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HintergrundÜbertragung von Daten mit SAP Landscape Transformation Replication Server Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

SAP Landscape Transormation Replication Server (SLT) bietet Ihnen eine Möglichkeit, Daten aus Tabellen unterstützter Quellen für SAP NetWeaver BW real-time zur Verfügung zu stellen. Für die Datenübertragung wird die Web-Service-Schnittstelle im BW verwendet. SLT repliziert die Daten direkt in eine Web-Service-DataSource, wo die Daten zur Weiterverarbeitung mit Real-Time Data Acquisition zur Verfügung stehen.

Sie können mit SLT Nicht-SAP-Quellen sowie SAP-Quellen, auch kundenspezifische Tabellen, replizieren. Die Trigger-basierte Replikation von SLT ermöglicht Deltaverfahren auch für Tabellen einzusetzen, die kein deltafähiges Feld besitzen. So können Sie beispielsweise Deltaverfahren für Extraktoren (DataSources) einsetzen, die keine Deltalogik besitzen. Für große Stammdatentabellen ohne Deltalogik, die sich nur selten ändern, kann die Übertragungsmethode über SLT den bisherigen Administrationsaufwand häufiger Full-Ladeprozesse durch den Ansatz der Trigger-basierten Replikation erheblich reduzieren.

SLT stellt in folgenden Fällen eine sinnvolle Alternative für die Datenübertragung ins BW dar:

  • Die Tabellen in der Quelle sind einfache Tabellen ohne Join und Transformationslogik.

  • Die DataSources (Extraktoren), die Sie durch den Einsatz des SAP LT Replication Servers ersetzen möchten, sind DataSources auf einfachen Tabellen/Views, die keinen Deltamechanismus anbieten und wenig Extraktorlogik beinhalten.

Achtung Achtung

Beachten Sie bei der Verwendung dieser Übertragungsmethode für Extraktoren:

  • Viele Extraktoren beinhalten Extraktorlogik (Assoziationen und Content-Logik), deren Nachbau im BW-System sehr komplex ist.

  • Viele Extraktoren können über die Delta-Queue eine konsistente Deltaversorgung des BW-Systems gewährleisten.

Daher empfehlen wir, komplexe Extraktoren nur in Ausnahmefällen durch SLT zu ersetzen.

Ende der Warnung.
Voraussetzungen
  • Beachten Sie die Lizenzbedingungen bei der Verwendung von SAP Landscape Transformation Replication Server.

  • Sie haben SAP Hinweis 1808251 im SAP-NetWeaver-BW-System implementiert.

  • Der SAP LT Replication Server (SLT-System) hat mindestens einen der folgenden Release-Stände: DMIS 2011 SP04 oder DMIS 2010 SP09. Zusätzlich haben Sie SAP Hinweis 1810627 im SLT-System implementiert.

  • Das DMIS Add-On – mindestens DMIS_2011 SP02 oder DMIS_2010 SP07 – ist im SAP-NetWeaver-BW-System und bei SAP-Systemen als Quelle auch in der SAP-Quelle installiert.

Prozess

Um die Verbindung zwischen einer Quelle und SAP NetWeaver BW sowie die Datenübertragung einzurichten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Im BW-System legen Sie für jede Quelle ein Quellsystem vom Quellsystemtyp Web Service an. So stellen Sie sicher, dass Quelltabellen bzw. Quell-DataSources gleichen Namens aus verschiedenen Quellen auch in verschiedene Web-Service-DataSources geladen werden.

    Das Quellsystem wird benötigt, damit der SAP LT Replication Server für dieses logische System DataSources anlegen kann.

  2. Im SAP LT Replication Server legen Sie in Transaktion SM59 eine RFC-Destination zum BW-System an.

  3. Um die Quelle der Datenübertragung und das BW über den SAP LT Replication Server miteinander zu verbinden, legen Sie im SAP LT Replication Server in Transaktion LTRC eine Konfiguration an. Dort geben Sie die Verbindung zur Quelle sowie die RFC-Destination zum BW-System an. Für die Konfiguration wird vom System eine dreistellige, so genannte Massenübernahme-ID vergeben.

  4. Um ein im BW definiertes Web-Service-Quellsystem im SAP LT Replication Server bekannt zu machen, legen Sie in Tabelle IUUC_BW_LOGSYS einen Eintrag an, in dem Sie die Massenübernahme-ID der Konfiguration angeben sowie den logischen Systemnamen des Web-Service-Quellsystems aus dem BW.

  5. Um die Datenversorgung für eine Anwendungstabelle bzw. DataSource in der Quelle zu starten, wählen Sie im SAP LT Replication Server in der Transaktion LTRC die Drucktaste Data Provisioning.

  6. Für eine kontinuierliche Datenübertragung (initiales Laden und Deltaversorgung) wählen Sie auf dem Dialogfenster Start Replication.

    Dabei werden die notwendigen SLT-Komponenten in der Quelle sowie die relevanten Objekte auf BW-Seite erzeugt.

    In der Quelle wird Folgendes automatisch angelegt:

    • eine Loggingtabelle für die Anwendungstabelle

    • DB Trigger, die Informationen über geänderte Sätze in die Loggingtabelle schreiben

    Im BW-System wird Folgendes automatisch angelegt:

    • eine Web-Service-DataSource mit der Struktur der Quelltabelle bzw. der Quell-DataSource (Namenskonvention SLT_<Name der Quelltabelle bzw. Quell-DataSource>)

      Hinweis Hinweis

      • String-Felder der Quelle müssen in den Advanced Replication Settings im SAP LT Replication Server auf PSA-fähige Datentypen gemappt werden. Weitere Informationen zu den Advanced Replication Settings finden Sie in SAP Hinweis 1733714.

      • Betrags- und Mengenfelder erhalten in der DataSource nur den Datentyp QUAN bzw. CURR, wenn die Referenzen auf Währungs- und Einheitenfelder ebenfalls in der DataSource bzw. bereits in derselben Quellstruktur wie die Betrags- und Mengenfelder liegen. Andernfalls werden die Betrags- und Mengenfelder in der DataSource mit dem Datentyp DEC angelegt.

      • Die DataSource erhält zusätzlich das Feld 0RECORDMODE. 0RECORDMODE wird automatisch auf die SLT-Operation-Modes gemappt. Im Vergleich zu direkten Änderungen auf Datenbanktabellen (INSERT, UPDATE, DELETE) ist es somit in der DataSource möglich, Änderungen in den Datensätzen nachzuverfolgen.

      Ende des Hinweises
    • ein InfoPackage, das die Quelldaten in die Web-Service-DataSource überträgt

    Es werden nun zunächst initial sämtliche Daten der Quelltabelle in die Persistent Staging Area (PSA) des BWs übertragen, anschließend erfolgt automatisch die Deltaversorgung.

  7. Im BW-System richten Sie die Fortschreibung der Daten aus dem PSA ein. Wenn Sie häufig auf die Daten zugreifen möchten und die Daten eine Aktualität von einer Stunde bis zu einer Minute haben sollten, können Sie die Daten per Real-Time-Data-Acquisition (RDA-Dämon) in einen InfoProvider fortschreiben. Wenn eine Aktualisierung der Daten in größeren Zeitabständen für Analyse und Reporting ausreicht, können Sie die Fortschreibung mit einem Standard-Datentransferprozess durchführen.

    Informationen zur Fortschreibung aus dem PSA mit Real-Time Data Acquisition (RDA) finden Sie unter Daten über Web Service übertragen (RDA).

    Informationen zur Fortschreibung aus dem PSA mit einem Standard-Datentransferprozess finden Sie unter Daten über Web Service übertragen (Standard).

Die folgende Abbildung veranschaulicht die real-time Datenübertragung aus einer Anwendungstabelle einer Nicht-SAP-Quelle. Im BW-System werden die Daten per RDA fortgeschrieben.

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

Hinweis Hinweis

Wenn die Quelle der Datenübertragung ein SAP-System ist, liegt das Lesemodul in der Quelle und nicht wie in der Abbildung dargestellt im SAP LT Replication Server.

Ende des Hinweises

Weitere Informationen

Übertragung von Daten über Web Service

Real-Time Data Acquisition

Informationen zur Installation und dem Betrieb der Datenübertragung mit SAP LT Replication Server finden Sie in SAP Hinweis 1826585 sowie im SAP Service Marketplace unter   http://service.sap.com/instguides   SAP Components   SAP Landscape Transformation Replication Server   SAP Landscape Transformation Replication Server for SAP BW  .