Starten und Stoppen
Folgende Tabelle enthält eine Übersicht darüber, wo und wie Sie die verschiedenen Werkzeuge und Engines für die Verwendungsart PI starten und stoppen können.
Werkzeuge zum Starten und Stoppen
Werkzeug/Engine |
Zugriff |
Genaue Beschreibung |
System Landscape Directory (SLD) |
Wählen Sie Administration → Server starten/stoppen unter http://<PI Host>:<Port>/sld |
Wenn Sie die Verwendungsart PI installiert haben, müssen Sie das SLD konfigurieren und manuell starten. Ab diesem Zeitpunkt startet es nach einer Unterbrechung automatisch. Sie können das SLD auch explizit starten, etwa, wenn SAP NetWeaver J2EE Engine neu gestartet wird oder wenn es eine Anforderung an das SLD gibt. Nach dem Start des SLD müssen Sie sicherstellen, dass das Selbstregistrierungswerkzeug für die technischen Systeme aktiviert ist. |
Integration Server (einschließlich Business Process Engine und Integration Engine) |
Kein spezielles Werkzeug; wird automatisch gestartet/gestoppt, wenn der Host startet/stoppt. |
Wenn der Integration Server gestartet wird, registriert er sich selbst im SLD. |
Integration Builder |
Kein spezielles Werkzeug; wird automatisch gestartet/gestoppt, wenn der Host startet/stoppt. |
Wenn der Integration Builder gestartet wird, registriert er sich selbst im SLD. |
Runtime Workbench |
Kein spezielles Werkzeug; wird automatisch gestartet/gestoppt, wenn der Host startet/stoppt. |
Wenn die Runtime Workbench gestartet wird, registriert sie sich selbst im SLD. |
Adapter Engine |
Kein spezielles Werkzeug; wird automatisch gestartet/gestoppt, wenn der Host startet/stoppt. |
Wenn die J2EE-basierte Adapter Engine gestartet wird, registriert sie sich selbst im SLD. |

Grundlegende Konfigurationsschritte
finden während der Installation statt. Der Installation Guide – SAP
NetWeaver 7.0 und der Abschnitt
Configuration of Usage
Type Process Integration (PI) erläutern diese Schritte und beschreiben,
wie Sie prüfen können, ob die Landschaft einwandfrei funktioniert.
Um die verschiedenen Komponenten Ihres PI-Systems zu stoppen, führen Sie folgende Schritte aus:
...
1. Wenn Sie die Business Process Engine (BPE) verwenden, informieren Sie sich zunächst unter Business Process Engine starten und stoppen .
2. Stoppen Sie das Versenden von Messages aus Sendersystemen, soweit dies möglich ist. Wenn das Sendersystem Proxys verwendet, befolgen Sie die Schritte 5 bis 8, um das Versenden von Messages zu stoppen. In allen anderen Fällen fahren Sie mit Schritt 3 fort.
3. Stoppen Sie alle Sender-Kommunikationskanäle auf Ihrer zentralen J2EE Adapter Engine, um zu vermeiden, dass neue Messages eingehen. Anderenfalls werden Messages möglicherweise weiterhin abgeholt und gehen verloren, wenn Sie eine Point-in-Time-Recovery Ihrer Datenbank durchführen müssen, beispielsweise zur Fehlerbehebung, zu einem Upgrade oder einer Umstellung der Hardware.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
...
a. Starten Sie die Runtime Workbench über http://<host>:<port>/rwb.
b. Wählen Sie Komponenten-Monitoring, um alle Komponenten anzuzeigen.
c. Wählen Sie Ihre zentrale Adapter Engine und wählen Sie anschließend Kommunikationskanal-Monitoring.
d. Wählen Sie im Filter die Richtung Sender und wenden Sie den Filter an.
e. Wählen Sie in der Liste der gewählten Kommunikationskanäle Mehrfachauswahl ein und wählen Sie anschließend alle aufgelisteten Kanäle.
f. Wählen Sie Stopp.
4. Überwachen Sie den Status Ihrer zentralen Adapter Engine, bis alle eingehenden Messages erfolgreich verarbeitet wurden. Anderenfalls kann es bei der Verarbeitung der Messages zu Fehlern kommen, woraufhin Sie die Messages neu starten müssen, wie in der Vorgehensweise zum Starten unter 9. beschrieben.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
...
a. Starten Sie die Runtime Workbench über http://<host>:<port>/rwb.
b. Wählen Sie Komponenten-Monitoring, um alle Komponenten anzuzeigen.
c. Wählen Sie Ihre zentrale Adapter Engine und wählen Sie anschließend Engine-Status.
d. Aktualisieren Sie das Register Backlog, bis der gesamte Rückstand der Senderservices auf 0 steht.
e. Fahren Sie mit Schritt 9 fort.
5. Öffnen Sie den Integration Server zum Anzeigen eingehender Messages durch Aufrufen der Transaktion Integration Engine: Administration (SXMB_ADM) und Auswahl von Integration Engine konfigurieren → Spezifische Konfiguration → Ändern → Neue Einträge. Wählen Sie die Kategorie RUNTIME und anschließend den Parameter ENTRY LOCK: Setzen Sie den aktuellen Wert auf 1 (LOCKED) und wählen Sie Sichern.

Wenn Sie diesen Parameter setzen, werden bereits empfangene Messages trotzdem verarbeitet. Sie müssen so lange warten, bis keine ausgehenden PI-Queues mehr in Transaktion SMQ2 vorhanden sind und alle Messages von der zentralen Adapter Engine verarbeitet wurden.
6. Deregistrieren Sie die Queues Ihres PI-Systems, indem Sie die Transaktion Integration Engine – Administration (SXMB_ADM) aufrufen und Queues verwalten wählen. Wählen Sie zunächst Queues deregistrieren und anschließend Aktion ausführen. Hierdurch wird die Verarbeitung aller Messages in diesen Queues sofort gestoppt.
7. Kontrollieren Sie die verbleibenden Einträge in den Queues, indem Sie die qRFC Monitor Eingangsqueue (Transaktion SMQ2) aufrufen, bis keine Queues mehr aufgeführt werden.
8. Prüfen Sie die tRFC-Einträge, indem Sie die Transaktion Transaktionaler RFC (SM58) aufrufen, bis die Liste leer ist.
9. Entscheiden Sie, ob Sie die dezentrale Adapter Engine (falls diese verwendet wird) stoppen wollen. Es handelt sich hierbei um einen optionalen Schritt mit folgenden Vor- und Nachteilen:
○ Vorteil des Stoppens
Während der Ausfallzeit des Integration Server treten keine Fehler auf. Jedoch können die Sendersysteme die Adapter Engine nicht mehr ansprechen und es werden keine Dateien vom Dateisystem abgerufen. Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn Sie eine Point-in-Time-Recovery Ihrer Datenbank durchführen müssen, beispielsweise zur Fehlerbehebung, zu einem Upgrade oder einer Umstellung der Hardware.
Gehen Sie analog zu Schritt 3 vor.
○ Vorteil des Nichtstoppens
Alle Messages mit Quality-of-Service EO (Exactly Once) und EOIO (Exactly Once in Order), welche die dezentrale Adapter Engine erreichen, werden während der Ausfallzeit des Integration Server aufbewahrt. Jedoch müssen sie anschließend manuell neu gestartet werden.
10. Stoppen Sie den Integration Server.
Um die verschiedenen Komponenten Ihres PI-Systems zu starten, führen Sie folgende Schritte aus:
...
1. Wenn das SLD auf einem anderen Host läuft und aus Wartungsgründen gestoppt wurde, müssen Sie es starten.
2. Starten Sie den Integration Server.
3. Warten Sie, bis die J2EE-Engine und alle PI-spezifischen Services gestartet wurden.
Dieser Prozess kann mit dem Visual Administrator überwacht werden.
a. Wählen Sie Server → Services → Deploy.
b. Wählen Sie Applications auf der rechten Seite.
4. Starten Sie die dezentrale Adapter Engine neu (falls diese verwendet und gestoppt wurde). Wenn Sie diese nicht gestoppt haben, greifen Sie auf den Message-Monitor zu und starten Sie die fehlerhaften Messages neu.
5. Registrieren Sie die PI-Queues, indem Sie die Transaktion Integration Engine – Administration (SXMB_ADM) aufrufen und Queues verwalten wählen. Wählen Sie zunächst Queues registrieren und anschließend Aktion ausführen.
6. Wenn Sie den Integration Server für eingehende Messages gesperrt haben, öffnen Sie ihn, indem Sie die Transaktion Integration Engine: Administration (SXMB_ADM) aufrufen und Integration Engine konfigurieren → Spezifische Konfiguration → Ändern → Neue Einträge wählen. Wählen Sie die Kategorie RUNTIME und anschließend den Parameter ENTRY LOCK: Setzen Sie den aktuellen Wert auf 0 (NOT LOCKED) und wählen Sie Sichern.
7. Rufen Sie die Transaktion qRFC Monitor Eingangsqueue (SMQ2) auf und prüfen Sie den Status der Queues. Der richtige Status ist RUNNING. Es kann einige Minuten dauern, bevor dieser Status erscheint.
8. Wenn Sie die Sender-Kommunikationskanäle auf Ihrer zentralen Adapter Engine gestoppt haben, starten Sie diese, um die Message-Verarbeitung zu entsperren.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
...
a. Starten Sie die Runtime Workbench über http://<host>:<port>/rwb.
b. Wählen Sie Komponenten-Monitoring, um alle Komponenten anzuzeigen.
c. Wählen Sie Ihre zentrale Adapter Engine und wählen Sie anschließend Kommunikationskanal-Monitoring.
d. Wählen Sie im Filter die Richtung Sender und wenden Sie den Filter an.
e. Wählen Sie in der Liste der gewählten Kommunikationskanäle Mehrfachauswahl ein und wählen Sie anschließend alle aufgelisteten Kanäle.

Wenn einige der aufgelisteten Kanäle aus irgendeinem Grund gestoppt wurden, bevor Sie Ihr PI-System gestoppt haben, dürfen Sie diese jetzt nicht für einen Neustart wählen.
f. Wählen Sie Start.
g. Überprüfen Sie, ob alle Kommunikationskanäle nach dem Neustart einen grünen Status haben.
9. Suchen Sie im zentralen Integration Server, in den Adapter Engines und in Ihren Business-Systemen (falls solche verwendet werden) Messages mit einem Fehlerstatus. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:
...
a. Starten Sie die Runtime Workbench über http://<host>:<port>/rwb.
b. Wählen Sie Message-Monitoring.
c. Wählen Sie je nach Bedarf folgende Optionen:
■ Integration Engine <SID>
■ Adapter Engine <SID>
■ Proxy Runtime <SID_client>
d. Wählen Sie Datenbank (Übersicht) und anschließend Anzeigen.
Hier können Sie mühelos fehlerhafte Messages identifizieren und deren Verarbeitung manuell wiederholen oder, wenn möglich, abbrechen. Für Messages, die auf einer Adapter Engine verarbeitet werden, können Sie auch einen automatischen Neustart aufsetzen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
...
a. Starten Sie die Runtime Workbench über http://<host>:<port>/rwb.
b. Wählen Sie Komponenten-Monitoring, um alle Komponenten anzuzeigen.
c. Wählen Sie die gewünschte Adapter Engine und wählen Sie anschließend Hintergrundverarbeitung.
d. Wählen Sie einen bereits bestehenden Job für den Neustart.
10. Prüfen Sie Ihre Integrationsprozesse (falls verwendet), indem Sie die Transaktion Business Process Engine - Monitoring (SXMB_MONI_BPE) aufrufen und Prozess fortsetzen bei Systemabsturz wählen.
11. Wurde der Cache gerade aktualisiert, als der Integration Server heruntergefahren wurde, rufen Sie die Transaktion XI Directory Cache (SXI_CACHE) auf und prüfen Sie, ob Fehler aufgetreten sind, indem Sie XI-Laufzeit-Cache → Aktualisierungsfehler anzeigen wählen.
12. Wurden Ihre Sendersysteme gestoppt, müssen Sie sie neu starten; wenn Sie ABAP-Proxys verwenden, befolgen Sie die Schritte 5 bis 7.
13. Prüfen Sie alle Sendersysteme auf Fehler.
14. Wenn Sie die BPE verwenden, beachten Sie auch den Abschnitt Business Process Engine starten und stoppen .