Beispiele für einen heuristikbasierten Kapazitätsabgleich
Im Folgenden sind Beispiele für die Funktionsweise des heuristikbasierten
Kapazitätsabgleichs aufgeführt. Für die Beispiele wurden folgende Parameter gewählt:Beispiel 1: Kapazitätsabgleich einer Produktionsressource
Schritt 1

Ein Auftrag mit einer Menge von 24 Stück für das Produkt PROD1 belastet die Ressource RES1. Das Produkt ist am 3. Tag verfügbar. Die Aktivitäten des Produktionsprozessmodells (PPM) belasten die Ressource am 1., 2. und 3. Tag. Das PPM umfasst folgende Aktivitäten:
Schritt 2

Der heuristikbasierte Kapazitätsabgleich hat die Ressourcenbelastung am 2. Tag auf 100% reduziert, indem er die Menge des ursprünglichen Auftrags um 50% verringert und einen neuen Auftrag für die übrigen 50% der Auftragsmenge angelegt hat. Das System hat demnach 50% des ursprünglichen Auftrags so weit in die Zukunft verschoben, dass dessen Aktivitäten außerhalb der betrachteten Periode (2. Tag) liegen.
Schritt 3

Um die Ressourcenbelastung am 3. Tag auszugleichen, hat das System den neuen Auftrag vom 5. auf den 6. Tag verschoben.
Beispiel 2: Kapazitätsabgleich einer Transportressource
Schritt 1

Ein Auftrag mit einer Menge von 30 Stück soll umgelagert werden. Der Zugangszeitpunkt an der Ziellokation liegt am 3.Tag um 12:00:00 Uhr. Die Transportdauer beträgt 24 h. Demnach belastet die Aktivität die Ressource im Zeitraum vom 2. Tag, 12:00:00 Uhr bis zum 3. Tag, 12:00:00 Uhr.
Für die Transportbeziehung wurden folgende Daten festgelegt:
Schritt 2

Der heuristikbasierte Kapazitätsabgleich hat die Ressourcenbelastung am 2. Tag ausgeglichen, indem er 10 Stück auf den 4. Tag verschoben hat.
Schritt 3

Um die Ressourcenbelastung am 3. Tag auszugleichen, hat das System noch weitere 10 Stück auf den 5. Tag verschoben.