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Hintergrunddokumentation ERP-Stammdaten und Configuration Engine  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Stammdaten, die Sie in SAP ERP anlegen und pflegen, sind in der Variantenkonfiguration (LO-VC) verwendbar. Wenn Sie diese Stammdaten mit der Configuration Engine nutzen wollen, müssen Sie strukturelle und funktionale Unterschiede berücksichtigen und in die Modellierung einbeziehen (Deltaliste).

Die Configuration Engine wird gelegentlich auch als Internet Pricing and Configurator (IPC) oder als Sales Configuration Engine (SCE) bezeichnet.

Übersicht

Die Gemeinsamkeiten:

·        Beide Konfiguratoren setzen ein Produktmodell voraus, das aus Objekten wie Materialien, Klassen, Merkmale, Klassifizierung und Stücklisten besteht.

·        Dasselbe Beziehungswissen und dieselben Variantentabellen werden in die Konfiguration einbezogen.

·        Die Merkmalbewertung wird i. d. R. bei der interaktiven Konfiguration vorgenommen.

·        Die Kriterien für Vollständigkeit und Konsistenz sind weitgehend dieselben.

·        Das Konfigurationsergebnis wird in analogen Strukturen abgelegt.

Die Differenz zwischen beiden Konfiguratoren resultiert im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Datenbasis, die verwendet wird: Während LO-VC direkt auf die Stammdaten zugreifen kann, setzt die Configuration Engine auf geschlossenen Abbildern der Stammdaten auf, den so genannten Wissensbasisobjekten. In der Form von Wissensbasisobjekten sind die Stammdaten replizierbar und so in derjenigen Umgebung nutzbar, in der die Configuration Engine eingesetzt wird.

Voraussetzungen

Sie pflegen Stammdaten in SAP ERP. Zur Nutzung für die Produktkonfiguration in einer anderen Umgebung, wie z. B. dem CRM oder Internet Sales, stellen Sie die Stammdaten in Form von Wissensbasen zur Verfügung.

Liste der Unterschiede

Die nachfolgende Liste (Delta-Liste) gliedert sich in die Bereiche:

·        Allgemeine Unterschiede

·        Stücklisten

·        Objekte des Klassensystems

·        Beziehungswissen

·        Änderungsdienst

·        SAP-Sammelhinweis

Alle SAP-Hinweise, die in Zusammenhang mit einzelnen Punkten dieser Liste oder anderen Unterschieden zwischen Configuration Engine und LO-VC stehen, finden Sie im SAP-Hinweis 837111 - Variantenkonfiguration Deltaliste.

Die in der Liste aufgeführten Unterschiede zwischen Variantenkonfiguration (LO-VC) und Configuration Engine betreffen in erster Linie die Modellierung, die sicher stellen muss, dass sich das Modell bei der späteren Nutzung unter beiden Konfiguratoren wie gewünscht verhält.

Allgemeine Unterschiede

Kurzbeschreibung

Configuration Engine

Variantenkonfiguration (LO-VC)

Stammdatenpflege

In der Wissensbasis sind die Stammdaten schreibgeschützt.

Wissensbasen bilden die Grundlage jeder Konfiguration mit der Configuration Engine.

Stammdaten werden in der ERP-Datenbank bearbeitet.

LO-VC greift für die Konfiguration direkt auf die Stammdaten zu.

Verwendbare Objektmerkmale

Es hängt vom Integrationsumfeld ab, welche Stammdatentabellen standardmäßig zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen finden Sie unter Objektmerkmale.

Alle Stammdatentabellen des ERP stehen zur Verfügung und enthalten für alle Anwendungsgebiete relevante Daten.

Konfigurierbare Objekte

Nur konfigurierbare Materialien können Objekte der Konfiguration sein.

 

 

Es können unterschiedliche Objekte konfiguriert werden; dazu gehören neben den konfigurierbaren Materialen z. B. Arbeitspläne, Leistungsverzeichnisse oder Standardnetzpläne.

Konfigurationsprofil

Konfigurierbare Materialien ohne gültiges Konfigurationsprofil sind nicht verwendbar

Ohne gültiges Konfigurationsprofil werden Materialien als nicht konfigurierbar behandelt

Einstellungen am Konfigurationsprofil, Konfigurationseinstieg, Stücklistenauflösung

Die Einstellung Einstufige Stücklistenauflösung wird nicht unterstützt.

Darüber hinaus gelten dieselben Einschränkungen wie für die Variantenkonfiguration (LO-VC).

Beachten Sie hinsichtlich der zulässigen Kombinationen von  Konfigurationsprofilen SAP-Hinweis 148778.

Einstellung von Anwendungssichten am Konfigurationsprofil

Im Konfigurationsprofil festgelegte Anwendungssichten haben keine Wirksamkeit

Sie können im Konfigurationsprofil bestimmen, welche Anwendungssichten wirksam sein sollen.

Szenario-Einstellung am Konfigurationsprofil

Keine Auflösung der Stückliste bei Einstellung des Szenarios Auftragsstückliste.

Nach Übertragung des Konfigurationsergebnisses in ein ERP-System kann die Stückliste dort aufgelöst werden.

Keine Einschränkungen

Suche nach Produkt-, bzw. Materialvarianten

 

Für die Suche nach Produkt­varianten wird für numerische Merkmale ein Stringvergleich verwendet.

Um eine mit LO-VC vergleichbare Varianten­findung zu erreichen, ist ein bestimmtes Customizing erforderlich.

Bei der Suche nach Materialvarianten wendet LO-VC für numerische Merkmale einen toleranten Vergleich an.

Produkt-, bzw. Materialvarianten und Stücklistenauflösung

Keine Stücklistenauflösung für Materialvarianten, weil sie einstufige Produkte darstellen.

Materialvarianten können so angelegt werden, dass die Stücklistenauflösung, als Liste von Unterpositionen der jeweiligen Auftragsposition, in den Kundenauftrag übernommen wird.

Konfigurationseinstieg bestimmen

Im Profil der Wissensbasis

Im Konfigurationsprofil

Konfliktbearbeitung

Detaillierte Konfliktlösungshilfe für gelegentliche Benutzer

Technische Konfliktbearbeitung für Modellierer und Experten.

Trace, Fehlersuche

Kein Trace

Trace steht in der Konfigurationssimulation und bei Anlage eines Kundenauftrags zur Verfügung.

 

Stücklisten

Kurzbeschreibung

Configuration Engine

Variantenkonfiguration (LO-VC)

Stücklisten je Material

Eine Stückliste

Ein Material kann mehrere Stücklistenalternativen für unterschiedliche Losgrößen haben.

Stücklistenpositionen

Verwendbare Objekte:

      Materialien

      Klassen

Verwendbare Objekte:

      Materialien

      Klassen

      Dokumente

      Texte und Bilder

Daten zu Stücklistenpositionen

Eine Stücklistenposition enthält:

      Komponentenmenge

      Kennzeichen zur Vertriebsrelevanz

Eine Stücklistenposition enthält Daten, die für alle Anwendungs­bereiche wichtig sind.

Schlüssel zu Stücklistenpositionen (Schlüssel = Nummer der Stücklistenposition plus Materialnummer)

Stücklistenpositionsschlüssel müssen eindeutig sein – sie dürfen nicht mehrmals in einer Stückliste vorkommen.

Stücklistenpositionsschlüssel dürfen mehrfach vorkommen.

Die Stücklistenposition wird anhand einer internen Nummer identifiziert.

Stücklistenpositionen anlegen oder löschen

Nicht möglich

Sie können Stücklisten­positionen einer Auftragsstückliste anlegen oder löschen.

Klassenpositionen

Klassenpositionen werden bei der Konfiguration nur dann automatisch durch Materialien ersetzt, wenn eine eindeutige Spezialisierung auffindbar ist. Hierfür müssen die Merkmale der Klassenposition manuell bewertet oder die Bewertung muss mittels Beziehungswissen vom Ursprungsmaterial abgeleitet werden.

Das erste Material, das mit der Konfigurationsanfrage überein­stimmt, wird automatisch zur Ersetzung der betreffenden Klassenposition herangezogen.

Manuelles Spezialisieren von Klassenpositionen

Eine Klassenposition kann nicht manuell durch ein Material ersetzt (spezialisiert) werden.

Klassenpositionen können manuell spezialisiert werden.

Obligatorische Spezialisierung von Klassenpositionen

Eine Konfiguration gilt nur dann als vollständig, wenn jede Klassenposition durch ein Material ersetzt (spezialisiert) ist – die Ersetzung ist also obligatorisch.

Sie können bei Klassenpositionen die Spezialisierung als optional oder obligatorisch kennzeichnen.

Gibt es in einer mehrstufigen Konfiguration nicht spezialisierte Klassenpositionen, so gilt diese Konfiguration nur dann als unvollständig, wenn sich darunter obligatorische Spezialisierungen befinden.

Akkumulierung von Mengen in der Konfiguration

Mengen in mehrstufigen Stücklisten werden nicht akkumuliert.

Das Konfigurations­ergebnis weist die Menge eines untergeordneten Objekts je Mengeneinheit des übergeordneten aus.

Beispiel

Bei einem Fahrzeug mit vier Rädern, zu denen je fünf Radmuttern gehören, wird die Menge der Radmuttern je Rad ausgewiesen (5), nicht aber die akkumulierte Menge der Radmuttern, die zum Fahrzeug gehören (20).

Mengen­umrechnungen und Akkumulierungen sind möglich.

Das Konfigurationsergebnis weist die Mengen untergeordneter Objekte in einer mehrstufigen Stückliste akkumuliert aus.

Zahlenformate

Nur ganzzahliges Format möglich.

Keine Einschränkungen.

Beispiel

Eine Stückzahl von 1,674 Liter ist möglich.

Komponentenauswahl über die Klassifizierung von Materialien

Nicht möglich

Möglich

Laufzeitversionen nach Werken selektieren

Die Werksangabe kann nicht zur Selektion von Laufzeitversionen genutzt werden.

Sie können Laufzeitversionen danach selektieren, welches Werk bei der Erstellung angegeben wurde.

 

Objekte des Klassensystems

Kurzbeschreibung

Configuration Engine

Variantenkonfiguration (LO-VC)

Klassenzuordnung von Merkmalen

Merkmale, die keiner Klasse zugeordnet sind, werden automatisch allen Klassen zugeordnet.

Objektmerkmale können frei von einer Klassenzuordnung sein.

Klassenzuordnung von Merkmalen im Szenario Lead-to-Cash

Objektmerkmale, die sich auf die Tabelle SDCOM, Attribut VCOND beziehen, werden der Knowledge Base automatisch zugeordnet.

Objektmerkmale, die sich auf die Tabelle SDCOM, Attribut VCOND beziehen, müssen manuell zugeordnet werden.

Vererbung, Klassennetze, Klassenhierarchien

Bei Klassennetzen muss eine eindeutige Liste von Vorgänger­klassen ermittelt werden können. Diese Liste ist notwendig, um die Vererbungslogik für Vorschlags­werte von Merkmalen bestimmen zu können.

Kann beim Generieren der Laufzeitversion keine Liste mit übergeordneten Klassen erstellt werden, so erhalten Sie eine Fehlermeldung, z. B.:

Inkonsistentes Klassennetz

KLASSE_01 wird KLASSE_02 zugeordnet, die KLASSE_03 zugeordnet wird. KLASSE_01 wird außerdem direkt KLASSE_03 zugeordnet. Die zweite Zuordnung ist überflüssig und inkonsistent.

Klassennetze sind völlig flexibel.

Das Klassennetz im Beispiel für eine Fehlermeldung bei der Configuration Engine würde in LO-VC nicht bemängelt.

Datentypen DATUM, WÄHRUNG, ZEIT im Beziehungswissen

Merkmale mit dem Dateityp DATUM können verwendet werden.

Die Datentypen

·        WÄHRUNG

·        ZEIT

sind nicht verwendbar.

Alle Datentypen sind verwendbar.

Benutzerdefinierte Datentypen

Merkmale mit benutzerdefinierten Datentypen (UDEF) sind nicht verwendbar.

Keine Einschränkungen.

Wertehierarchien

Keine Übernahme von Werte­hierarchien bei Merkmalen; die Werte werden in einer einfachen Liste ausgegeben.

Keine Einschränkungen.

Intervalle bei numerischen Merkmalen

Numerische Merkmale können bei der Konfiguration nur mit konkreten Zahlen bewertet werden. Die Zahlen können zwar aus einem Intervall stammen, das im Modell als Wertebereich definiert ist, jedoch sind Intervallangaben selbst als Bewertung nicht zulässig.

Modelle dürfen für die Bewertung von numerischen Merkmalen auch Intervallangaben vorsehen.

Anzeigerelevante Merkmalsgruppen, Zuordnung von Merkmalen

Ein Merkmal kann höchstens einer anzeigerelevanten Merkmalsgruppe zugeordnet sein.

Weitere Zuordnungen werden ignoriert.

Ein Merkmal kann mehreren anzeigerelevanten Merkmals­gruppen zugeordnet sein.

Objektmerkmal SCREEN_DEP

Es sind Einschränkungen zu beachten. Unterstützt werden:

·        SCREEN_DEP-INVISIBLE

·        SCREEN_DEP-NO_INPUT

Nicht unterstützt wird

SCREEN_DEP-RESET

Keine Einschränkungen

Die Facetten eines Merkmals können so angelegt werden, dass sie sich während der Konfiguration dynamisch verhalten, d. h. sie verändern sich je nachdem, wie welches Merkmal bewertet wird. Hierfür verwenden Sie bei der Modellierung das Objektmerkmal SCREEN_DEP.

Tabellenbezug von Objektmerkmalen

Merkmale können sich nur auf bestimmte Felder beziehen und zwar schreibend auf

·        STPO-MENGE

·        SDCOM-VKOND

Welche Tabellenfelder gelesen werden können, hängt von der Anwendung ab, in deren Umgebung die Configuration Engine arbeitet (siehe auch Objektmerkmale).

Generell gilt: ein Tabellenfeld je Merkmal in einer Laufzeitversion.

Der Inhalt der Tabellen VBAK und VBAP kann nur mit Hilfe von Vertriebsanwendungen geladen werden, wie z. B. der Angebots- oder Auftragserfassung, weil die Tabelleninhalte nicht Teil der Wissensbasis sind.

Keine Einschränkung

Sie können eine unbestimmte Anzahl von Merkmalen mit Bezug auf dasselbe Tabellenfeld anlegen.

 

Objektmerkmale ändern

Reiner Lesezugriff auf Eingabe­parameter für Objektmerkmale. Keine Analyse der geänderten Werte.

Senden Sie eine Konfiguration an das ERP, um sie dort einschließlich der herzuleitenden Werte überprüfen zu können.

Ein Standardsatz von Objektmerkmalen kann geändert werden (Strukturen SDCOM und VCSD_UPDATE z. B. für den Vertrieb).

Klassenspezifische Überschreibung von Merkmalsattributen

Die Attribute Nicht eingabefähig, Keine Anzeige und Zusätzliche Werte erlaubt müssen am Merkmal selbst bearbeitet werden.

Sie können die Merkmalsattribute Nicht eingabefähig, Keine Anzeige und Zusätzliche Werte erlaubt klassenspezifisch überschreiben.

Klassenspezifische Überschreibung von Merkmalswert-Bezeichnungen

Merkmalswert-Bezeichnungen müssen am Merkmal selbst bearbeitet werden.

Sie können Merkmalswert-Bezeichnungen klassenspezifisch überschreiben.

Externe Werteprüfung

Nicht möglich.

Sie können externe Werte­prüfungen anwenden, die über eine Tabelle oder einen ABAP-Funktionsbaustein definiert sind.

Variantenkonditions­schlüssel

Wenn Sie Variantenkonditions­schlüssel zuweisen wollen, müssen Sie ein Objekt­merkmal mit Bezug auf das Tabellenfeld SDCOM-VKOND und die Variantenklasse anlegen. Bei der Generierung der Wissensbasis wird dies überprüft.

Variantenkonditionen können nur als Werte des Objektmerkmals SDCOM-VKOND repräsentiert werden.

Variantenkonditions­schlüssel können Merkmalswerten direkt zugewiesen werden.

Darstellung numerischer Merkmale

Die Sortierung von Werten und Wertintervallen erfolgt numerisch aufsteigend.

Keine Unterstützung für Langtexte und Wertintervalle sowie für die Exponentendarstellung.

Die Sortierung von Werten und Wertintervallen erfolgt wie im Modell angelegt.

Langtexte für Werte und Wertintervalle wie auch die Darstellung von Exponenten werden unterstützt.

Schablonen für Merkmalswerte

Schablonen für Merkmalswerte werden nur eingeschränkt und über IMG definierte Wertschablonen überhaupt nicht unterstützt.

Bei numerischen Merkmalen mit Formatangabe (und daraus automatisch abgeleiteter Werteschablone) werden sprachabhängige Dezimal­trennungszeichen sowie die Anzahl von Vor- und Nach­kommastellen bei Tastatureingabe geprüft.

Während der interaktiven Konfiguration werden über Tastatur eingegebene Merkmalswerte geprüft, ob sie der Schablone des Merkmalswerts entsprechen.

Variantentabellen

Sie können auf Variantentabellen oder Datenbanktabellen nur dann zugreifen, wenn sie im Beziehungswissen referenziert sind.

Sie können auf Variantentabellen oder Datenbanktabellen über Funktionsbausteine zugreifen, ohne expliziten Einsatz von Beziehungswissen.

Zeichen außerhalb des 7-bit ASCII Zeichensatzes in sprachneutralen Feldern

Sprachneutrale Felder dürfen ausschließlich 7-bit ASCII-Zeichen (z. B. keine Umlaute) enthalten.

Auch Zeichen außerhalb des 7-bit ASCII-Zeichensatzes sind in sprachneutralen Feldern verwendbar.

 

Beziehungswissen

Kurzbeschreibung

Configuration Engine

Variantenkonfiguration (LO-VC)

Zuweisen von Beziehungswissen zu Merkmalen und Merkmalswerten

Alle Prozeduren (und Aktionen) müssen einem Konfigurationsprofil oder einer Stücklistenposition zugeordnet sein.

Prozeduren (und Aktionen) können sowohl Merkmalen und Merkmalswerten als auch Konfigurationsprofilen und Stücklistenpositionen zugeordnet sein.

Zuweisen von Vorbedingungen zu Intervallen

Vorbedingungen, die einem Intervall des Wertebereiches zugeordnet sind, werden ignoriert.

Keine Einschränkungen

Aktionen

Aktionen müssen in Prozeduren umgewandelt werden. Bei Wahl der entsprechenden Option – bei der Erstellung der Laufzeitversion – geschieht dies automatisch.

Dabei werden die so erzeugten Prozeduren auf die Position 0 der Reihenfolge gesetzt, die die Configuration Engine der Abarbeitung zugrunde gelegt.

Die Abarbeitung erfolgt einmal nach jeder Datenfreigabe.

Die Abarbeitung von Aktionen ist nicht abhängig von einer Reihenfolge. Aktionen werden – im Gegensatz zu Prozeduren – nach der Datenfreigabe solange abgearbeitet, bis keine Werte mehr aus den vorhandenen Informationen hergeleitet werden können.

Laden von Constraint-Netzen

Alle Constraint-Netze werden beim Start der Konfiguration geladen.

Constraint-Netze, die einem Konfigurationsprofil zugeordnet sind, werden nur geladen, wenn das Material bei der Konfiguration ausgewählt wurde.

Programmierung von Variantenfunktionen und User-Exits

In Java oder C.
Aufruf durch eine Java-Anwendung. Hierfür können Sie die Java Native Schnittstelle (JNI) verwenden.

Eine Java Library deckt mit ihren Funktionen diejenigen der ERP-Funktionsgruppe CUPR ab.

Beachten Sie weitere Informationen unter: Benutzerdefinierte Variantenfunktionen.

In ABAP (Normfall) oder C.

Namenskonventionen für Variantentabellen

Es sind nur alphanumerische Zeichen und Unterstriche verwendbar.

Der Name darf nicht mit der Zeichenkette „SCE“ beginnen; er muss sich auch von allgemeinen SAP Standard-Tabellen (wie z. B. MARA oder T100) unterscheiden.

Keine Einschränkungen

Normalisierte Variantentabellen

Die Tabellen dürfen keine Intervalle und keine leeren Felder enthalten.

Die Zeile einer Variantentabelle kann pro Merkmal mehrere Werte, keine Werte oder Intervallwerte für ein Merkmal enthalten, außer wenn die Variantentabelle mit einer Datenbanktabelle gekoppelt ist.

Objektmerkmal SCREEN_DEP-INVISIBLE

Unbekannte – nicht zugeordnete – Merkmale dürfen nicht mit Hilfe von SCREEN_DEP-INVISIBLE unsichtbar gemacht werden.

Keine Einschränkungen

Mit Hilfe von Prozeduren für das Objektmerkmal SCREEN_DEP-INVISIBLE können Modelle so eingerichtet werden, dass sich während der Konfiguration Merkmale dynamisch verändern.

Objektmerkmal SCREEN_DEP-NO_INPUT

Ausschließlich in Prozeduren verwendbar.

Keine Einschränkungen

Mit Hilfe von Prozeduren für das Objektmerkmal SCREEN_DEP- NO_INPUT können Modelle so eingerichtet werden, dass bestimmte Bewertungen in Abhängigkeit vom Verlauf der Konfiguration gesperrt werden.

Vorbedingungen für Werte, die als einschränkbar oder mit zusätzliche Werte erlaubt ausgezeichnet sind.

Nicht verwendbar

Verwendbar

Einschränkbarkeit der zulässigen Werte einer Klasse

Sie können die zulässigen Werte für eine bestimmte Klasse nicht einschränken, wenn das Merkmal mit zusätzliche Werte erlaubt ausgezeichnet ist.

Auch wenn ein Merkmal mit zusätzliche Werte erlaubt ausgezeichnet ist, kann der Wertebereich für eine bestimmte Klasse eingeschränkt werden.

 

Änderungsdienst

Beachten Sie nachfolgend gelistete Unterschiede, wenn Sie den Änderungsdienst in mySAP ERP verwenden, um Änderungen an den Objekten Ihres Modells zu überwachen.

Kurzbeschreibung

Configuration Engine

Variantenkonfiguration (LO-VC)

Änderungsnummern

Nur Änderungsnummern mit Gültig-ab-Datum sind verwendbar.

Sie können Änderungsnummern mit Gültig-ab-Datum oder Parameter­gültigkeit verwenden (Effectivity).

Datum der Gültigkeit einer Objektversion

Die Gültigkeit einer Objektversion bestimmen Sie mit dem Datum, das Sie – zusammen mit dem Werk und der Stücklisten­anwendung – für die jeweilige Laufzeitversion angeben.

Die Gültigkeit einer Objektversion bestimmen Sie mit dem Datum, das Sie bei der Konfi­guration des Materials angeben.

Versionen eines Objekts

Eine Laufzeitversion enthält je eine Version jedes Objekts.

Die Datenbank enthält verschie­dene Versionen von jedem Objekt, das mit Änderungsdienst geändert wurde.

 

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