Strafkostengruppenprofil
Profil, mit dem Sie für die optimierungsbasierte Planung in Supply Network Planning (SNP) festlegen können, dass Kundenbedarfe priorisiert werden.
Mit dem Strafkostenprofil können Sie festlegen, dass das System Bedarfe von Strafkostengruppen mit höherer Priorität zuerst deckt, und dann erst Bedarfe von Strafkostengruppen mit niedrigerer Priorität. Sie definieren die Profile im SAP-Easy-Access-Menü unter Advanced Planning and Optimization -> Supply Network Planning -> Umfeld -> Lfd. Einstellungen -> Profile -> SNP-Strafkostengruppenprofile festlegen und ordnen sie dann in der interaktiven Planung oder bei der Ausführung des SNP-Optimierers im Hintergrund einzelnen Optimierungsläufen zu.
Das Profil besteht aus folgenden Komponenten:
· Felder zur Eingabe der Profilnamen und der zugehörigen Beschreibungen
● Tabelle zur Eingabe der Strafkosten mit normaler Priorität
· Tabelle zur Eingabe der Strafkosten mit hoher Priorität
Die Profiltransaktion ist dafür vorgesehen, dass Sie mehrere Profile für mehrere aufeinander folgende Optimierungsläufe anlegen. In der Tabelle zur Eingabe der Strafkosten mit normaler Priorität geben Sie stufenweise jeweils die Strafkostengruppen an, die Sie im nächsten Lauf mit höherer Priorität planen möchten. In der Tabelle zur Eingabe der Strafkosten mit hoher Priorität geben Sie jeweils die Strafkostengruppen an, die im vorigen Lauf mit Priorität geplant wurden und im nächsten Lauf eine höhere Priorität haben sollen als die Gruppen, die Sie unter Strafkosten mit normaler Priorität angeben. Wenn Sie Profil für nächsten Opt.lauf generieren wählen, unterstützt das System Sie beim Anlegen des nächsten Profils, d. h, es überträgt die Strafkostengruppen aus dem vorigen Lauf in den Bereich Strafkosten mit hoher Priorität.
Die Strafkostengruppen legen Sie in den anwendungsspezifischen Stammdaten an und ordnen ihnen auf der Registerkarte SNP 1 der Produktstammdaten Strafkosten für Nichtlieferung und Verspätung zu (siehe Abschnitt Voraussetzungen unter Priorisierung von Kundenbedarfen und Bedarfen mit hohem Volumen).
Der SNP-Optimierer berücksichtigt die verschiedenen Strafkostengruppen nur dann, wenn Sie bei der Ausführung des Optimierers ein Strafkostengruppenprofil angeben. Andernfalls verwendet das System für alle Bedarfe die Strafkostenwerte der Standard-Strafkostengruppe 0000.
Wenn Sie den SNP-Optimierer mit allen Strafkostengruppen ausführen möchten, sollten Sie ein Strafkostengruppenprofil verwenden, in dem alle Strafkostengruppen unter Strafkostengruppen mit normaler Priorität definiert wurden.
Sie definieren beispielweise wie folgt mehrere Profile für mehrere aufeinanderfolgende Optimierungsläufe:
...
1. Sie definieren das erste Profil für den ersten Optimierungslauf, indem Sie unter Strafkosten mit normaler Priorität ein Intervall von Strafkostengruppen angeben, die vom Optimierer mit höchster Priorität geplant werden sollen (z. B. Gruppen 1-3). Anschließend führen Sie den Optimierungslauf aus. In diesem Lauf werden nur diese Bedarfe geplant.
2. Sie definieren das zweite Profil für den zweiten Optimierungslauf, indem Sie unter Strafkosten mit normaler Priorität ein Intervall von Strafkostengruppen angeben, die mit mittlerer Priorität geplant werden sollen (z. B. Gruppen 4-6). Unter Strafkosten mit hoher Priorität geben Sie die zuvor geplanten Strafkostengruppen mit hoher Priorität an (z. B. Gruppen 1-3). Wenn Sie Profil für nächsten Opt.lauf generieren wählen, überträgt das System die ersten drei Strafkostengruppen in den Bereich Strafkosten mit hoher Priorität.
Anschließend führen Sie den zweiten Optimierungslauf aus. Wenn Sie die Aufträge fixiert haben, werden die Bedarfe der Strafkostengruppen mit hoher Priorität bei der Planung berücksichtigt, aber nicht umgeplant. Wenn Sie die Aufträge nicht fixiert haben, werden diese Bedarfe bei der Planung berücksichtigt und können umgeplant werden, werden jedoch mit höherer Priorität als die Bedarfe der anderen Strafkostengruppen behandelt.
3. Sie definieren das dritte Profil für den dritten Optimierungslauf, indem Sie unter Strafkosten mit normaler Priorität ein Intervall von Strafkostengruppen angeben, die mit niedriger Priorität geplant werden sollen (z. B. Gruppen 7-9). Unter Strafkosten mit hoher Priorität geben Sie die zuvor geplanten Strafkostengruppen mit hoher und mittlerer Priorität an (z. B. Gruppen 1- 6). Wir empfehlen, die Aufträge dieser Strafkostengruppen für den nächsten Lauf zu fixieren. Anschließend führen Sie den dritten Optimierungslauf aus.