TBOM erstellen 
Eine TBOM (Technical Bill of Materials) enthält alle Objekte, die an einer ausführbaren Einheit beteiligt sind. Mit Hilfe von TBOMs kann der Business Process Change Analyzer feststellen, ob eine ausführbare Einheit von einer Änderung betroffen ist oder nicht. Um den Business Process Change Analyzer sinnvoll einsetzen zu können, müssen Sie daher für jede ausführbare Einheit, die Sie in Ihren Szenarien, Prozessen und Prozessschritten verwenden, eine TBOM erstellen.
Alternativ senden sie TBOM-Aufzeichnungsaufgaben an den Geschäftsprozess-Experten, und der Geschäftsprozess-Experte erstellt die TBOMs.
Sie haben eine Business Process Hierarchy angelegt. Sie haben den relevanten Knoten ausführbare Einheiten zugewiesen.
Öffnen Sie in der Business Process Hierarchy die Attribute der ausführbaren Einheit, für die Sie eine TBOM erstellen wollen.
Wählen Sie im Work Center Testmanagement die Sicht Testvorbereitung.
Wählen Sie unter Testvorbereitungssichten aus, ob Sie Projekte oder Lösungen bearbeiten wollen.
Wählen Sie das erforderliche Projekt oder die erforderliche Lösung.
Die Business Process Hierarchy wird geöffnet.
Wählen Sie unterhalb des Geschäftsszenarios den Knoten aus, dessen ausführbare Einheiten Sie bearbeiten wollen.
Markieren Sie in der Registerkarte Transaktionen die ausführbare Einheit, die Sie bearbeiten wollen.
Wählen Sie das Symbol Attribute.
Wählen Sie die Registerkarte TBOM.
Hinweis
Wenn der Benutzerparameter AGS_BPCA_TBOM_EXPERT mindestens den Wert 1 hat, wird beim Öffnen des Attribute-Dialogs automatisch die Registerkarte TBOM gewählt.
Prüfen Sie das verwaltete System
Sie können nun entweder selbst eine TBOM erstellen oder die Erstellung einer TBOM beauftragen.
Wählen Sie TBOM anlegen.
Geben Sie eine Beschreibung an.
Standardmäßig besteht die Beschreibung aus folgenden Informationen:
[Projekt- oder Lösungs-ID]-[Knotentext]-[Komponente]-[Typ]-[Name der ausführbaren Einheit]
Falls erforderlich, können Sie den Namen ändern.
Wählen Sie die Art, auf die Sie Ihre TBOM erstellen wollen:
Dynamisch:
Die zugehörige ausführbare Einheit wird mit dem entsprechenden RFC-Benutzer im verwalteten System aufgerufen. Sie benötigen im verwalteten System die Berechtigung zum Ausführen der ausführbaren Einheit. Sie geben dort die für die ausführbare Einheit erforderlichen Daten ein.
Alle an der ausführbaren Einheit beteiligten Objekte werden im Hintergrund erfasst und nach Abschluss der ausführbaren Einheit in die TBOM übernommen. Die dynamische Erstellung umfasst auch RFC-Verbindungen und verzweigte GUI-Abläufe des Benutzers innerhalb des gleichen (primären) Systems sowie RFC-Verbindungen in weitere (sekundäre) Systeme. Weitere RFC-Verbindungen in Drittsysteme werden ebenfalls aufgezeichnet, nur verzweigte GUI-Abläufe innerhalb der Sekundär- oder Drittsysteme sind in der Aufzeichnung nicht mehr enthalten.
Wenn eine ausführbare Einheit Hintergrundjobs einplant, so erstellt das System für jeden Hintergrundjob eine eigene TBOM-Erweiterung mit den jeweils beteiligten Objekten.
Für folgende Typen von ausführbaren Einheiten können Sie dynamische TBOM-Erweiterungen erstellen:
BSP Anwendung
CRM WebClient Anwendung
SAP Anwendungs-URL (SAP_LONG_URL)
Programm
SAP CRM People Centric UI Anwendung
Transaktion
Hinweis
Der Abschluss der ausführbaren Einheit führt in der Regel zu neuen Datensätzen im verwalteten System. Beachten Sie dies, wenn Sie TBOMs in einem Produktivsystem erstellen.
Hinweis
Bei der Aufzeichnung einer dynamischen TBOM werden alle Aktionen im verwalteten System aufgenommen, die mit dem gleichen Benutzer ausgeführt werden. Stellen Sie deshalb sicher, dass dieser Benutzer während der TBOM-Aufzeichnung keine anderen Aktionen ausführt, die nicht zur aufgezeichneten ausführbaren Einheit gehören.
Statisch:
Hinweis
Die Möglichkeit, statische TBOMs zu erstellen, ist nur verfügbar, wenn der Benutzerparameter AGS_TBOM_EXPERT für Ihren Benutzer mindestens den Wert 3 hat.
Bei der statischen Erstellung wird die ausführbare Einheit nicht aufgerufen. Das System prüft mit einer Umfeldermittlung, welche Objekte an der ausführbaren Einheit beteiligt sind. Sie benötigen also keine Berechtigungen im verwalteten System. Dynamische Aufrufe oder generierte Objekte werden nicht gefunden und finden somit auch keinen Eingang in die TBOM. Das Ergebnis ist daher weniger präzise als bei der dynamischen Erstellung.
Für folgende Typen von ausführbaren Einheiten können Sie statische TBOM-Erweiterungen erstellen:
BSP Anwendung
Programm
Transaktion
Wenn der Benutzerparameter AGS_BPCA_TBOM_EXPERT für Ihren Benutzer mindestens den Wert 3 hat, können Sie bei der statischen Erstellung den gewünschten Verzweigungsgrad angeben. Standardmäßig ist der Verzweigungsgrad auf 3 eingestellt. Werte von 1 bis 4 sind möglich.
Bestätigen Sie Ihre Eingaben.
Falls Sie eine statische TBOM aufzeichnen, wird nach erfolgreicher Erstellung der TBOM eine Bestätigung angezeigt.
Wenn Sie eine dynamische TBOM aufzeichnen: Es wird ein Dialog mit Benutzername und Name der ausführbahren Einheit angezeigt. Wählen Sie in diesem Dialog Aufzeichnung starten
Die ausführbare Einheit wird in einem neuen Modus oder Browserfenster geöffnet.
Führen Sie die erforderlichen Aktivitäten im verwalteten System aus.
Nachdem Sie die Aktivitäten beendet haben: Schließen Sie den Modus oder den Browser. Nur so ist sichergestellt, dass wirklich alle beteiligten Objekte erfasst werden.
Wählen Sie Aufzeichnung beenden.
Der Solution Manager sammelt nun alle benutzten Objekte aus dem System oder den Systemen und erstellt daraus eine TBOM. Nach erfolgreicher Erstellung der TBOM wird eine Bestätigung angezeigt.
Der ausführbaren Einheit ist nun eine aktuelle TBOM zugeordnet.
Sie können zu der TBOM noch Erweiterungen hinzufügen.