Integration von Klassen und Merkmalen Für die Übertragung von Klassen und Merkmalen legen Sie im ERP-System Ihr eigenes Integrationsmodell an. In dem Integrationsmodell geben Sie an, welche Merkmale und Klassenarten an das SCM-System übertragen werden sollen.
Um die Integration von Klassen und Merkmalen organisatorisch von anderen Stammdaten zu trennen, sollten Integrationsmodelle für Klassen und Merkmale keine anderen Objekte enthalten. Auf diese Weise führen Änderungen am Integrationsmodell, die wegen anderen Objekten notwendig sind, nicht zu einer erneuten Übertragung von Merkmals- und Klassenstammdaten.
Den Umfang der zu übertragenden Klassen- und Merkmalstammdaten legen Sie im Integrationsmodell durch die Angabe der Anwendungssichten fest. Ordnen Sie im ERP-System den Merkmalen, die an das angeschlossene SCM-System übertragen werden sollen, eine spezielle Anwendungssicht zu, die Sie auch im Integrationsmodell angeben.
Die Anwendungssichten müssen vor der Übertragung der Klassen und Merkmale an das SCM-System angelegt sein. Die Merkmale und Klassen werden zwar auch an das SCM-System übertragen, wenn die Anwendungssichten dort nicht gepflegt sind, aber es können keine Eingabehilfen angezeigt werden.
Wählen Sie im Customizing für SAP SCM
Markieren Sie die Tabelle
/SAPAPO/MATKEY
und wählen Sie
Anwendungssichten
.
Wählen Sie
Neue Einträge
, um neue Anwendungssichten zu erfassen.
Beispiel
Um die merkmalsabhängige Planung (CDP) zu verwenden, müssen die technischen ERP-Namen der Chargenklasse und die der Variantenklasse übereinstimmen (Klassenart
023
und
300
). Im SAP-SCM-System werden die Merkmale dieser beiden Klassen zusammengefügt und ergeben nach der CIF-Übertragung die Klassenart
400
.
Hinweis
In einem produktiven ERP-System können keine Änderungen vorgenommen werden.
Im SAP-APO-System wird dann in Abhängigkeit vom Customizing die Eingangsverarbeitung durchgeführt. Ist für das System das Konfigurationsschema CDP eingestellt, wird für die Klassenarten 023 und 300 im SAP-APO-System automatisch eine Klasse mit dem gleichen Namen mit der Klassenart 400 angelegt.
Hinweis
Klassen- und Merkmalstammdaten dürfen nur aus einem logischen System in SAP-SCM-System integriert werden. Es kann zu Fehlern bei der Übertragung kommen, wenn ein Merkmal oder eine Klasse in ein SAP-SCM-System übernommen werden soll, während bereits ein gleichnamiges Merkmal (bzw. Klasse) aus einem anderen Quellsystem vorliegt. Dadurch wird die Vermischung von gleichnamigen aber semantisch unterschiedlichen Objekten verhindert.
Um zu beeinflussen, welche Klassen in SAP APO für CDP angelegt werden sollen, steht Ihnen im Customizing das BAdI
Klassenzuordnungen für CDP steuern
mit der Methode
CDP_CLASSES_FILTER
unter
zur Verfügung.
Im Integrationsmodell können Sie im Feld
Zusätz. Merkmale
Merkmale angeben, die keiner SCM-System-relevanten Klasse zugeordnet sind. Dies kann sinnvoll sein, wenn es sich um Objektmerkmale handelt (diese können für CDP in der Produktionsdatenstruktur verwendet werden).
Wenn nur zusätzliche Merkmale in das SAP-SCM-System integriert werden sollen, aber keine Klassen, dann geben Sie im Integrationsmodell eine Anwendungssicht an, die nicht in dessen Klassen verwendet wird.
Diese Merkmale nehmen auf eine Tabelle Bezug, die in SAP ERP meist anders bezeichnet wird als im SAP-APO-System. Der Tabellenbezug muss daher in einer Kundenerweiterung oder nachträglich im SAP-APO-System angepasst werden.
Objektmerkmale werden in Beziehungswissen verwendet und können in SAP APO mit Produktionsdatenstrukturen (PDS) ausgewertet werden.Weitere Informationen über die merkmalsabhängige Planung (CDP) finden Sie in der SAP-Bibliothek im SAP Help Portal unter .
Um die Objektmerkmale an die APO-spezifischen Tabellen anzupassen, nehmen Sie im Customizing unter die notwendigen Einstellungen vor.
Außerdem steht Ihnen das BAdI
Abbilden Objektmerkmale in SAP APO
im Customizing unter
zur Verfügung.
Die Objektmerkmale sollten nicht in Klassen der Klassenart 400 enthalten sein, sondern ausschließlich in Beziehungswissen verwendet werden. Integrieren Sie deshalb Objektmerkmale als zusätzliche Merkmale in SAP APO.
Wählen Sie im SAP-ERP-System .
Setzen Sie im Bildbereich
Materialunabhängige Objekte
das Kennzeichen
Klassen/Merkm.
und wählen Sie
spezielle Einschränkungen
.
Geben Sie für
Sichtkennz
. die Anwendungssicht für die SCM-spezifischen Merkmale an.
Geben Sie die Klassenart 300 an.
Sichern Sie Ihr Integrationsmodell und aktivieren Sie es.
Falls bereits ein aktives Integrationsmodell vorliegt, das neben Klassen und Merkmalen noch weitere Objekte enthält, können Sie folgendermaßen vorgehen, um die Integrationsmodelle aufzuteilen:
Verwenden Sie ggf. die Filterobjektsuche zum Integrationsmodell, um die Verwendung von Anwendungssichten in aktiven Integrationsmodellen zu ermitteln.
Generieren und aktivieren Sie ein zweites Integrationsmodell, das nur SCM-relevante Klassen und Merkmale enthält (beim Aktivieren des Integrationsmodells werden die Daten nicht erneut an das SCM-System übertragen, da alle betroffenen Klassen und Merkmale bereits im aktiven Integrationsmodell enthalten sind).
Generieren Sie eine neue Version des ersten Integrationsmodells, das alle Objekte der aktiven Version, außer Klassen und Merkmale, enthält.
Aktivieren Sie die neue Version des Integrationsmodells. Auch hier werden die Daten nicht erneut an das SCM-System übertragen, da alle Objekte bereits in einem aktiven Integrationsmodell (der alten Version) enthalten sind.
Weitere Informationen über die merkmalsabhängige Planung (CDP) finden Sie in der SAP-Bibliothek im SAP Help Portal unter .
Klassenart 400 in SAP APO
Definition von Klassen für CDP
Definition von Merkmalen für CDP
Anwendungssichten für Merkmale