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VorgehensweiseSchwellenwerte für Alerts festlegen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Schwellenwerte für gelbe und rote Alerts legen Toleranzen für die Antwortzeiten bei der Ausführung einzelner Schritte von EEMon-Skripten fest. Sie können die Schwellenwerte auf verschiedenen Ebenen festlegen:

  • Sie können Schwellenwerte gleichzeitig für alle Instanzen eines EEMon-Skripts festlegen.

  • Sie können gesonderte Schwellenwerte für einzelne Instanzen eines EEMon-Skripts festlegen, die von den betreffenden EEMon-Robots ausgeführt werden. Diese Schwellenwerte überschreiben die Einstellung, die Sie auf Skriptebene für alle Instanzen des EEMon-Skripts vorgenommen haben.

Beispiel Beispiel

Sie stellen fest, dass die Antwortzeiten eines Hosts in Frankfurt regelmäßig länger sind als die Antwortzeiten von Hosts in Paris und New York. In diesem Fall erhöhen Sie die Schwellenwerte für den Host in Frankfurt, um sicherzustellen, dass keine unerwünschten Alerts generiert werden.

Ende des Beispiels.

Um nicht für jede Instanz und jeden Schritt eines EEMon-Skripts manuell sinnvolle Schwellenwerte erfassen zu müssen, können Sie die Schwellenwerte auf der Grundlage historischer Durchschnittswerte berechnen und automatisch erfassen.

Voraussetzungen

  • Um statistisch signifikante Durchschnittswerte zu erhalten, haben Sie die Ausführung von EEMon-Skripten während mehrerer Tage im Real-Time-Monitoring beobachtet.

  • Sie haben Autorisierung als Administrator.

  • Sie befinden sich im Schritt Alerting der Guided Procedure für das Setup des End User Experience-Monitoring im Work Center SAP Solution Manager: Konfiguration.

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie die Registerkarte Schritte.

  2. Expandieren Sie die Hierarchie der technischen Szenarien, EEMon-Skripte und Schritte.

    Die globalen Schwellenwerte, die für die Schritte des jeweiligen EEMon-Skripts festgelegt sind, werden in den Spalten für gelbe (Grün zu Gelb) und rote Alerts (Gelb zu Rot) angezeigt,

    Die Schwellenwerte für die Antwortzeiten sind in Millisekunden angegeben.

  3. Wählen Sie Bearbeiten.

  4. Legen Sie die Schwellenwerte für gelbe und rote Alerts in den Spalten Grün zu Gelb und Gelb zu Rot fest.

  5. Optional: Berechnen Sie Schwellenwerte für einzelne Instanzen eines Skripts:

    1. Wählen Sie Schwellenwerte auf Robots.

      • In den Spalten G2Y vererbt und Y2R vererbt erscheinen die instanzunabhängigen Schwellenwerte für gelbe und rote Alerts.

      • Die Spalte MAX zeigt die maximalen gemessenen Antwortzeiten in Millisekunden an.

      • Die Spalte Durchschnitt zeigt die durchschnittlichen gemessenen Antwortzeiten in Millisekunden an.

      • Die Spalte Anzahl zeigt die Anzahl der Ausführungen der betreffenden Instanz eines EEMon-Skripts an, die der Ermittlung der Maximal- und Durchschnittswerte in Millisekunden) sowie der Standardabweichung zugrunde liegt.

      • Die Spalte DEV zeigt die Standardabweichung an. Ist der Wert ein Vielfaches des Durchschnittswerts, dann schwankt die Qualität der Skriptausführungen stark. Wir empfehlen, dass Sie die Ursache ermitteln. Im Normalbetrieb ist der Wert ein Bruchteil des Durchschnittswerts, die Qualität der Skriptausführungen ist gleichmäßig hoch.

      Hinweis Hinweis

      Das EEMon legt der Berechnung der Maximal- und Durchschnittswerte und der Standardabweichung nur Skriptausführungen zugrunde, bei denen das betreffende Business-Szenario verfügbar war (Alert-Status OK, Schlechte Performance, Kritische Performance), nicht jedoch z.B. Timeouts oder Ausführungen mit fehlgeschlagenen Text-Checks.

      Ende des Hinweises.
    2. Wählen Sie Historische Werte.

    3. Legen Sie im Feld Schwellenwerthistorie (Tage) fest, welchen Zeitraum (in Tagen) Sie für die Ermittlung von durchschnittlichen Antwortzeiten zugrunde legen möchten, und drücken Sie Enter.

      Maximal-, und Durchschnittswerte sowie die Standardabweichung werden für den eingegebenen Zeitraum neu berechnet.

      Empfehlung Empfehlung

      Wählen Sie einen Zeitraum, in dem keine Irregularitäten und statistischen Ausreißer vorgekommen sind.

      Ende der Empfehlung.
    4. Markieren Sie einen oder mehrere Schritte einer EEMon-Skript-Instanz.

    5. Wählen Sie Anpassen.

      Sie gelangen auf ein Dialogfenster.

    6. Legen Sie die tolerierte Abweichung vom historischen Durchschnittswert für gelbe und rote Alerts auf eine der beiden folgenden Arten fest:

      • Als Prozentwert im Feld Faktor auf den Durchschnittswert.

        Beispiel Beispiel

        Sie beobachten eine durchschnittliche Antwortzeit von 100 ms. Die tolerierte Abweichung soll 20 % betragen. Sie erfassen im Feld Faktor einen Wert von 1,2. Es wird ein Schwellenwert von 120 ms errechnet.

        Ende des Beispiels.
      • Als Schwankungsbreite um den historischen Durchschnittswert im Feld Faktor auf Standardabweichung + Durchschnittswert.

      Beispiel Beispiel

      Der historische Durchschnitt beträgt im Normalbetrieb 100 ms, die gemessene Standardabweichung beträgt 10 ms. Sie erfassen im Feld Faktor auf Standardabweichung + Durchschnittswert einen Wert von 2 (Sigma). Damit beträgt die Toleranz zwei Standardabweichungen (20 ms), und der Schwellenwert für das Generieren eines Alerts liegt bei 120 ms (2 x 10 + 100). 95,4 % aller normalverteilten Ausführungen liegen statistisch unterhalb des Schwellenwerts von 120 ms. Bei 3 Sigma liegen statistisch 99,7 % aller Ausführungen unterhalb des Schwellenwerts von 130 ms.

      Ende des Beispiels.

      Hinweis Hinweis

      Um die Streuung der gemessenen Antwortzeiten um den historischen Durchschnittswert grafisch anzuzeigen, markieren Sie einen Schritt und wählen Anzeigen.

      Ende des Hinweises.
    7. Wählen Sie OK

      Das System berechnet die Werte für die tolerierte Abweichung und übernimmt sie in die betreffenden Felder.

  6. Sichern Sie Ihre Eingaben.

Hinweis Hinweis

Um Schwellenwerte nach individuellen Regeln zu berechnen, können Sie die Tabelle mit den Definitionen der Schwellenwerte in eine Microsoft Excel-Tabelle exportieren und wieder hochladen.

Expandieren Sie den Bereich Schwellenwerte herunter- und heraufladen.

Ende des Hinweises.

Ergebnis

Im End User Experience-Monitoring werden die Status der EEMon-Skriptausführungen auf der Basis aktueller Schwellenwerte angezeigt.

Hinweis Hinweis

Um ein konsistentes Reporting zu garantieren, passt das System bei einer Änderung der Schwellenwerte die Status der alten Ausführungen nicht an.

Ende des Hinweises.