Query, Reporting und Analyse
Mit dieser Variante können Business-Experten Queries über den BEx Query Designer zur Verfügung stellen, mit denen BI-Daten benutzerorientiert und flexibel analysiert werden können.
Die Queries dienen als Datenlieferanten für Web Applications, welche mit dem BEx Web Application Designer erstellt werden. Web Applications können an die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzertypen angepasst werden. Beispielsweise können die BI-Daten für Information Consumer in übersichtlichen Formaten und für Business Analysten in komplexen und interaktiven Anwendungen dargestellt werden.
Formatierte Berichte, so genannte Reports, erstellen Business-Experten mit dem BEx Report Designer. Dieses Werkzeug bietet verschiedene Optionen, mit denen z. B. Formate, Schriftarten und das Datenlayout gewählt sowie Kopf- und Fußzeilen zu den Reports hinzugefügt werden können. Diese Reports sind für die Präsentation und Druckausgabe optimiert.
Der BEx Report Designer ist in den BEx Web Application Designer integriert. Daher können Reports über das Web Item Report in BEx Web Applications integriert werden.
Der Zugriff auf BEx Web Applications und Reports erfolgt im Portal.
Voraussetzung für die Nutzung der
Variante Query, Reporting und Analyse ist die
Konfiguration des SAP NetWeaver
Application Server (SAP
NetWeaver AS). Bevor Sie die Funktionen des SAP NetWeaver AS nutzen können, müssen Sie die
zugehörigen Profilparameter zur Konfiguration des SAP NetWeaver AS einstellen. Eine ausführliche
Dokumentation der Profilparameter finden Sie unter
Parametrisierung des
ICM und des ICM Server-Cache.

Beachten Sie, dass für die Anmeldung am SAP NetWeaver AS der BI-Standardmandant verwendet wird. Der BI-Standardmandant wird über den Profilparameter login/system_client festgelegt. Die Anmeldung am SAP NetWeaver AS erfolgt implizit im BI-Standardmandanten. Alternativ kann der Mandant ebenfalls über den URL-Parameter &sap-client=<CLIENT> übergeben werden. Ohne BI-Standardmandat oder Angabe des URL-Parameters ist eine erfolgreiche Anmeldung nicht möglich.
Im Folgenden sind die wichtigsten Administrationsaufgaben aufgeführt, die bei Bedarf auszuführen sind:
Einmalig auszuführende Aufgaben |
Weiterführende Informationen |
Migration von Web Templates |
Wenn Sie Web Templates des Formats SAP BW 3.x in das Format SAP NetWeaver 7.0 migrieren möchten, dann steht Ihnen dafür ein Migrationswerkzeug zur Verfügung. Weitere Informationen finden
Sie unter Web
Templates und
|
Festlegung der Standard Web Templates zur Ad-hoc Analyse und für Reports |
Queries können Sie ad-hoc aus dem BEx Query Designer heraus im Web mithilfe des Standard Web Templates zur Ad-hoc Analyse (0ANALYSIS_PATTERN) anzeigen lassen. Reports werden aus dem Report Designer heraus mit dem Standard Web Template für Reports (0REPORT_TEMPLATE) im Web angezeigt. Sie können hier auch andere Web Templates, welche beispielsweise zusätzlich mit Ihrem Firmen-Logo versehen sind, als Standard Web Templates festlegen oder die ausgelieferten Standard Web Templates ändern und Ihren Bedürfnissen anpassen. Weitere Informationen finden Sie im SAP Referenz-IMG → SAP Customizing Einführungsleitfaden → SAP NetWeaver → Business Intelligence → Einstellungen für Reporting und Analyse → BEx Web → Standard Web Templates einstellen. |
Einstellungen für Web Templates festlegen |
Sie können die Eigenschaften von Web Templates für alle Web Applications im Customizing einstellen. Sie definieren diese Einstellungen im SAP Referenz-IMG → SAP Customizing Einführungsleitfaden → SAP NetWeaver → Business Intelligence → Einstellungen für Reporting und Analyse → BEx Web → Einstellungen für Web Templates festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Größenbeschränkung für die Ergebnismenge festlegen |
Mit dem Report SAP_RSADMIN_MAINTAIN (Transaktionscode SA38) können Sie die maximale Größe der Ergebnismenge, die ein Benutzer abfragen kann, einstellen. Auf diese Weise kann die Ausgabe von übergroßen Ergebnismengen, die die Performance und Qualität der Web Applications beeinträchtigen könnten, verhindert werden. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Export-Services aktivieren |
Für den Export von PDF-, PostScript- und PCL-Dateien aus BEx Web Applications aktivieren Sie die Export Library für SAP NetWeaver BI. Sie ist auf den Export von umfangreichen Dokumenten optimiert. Weitere Informationen finden Sie unter
Zur Erzeugung von PDF-Dateien (beispielsweise beim Erzeugen einer Druckversion für eine Web Application) können Sie alternativ dazu die Adobe-Dokument-Services benutzen. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Personalisierung im BEx aktivieren |
Die Personalisierung im Business Explorer ermöglicht die benutzerspezifische Belegung von Variablen, das Speichern benutzerspezifischer Zugriffe auf BI-Objekte für die History-Sicht im BEx Öffnen-Dialog sowie das Speichern benutzerspezifischer Start-Views von Web Applications. Sie aktivieren die Personalisierung im SAP Referenz-IMG → SAP Customizing Einführungsleitfaden → SAP NetWeaver → Business Intelligence → Einstellungen für Reporting und Analyse → Allgemeine Einstellungen für Reporting und Analyse → Personalisierung im BEx aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter
|
BI Query- Laufzeit-Statistik im Web anzeigen |
Sie können sich technische Informationen zur Performance einer Web Application direkt im Web anzeigen lassen. Diese Informationen können Sie zur Fehleranalyse bei eventuell auftretenden Performanceproblemen an SAP über eine Kundenmeldung weiterleiten. Um zur Anzeige der Statistikdaten im Web zu gelangen, hängen Sie den Parameter &PROFILING=X an die Start-URL der Web Application. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Mehrmalig auszuführende Aufgaben |
Weiterführende Informationen |
Massenpflege und –konvertierung von Web Templates und wieder verwendbaren Web Items |
Die Massenpflege von Web Templates und wieder verwendbaren Web Items ermöglicht es Ihnen, mehrere Web Templates bzw. wieder verwendbare Web Items gleichzeitig maschinell zu verändern. So können Sie mehrere Objekte gleichzeitig exportieren oder importieren sowie einfache Ersetzungsoperationen durchführen. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Portalmotiv festlegen |
Motive bestimmen die Farben und das Aussehen des Portal-Desktops. BI-Inhalte werden im Portal immer mit dem aktuellen Motiv des Benutzers angezeigt. In der Systemadministration können Sie die Motive für die Benutzer festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Zuordnung von Rollen im Portal |
Für das Arbeiten mit BI-Inhalten im Portal ordnen Sie den Anwendern Rollen zu. Diese werden vom Portal Content Directory (PCD) verwaltet. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Pflege der Sender-Empfänger-Zuordnung |
Unter SAP Menü → Business Explorer → Query → Sprungziele nehmen Sie die notwendigen Einstellungen vor, um eine Query an die Bericht-Bericht-Schnittstelle (BBS) anschließen zu können. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Intervalle und Hierarchien für Zeitmerkmale festlegen |
Für Zeitmerkmale können Sie das Zeitintervall bestimmen, welches in der F4-Hilfe für die Merkmalswerte erscheint. In der Regel legen Sie diese Einstellung jedes Jahr einmal fest. Außerdem können Sie für die Zeitmerkmale Hierarchien festlegen, mit denen Sie im Reporting arbeiten möchten. Die Blätter der Hierarchie liegen dann in dem Zeitintervall, das Sie eingestellt haben. Sie definieren diese Einstellungen im SAP Referenz-IMG → SAP Customizing Einführungsleitfaden → SAP NetWeaver → Business Intelligence → Einstellungen für Reporting und Analyse → Allgemeine Einstellungen für Reporting und Analyse → F4-Hilfe und Hierarchien für Zeitmerkmale einstellen / OLAP-Einstellungen. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Löschen von Query-Objekten |
Unter SAP Menü → Business Explorer → Query → Objekte löschen können Sie Queries, Strukturen, berechnete oder eingeschränkte Kennzahlen löschen. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Kopieren von Queries zwischen InfoCubes |
Unter SAP Menü → Business Explorer → Query → Kopieren können Sie Queries und deren Unterobjekte (Strukturen, berechnete Kennzahlen und eingeschränkte Kennzahlen) zwischen verschiedenen InfoCubes kopieren. Weitere Informationen finden Sie unter
|
Folgende Aufgaben fallen periodisch an:
Aufgaben |
Weiterführende Informationen |
BI-Protokolldateien überwachen (beim Einsatz der Java-Komponenten) |
Die BI-Protokolldateien finden Sie im Log Viewer unter ./log/Application/BI/* Weitere Informationen finden Sie unter Protokolldateien überwachen und anzeigen. |
Reorganisieren von Bookmarks |
Mit dem Report RSWR_BOOKMARK_REORG (Transaktionscode SA38) haben Sie die Möglichkeit, Bookmarks zu reorganisieren und zu löschen. Bookmarks sind gesicherte Navigationszustände von Web Applications. Sie entstehen im BI-System unter anderem bei folgenden Operationen: ● Durch die Funktion Exportieren und Verteilen → Bookmark im Kontextmenü von Web Applications ● Beim Personalisieren von Web Applications Weitere Informationen finden Sie unter
|
Verfügbarkeit von BEx Web Applications und Information Broadcasting überwachen |
Das zentrale Monitoring-System im CCMS überprüft in bestimmten Zeitabständen die Verfügbarkeit der SAP J2EE Engine über den Generic Request and Message Generator (GRMG). Schlägt die Verfügbarkeitsprüfung fehl, wird im zentralen Monitoring-System ein Alert ausgelöst. Dieses Monitoring hilft Ihnen festzustellen, ob in der J2EE Engine ein Server- oder Prozessausfall vorliegt. Mit dem CCMS Alert Monitor (Transaktion RZ20) können Sie überprüfen, ob für BEx Web Applications und Information Broadcasting Alerts ausgelöst wurden. Weitere Informationen über die Verfügbarkeitsüberwachung für BEx Web Applications und Information Broadcasting finden Sie im Customizing für SAP NetWeaver BI unter SAP NetWeaver → Business Intelligence → Einstellungen für Reporting und Analyse → Allgemeine Einstellungen für Reporting und Analyse → Verfügbarkeitsüberwachung für Information Broadcasting und BEx Web. |
Zur Problemanalyse von Web Applications
steht Ihnen im BEx Web Application Designer die Möglichkeit, Traces
aufzuzeichnen, zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter
Funktionen im Menü
Extras → Einstellungen → Allgemein.
Im BEx Report Designer ist die Aufzeichnung von Traces automatisch immer eingeschaltet.
Die Trace-Datei ist eine Textdatei, die ein Protokoll der Aktivitäten des jeweiligen BEx-Werkzeugs enthält. Sie wird in dem temporären Ordner Ihres Systems abgelegt. Die aufgezeichneten Traces unterstützen unter anderem die Fehlerbehebung von Problemen, die Sie an SAP als Kundenmeldungen senden.