Synchronisation der SAP-Benutzerverwaltung mit einem LDAP-fähigen Verzeichnisdienst 
Um Objekte (z. B. Benutzer) zentral zu verwalten, werden zunehmend LDAP-fähige Verzeichnisdienste eingesetzt. Damit können (teils redundant abgelegte) Daten verschiedener Datenverwaltungen einer Systemlandschaft konsistent gehalten werden. Die Synchronisationsfunktion des SAP-Systems bietet dabei den Vorteil, dass das Schema des LDAP-fähigen Verzeichnisdiensts nicht vom SAP-System vorgegeben wird. Vielmehr wird über die Customizing-Einstellungen der Synchronisationsprozess an das jeweilige, herstellerabhängige Verzeichnisschema angepasst.
Wenn mehrere Systeme mit dem Verzeichnisdienst abgeglichen werden, ist ein Datenfluss auch aus und in Fremdsysteme möglich. Vordefinierte SAP-Datenfelder können somit mit Daten aus anderen Systemen gefüllt werden (z. B. kann die Personalnummer aus dem HR-System übernommen werden).
Jedes SAP-System synchronisiert die eigene Datenbank gemäß Customizing mit dem Verzeichnisdienst. Die Kommunikation wird dabei über das Standardprotokoll LDAP abgewickelt. Andere Systeme können ebenso vom Verzeichnis profitieren und sich ihrerseits mit ihm synchronisieren oder als primäre Datenquelle darauf zugreifen.

Beispiel
1: Ein HR-System hat für einen neuen Mitarbeiter in der eigenen Datenbank einen Benutzernamen angelegt, den es in das Verzeichnis exportiert.
2: Das SAP Portal holt die Benutzernamen aus dem Verzeichnis und synchronisiert sie mit seiner Datenbank. Anschließend weist das SAP Portal den Benutzern eine oder mehrere Rollen zu.