Standard-Interface-Ermittlung
Sie können angeben, zu welchen Inbound-Interfaces beim Empfänger die Message zur Laufzeit gesendet werden soll. Optional können Sie zu jedem Inbound-Interface ein Mapping und (bei Zuordnung mehrerer Inbound-Interfaces) eine Bedingung angeben.
Geben Sie die Zuordnung zwischen
Outbound-Interface und Inbound-Interface(s) in einer Tabelle an. Jede
Tabellenzeile stellt genau eine Zuordnung zwischen dem Outbound-Interface und
einem Inbound-Interface dar. Um Zeilen einzufügen oder zu löschen, wählen Sie
die Drucktasten Eine Zeile hinter der Selektion
einfügen (Symbol
) oder Selektierte Zeilen löschen (Symbol
).
In der Sammelspalte Inbound-Interface können Sie ein Inbound-Interface angeben. Hierzu haben Sie folgende Möglichkeiten:
● Manuelle Eingabe

Hierbei findet keine Prüfung statt, ob ein manuell eingetragenes Interface im Integration Repository definiert ist.
●
Verwendung der Eingabehilfe (
)
● Verwendung von Drag & Drop
Wenn Sie zusätzlich das Integration
Repository geöffnet haben, können Sie ein Interface aus dem Navigationsbereich
des Integration Repository mittels Drag & Drop auf das Symbol
ziehen.

Wenn der Empfänger ein SAP-System ist, können Sie auch den RFC-Namensraum verwenden.
In der Sammelspalte Interface-Mapping wählen Sie das
Interface-Mapping
zwischen Outbound- und Inbound-Interface aus. Rufen Sie hierzu die Eingabehilfe
(Symbol
in der Spalte Software-Komponentenversion) auf.

Innerhalb einer Interface-Ermittlung können Sie ausschließlich auf Interface-Mappings verweisen, die im Integration Repository abgelegt sind. Designobjekte im Integration Repository sind release-abhängig. Um ein Interface-Mapping eindeutig zu identifizieren, müssen Sie daher angeben, aus welchem Release das ausgewählte Interface-Mapping gezogen werden soll. Daher ist die Verwendung der Eingabehilfe hier obligatorisch. Sie können ein Interface-Mapping nicht manuell eingeben.
Wenn Sie mehr als ein Inbound-Interface zugeordnet haben, können Sie Bedingungen für die Weiterleitung der Message angeben.
Rufen Sie hierzu in der Spalte Bedingung den Bedingungseditor
auf (Symbol
).

Diese Spalte wird nur bei der Zuordnung von mehreren Inbound-Interfaces angezeigt.
Beachten Sie folgende grundsätzlichen Fälle bei der Zuordnung von mehreren Inbound-Interfaces:
Sie geben beispielsweise folgende Interface-Zuordnung an.
Inbound-Interface |
Bedingung |
Interface-Mapping |
IF_1 |
|
M_1 |
IF_2 |
|
M_2 |
In diesem Fall entstehen zur Laufzeit nach Auswertung der Interface-Ermittlung zwei Messages mit gleicher Payload. An den beiden Messages wird ein unterschiedliches Mapping (M1 bzw. M_2) durchgeführt, bevor diese dann an die beiden Interfaces IF_1 bzw. IF_2 beim Empfänger weitergeleitet werden.

Sie geben beispielsweise folgende Interface-Zuordnung an.
Inbound-Interface |
Bedingung |
Interface-Mapping |
IF_1 |
B_1 |
M_1 |
IF_1 |
B_2 |
M_2 |
In diesem Fall werden zur Laufzeit die Bedingungen beim Interface-Ermittlungs-Schritt ausgewertet. Ist Bedingung B_1 wahr, wird das Mapping M_1 durchgeführt, ist Bedingung B_2 wahr, wird Mapping M_2 an der Message durchgeführt. In beiden Fällen wird die Message an dasselbe Inbound-Interface beim Empfänger weiter geleitet. Im Gegensatz zum oben beschriebenen Fall entstehen nicht mehrere Messages mit gleicher Payload, denn zur Laufzeit darf immer nur eine Bedingung wahr sein.

Wenn durch die Interface-Ermittlung
mehrere Inbound-Interfaces zugeordnet werden, wird die Weiterleitung der
Messages zur Laufzeit nach dem
Quality-of-Service
Exactly Once in Order (EOIO) geregelt. Das
bedeutet, dass die Reihenfolge, in der die Inbound-Interfaces in der
Interface-Ermittlung eingetragen sind, die Empfangsreihenfolge
festlegt.
Sie können diese Voreinstellung ändern, indem Sie das Ankreuzfeld Reihenfolge zur Laufzeit beachten demarkieren. In diesem Fall wird für die Weiterleitung der Message an die Inbound-Interfaces der Quality-of-Service Ecaxtly Once (EO) eingestellt.

Diese Einstellung wird empfohlen, wenn ein Adapter angesteuert wird, der die Verarbeitung nach dem Quality-of-Service EOIO nicht untertützt. Außerdem wird diese Einstellung empfohlen, wenn Sie vermeiden möchten, dass ein Fehler bei der Zustellung einer einzelnen Message die Zustellung aller folgenden Messages behindert.
Im Demo-Szenario Einzelflugbuchung (Proxy-zu-Proxy) wird ein Buchungsauftrag von einem Reisebüro an eine Fluggesellschaft gesendet. In der angegebenen Standardkonfiguration kommuniziert das Reisebüro mit den Systemen zweier unterschiedlicher Fluggesellschaften (Lufthansa und American Airlines).
Um für den Buchungsauftrag (vom Reisebüro) jeweils das Inbound-Interface in den beiden Fluggesellschaftssystemen und das verwendete Interface-Mapping festzulegen, werden zwei Standard-Interface-Ermittlungen (mit jeweils einem Inbound-Interface) benötigt.