Datenaustausch zwischen SAP APO und SAP
R/3
Die für den Prozess der Kooperation über Lieferpläne benötigten Daten werden zwischen den beteiligten Systemen übertragen.
Im folgenden wird beschrieben, welche Mengen zu einem bestimmten Zeitpunkt des Prozesses übertragen und verrechnet sowie welche Dispoelemente erzeugt werden.
Auswirkungen in den beteiligten Systemen
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SAP APO (Kunde) |
SAP R/3 (Kunde) |
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· Lieferplaneinteilungen und Abrufeinteilungen des lieferrelevanten Abrufe werden in der Produktsicht/Produktplantafel angezeigt (LP-EIN / LP-ABR) · Lieferrelevanter Abruf und Vorschauabruf können in der Funktion zum Anzeigen von Lieferplanabrufen angezeigt werden. |
· Wenn Sie ohne Bestätigungen arbeiten, dann werden die Einteilungen des lieferrelevanten Abrufs mit der Abruferstellung im SAP-APO-System an das R/3-System übertragen.
Sie können in der Fremdbeschaffungsbeziehung einstellen, ob die Einteilungen beim Erstellen oder der Ausgabe des lieferrelevanten Abrufs im SAP-APO-System in das SAP-R/3-System übertragen werden. Dies legen Sie in der Fremdbeschaffungsbeziehung in liveCache aktualisieren fest ( 10 – Bei Erzeugung des lieferrelevanten Abrufs; 40 – Bei Ausgabe des lieferrelevanten Abrufs). Wenn Sie Internetabrufe verwenden, können Sie in liveCache aktualisieren 70 - Bei Bestätigung des lieferrelevanten Abrufs im SWP einstellen. Die Einteilungen werden in diesem Fall erst ins SAP-R/3-System übertragen, wenn der Lieferant den Abruf im Supplier Workplace quittiert. · Die abgerufenen Mengen des lieferrelevanten Abrufs werden als Lieferplaneinteilungen in der Bedarfs-/Bestandsliste (Dispoelement LPEint) und im Lieferplan angezeigt. · Wenn Sie mit Bestätigungen arbeiten, werden die Einteilungen des lieferrelevanten Abrufs erst mit dem Eingang der Bestätigung an das SAP-R/3-System übermittelt. |
Auswirkungen in den beteiligten Systemen
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SAP APO (Lieferant) |
SAP R/3 (Lieferant) |
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· Die gewünschten Mengen werden in der Produktsicht/Produktplantafel angezeigt (VLP-Abruf/<...>/Wunsch). · Der lieferrelevante Abruf, Vorschauabruf und Sollabruf werden in der Stammdatenpflege zum Vertriebslieferplan angezeigt. |
· Die bestätigten Wunschmengen werden erst mit dem Erzeugen der Bestätigung in das SAP-R/3-System übertragen.
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Die Bestätigung wird als IDoc vom Typ DELFOR01 (Lieferabruf/Feinabruf für Zulieferer) an den Kunden übertragen.
Auswirkungen in den beteiligten Systemen
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SAP APO (Lieferant) |
SAP R/3 (Lieferant) |
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· Die bestätigten Mengen werden in der Produktsicht/Produktplantafel angezeigt (VLP-Abruf/<...>/Best.). Die Wunschmengen (d.h. der Sollabruf) werden als VLP-Abruf/<...>/Wunsch angezeigt. · Die bestätigten Mengen sind disporelevant (unabhängig davon, ob die Bestätigung an den Kunden übermittelt wurde oder nicht). ·
Die Bestätigung wird im Vertriebslieferplan
angezeigt (Stammdatenpflege des Vertriebslieferplans |
· Die bestätigten Mengen werden als Einteilungen im Fein- bzw. Lieferabruf im Vertriebslieferplan angezeigt. Es werden nur die zuletzt bestätigten Mengen angezeigt. Die Übertragung der Einteilungen per CIF in das SAP-R/3-System ist an die Erzeugung von Bestätigungen gekoppelt.
Im Steuerungsprofil legen Sie über die folgenden Kennzeichen fest, ob die Erstellung der Abrufe im angeschlossenen OLTP-System aus der Bestätigung und/oder dem Sollabruf erfolgen soll: ¡ Dispobehandlung Abrufarten gibt an, wie die Dispo- und Lieferrelevanz von lieferrelevantem Abruf und Vorschauabruf im angeschlossenen OLTP-System eingestellt ist. ¡ Abrufübermittlung gibt an, welche Daten beim Erzeugen einer Bestätigung im APO an das angeschlossene OLTP-System als Abruf übertragen werden sollen. |
Der Kunde erhält die Bestätigung als IDoc vom Typ DELFOR01 (Lieferabruf/Feinabruf für Zulieferer).
Auswirkungen in den beteiligten Systemen
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SAP APO (Kunde) |
SAP R/3 (Kunde) |
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· Die bestätigten Mengen werden in der Produktsicht als Elemente der Kategorie LP-BAbr. angezeigt. |
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Wenn Sie mit Bestätigungen arbeiten möchten, dann
haben Sie Prozess mit erwarteten
Bestätigungen in der Fremdbeschaffungsbeziehung auf der Registerkarte
D.h. die Einteilungen des lieferrelevanten Abrufs werden erst mit dem Eingang der Bestätigung an das SAP-R/3-System übermittelt. Im Beschaffungslieferplan werden nur die Einteilungen des letzten (d.h. des aktuellen) Abrufs angezeigt. · Die bestätigten Mengen werden als Lieferplaneinteilungen in der Bedarfs-/Bestandsliste (Dispoelement LPEint) und im Lieferplan angezeigt.
Wenn Sie ohne Bestätigungen arbeiten möchten, dann haben Sie in der Fremdbeschaffungsbeziehung Prozess ohne Bestätigungen oder Prozess mit Bestätigungen im Ausnahmefall eingestellt. D.h. die Einteilungen des lieferrelevanten Abrufs werden mit der Abruferstellung im SAP-APO-System an das R/3-System übertragen.
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Prozess mit SNP
Sie können in der
Fremdbeschaffungsbeziehung auf der Registerkarte
Lieferplan einen Prozess ohne
Abrufe mit Bestätigung im SNP einstellen. D.h. die Planung in der
Produktions- und Feinplanung (PP/DS) oder im Supply Network Planning (SNP) erzeugt Bedarfe (Einteilungen mit
den ATP-Kategorien LP-EIN oder SNP
LP-EIN). Diese
Einteilungen werden nicht mehr per
Abruf an Lieferanten übermittelt, sondern Lieferanten bestätigen die
eingeteilten Mengen in der Kooperierenden
Beschaffungsplanung des
SNP per Internet.
Für diesen Prozess ist es erforderlich, dass Einteilungen bestätigt werden, da diese erst dann in das angeschlossene SAP-R/3-System übertragen werden und in der Produktplantafel/Produktsicht mit der ATP-Kategorie LP-BAbr. angezeigt werden.
Siehe
Beschaffungslieferpläne
in der heuristikbasierten SNP-Planung
Die Auslieferung wird im SAP-R/3-System des Lieferanten erstellt; dabei kann eine ATP-Prüfung durchgeführt werden. Sie erscheint als Dispoelement LIEFER in der Bedarfs-/Bestandsliste.
Die Daten der Auslieferung werden per APO Core Interface (CIF) an das SAP-APO-System übermittelt. Die Lieferung baut in beiden Systemen Abrufe und Bestätigungen ab.
Auswirkungen in den beteiligten Systemen
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SAP R/3 (Lieferant) |
SAP APO (Lieferant) |
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· Die Auslieferung erscheint mit der entsprechenden Menge als Dispoelement Liefer in der Bedarfs-/Bestandsliste. · Fein- und Lieferabrufe werden abgebaut. |
· Die Wunschmenge des Sollabrufs wird in der Produktsicht/Produktplantafel um die Liefermenge reduziert (VLP-Abruf/<...>/Wunsch). · Die bestätigte Menge wird in der Produktsicht/Produktplantafel um die Liefermenge reduziert (VLP-Abruf/<...>/Best.). · Ein Element der Kategorie LIEFER wird in der Produktsicht/Produktplantafel erzeugt. ·
die Lieferfortschrittszahl im
Vertriebslieferplan wird erhöht (Stammdatenpflege des Vertriebslieferplans auf
der Registerkarte |
Die Anlieferung erfolgt im SAP-R/3-System.
Die Daten der Anlieferung werden per CIF in das SAP-APO-System übertragen. (Kennzeichen Bestell./BANFen im Integrationsmodell markieren)
Auswirkungen in den beteiligten Systemen
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SAP R/3 (Kunde) |
SAP APO (Kunde) |
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· Ein Dispoelement Bs-Avi (Lieferavis) wird in der Bedarfs-/Bestandsliste angezeigt. · Die Lieferplaneinteilung bzw. die offene Menge von Lieferplaneinteilungen wird reduziert. |
· In der Produktsicht erscheint ein Element mit der Kategorie BS-AVI in Höhe der avisierten Menge. · Einteilungen, Abruf und Bestätigung werden reduziert. |

Der Status der Anlieferung, der beim Vorerfassen mit dem zweistufigen Automotive-Wareneingang im angeschlossenen SAP-R/3-System (ab DI 4.6C1) vergeben wird, wird im SAP-APO-System angezeigt.
Wenn eine Anlieferung im SAP-R/3-System registriert wird, erhält sie den Status Im Werk, der in der Bestätigungsübersicht zum Lieferplan oder in der Bedarfs-/Bestandsliste angezeigt wird.
Die registrierte Anlieferung mit Status Im Werk wird im SAP-APO-System in der Produktsicht/Produktplantafel angezeigt. Die Kategorie der Anlieferung ändert sich dort von BS-AVI auf InPlant (Im Werk).
Der Warenausgang erfolgt im SAP-R/3-System des Lieferanten und baut dort die Auslieferung ab, verringert den Bestand und erhöht die Warenausgangsfortschrittszahl.
Die Daten des Warenausgangs werden per CIF an das SAP-APO-System übermittelt.
Auswirkungen in den beteiligten Systemen
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SAP R/3 (Lieferant) |
SAP APO (Lieferant) |
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Der Warenausgang · reduziert die Auslieferung · verringert den Bestand · erhöht die Warenausgangsfortschrittszahl |
Der Warenausgang · reduziert die Auslieferung (Element LIEFER in der Produktsicht/Produktplantafel) · verringert den Bestand (Element LABST in der Produktsicht/Produktplantafel) · erhöht die Warenausgangsfortschrittszahl im Vertriebslieferplan |
Der Wareneingang erfolgt im SAP-R/3-System und erhöht dort die Wareneingangsfortschrittszahl und den Bestand.
In Abhängigkeit von Lieferavisen erfolgt die Verrechnung der Wareneingangsmenge.
Auswirkungen in den beteiligten Systemen
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SAP R/3 |
SAP APO |
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· Wenn Sie Lieferavise verwenden, dann reduziert der Wareneingang die Lieferplaneinteilung und die avisierte Menge. · Wenn Sie keine Lieferavise verwenden, dann reduziert der Wareneingang die Lieferplaneinteilung. · Der Bestand erhöht sich. |
· Wenn Sie Lieferavise verwenden, dann reduziert der Wareneingang die Lieferplaneinteilung (LP-EIN), den Abruf (LP-ABR), die Bestätigung (LP-BAbr.) und die avisierte Menge (BS-AVI). · Wenn Sie keine Lieferavise verwenden, dann reduziert der Wareneingang die Lieferplaneinteilung, den Abruf und die Bestätigung. · Der Bestand wird erhöht (Element LABST in der Produktsicht (Elemente)/Produktplantafel). · Die Wareneingangsfortschrittszahl im Beschaffungslieferplan wird erhöht. |