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ProzessBedarfs- und Bestandspropagierung Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Die Bedarfs- und Bestandspropagierung in Supply Network Planning (SNP) stellt eine Methode zur Umsetzung von Änderungen dar, die durch Constraints in Ihrer gesamten Logistikkette verursacht wurden, um eine durchführbare Lösung zur Deckung von Bedarfen zu finden. Ziel der Constraint-Propagierung in Supply Network Planning ist es, Änderungen der Kennzahlenwerte in den Zeitreihen über ein gesamtes Zeitreihennetzwerk hinweg zu propagieren. Es ist daher notwendig, dass Ihre Planung auf Zeitreihen und nicht auf Aufträgen basiert, wenn Sie die Bedarfs- und Bestandspropagierung verwenden möchten. Bei der Propagierung werden die Supply-Network-Planning-Beziehungen verwendet, die die Abhängigkeiten zwischen den Kennzahlen widerspiegeln.

Die Propagierung wird nicht unbegrenzt durchgeführt, sondern es werden Mengenrestriktionen, wie z.B. Ressourcenkapazitäten, und zeitliche Restriktionen, wie z.B. Transportzeiten und Kalender, berücksichtigt. Die Berücksichtigung solcher Restriktionen bedeutet, dass manchmal nur ein Teil eines vorhandenen Bedarfs bestätigt werden kann.

Sie verwenden die Propagierung in der interaktiven Planung des Supply Network Planning. Aus diesem Grund ist der Propagierungsalgorithmus sehr schnell. Er propagiert Mengen unter Berücksichtigung von Quotierungen und Prioritäten. Bei der Constraint-Propagierung werden nur SNP-Produktionsprozessmodelle verwendet.

Im Gegensatz zur Heuristik- oder Optimierungsplanung berücksichtigt die Bedarfs- und Bestandspropagierung keine Losgrößen; d.h. sie verwendet keine Rundungslogik.

Achtung Achtung

Die Bedarfs- und Bestandspropagierung kann nur mit Zeitreihen-liveCache verwendet werden. In produktiven Systemen sollten Sie diese Funktion nur nach Klärung mit SAP verwenden. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 1284461.

Ende der Warnung.

Voraussetzungen

Sie haben die folgenden Objekte in der folgenden Reihenfolge angelegt:

  • Basis-Planungsobjektstruktur

    Sie können die Basis-Planungsobjektstruktur 9ASNPBAS verwenden, die mit Advanced Planning and Optimization (APO) ausgeliefert wird, oder Ihre eigene Struktur anlegen, wobei Sie jedoch beachten sollten, dass diese Struktur nur SNP-Merkmale enthält.

  • Speicherzeitraster (wenn Sie nicht den Planungsbereich 9ASNP01 verwenden)

    Das Speicherzeitraster muss alle Perioden enthalten, die später im Planungszeitraster verwendet werden.

  • Planungsbereich

    Sie können den mit APO ausgelieferten Standardplanungsbereich 9ASNP01verwenden oder Ihren eigenen Planungsbereich anlegen. Sie können Kennzahlen aus SOP, SNP und DP kombinieren. Außerdem können Sie Ihre eigenen Kennzahlen anlegen.

  • Stammdaten

    Sie müssen die Produkte und Lokationen eingeben und die Lokationsprodukte einem Modell zuordnen.

  • Planungsbereich

    Sie müssen den Planungsbereich auch für Simulationen aktivieren.

  • Planungsmappe

    Sie können die mit APO ausgelieferte Standardplanungsmappe 9ASOPverwenden oder auch Ihre eigene Planungsmappe anlegen.

  • Makros

    Zur flexiblen Steuerung der Propagierung können Sie Ihre eigenen Makros anlegen.

  • Sie haben festgelegt, dass Ihre Restriktionen im Planungsbereich harte Restriktionen sind.

Prozess

Der folgende Ablauf stellt ein einfaches Beispiel zur Ausführung der Bedarfs- und Bestandspropagierung dar.

  1. Sie wählen vom Bild SAP Easy Access aus   Supply Network Planning   Planung   Bedarfs- und Bestandspropagierung  .

  2. Auf dem Desktop der interaktiven Planung führen Sie einen Doppelklick auf eine Datensicht der Planungsmappe aus.

  3. Sie wählen im Shuffler APO - Lokationsprodukt.

  4. Sie wählen Enter.

  5. Sie führen einen Doppelklick auf ein Lokationsprodukt in der Liste aus.

  6. Als Restriktion geben Sie einen Wert für die Kennzahl 9ATSML0SXI (fixer Warenzugang) ein.

  7. Als Bedarf geben Sie in einer späteren Periode einen Wert für die Kennzahl 9ATSML0LFO (Prognose) ein.

  8. Sie wählen Enter.

    Hinweis Hinweis

    Diese Aktion löst die Propagierung aus. Nur der aus dem Lager lieferbare Anteil (fixer Zugang) wird bestätigt.

    Ende des Hinweises.
  9. Sie wählen Sichern, um die Werte aus dieser in der interaktiven Planung vorgenommenen Simulation an liveCache zu übertragen.