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VorgehensweiseWorkload-Analyse Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Die Workload Analysis der Root Cause Analysis bietet einen Überblick über die Performance-Parameter innerhalb Ihrer gesamten Lösung. Mithilfe dieser Informationen können Sie einen generischen Performance-Engpass in einer Systemlandschaft aufspüren. Der Performance-Engpass wird dann mithilfe der komponentenspezifischen Werkzeuge analysiert, die für ABAP-Workload-Analysen, J2EE-Workload-Analysen und Analysen der Betriebssystemressourcen zur Verfügung stehen.

Verschiedene Monitore und Analysewerkzeuge liefern Ihnen Key Performance Indicators (KPI) für die verschiedenen Komponenten. In den allermeisten Fällen wird zunächst eine Analyse der Antwortzeiten insgesamt vorgenommen, um den Gesamt-Workload zu prüfen. Bei detaillierteren Analysen hilft Ihnen die Portfoliosicht bei der Identifizierung von Engpässen, indem sie die durchschnittlichen Antwortzeiten des Systems mit kumulierten hohen Antwortzeiten in Beziehung setzt. Dies deutet auf einen Performance-Engpass hin (hohe Arbeitslast in Verbindung mit einer hohen durchschnittlichen Antwortzeit).

Für die einzelnen Komponenten stehen komponentenspezifische Key Performance Indicators (KPIs) zur Verfügung. Sie können eine Überprüfung auf Abweichungen von Durchschnittswerten durchführen.

Voraussetzungen

Sie verfügen über die entsprechenden Berechtigungen für das Work Center Root Cause Analysis.

Vorgehensweise

Um eine Workload-Analyse zu starten, wechseln Sie zum Bereich Root Cause Analysis.

  1. Wählen Sie im Navigationsbereich End to End Analysis.

  2. Wählen Sie im Bereich Detailed Selection ein oder mehrere Systeme aus, für die Sie die Analyse durchführen möchten.

  3. Wählen Sie im Kopfbereich der Liste Detailed Selection die Drucktaste Workload Analysis, um die Anwendung für die Workload-Analyse zu starten.

Der Übersichtsbereich des Werkzeugs für die E2E-Workload-Analyse zeigt Ihnen die KPIs der Lösung in grafischer Form und in Tabellenform. Im oberen Bereich des Werkzeugs können Sie den Zeitrahmen für die angezeigten Daten an Ihre Bedürfnisse anpassen. Auf der rechten Seite finden Sie die numerischen Werte für die KPIs pro System.

Die standardmäßige Darstellungsart für die grafische Darstellung ist Time Profile. Das aggregierte Day Profile wird unabhängig von dem für die Darstellung gewählten Zeitrahmen stets angezeigt. Wenn Sie beispielsweise die vergangene Woche anzeigen, zeigt das Diagramm die Zeit von 0:00 bis 23:00 auf der X-Achse an, und somit die durchschnittlichen Werte pro Stunde für die vergangene Woche.

Mithilfe dieser Anzeige können Sie Workload-Spitzen schnell identifizieren, die direkt mit den üblichen Arbeitszeiten Ihres Systems zusammenhängen. Solange die Benutzer in den überwachten Systemen nicht weltweit agieren, ist ein deutliches Tagesmuster zu erwarten, mit Spitzen während des Tages und einem relativ geringen Workload bei Nacht. Das Zeitprofil steht sowohl für die durchschnittliche Antwortzeit als auch für die kumulierte Antwortzeit zur Verfügung.

Der Diagrammtyp Portfolio zeigt die durchschnittliche Antwortzeit auf der Y-Achse und die Tageszeit auf der X-Achse an. Die Größe der Markierungen stellt die kumulierte Antwortzeit dar. Kritische Situationen haben hohe und große Markierungen.

Bei einer Performance-Analyse suchen Sie nach Parametern, die sowohl hohe durchschnittliche Antwortzeiten als auch große kumulierte Antwortzeiten haben. Große kumulierte Antwortzeiten haben insgesamt die größten Auswirkungen auf die Performance eines Systems. Diese beiden Parameter sind zueinander direkt proportional:

Kumulierte Antwortzeit = durchschnittliche Antwortzeit × Anzahl der Ausführungen

Hinweis Hinweis

Die durchschnittliche Antwortzeit für den Datentyp Dialog wird immer in Millisekunden dargestellt; die kumulierte Antwortzeit wird dagegen immer in Sekunden dargestellt.

Ende des Hinweises.

Der Diagrammtyp Scatter stellt die Daten mit der durchschnittlichen Antwortzeit auf der X-Achse und der kumulierten Antwortzeit auf der Y-Achse dar. Ähnlich wie beim Time Profile werden Datenpunkte als Stundendurchschnitt für den ausgewählten Zeitrahmen dargestellt. Sie können sich vorstellen, dass das Diagramm in vier Quadranten unterteilt ist, die zwischen niedrigen und hohen durchschnittlichen Antwortzeiten auf der X-Achse und niedrigen und hohen kumulierten Antwortzeiten auf der Y-Achse unterscheiden. Der Quadrant oben rechts mit sowohl hoher durchschnittlicher Antwortzeit als auch hoher kumulierter Antwortzeit ist daher der kritische Quadrant. Die Werte in diesem Quadranten haben den größten Einfluss auf das System, in dem sie gemessen wurden.

Beispiel Beispiel

In einer Ordnung mit linearer Antwortzeit hängt die durchschnittliche Antwortzeit nicht direkt von der Anzahl der Ausführungen (also der Anzahl der Benutzer) ab. Datenmarkierungen sollten daher in einer Linie parallel zur Y-Achse um eine konstante durchschnittliche Antwortzeit verteilt sein. Wenn eine Situation mit hohem Workload das System zu einem nicht-linearen Verhalten bringt, zeigen die Datenmarkierungen die Abweichungen von dieser Linie. Die Datenpunkte können sich in diesem Fall in den kritischen Quadranten bewegen, wo die verteilten Punkte nicht mehr parallel zur Y-Achse liegen.

Ende des Beispiels.

Neben der Übersichtsregisterkarte können Sie einzelne Registerkarten auswählen, um die anwendungsspezifischen Workload-Daten jedes Systems Ihrer Lösung zu analysieren.

Ergebnis

Sie haben Daten angezeigt, auf deren Grundlage Sie weitergehende Analysen durchführen können.