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VorgehensweiseEigene Queries für das interaktive Reporting erstellen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Mit dem interaktiven Reporting (Teil des Work Centers Technisches Monitoring im SAP Solution Manager) können Sie die wichtigsten Monitoring-Daten Ihrer überwachten Systeme in ihrer zeitlichen Entwicklung zentral anzeigen lassen. Sie können so potenzielle Probleme frühzeitig erkennen, und einen Überblick über die Auslastung sowie die Performance Ihrer Systeme erhalten. Hierfür stellt SAP einen Satz vordefinierter Reports zur Verfügung.

Sie können aber auch Ihre eigenen Reports in das interaktive Reporting integrieren, um so selber zu bestimmen, welche Daten in welcher Art angezeigt werden sollen. Wie Sie solche Queries erstellen können, wird in der folgenden Vorgehensweise erklärt.

Voraussetzungen

Zur Erstellung eigener Reports benötigen Sie die beiden folgenden Anwendungen:

BEx Query Designer

BEx Web Applications Designer

Vorgehensweise

Die Integration eigener Queries erfolgt in drei Schritten:

  1. Erstellung der Query

  2. Verschalung der Query in ein Web Template

  3. Einbinden des neuen Web Template in das interaktives Reporting

In dieser Vorgehensweise werden die ersten beiden Schritte, also das Erstellen der Query und des Web Template, beschrieben.

Schritt 1: Erstellung der Query

  1. Starten Sie den BEx Query Designer (Release 7.x), und melden Sie sich an Ihrem BW-System an, das mit dem System Ihres SAP Solution Manager assoziiert ist.

  2. Erstellen Sie eine neue Query. Je nach Ihrer gewünschten Datenquelle wählen Sie den folgenden MultiCube:

    • Wenn Sie eine Query auf Monitoring-Daten erstellen möchten, wählen Sie   Computing Center Management System   Monitoring Performance-Daten   Performance-Daten   (technischer Name 0CCMPDATA).

    • Wenn Sie eine Query auf ABAP-Statistikdaten erstellen möchten, wählen Sie   Computing Center Management System   Statistik-Daten   Zeitprofil   Zeitprofil (alle Auflösungen)   (technischer Name 0CCMAW).

      Hinweis Hinweis

      Das Zeitprofil ist nur einer der möglichen MultiCubes, auf dessen Basis Sie eigene Queries für ABAP-Statistiksätze erstellen können. Unter   Computing Center Management System   Statistik-Daten   finden Sie weitere InfoAreas, deren technische Namen alle den Präfix 0CCMS_ASR besitzen. In diesen InfoAreas befindet sich je genau ein MultiCube mit dem Suffix (alle Auflösungen). Verwenden Sie je nach Themengebiet, für das Sie eine Query erstellen möchten, die passende InfoArea und wählen Sie den MultiCube mit dem Suffix (alle Auflösungen).

      Ende des Hinweises.
  3. Je nachdem, ob sich Ihre Query auf ein System oder auf mehrere Systeme bezieht (wie es z. B. bei Overview-Reports der Fall ist, siehe Interaktive Reports für Systeme - Overview), müssen Sie für bestimmte Dimensionen Merkmalsvariablen in die Merkmalseinschränkungen Ihres Bereichs für Filterwerte übernehmen; hiermit gewährleisten Sie, dass die Infrastruktur des interaktiven Reporting die benötigten Werte korrekt Ihrer Query übergibt:

    • Query für ein System

      Dimension

      Technischer Name

        System und Landschaft   System-ID   Merkmalsvariablen   E2E SID-Variable  

      0SMD_V_SID

        System und Landschaft   Installationsnummer   Merkmalsvariablen   E2E Installationsnummer-Variable  

      0SMD_V_INSNO

        Virtuelle Merkmale   Virt. Zeitstempel   Merkmalsvariablen   Virtueller Zeitstempel  

      0SMDVTST

        Virtuelle Merkmale   Virt. Zeitstempel   Merkmalsvariablen   Virtueller Zeitstempel Exit  

      0SMDVTSTE

    • Overview-Query

      Dimension

      Technischer Name

        System und Landschaft   System-ID   Merkmalsvariablen   E2E SID-Variable (mehrere Werte)  

      0SMD_V_SID_M

        System und Landschaft   System-ID   Merkmalsvariablen   E2E SID Kontext-Übergabe  

      0SMD_V_SID_CONTEXT

        System und Landschaft   System-ID   Merkmalsvariablen   E2E SID Kontext-GUID  

      0SMD_V_SID_INT

        Virtuelle Merkmale   Virt. Zeitstempel   Merkmalsvariablen   Virtueller Zeitstempel  

      0SMDVTST

        Virtuelle Merkmale   Virt. Zeitstempel   Merkmalsvariablen   Virtueller Zeitstempel Exit  

      0SMDVTSTE

    Hinweis Hinweis

    Die Merkmalseinschränkung Virt. Zeitstempel müssen Sie zusätzlich auf den Einzelwert '#' einschränken. Wählen Sie hierfür diese Merkmalseinschränkung mit der rechten Maustaste, wählen Sie den Eintrag Einschränken..., und verschieben Sie den Einzelwert '#' in die Selektion, indem Sie den Einzelwert markieren und die Drucktaste wählen.

    Ende des Hinweises.
  4. Übernehmen Sie die folgenden Dimensionen in die freien Merkmale Ihrer Query:

    Dimension

    Technischer Name

      Zeit   KalJahr/Monat  

    0CALMONTH

      Zeit   KalJahr/Woche  

    0CALWEEK

      Zeit   Kalendertag  

    0CALDAY

      Uhrzeit   Uhrzeit  

    0TIME

      Granularität   Datums-Granularität  

    (bzw.   Perodentyp   Datums-Granularität   bei Queries über ABAP-Statistikdaten)

    0SMD_GRDA

      Granularität   Uhrzeit-Granularität  

    (bzw.   Perodentyp   Uhrzeit-Granularität   bei Queries über ABAP-Statistikdaten)

    0SMD_GRTI

      Zeitstempel   Zeit (JJJJMMTTSSMM)  

    0SMD_TIHM

    Hinweis Hinweis

    Bei Queries über ABAP-Statistikdaten übernehmen Sie zusätzlich die Dimension   Periodentyp   Periodentyp   (technischer Name 0CCMTYP) in die freien Merkmale Ihrer Query.

    Ende des Hinweises.
  5. Als nächstes legen Sie fest, welche Daten Sie eigentlich anzeigen lassen möchten.

    • Bei Monitoring-Daten gehen Sie wie folgt vor:

      Übernehmen Sie die Dimension   Metrik-Typ   Art der Kennzahl   (technischer Name 0SMD_METY) in die Merkmalseinschränkungen Ihres Bereichs für Filterwerte. Wählen Sie nun die anzuzeigende Metrik aus, indem Sie diese Merkmalseinschränkung mit der rechten Maustaste anklicken und den Eintrag Einschränken... wählen. Sie sehen unter den Einzelwerten eine Liste mit technischen Namen der Metriken, für die Daten zur Verfügung stehen. Verschieben Sie den gewünschten Einzelwert in die Selektion, indem Sie den Einzelwert markieren und die Drucktaste wählen.

      Außerdem sind für jede Metrik verschiedene Werte gespeichert; der wichtigste davon ist der mittlere Messwert. Um festzulegen, dass Sie diesen anzeigen lassen möchten, verschieben Sie die Kennzahl   Berechnete Kennzahlen   Mittelwert   in den Bereich Spalten.

    • Bei ABAP-Statistikdaten werden die verfügbaren Metriken des InfoProvider in seinen Kennzahlen aufgeführt. Wählen Sie hier einfach die anzuzeigende Metrik aus, und ziehen Sie diese in den Bereich Spalten.

  6. Sie haben Ihre eigene Query erstellt. Beachten Sie, dass die Anzeige der Query direkt im BEx Query Designer nicht mit der entgültigen Anzeige in der Infrastruktur der interaktiven Reports zu tun hat. Um Ihre Query zu testen und die Reportanzeige zu optimieren, sollten Sie diese daher zuerst gemäß Eigene Queries im interaktiven Reporting anzeigen in das interaktive Reporting einbinden.

  7. Sichern Sie Ihre Query, geben Sie dabei eine Beschreibung und den technischen Namen an. Der technische Name sollte mit Z beginnen, damit sich die Query im Kundennamensraum befindet.

Hinweis Hinweis

Falls Sie bereits für das IT-Performance-Reporting im Rahmen des SAP Solution Manager 7.0 EhP 1 eigene Queries erstellt haben, können Sie diese ebenfalls für das interaktive Reporting verwenden, falls Sie in der Query die folgenden Änderungen durchführen:

  1. Ergänzen Sie die Query um die oben genannte Dimension 0SMD_TIHM und entfernen Sie die Dimension 0SMD_LSID aus Ihrer Query.

  2. Übernehmen Sie (wie in Punkt 3 der obigen Vorgehensweise beschrieben) für die genannten Dimension Merkmalsvariablen in die Merkmalseinschränkungen Ihres Bereichs für Filterwerte.

  3. Sichern Sie die Query unter einem neuen Namen. Beachten Sie, dass Sie eine Query. die Sie mit dem BEx Query Designer (Release 7.x) gesichert haben, nicht mehr mit dem Query Designer (Release 3.5) bearbeiten können.

  4. Um Ihre geänderte Query in die Anzeige des interaktiven Reporting einzubinden, gehen Sie vor, wie in Eigene Queries im interaktiven Reporting anzeigen beschrieben.

Ende des Hinweises.

Schritt 2: Verschalung der Query in einem Web Template

  1. Starten Sie den BEx Web Application Designer (Release 3.5), und melden Sie sich an Ihrem BW-System an.

  2. Bei der Erstellung Ihre Web Templates sind Sie weitgehend frei. Hier soll als Beispiel nur eine einfache Verschalung einer Query entstehen. Ziehen Sie aus den Web Items die folgenden Standard Items in das Template:

    • Chart

    • Generischer Navigationsblock

  3. Um die Verbindung der Query zum Web Template zu schaffen, gehen Sie wie folgt vor:

    • Geben Sie in den Eigenschaften (Allgemein) Ihres Chart Ihre oben erstellte Query an. Den Namen des DataProvider können Sie unverändert lassen (DATAPROVIDER_1).

    • Wählen Sie in den Eigenschaften (Web Item) Ihres Generischen Navigationsblocks in Beeinflusste Data Provider genau den Data Provider, den Sie im letzten Schritt angegeben haben.

  4. Sichern Sie Ihr Web Template; der technische Name sollte wiederum mit Z beginnen, damit sich das Template im Kundennamensraum befindet.

Ergebnis

Sie haben ein eigenes Web Template erstellt, das für die Anzeige in den interaktiven Reports geeignet ist. Um es in die Infrastruktur und in die Anzeige der interaktiven Reports einzubinden, gehen Sie vor, wie in Reportanzeige im interaktiven Reporting anpassen beschrieben.

Hinweis Hinweis

Beachten Sie, dass diese Vorgehensweise die Erstellung einer eigenen Query für das interaktive Reporting nur beispielhaft anhand einer einfachen Query beschreibt. Für die Optimierung einer solchen Query benötigen Sie profunde Kenntnisse in der Bedienung des BEx Query Designer.

Ende des Hinweises.