sind. Ein Benutzer ist für eine Aktion nur berechtigt, wenn er die Berechtigungsprüfung für jedes Feld in einem Berechtigungsobjekt bzw. einer Berechtigung erfolgreich durchläuft. Auf diese Weise können komplexe Prüfungen der Benutzerberechtigung durchgeführt werden.