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ProzessVMI und Konsignation Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Mit diesem Prozess können Sie eine Kombination aus Kundenkonsignation und Vendor-Managed-Inventory implementieren. In diesem Szenario pflegt und verwaltet der Lieferant Bestand seiner Produkte beim Kunden als Lieferantenkonsignationsbestand und führt die Nachschubplanung im Auftrag des Kunden aus.

Voraussetzungen

  • Sie haben die Business Function Vendor-Managed-Inventory (APO_VMI_CONS) in SAP ERP aktiviert.

  • Der Lieferant und der Kunde haben in ihren jeweiligen Systemen die erforderlichen Einstellungen für das Vendor-Managed-Inventory vorgenommen. Weitere Informationen finden Sie unter Einstellungen für das Vendor-Managed-Inventory.

  • Der Lieferant hat die Art des Konsignationsverkaufsbelegs, der während des Prozesses verwendet werden soll, im Customizing festgelegt. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für SAP ERP unter   Integration mit anderen SAP-Komponenten   Advanced Planning and Optimization   Anwendungsspezifische Einstellungen und Erweiterungen   Einstellungen und Erweiterungen zu Kundenaufträgen   Einstellungen zum Vendor-Managed-Inventory (VMI)   Kunden/Werk-Zuordnung definieren und ATP-Prüfung einstellen  .

  • Bei einem Prozess, bei dem der Sonderbestandsführer ein Kontraktlogistik-Dienstleister ist, hat der Lieferant das optionale BAdI VMI-Szenario - Kontraktlogistik-Dienstleister implementiert. Dies gewährleistet die korrekte Zuordnung des Konsignationsbestands zur entsprechenden Kundenlokation.

  • Der Kunde stellt dem Lieferanten regelmäßig folgende Informationen zur Verfügung:

    • Absatzhistorie

    • Aktionsabsatz

    • Absatzprognose

    • Aktionsabsatzprognose

    • Entnahme von Material aus dem Konsignationsbestand

Prozess

  1. Der Kunde schickt dem Lieferanten ursprüngliche Kundenprognosen.

  2. Der Lieferant hat die Möglichkeit, die Prognosedaten im Kundenprognosemanagement zu bearbeiten, sie auszuwerten und vor der Freigabe an die Absatzplanung die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen. Weitere Informationen finden Sie unter Kundenprognosemanagement.

  3. Der Lieferant erzeugt auf der Grundlage der Absatzprognosen sowie der historischen Absatzdaten des Kunden und mit Hilfe der statistischen Prognosemethoden der Absatzplanung Planprimärbedarfe. Weitere Informationen finden Sie unter Absatzplanung (Demand Planning).

  4. Der Lieferant gibt die Planprimärbedarfe von der Absatzplanung an Supply Network Planning frei.

  5. Anhand des Absatzplans erstellt der Lieferant einen kurz- bis mittelfristigen Plan zur Deckung des geschätzten Bedarfs; dabei berücksichtigt er auch die aktuellen Zahlen zum Konsignationsbestand, die im SAP-ERP-System des Lieferanten als Konsignationsbestand gespeichert sind. Weitere Informationen finden Sie unter Supply Network Planning.

  6. Der Lieferant erstellt mit Hilfe der Deployment-Funktion in SNP optimierte Verteilungspläne und definiert dabei, wann und wie die in der Lieferantenlokation verfügbaren Produkte an die VMI-Kunden geliefert werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Deployment.

  7. Der Lieferant bündelt die Transportempfehlungen, die beim Deployment für einzelne Produkte erzeugt wurden, mit dem Transport Load Builder (TLB) zu TLB-Transporten mit mehreren Produkten. Dadurch wird eine optimale Auslastung der Transportkapazitäten gewährleistet. Weitere Informationen finden Sie unter Transport Load Builder.

  8. Das SAP-ERP-System des Lieferanten erstellt automatisch einen Konsignationsbeschickungsauftrag auf der Grundlage der Transporte, die durch die ATD-Prüfung ( Available-to-Deploy-Menge) bestätigt wurden, und erzeugt eine Auslieferung.

  9. Das System übergibt bei der Änderungsübertragung die Kundenauftragsnummer an das SAP-APO-System des Lieferanten.

  10. Das SAP-APO-System des Lieferanten aktualisiert den TLB-Transport als VMI-Kundenauftrag, und der Lieferant erstellt zu dem Kundenauftrag eine Lieferung.

  11. Der Lieferant bucht in SAP ERP einen Warenausgang zur Lieferung.

  12. Im SAP-APO-System reduziert der Lieferant die Lieferung und den Bestand in der Auslieferlokation. Dann kann er zwischen folgenden Verfahrensweisen wählen:

    • Er aktualisiert den Konsignationsbestand in SAP ERP und den Bestand in der Kundenlokation in SAP APO.

    • Er aktualisiert den Transitkonsignationsbestand in SAP ERP und überträgt ihn an die Kundenlokation in SAP APO. Sobald der Bestand in der Konsignationslokation zur Verfügung steht, reduziert der Lieferant in SAP ERP den Transitkonsignationsbestand und stockt den Konsignationsbestand auf. Außerdem aktualisiert er die entsprechenden Zahlen in SAP APO.

  13. Wenn der Kunde Informationen zur Entnahme von Material aus dem Konsignationsbestand sendet, legt der Lieferant einen Konsignationsentnahmeauftrag und eine Auslieferung in SAP ERP an.

  14. Der Lieferant bucht in SAP ERP einen Warenausgang und stellt dem Kunden eine Rechnung aus.

  15. Der Lieferant reduziert in SAP APO den Konsignationsbestand in der Anlieferlokation.

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

VMI und Konsignation

Weitere Informationen

Informationen über den Standard-VMI-Prozess (Nichtkonsignations-Verfahren) finden Sie unter Standard-VMI.

Informationen über die parallele Verwendung eines Standard-VMI-Prozesses und eines VMI-Prozesses mit Konsignation finden Sie unter Transportsplit im VMI-Szenario.