Extraktor-Framework 
Das Extraktor-Framework ist die zentrale Infrastruktur des SAP Solution Manager zur Datensammlung und -verteilung. Es wird z. B. für das interaktive Reporting sowie für die End-to-End Monitoring- und Alerting-Infrastruktur verwendet. In der Verwaltung des Extraktor-Framework können Sie den Zustand der Extraktoren überwachen, Fehlerursachen identifizieren und Probleme beheben.
Sie nutzen die Verwaltung des Extraktor-Framework z. B. in folgenden Fällen:
Daten, die von Extraktoren bereitgestellt werden, sind in einer Anwendung nicht verfügbar. Sie identifizieren die Ursache, z. B. Verbindungsfehler, und beheben die Fehlerursache. Sie aktivieren Extraktoren, geben gebannte Extraktoren frei oder richten inkonsistente Extraktoren neu ein.
Beispiel
In einigen Szenarios, z. B. Anwendungsprotokoll, Portalaktivitätsbericht oder Datenvolumenmanagement, sind die betreffenden Extraktoren standardmäßig inaktiv. Sie aktivieren den betreffenden Extraktor nur dann, wenn Sie das Szenario tatsächlich nutzen.
Um Engpässe zu identifizieren, überwachen Sie die Performance der Extraktoren und ihre Wirkung auf Systeme. Sie identifizieren potentiell kritische Trends und Muster. Sie prüfen z. B. Folgendes:
Wie groß sind die Volumina der Daten, die gesammelt werden?
Wie lange dauert die Datensammlung?
Die Registerkarte Status zeigt den Status der Extraktoren und des Ressourcen-Managers, der die Extraktoren startet.
Auf der Registerkarte Extraktor-Framework erhalten Sie einen Überblick über den Status Ihrer Extraktoren. Standardmäßig wird der Status der letzten 20 Läufe angezeigt. Sie haben folgende Möglichkeiten:
Um z. B. fehlerhafte Extraktoren zu identifizieren, können Sie die Extraktoren im Bereich Extraktor-Zusammenfassung nach dem gewünschten Zustand filtern.
Um Fehlermeldungen oder Informationen zu den Ausführungen des Extraktors und zu den Phasen der Ausführung eines Extraktors anzuzeigen, markieren Sie den betreffenden Extraktor.
Sie können inaktive Extraktoren aktivieren, gebannte oder inkonsistente Extraktoren freigeben.
Weitere Informationen finden Sie unter Extraktor-Fehlfunktionen identifizieren.
Sie können die Konfiguration eines Extraktors ändern.
Weitere Informationen finden Sie unter Konfiguration eines Extraktors ändern.
Auf der Registerkarte Ressourcen-Manager haben Sie folgende Möglichkeiten:
Sie zeigen den Status und den nächsten geplanten Lauf des Ressourcen-Managers an. Standardmäßig startet der Ressourcen-Manager einmal pro Minute.
Wenn Sie z. B. feststellen, dass keine Extraktoren laufen, dann können Sie das Job-Protokoll aufrufen. Darin können Sie prüfen, ob eine Ressourcen-Beschränkung überschritten wurde.
Das Job-Protokoll ist nur dann vorhanden, wenn der Resourcen-Manager überhaupt läuft.
Weitere Informationen finden Sie unter Ressourcen-Beschränkung für Extraktoren anpassen.
Auf der Registerkarte Konfiguration haben Sie folgende Möglichkeiten:
Sie können im Bereich RFC-Management die maximale Anzahl der RFC-Verbindungen ändern, die gleichzeitig in einem verwalteten System geöffnet werden dürfen.
Weitere Informationen finden Sie unter Ressourcen-Beschränkung für Extraktoren anpassen.
Sie können Logon-Gruppen definieren, um Extraktorläufe nur für bestimmte Instanzen auf dem SAP Solution Manager-System zu erlauben.
Weitere Informationen finden Sie unter Anmeldegruppe definieren.
Sie können für den Ressourcen-Manager die Zahl der Worklist-Items festlegen.
Im Feld Anzahl der Einträge auf der Arbeitsliste ist standardmäßig der Wert 50 erfasst. Der Ressourcen-Manager versucht pro Lauf maximal 50 Extraktoren nacheinander abzuarbeiten.
Um die Performance des Extraktor-Framework in großen Systemlandschaften zu steigern, können Sie die Anzahl der Einträge auf der Arbeitsliste so lange erhöhen, wie alle Extraktoren erfolgreich gestartet werden können.
Achtung
Wenn die Anzahl der Einträge auf der Arbeitsliste zu hoch ist, verlängert sich Laufzeit des Ressourcen-Managers und kann den nächsten Lauf des Ressourcen-Managers verzögern.
Verändern Sie den Wert nur nach Rücksprache mit dem SAP-Support.
Auf der Registerkarte Performance haben Sie folgende Möglichkeiten:
Auf der Registerkarte Extraktor-Framework können Sie für einen bestimmten Zeitraum im Zeitverlauf anzeigen, wie viele Datensätze die Extraktoren erzeugt und im SAP NetWeaver BW gesichert haben.
Sie können untersuchen, welche Systeme stark unter Last stehen und welche Extraktoren die Last verursachen. Sie identifizieren potentiell kritische Trends und Muster. Sie identifizieren die Ursache eines besonderen Musters, identifizieren den betreffenden Extraktor und stellen sicher, dass die Performance-Daten aus normalen Prozessen resultieren.
Die Laufzeit bezeichnet die Zeit, die ein Extraktor braucht, um Daten zu sammeln. Die Durchschnittliche Schreibdauer bezeichnet die Zeit, die ein Extraktor im Durchschnitt benötigt, um einen Datensatz im SAP NetWeaver BW zu sichern.
Auf der Registerkarte Ressourcen-Manager können Sie die Laufzeit und den Durchsatz des Ressourcen-Managers für einen bestimmten Zeitraum im Zeitverlauf anzeigen. Sie auf diese Weise Unregelmäßigkeiten identifizieren, um Problemen vorzubeugen oder um Problemursachen zu identifizieren.
Die Laufzeit bezeichnet die Zeit, die der Ressourcen-Manager benötigt, um die Einträge auf der Arbeitsliste abzuarbeiten.
Der Durchsatz bezeichnet den Prozentsatz der vom Ressourcen-Manager erfolgreich gestarteten Extraktoren (1=100 %). Ein niedriger Anteil erfolgreicher Starts deutet auf einen Engpass hin. Sie können versuchen, die Ressourcenbeschränkung heraufzusetzen. Weitere Informationen finden Sie unter Ressourcen-Beschränkung für Extraktoren anpassen.
Auf der Registerkarte Ausnahmen haben Sie Zugriff auf eine grafische Oberfläche des Anwendungsprotokolls (Transaktion SLG1). Sie erhalten einen Überblick über Probleme. Um Fehlermeldungen anzuzeigen, markieren Sie das Problem. Angezeigt wird die ID des Eintrags der Arbeitsliste, den der Ressourcen-Manager nicht erfolgreich starten konnte.