Koexistenz von verschiedenen Portalen
ermöglichen
Diese Szenariovariante beschreibt die Interoperabilität, die SAP NetWeaver Portal bereitstellt. Das Portal liefert vordefinierte Business Packages für SAP-Anwendungen in einer einheitlichen Benutzungsoberfläche. Die Unternehmen müssen einen vorkonfigurierten, einfach zu entwickelnden und relevanten Content aus unterschiedlichen Portallösungen bereitstellen. Dies hilft, einen Anstieg eigener Entwicklungskosten und Wartungsprobleme zu vermeiden.
Es gibt zwei Optionen:
Die folgende Grafik zeigt SAP NetWeaver Portal als das führende Portal:

Die folgende Grafik zeigt das Fremdprodukt als das führende Portal:

Administrative Prozesse wie die zentralisierte und synchronisierte Benutzerverwaltung, Single Sign-On (SSO), Definition von ähnlichen Stylesheets etc. müssen ebenfalls implementiert werden.
Vorteile
In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, zwei Portale nebeneinander in Betrieb zu haben, die unterschiedlichen Benutzergruppen spezifischen Content zur Verfügung stellen. In anderen Fällen ist ein Portal als führendes Portal bereits im Produktivbetrieb; hier wäre eine Portal-im-Portal-Strategie die optimale Lösung. In beiden Fällen ist es wichtig, dass Probleme der Sicherheit und Bedienbarkeit berücksichtigt und gelöst werden.
Das Portal-in-Portal-Szenario definiert ein führendes Portal, das als erster Einstiegspunkt für einen beliebigen Benutzer und der entsprechenden zugrunde liegenden Portale dient. Diese Portale stellen ihr spezifisches Portal dem führenden Portal zur Verfügung.
SAP NetWeaver Portal bietet ein erweitertes Portal mit Unterstützung für Web Services for Remote Portlets (WSRP), Single Sign-On, Benutzerverwaltung, einheitliche Navigation und einem einheitlichen Erscheinungsbild in mehreren Portalen von Drittanbietern, genauer gesagt: von IBM und Microsoft. Mit der Portal-Interoperabilität verfügen Sie nun über die Flexibilität, Benutzungsoberflächen zu erstellen, die sich auf SAP- und nicht-SAP-Prozesse erstrecken und so den Anforderungen Ihrer Endbenutzer in optimaler Weise gerecht werden.
Durch die Aktivierung der Portal-Koexistenz und Interoperabilität haben Sie folgende Vorteile:
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1. Die Flexibilität, bereits bestehende Investitionen in Technologie, Produkte und Know-how zu nutzen.
2. Wirksamer Einsatz der offenen Struktur von SAP NetWeaver, um die Koexistenz verschiedener Lösungen und Infrastrukturen zu gewährleisten (einschließlich entsprechender Internetstandards, z. B. WSRP).
3. Einfacher Zugriff auf den SAP-Content.
4. Nutzung der SAP-Schnittstelle zu SAP-Anwendungen.
5. Reduzierung der Gesamtbetriebskosten, da die Zeit für eigene Entwicklungen und Wartungskosten durch die Nutzung der bereits bestehenden Infrastruktur reduziert werden.
6. Sicherer Zugriff auf den SAP-Content.
7. Herstellerübergreifende Unterstützung für ein globales Portal oder ein Portal im Portalverbund.
8. Konsistente Verwendbarkeit und Content-Zugriff unabhängig von Drittanbieter-Portalen
9. Verwendung der die Entwicklung erleichternden Funktionen der SAP-Anwendungen und des Portal-Contents zur Reduzierung von Entwicklungszeit und Wartungskosten.
Erforderliche oder optionale installierbare Einheiten
Um diese Variante zu benutzen, benötigen Sie die folgenden installierbaren Einheiten:
● Enterprise Portal (EP)
● Application Server Java (AS-Java)
Weitere Informationen über die erforderliche Systemlandschaft finden Sie im Master Guide unter service.sap.com/instguidesNW70.
IT-Prozesse der Szenariovariante
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IT-Prozess |
Beschreibung |
Beschreibt die Prozesse, die Sie für die Portal-Interoperabilität erforderlich sind. |
Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie unter sdn.sap.com → SAP NetWeaver Platform → IBM Interoperability bei den folgenden Themen:
"How to Set Up SSO Between SAP Enterprise Portal and IBM WebSphere Portal Using Trust Association Interceptor"
“How to Set Up SSO Between IBM WebSphere Portal and SAP NetWeaver Portal using JAAS”