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ProzessKonfiguration der Stammdaten-Governance für Material Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Um SAP Master Data Governance (SAP MDG) für Material einsetzen zu können, müssen Sie die unten beschriebenen Schritte ausführen.

Voraussetzungen

Business Function

Sie haben folgende Business Functions aktiviert:

  • Stammdaten-Governance, generische Funktionen (MDG_FOUNDATION)

  • Stammdaten-Governance, generische Funktionen 2 (MDG_FOUNDATION_2)

  • Stammdaten-Governance, generische Funktionen 3 (MDG_FOUNDATION_3)

  • Stammdaten-Governance für Material (MDG_MATERIAL)

  • Stammdaten-Governance für Material 2 (MDG_MATERIAL_2)

  • Stammdaten-Governance für Material 3 (MDG_MATERIAL_3)

Hinweis Hinweis

Stellen Sie vor dem Aktivieren der Business Functions sicher, dass Sie Administrationsberechtigung für MDG haben. Die benötigten Berechtigungsobjekte werden mit der Berechtigungsrolle SAP_MDG_ADMIN geliefert. Wir empfehlen, dass Sie in Transaktion PFCG eine Kopie dieser Rolle anlegen und die entsprechenden Berechtigungswerte zuordnen. Für das Berechtigungsobjekt USMD_DM Datenmodell müssen Sie die Werte für das Berechtigungsfeld USMD_MODEL Datenmodell (zum Beispiel MM, BP oder 0G) und die Werte für die Berechtigungsaktivität ACTVT Aktivität (zum Beispiel 01: Anlegen oder generieren, oder 02: Ändern) zuordnen.

Ende des Hinweises

Wenn Sie Enterprise Services verwenden möchten, um Daten in den Staging-Bereich des Hubs zu replizieren, aktivieren Sie die Business Function ERP_MATERIAL_SOA. Wenn Sie die Homepage MDG for Material oder den Business Context Viewer verwenden möchten, aktivieren Sie die Business Functions /BCV/MAIN und /BCV/MAIN_1. Weitere Informationen über den Business Context Viewer finden Sie unter Business Context Viewer in der Einzelbearbeitung.

Wenn Sie die Business Function MDG_Material aktivieren, aktiviert das System das Datenmodell für Material (MM). Bevor Sie das System weiter konfigurieren, starten Sie die Transaktion SFW5 und prüfen, ob die Aktivierung fertig gestellt wurde, indem Sie im Menü Springen Switch Framew. Prot wählen und den entsprechenden Eintrag markieren.

Workflow einrichten

Um die regelbasierten Workflow-Prozesse von MDG für Material zu verwenden, haben Sie die allgemeinen Einstellungen zum SAP Business Workflow im Customizing für SAP NetWeaver unter   Application Server   Business Management   SAP Business Workflow   vorgenommen. Vergessen Sie nicht, das Berechtigungsprofil SAP_ALL neu zu generieren oder USMD*-Berechtigungsobjekte in die Berechtigung für den Benutzer WF-BATCH mit aufzunehmen.

Zur Aktivierung der Workflow-Merkmale verwenden Sie die halbautomatisierte Konfiguration in der Transaktion SWU3. Sie können diese Einstellungen auch im Customizing unter   SAP NetWeaver   Application Server   Business Management   SAP Business Workflow   Standardeinstellungen pflegen   vornehmen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Dokumentation der Konfigurationsaktivität. Beachten Sie beim Bearbeiten der Einstellungen Folgendes:

  • Bei der Konfiguration der RFC-Destination benötigen Sie die Superuser-Berechtigung, um den Standardbenutzer WF-BATCH anzulegen.

  • Generieren Sie das Berechtigungsprofil für SAP_ALL neu, oder nehmen Sie USMD*-Berechtigungsobjekte in die Berechtigung für den Benutzer WF-BATCH mit auf.

  • Für den Abschnitt Einträge aus HR-Steuertabellen prüfen müssen Sie möglicherweise den Report RHSOBJCH in der Transaktion SE38 ausführen und die Standardeinstellungen beibehalten.

  • Bearbeiten Sie die Vorsatznummern für die Standardobjekte.

  • Sie müssen den Web-Server und den Guided Procedures Gateway bearbeiten.

Suche einrichten

Sie müssen Enterprise Search entweder als Embedded Search oder als zentralen Suchmaschinenservice installiert und angebunden haben, damit Sie Stammdaten-Governance für Material nutzen können.

Profilparameter anpassen

Stellen Sie sicher, dass die Profilparametergröße für das Shared Objects Memory korrekt ist. Zur Prüfung dieser Einstellung starten Sie die Transaktion RZ11 und prüfen, ob der Wert für den Parameter abap/shared_objects_size_MB zwischen 200 und 300 Megabyte liegt.

Wenn Sie den SAP NetWeaver Business Client mit Single Sign-On verwenden wollen, stellen Sie sicher, dass die Parameter login/create_sso2_ticket und login/accept_sso2_ticket korrekt gesetzt sind.

Verwenden Sie die Transaktion RZ11, um zu prüfen, ob der Host-Name für den Parameter icm/host_name_full voll qualifiziert ist.

Benutzerrollen

Um die nächsten Schritte des Konfigurationsprozesses erfolgreich durchführen zu können, müssen Ihnen die folgenden Benutzerrollen in der Transaktion PFCG zugeordnet sein:

  • SAP_BC_TREX_ADMIN

  • SAP_J2EE_ADMIN — Portalrolle

  • SAP_QAP_ESH oder SAP_ESH_LOCAL_ADMIN wenn nicht verfügbar.

  • SAP_MDGA_MENU — Stammdaten-Governance: Analytics

  • SAP_MDG_ADMIN — Stammdaten-Governance: Administrator

    Diese Rolle enthält Berechtigungen für grundlegende Aufgaben im Zusammenhang mit der Konfiguration und der Administration der SAP Master Data Governance (MDG) für alle Bereiche. Mit einigen Berechtigungen können Sie kritische Aktivitäten durchführen. Wenn mehrere Benutzer bei der Konfiguration und der Administration des MDG-Contents beteiligt sind, empfehlen wir, diese Rolle in mehrere neue Rollen aufzuteilen und jeder neuen Rolle eine Teilmenge von Berechtigungen für diese Rolle zuzuordnen. Mit diesem Ansatz stellen Sie sicher, dass Benutzer nur Aufgaben ausführen, für die sie zuständig sind. Dadurch verringern Sie das Risiko kritischer Fehler. Berechtigungen für die MDG-bezogenen Transaktionen sind in dieser Rolle nicht enthalten.

  • SAP_MDGM_MENU_03 — Stammdaten-Governance für Material: Menü

  • SAP_MDGM_DISP_03 — Stammdaten-Governance für Material: Anzeige

  • SAP_MDGM_REQ_03 — Stammdaten-Governance für Material: Antragsteller

  • SAP_MDGM_SPEC_03 — Stammdaten-Governance für Material: Experte

  • SAP_MDGM_STEW_03 — Stammdaten-Governance für Material: Datenverwalter

Sie benötigen außerdem noch das Berechtigungsobjekt PLM_SPUSR, wenn der Suchobjekt-Konnektor für Enterprise Search für die Softwarekomponente Enterprise Search PLMWUI oder eine beliebige Softwarekomponente für Enterprise Search mit PLMWUI angelegt wird. Sie benötigen die Rolle SAP_PAGEBUILDER_DISPLAY, um mit dem Page-Builder-Tool auf Homepages zuzugreifen, die mit dem Page Builder erstellt wurden.

Web-Dynpro-Anwendungen

Sie haben die Services für Web-Dynpro-Anwendungen aktiviert. Eine detaillierte Liste der relevanten Services finden Sie unter Zu aktivierende Services für Web-Dynpro-Anwendungen.

Nummernkreise

Mit der Transaktion SNRO stellen Sie sicher, dass die untenstehenden Objekte die im Folgenden aufgeführten Nummernkreiswerte besitzen:

Objekt

Intervallnummer

von Nummer

bis Nummer

MDG_BS_MAT

01

0000000000000001

9999999999999999

USMD_CRIDX

1

000001

999999

USMD_CREQ

01

000000000001

999999999999

DATLDLOGID (Sie bearbeiten dieses Objekt nur, wenn es in Ihrem System existiert)

01

10000002

99999999

Prozess

Dieser Prozess beschreibt die für Folgendes erforderlichen Customizing-Schritte, die mindestens durchgeführt werden müssen, sowie die empfohlenen Prüfungen:

  • Materialien anlegen

  • Materialien ändern

  • Materialien zum Löschen vormerken

  • Mehrere Materialien bearbeiten

Die Einstellungen für diesen Prozess nehmen Sie im Customizing für Anwendungsübergreifende Komponenten unter   Prozesse und Werkzeuge für Enterprise Applications   Stammdaten-Governance   vor.

  1. Datenmodell MM aktivieren

    Prüfen (oder erweitern) Sie und aktivieren Sie das Datenmodell MM einschließlich der temporären IDs für die interne Nummernbehandlung.

    1. Prüfen Sie, ob Sie zur Verwaltung Ihrer Materialstammdaten mit der Stammdaten-Governance für Material das von SAP ausgelieferte Datenmodell verwenden können.

      Aktivieren Sie das gelieferte Datenmodell MM im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Datenmodellierung   Datenmodell bearbeiten  .

      Hinweis Hinweis

      Sie können jederzeit nach dem Aktivieren des Datenmodells den Governance-Umfang auswählen. Der Governance-Umfang bestimmt, welche Felder des Datenmodells die Stammdaten-Governance-Anwendung bearbeiten kann. Verwenden Sie folgende Customizing-Aktivitätl, um den Governance-Umfang einzugrenzen:   Stammdaten-Governance   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Governance-Umfang definieren  

      Wenn Sie eine Entität, eine Beziehung oder ein Attribut deaktivieren oder reaktivieren, hat dies keine Auswirklungen auf Dictionary- oder Datenbankobjekte. Die Deaktivierung hat lediglich zur Folge, dass MDG das gewählte Objekt nicht mehr, oder wieder, ändern kann. Wenn Sie ein Feld aus dem Governance-Umfang ausschließen, wird es auf der MDG-Benutzungsoberfläche zu einem schreibgeschützten Feld, das Sie entfernen können.

      Sie verwenden die Customizing-Aktivität BC-Set importieren, um Governance-Umfang zurückzusetzen, um den Governance-Umfang für das EHP6-Modell einzustellen, das nur identifizierende und beschreibende Daten enthält.

      Ende des Hinweises
    2. Ordnen Sie einen internen Schlüssel zu.

      Um die interne Schlüsselvergabe zu aktivieren, führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Datenmodellierung   die Aktivität Präfixe für interne Schlüsselvergabe festlegen aus.

      Beispiel: Wenn Sie neue Einträge mit den nachfolgenden Werten anlegen, erhalten alle temporären IDs das Präfix $ und eine interne, fortlaufende Nummer.

      • Datenmodell: MM

      • Entitätstyp: MATERIAL

      • Präfix: $

      Hinweis Hinweis

      Für MDG für Material können hier keine Berechtigungen definiert werden. Stattdessen werden die vorhandenen Backend-Berechtigungen verwendet.

      Weitere Informationen finden Sie im Customizing unter   Logistik Allgemein   Materialstamm   Werkzeuge   Berechtigungen und Berechtigungsprofile pflegen  .

      Andere Customizing-Aktivitäten in der Datenmodellierung sind nur für die Materialdomäne relevant, wenn Ihr Datenmodell erweitert werden muss. Weitere Informationen finden Sie unter Erweitern des Stammdaten-Governance-Contents und Erweitern des Datenmodells für Stammdaten-Governance für Material.

      Ende des Hinweises
  2. Business Configuration Set aktivieren

    Diese Aktivität führen Sie im Customizing für Stammdaten-Governancee unter   Stammdaten-Governance für Material   Vordefinierte Änderungsantragstypen importieren   aus.

    Um zu starten, wählen Sie Aktivieren. Behalten Sie dabei die Standardeinstellungen.

    Wenn Sie die Homepage MDG for Material oder den Business Context Viewer (BCV) verwenden möchten, aktivieren Sie unter   SAP Menü   Werkzeuge   Customizing   Business Configuration Sets   Aktivierung von BC-Sets   das BC-Set MDGAF_BCV.

  3. UI-Modellierung prüfen (optional)

    Aktivitäten zur UI-Konfiguration sind nur relevant, wenn Sie die Benutzungsoberfläche ändern möchten, oder wenn das MM-Datenmodell erweitert wurde.

    Die Web-Dynpro-Anwendung und die Anwendungskonfiguration in der PFCG-Rolle bestimmen zusammen mit den Customizing-Einstellungen die angezeigte Benutzungsoberfläche.

    Sie müssen die UI-Modellierung für die folgenden Web-Dynpro-Anwendungskonfigurationen verifizieren:

    Web-Dynpro-Anwendung

    Anwendungskonfiguration

    MDG_BS_MAT

    BS_MAT_INIT_03

    MDG_BS_MAT_OVP

    BS_MAT_OVP_03

    MDG_BS_MAT_OVP

    BS_MAT_OVP_03H

    Die von SAP gelieferte Komponentenkonfiguration enthält inhaltsbezogene Anpassungen (context-based adaptations, CBA), die die Benutzungsoberfläche dynamisch beeinflussen. Eine CBA enthält vordefinierte Werte für Dimensionen. Nachfolgend finden Sie Beispiele für vordefinierte Dimensionen: Logische Aktion, Änderungsantragstyp, Materialart und Schritt. Diese Dimensionen sind im Schema BS_MAT definiert. Sie finden die vordefinierten Schemata im Viewcluster FPM_VC_ADAPT_SCHEMA, den Sie über Transaktion SE54 erreichen.

    Wir liefern eine Anpassung für die Aktion Löschen. Einige Benutzungsoberflächenbausteine (UIBBs) sind ausgeblendet, und das System zeigt das Kennzeichen Zum Löschen vormerken an.

    Wir liefern eine weitere CBA für den Änderungsantragstyp MAT0A (Laden). In diesem Fall enthält der UIBB mit den Basisdaten das Kennzeichen Zum Löschen vormerken, damit der Benutzer es prüfen und anpassen kann. Wenn Sie einen weiteren Änderungsantragstyp für denselben Zweck verwenden, müssen Sie Ihre eigenen Anpassungen anlegen.

    Sie können das CBA-Schema wiederverwenden und mit kundendefinierten Dimensionen erweitern. Sie können eigene Schemata und UI-Konfigurationen ohne Modifikation anlegen. Weitere Informationen finden Sie in den Erweiterungsleitfäden.

    Hinweis Hinweis

    Sie können die Web-Dynpro-Anwendungen auch mit der Transaktion SE80 aufrufen. Der Paketname ist MDG_BS_MAT_UI.

    Ende des Hinweises

    Informationen zum Einschränken der Anzeige und Bearbeitung der Materialbezeichnung auf die jeweilige Anmeldesprache finden Sie in SAP-Hinweis 1750750. Um PDF-Druckformulare zu verwenden, aktivieren Sie das BC-Set MDGM_MDG_MATERIAL_VC_USMD140_03. EHP6-Systemen wurde ein neues BC-Set hinzugefügt (MDGM_MDG_MATERIAL_VC_USMD140), das das BC-Set MDGM_MDG_MATERIAL_V_USMD140C_C für PDF-Druckformulare ersetzt.

  4. Suche einrichten

    Ihnen stehen zwei Arten von Suchoptionen zur Verfügung:

    • Embedded Search (in ein lokales System in SAP NetWeaver integriert)

    • SAP NetWeaver Enterprise Search (wird zentral ausgeführt)

    Embedded Search ist auf Indizierung und Suche innerhalb eines einzeln SAP-Systems (einzelne SAPSID) beschränkt. Wenn Sie die Reichweite der Suche auf zwei oder mehr Systeme erweitern wollen, verwenden Sie SAP NetWeaver Enterprise Search. In Fertigungsszenarien mit einer Übernahme von großen Mengen an Daten müssen Sie eine separate TREX-Instanz installieren, die aus Gründen der Performance und der Handhabung großer Datenmengen ausschließlich von Embedded Search verwendet wird. Weitere Informationen zur Installation von TREX 7.1 finden Sie im SAP-Hinweis 1249465.

    Embedded Search

    Wenn Sie die Embedded Search verwenden möchten, führen Sie die entsprechende Aktivität im Customizing für SAP NetWeaver unter   Search   Embedded Search   aus.

    Wir liefern die folgenden zwei Standard-Templates für MDG für Material. Sie müssen diese Templates aktivieren und sie für die Indizierung vorbereiten.

    • Material (MATERIAL) – für die aktiven Daten, die sich in den Standardtabellen MA* befinden und für verwandte Objekte

    • Material-Template für MDG (MDG_MATERIAL) – für die inaktiven Materialdaten, die mit den MDG-Änderungsanträgen verknüpft sind

    Wenn Sie nicht mit TREX vertraut sind, oder wenn TREX noch nicht aktiviert ist, gehen Sie wie folgt vor, um die Grundeinstellungen vorzunehmen:

    1. Legen Sie den Benutzer TREX_RFC an.

      Wenn der Benutzer TREX_RFC nicht verfügbar ist, legen Sie ihn - wie im SAP-Hinweis 766516 beschrieben - für das Zielsystem mit den erforderlichen Rollen an.

    2. Stellen Sie eine Verbindung zu der TREX-Installation her.

      Sie haben während der TREX-Installation eine RFC-Destination für TREX angelegt. Führen Sie die Transaktion SM59 unter TCP/IP-Verbindungen aus, um zu prüfen, ob die Destination vorhanden ist und verknüpft werden kann. Verknüpfen Sie das ABAP-System mit dieser TREX-Destination.

      Weitere Informationen finden Sie im Customizing für SAP NetWeaver unter   Search und Operational Analytics   SAP NetWeaver Enterprise Search   TREX   TREX-Destination festlegen  .

      Alternativ können Sie den Report ESH_ADM_SET_TREX_DESTINATION ausführen.

    3. Legen Sie die Konnektoren an und indizieren Sie sie.

      Öffnen Sie das Administrations-Cockpit für Konnektoren im Customizing für SAP NetWeaver unter   Search und Operational Analytics   SAP NetWeaver Enterprise Search   Modellierung, Administration und Monitoring   Administration Cockpit öffnen  . Alternativ können Sie die Transaktion ESH_COCKPIT ausführen. Nehmen Sie folgende Einstellungen vor:

      1. Zum Öffnen des Modellierers wählen Sie den Link Modellierer.

      2. Treffen Sie im Menü Softwarekomponenten die Auswahl Softwarekomponenten verwalten, und wählen Sie Anlegen. Geben Sie den Namen für die neue Softwarekomponente ein und ordnen Sie ein Paket zu. Wählen Sie Anlegen. Geben Sie eine Beschreibung für die neue Softwarekomponente ein, und wählen Sie Sichern. Wählen Sie einen Workbench-Auftrag.

        Hinweis Hinweis

        Die neue Softwarekomponente ist notwendig, um alle Erweiterungen des Templates MATERIAL zu erhalten, die in der beinhalteten Softwarekomponente erstellt werden. Wenn Sie den Suchkonnektor für MATERIAL anlegen und beide Softwarekomponenten MDG_APPL und PLMWUI installiert haben, müssen Sie entscheiden, in welcher Softwarekomponente der MATERIAL-Konnektor angelegt wird. Der Grund dafür ist, dass sowohl MDG_APPL als auch PLMWUI übergeordnete Softwarekomponenten von SAP_APPL sind. Beide Templates (MDG_MATERIAL und MATERIAL) werden von den MDG-Anwendungen verwendet, die mit der Softwarekomponente MDG_APPL verbunden sind. Somit müssen die verbundenen Konnektoren in der Softwarekomponente MDG_APPL angelegt werden. Für Anwendungen, die mit der Softwarekomponente PLMWUI verbunden sind, muss der MATERIAL-Konnektor jedoch in der Software-Komponente PLMWUI angelegt werden. Jeder Konnektor kann jedoch nur in einer Softwarekomponente angelegt werden.

        Um diese Situation zu lösen, muss eine übergeordnete Komponente für MDG_APPL und PLMWUI angelegt werden. Wenn Sie nun den Konnektor MATERIAL or MDG_MATERIAL anlegen, wird er dieser neuen übergeordneten Komponente zugeordnet. Sie können in allen untergeordneten Softwarekomponenten verbundene Suchtemplates verwenden.

        Ende des Hinweises
      3. Markieren Sie Ihre neue Softwarekomponente und wählen Sie Softwarekomponente einbinden im Menü Softwarekomponente. Binden Sie die Komponente MDG_APPL ein. Wählen Sie Sichern, und wählen Sie Workbench-Transport. Wiederholen Sie diesen Vorgang für die höchste Softwarekomponente für den Konnektor MATERIAL. Wenn beispielsweise die Hierarchie der Softwareschicht PLMWUI > EA-APPL > SAP-APPL ist, verwenden Sie die Softwarekomponente PLMWUI. Wenn aber die Hierarchie der Softwareschicht EA-APPL > SAP-APPL ist, verwenden Sie die Softwarekomponente EA-APPL.

      4. Gehen Sie zurück zum Administration Cockpit und wählen Sie Anlegen. Wählen Sie die neue Softwarekomponente und suchen Sie nach dem Template MATERIAL. Wenn Sie das Template gefunden haben, legen Sie den Konnektor für Enterprise Search an. Legen Sie den Konnektor zuerst mit dem Template MATERIAL an, und warten Sie, bis die Aufgabe abgearbeitet ist, bevor Sie den Konnektor mit dem Template MDG_MATERIAL anlegen.

      5. Die beiden Konnektoren Material und Material-Template für MDG sind nun mit dem Status Wird vorbereitet und/oder Vorbereitet sichtbar. Markieren Sie den Konnektor für Material, und wählen Sie Indizierung einplanen im Menü Aktionen. In dem neuen Bild wählen Sie Eingabemaske anzeigen. Danach wählen Sie die Option für sofortige Indizierung und das Wiederholungsintervall. Sie können auch Echtzeitindizierung aktivieren, wenn die Dimension, die Parameter und die Leistungsfähigkeit des Systems das erlauben, Wählen Sie alle Objekttypen, und wählen Sie die Drucktaste Einstellungen kopieren. Nun werden die Standardeinstellungen aus der Eingabemaske in alle Objekttypen kopiert. Der Status des Konnektors wechselt auf Wird indiziert.

      6. Stellen Sie sicher, dass die Berechtigung indiziert wird. Enterprise Search benötigt eigene Berechtigungen. Die Berechtigungen aller MDG-Benutzer müssen im System für Enterprise Search indiziert werden. Das System schreibt jeden neuen oder geänderten Benutzer als Eintrag in die Tabelle ESH_AU_USR_UPD. Sie enthält die Benutzer-IDs, die seit der letzten Indizierung des technischen Objekttyps USER_AUTHORITY geändert wurden.

        Der Objekttyp USER_AUTHORITY muss regelmäßig für die Indizierung im System für Enterprise Search eingeplant werden. Der Objekttyp USER_AUTHORITY befindet sich im Konnektor Material oder im Konnektor MDG_MATERIAL. Sie können für USER_AUTHORITY keine Echtzeitindizierung aktivieren.

      Sobald die Indizierung fertig gestellt ist, sollten die beiden Konnektoren den Status Aktiv haben.

    4. Zur Prüfung der Suchfunktion verwenden Sie den Bericht ESH_TEST_SEARCH. Im Abschnitt Suchumfang geben Sie die Konnektor-ID ein. Anschließend geben Sie im Feld Anfrage DEFAULT ein und führen den Bericht aus.

      • Der Konnektor MATERIAL liefert die aktiven Materialstammdaten.

      • Der Konnektor MDG_MATERIAL liefert die nicht aktiven Materialstammdaten. Es muss mindestens einen aktiven Änderungsantragtyp MAT* geben, dem Materialien zugeordnet sind. Wenn das nicht der Fall ist, erhalten Sie die Meldung, dass der Such-Provider MDG_MATERIAL bei der Suche und der Dublettenprüfung aller Änderungsanträge, für die das relevant ist, nicht vorhanden ist.

    Weitere Information zu TREX finden Sie unter Konfiguration der TREX-Sicherheitseinstellungen.

    Search Engine Service

    Wenn Sie ein zentrales System für SAP NetWeaver Enterprise Search verwenden und andere SAP-NetWeaver-Systeme mit Embedded Search mit diesem zentralen System verbinden, führen Sie die im Customizing für SAP NetWeaver unter folgendem Pfad beschrieben Schritte aus:   Search   Search Engine Service  .

  5. Einstellungen für Datenqualität und Suche prüfen

    In dem von SAP ausgelieferten Standard wird SAP NetWeaver Enterprise Search für MDG für Material verwendet. In diesem Schritt können Sie Folgendes prüfen:

    • Vorhandensein des Eintrags ES und Aktivierung der Einstellungen Freitext, Komplexe Auswahl und Fuzzy-S. (Fuzzy-Suche).

      Dieser Eintrag kann weder entfernt noch deaktiviert werden (Eintrag E-Klasse wird von SAP ausgeliefert). Sie können diese Einstellungen im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Datenqualität und Suche   Suchanwendungen definieren   prüfen.

    • Das von SAP gelieferte Match-Profil für das MM-Datenmodell ist MATCH_MM_MATERIAL. Sie finden dieses Match-Profil im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Datenqualität und Suche   Suchanwendungen definieren  .

      Sie können nun Ihre eigenen Abgleichsfelder für die Berechnung potenzieller Dubletten und passender Werte definieren.

    • Konfiguration der Dublettenprüfung

      Um eine Dublettenprüfung durchzuführen, müssen Sie dem Datenmodell MM und dem Entitätstyp MATERIAL das vorgelieferte Match-Profil MATCH_MM_MATERIAL oder Ihr eigenes Match-Profil zuordnen. Geben Sie den Suchmodus ES ein, und wählen Sie das Feld MP-bas. UI. Schwellenwerte werden nicht berücksichtigt.

      Sie können diese Prüfung im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Datenqualität und Suche   Dublettenprüfung für Entitätstypen konfigurieren   konfigurieren.

    • Zuordnung von gelieferten Templates für Suchobjekt-Konnektoren

      Sie müssen sicherstellen, dass für den Business-Objekt-Typ 194 Material das gelieferte (oder generierte) Suchobjekt MDG_MATERIAL, Softwarekomponente MDG_APPL zugeordnet ist.

      Sie können diese Einstellungen im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Datenqualität und Suche   Templates für Suchobjekt-Konnektoren zu Objekttypen zuordnen   prüfen.

  6. Änderungsantragseinstellungen konfigurieren

    Je nach den Erfordernissen Ihres Unternehmens kann es sinnvoll sein, die Vorschlagswerte für Änderungsanträge anzupassen und zu erweitern.

    Nachfolgend sind die Mindesteinstellungen für einen elementaren Governance-Prozess beschrieben. Weitere Informationen zu den einzelnen Customizing-Aktivitäten finden Sie in der jeweiligen Dokumentation.

    1. Prüfen Sie bzw. legen Sie fest, welche Status ein Änderungsantrag haben kann, und welche Verarbeitungsoptionen für diese Status unterstützt werden. Optional können Sie neue Status hinzufügen, die in den Änderungsantragstypen verwendet werden sollen.

      Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Änderungsanträge   Status der Änderungsanträge bearbeiten  .

      Folgende Status werden für den SAP-Standardprozess benötigt. Wenn Sie nur Stammdaten-Governance für Material aktivieren, sollten Sie die Fehlenden manuell pflegen:

      Startwert

      Beschreibung

      Erlaubte Bearbeitung

      00

      Zu evaluieren

      Ändern der Objektliste

      01

      Inhaltlich zu genehmigen

      Ändern der Objektliste

      02

      Änderungen durchzuführen

      Durchführung der Änderungen

      03

      Zu überarbeiten

      Ändern der Objektliste

      04

      Abschließend zu prüfen

      Keine Bearbeitung

      05

      Abschließend genehmigt

      Keine Bearbeitung

      06

      Abschließend abgelehnt

      Keine Bearbeitung

      07

      Aktivierung fehlerhaft

      Keine Bearbeitung

      08

      Genehmigt, zu verteilen

      Keine Bearbeitung

      09

      Abhängige Daten zu bearbeiten/genehmigen

      Durchführen der Änderungen

      10

      Zu überarbeiten: Änderungen durchzuführen

      Durchführen der Änderungen

      11

      Fehler nach Aktivierung bearbeiten

      Durchführen der Änderungen

      12

      Genehmigt, Ansprechpartner zu bearbeiten

      Keine Bearbeitung

      30

      Mit Änderungen zu prüfen

      Durchführen der Änderungen

      99

      Kein Status gesetzt

      Keine Bearbeitung

    2. Stellen Sie sicher, dass die folgenden Business-Aktivitäten in Ihrem System vorhanden sind und dass sie dem Standarddatenmodell MM zugeordnet sind.

      • MAT1 – Material anlegen

      • MAT2 – Material bearbeiten

      • MAT3 Material anzeigen

      • MAT6 – Material zum Löschen vormerken

      • MATA – Mehrere Materialien bearbeiten

      • MATB Material importieren

      Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Betriebswirtschaftliche Aktivitäten   Betriebswirtschaftliche Aktivität anlegen  .

    3. Legen Sie neue Änderungsantragstypen für das Datenmodell MM an, oder validieren Sie nach dem Import über das Business Configuration Set (BC-Set).

      Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Änderungsanträge   Änderungsantragstyp anlegen  .

      Die folgende Tabelle enthält die Änderungsantragstypen für das Datenmodell MM. Nur die relevanten Spalten werden aufgeführt.

      Typ des Änderungsantrags

      Datenmodell

      Beschreibung

      Einzelobjekt

      Hauptentitätstyp

      Workflow

      MAT01

      MM

      Material anlegen

      ja

      MATERIAL

      WS60800086

      MAT02

      MM

      Material ändern

      ja

      MATERIAL

      WS60800086

      MAT06

      MM

      Material zum Löschen vormerken

      ja

      MATERIAL

      WS60800086

      MAT0A

      MM

      Mehrere Materialien bearbeiten

      nein

      MATERIAL

      WS60800086

      MAT0B

      MM

      Material importieren

      nein

      MATERIAL

      WS60800086

      Das von der Stammdaten-Governance für Material verwendete Standard-Workflow-Template heißt WS60800086. Das Template ist ein regelbasierter Workflow, der BRFplus-Entscheidungstabellen verwendet.

      Sie können für denselben Prozess auch ein Workflow-Template ohne BRFplus verwenden. Wenn Sie dieses Template verwenden möchten, ersetzen Sie im entsprechenden Änderungsantragstyp das Template WS60800086 mit dem Template WS46000057.

      Folgende Einstellungen sollten in den Unterstrukturen der Änderungsantragstypen vorhanden sein:

      • MAT01

        • Entitätstyp: MATERIAL

        • UI-Konfiguration: MDG_MM_APP_BS_MAT_GEN (nur relevant für Erweiterungspaket 5)

        • Meldungsausgabe: W Fehlermeldungen als Warnungen ausgeben

        • Betriebswirtschaftliche Aktivität: Material anlegen (MAT1)

        • Service-Level-Vereinbarung für Änderungsantragstypen: <frei lassen>

      • MAT02

        • Wie bei MAT01

        • Betriebswirtschaftliche Aktivität: Material bearbeiten / anzeigen / suchen (MAT2)

      • MAT06

        • Wie bei MAT01

        • UI-Konfiguration: MDG_MM_APP_BS_DEL_GEN (nur relevant für Erweiterungspaket 5)

        • Betriebswirtschaftliche Aktivität: Material zum Löschen vormerken (MAT6)

      • MAT0A

        • Wie bei MAT01

        • UI-Konfiguration: <frei lassen>

        • Betriebswirtschaftliche Aktivität: MATA – Mehrere Materialien bearbeiten

      • MAT0B

        • Wie bei MAT01

        • UI-Konfiguration: <frei lassen>

        • Betriebswirtschaftliche Aktivität: MATB Material importieren

    4. Bei Bedarf können Sie die Eigenschaften des Änderungsantragsschritts konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Änderungsanträge   Eigenschaften des Änderungsantragsschritts konfigurieren  .

    5. Optional können Sie Prioritäten, Gründe oder Ablehnungsgründe für Änderungsanträge definieren. Sie können Codes und eine Kurzbeschreibung eingeben, um Ihre Änderungsanträge zu kennzeichnen oder zu klassifizieren. Die Codes können später für die Änderungsantragsanalyse (Prozessqualitätsanalyse) verwendet werden. Sie können auch verwendet werden, um Workflow-gesteuerte Prozesse zu beeinflussen. Beispielsweise können Sie einen Änderungsantrag abhängig von seiner Priorität für die Sonderbearbeitung vormerken.

      Führen Sie folgende Aktivität im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Änderungsanträge   Prioritäten/Gründe/Ablehnungsgründe für Änderungsanträge vorgeben   aus.

    6. Optional können Sie Druckformulare für Änderungsanträge festlegen. Standardmäßig wird das Formular USMD_EDITION_CREQUEST verwendet. Diese Einstellung müssen Sie nur vornehmen, wenn Sie Ihr eigenes Formular oder mehrere Formulare verwenden.

      Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Änderungsanträge   Druckformular für Änderungsanträge festlegen  .

  7. Workflow-Aufgaben konfigurieren

    Als Voraussetzung haben Sie im Customizing für SAP NetWeaver unter folgendem Pfad die notwendigen allgemeinen Einstellungen für Workflows vorgenommen sowie die Aufbauorganisation definiert:   Application Server   Business Management   SAP Business Workflow  . Dann müssen Sie sicherstellen, dass die aktiven Typkopplungen für Material (BUS2250) richtig gesetzt sind. Folgen Sie den Anweisungen im Customizing für MDG unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Workflow   Typkopplung aktivieren  . Setzen Sie für den Eintrag BUS2250 mit keinem Workflow-Template das Kennzeichen Typkopplung aktiv, und heben Sie die Markierung des Ankreuzfelds Ereignis-Queue ermöglichen auf. Bearbeiten Sie diese Markierungen nicht für andere BUS2250-Einträge, denen Workflow-Template zugeordnet sind.

    Das von der Stammdaten-Governance für Material verwendete Standard-Workflow-Muster heißt WS60800086.

    Um die allgemeine Zuordnung von Bearbeitern mit dem regelbasierten Workflow sicherzustellen, führen Sie folgende Aktivität im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Workflow   Workflow-Aufgaben konfigurieren   aus.

    1. Wählen Sie Bearbeiter zuordnen bei der Anwendungskomponente CA-MDG-AF.

    2. Alle Aufgaben (erkennbar durch TS* in der ID), die keine Hintergrundaufgabe sind, müssen auf Generelle Aufgabe gesetzt werden. Wählen Sie hierzu die Aufgabe aus, und klicken Sie auf Eigenschaften. Wählen Sie anschließend Generelle Aufgabe. Stellen Sie insbesondere sicher, dass Sie diese Einstellung für die Aufgabe für die Dialogbearbeitung (TS 60807954) vornehmen.

    Abweichende Vorgehensweise mit der generischen Transaktion zur Pflege des Workflows:

    1. Starten Sie die Transaktion SWDD

    2. Im Feld Workflow geben Sie das Workflow-Muster WS60800086 ein. Die höchste Version wird automatisch ausgewählt.

    3. Im Navigationsbereich gehen Sie zum Schritt 000073 Dialogbearbeitung und wählen Sie ihn aus.

    4. Im Bereich Eigenschaften der Aufgabe wählen Sie Bearbeiterzuordnung f. Aufgabe. Wählen Sie die Drucktaste Bearbeiterzuordnung f. Aufgabe.

    5. Im nächsten Bild markieren Sie Dialogbearbeitung und wählen Sie die Drucktaste Eigenschaften.

    6. Im Dialogfester Aufgabe markieren Sie Allgemeine Aufgabe und wählen Sie Übernehmen.

    7. Gehen Sie zurück zur Liste Eigenschaften der Aufgabe und prüfen Sie, ob das Statussymbol neben Bearbeiterzuordnung grün oder gelb ist.

  8. Regelbasierten Workflow einrichten

    MDG für Material arbeitet mit erweiterten Workflowfunktionen durch die Kombination von SAP Business Workflow mit dem Werkzeug Business Rule Framework plus (BRFplus). Im folgenden Abschnitt wird beschrieben, wie Sie BRFplus aktivieren und wie Sie die Einstellungen für dieses Werkzeug laden.

    Prüfen Sie, ob die Schritte für den regelbasierten Workflow von dem BC-Set importiert wurden, indem Sie die folgende Customizing-Aktivität durchführen:   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Workflow   Regelbasierter Workflow   Schritte für regelbasierten Workflow definieren  .

    Die Folgenden sind die Standardschritte für alle Änderungsantragstypen:

    Typ des Änderungsantrags

    Änderungsantragsschritt

    Schlüssel

    Erfolgreiche Validierung erforderlich

    Beschreibung

    MAT01

    0

    Leer

    Leer

    Verarbeitung

    MAT01

    90

    Leer

    Geprüft

    Abschließende Prüfung

    MAT01

    91

    Leer

    Leer

    Aktivierung

    MAT01

    92

    Leer

    Leer

    BG überarbeiten/abbrechen

    MAT01

    93

    Leer

    Leer

    Validierung

    MAT01

    95

    Leer

    Leer

    Durchführen der Überarbeitung

    MAT01

    99

    Leer

    Leer

    Vollständig

    Wegen technischer Einschränkungen können weitere Einstellungen nicht in die Bearbeitung der BC-Sets mit aufgenommen werden. Aus diesem Grund mussten die folgenden Schritte manuell ausgeführt werden.

    1. Prüfen Sie, ob es noch bestehende Entscheidungstabellen gibt, und generieren Sie Entscheidungstabellen und Regeln für jeden Änderungsantragstyp entweder im Customizing oder über die Systemtransaktion USMD_SSW_RULE. Wenn dieser Schritt nicht möglich ist, gehen Sie zu Schritt 2; andernfalls gehen Sie zu Schritt 3.

    2. Exportieren Sie den Content aus dem Mandanten 000 und importieren Sie ihn in Ihren Hub-Mandanten.

    3. Pflegen Sie Ihren Content in den Entscheidungstabellen, so wie es Ihrem Governance-Prozess entspricht. Sie können den vorab gelieferten SAP-Content als Grundlage verwenden.

    Weitere Einzelheiten zu diesen Schritten finden Sie unten.

    Zum Aktivieren und Laden der erforderlichen Einstellungen für BRFplus gehen Sie wie folgt vor:

    1. Prüfen Sie, ob es bestehende Entscheidungstabellen gibt, und generieren Sie im Customizing unter   Allgemeine Einstellungen   Prozessmodellierung   Workflow   Regelbasierter Workflow   Regelbasierten Workflow konfigurieren   Entscheidungstabellen und Regeln für jeden Änderungsantragstyp.

      Geben Sie die Änderungsantragstypen nacheinander ein, und wählen Sie die Drucktaste Weiter. Nach der Prüfung der Entscheidungstabellen können Sie diesen Schritt verlassen, ohne weitere Aktivitäten auszuführen. Wenn Sie eine Fehlermeldung erhalten, die besagt, dass das Objekt nicht verfügbar ist, gehen Sie zum nächsten Schritt, ansonsten springen Sie zu Schritt 3. Sie können diese Einstellungen auch mit der Transaktion USMD_SSW_RULE vornehmen.

    2. Exportieren Sie den Content aus dem Mandanten 000 und importieren Sie ihn in Ihren Hub-Mandanten.

      1. Rufen Sie die Transaktion BRFplus im Mandanten 000 auf.

      2. Wählen Sie Personalisieren, und geben Sie im Feld Benutzermodus Export ein.

      3. Suchen Sie das Objekt USMD_SSW_CATA_MAT01 im Menü Workbench über Objekt öffnen. Verwenden Sie zur Suche die folgenden Werte:

        • Objekttyp CA: Katalog

        • Name: USMD_SSW_CATA_MAT*

      4. Wählen Sie aus dem Suchergebnis USMD_SSW_CATA_MAT01.

      5. Um den Content vom Mandanten 000 zu exportieren, wählen Sie im Repository die Anwendung (nicht den Katalogeintrag) aus, und wählen Sie   Werkzeuge   XML Export   aus.

        Wählen Sie das Objekt aus, und treffen Sie im Menü XML exportieren die Auswahl XML für gesamte Anwendung exportieren. Generieren Sie die XML-Datei, und laden Sie sie herunter. Sie können die Warnungen zu fehlenden Werten in der Werteliste ignorieren. Die Dateigröße jeder XML-Datei beträgt ca. 101kb. Das System fordert Sie unter Umständen dazu auf, den Import einem Transport zuzuordnen.

      6. Um den Content in Ihrem hauptsächlichen MDG-Mandanten zu importieren, starten Sie die Transaktion BRFplus, wählen Sie im Menü Werkzeuge XML-Import, dann wählen Sie Ihre XML-Datei und Datei hochladen aus.

      7. Wiederholen Sie diese Schritte für alle relevanten Änderungsantragstypen einschließlich den Folgenden:

        • MAT01 Material anlegen

        • MAT02 Material bearbeiten

        • MAT06 Material zum Löschen vormerken

        • MAT0A Mehrere Materialien bearbeiten

        • MAT0B Material importieren

      Der Import der Struktur wird auch die Werte in den drei vorab ausgelieferten Entscheidungstabellen enthalten. Zum Test der Standard-Workflow-Konfiguration müssen Sie in Ihrem System die beiden Einträge in DT_USR_AGT_GRP_MATXX vom Benutzer ANZEIGER zu einer oder zwei bestehenden Benutzer-IDs kopieren.

    3. Bearbeiten Sie Ihren Content in den Entscheidungstabellen, so wie es Ihrem Governance-Prozess entspricht. Sie können den vorab gelieferten SAP-Content als Grundlage verwenden.

      Hinweis Hinweis

      Wenn Sie die BRFplus-Entscheidungstabellen erweitern, sollten Sie sicherstellen, dass der Status des letzten Schritts auf 05 Abschließend genehmigt oder 06 Abschließend abgelehnt gesetzt wird.

      Ende des Hinweises

      Nachfolgend sind die Mindesteinstellungen für die relevanten Änderungsantragstypen beschrieben.

      • DT_SINGLE_VAL_MAT01

      • DT_NON_USER_AGT_GRP_MAT01

      • DT_USER_AGT_GRP_MAT01

      DT_NON_USER_AGT_GRP_MAT01 und DT_SINGLE_VAL_MAT01 enthalten die automatisierten Schritte und die von BRFplus verwendete Folgelogik. Die Folgelogik kann entweder zu einem automatisierten Schritt führen oder zu einer Benutzeraufgabe, die als Workflow sichtbar wird.

      Die an dem Stammdaten-Governance-Prozess beteiligten Benutzer müssen in die Tabelle DT_USER_AGT_GRP_MAT01 eingetragen werden, damit sie die Workflow-Aufgaben erhalten und durchführen können. Pflegen Sie die Bearbeiter (z.B. die Benutzer oder Organisationen in den Abschnitten Portal-Content und Portalrollenzuordnung dieses Dokuments) für alle Änderungsanträge und deren zugehörige Workflow-Schritte. Jede Bedingungs-Alias, die in der Tabelle DT_SINGLE_VAL_MAT01 erscheint, benötigt mindestens einen Bearbeiter, entweder einen Automatischen oder einen Benutzer (Gruppe). Deshalb muss für alle nicht automatisierten Schritte mindestens ein Eintrag in DT_USER_AGT_GRP_MAT01 vorhanden sein.

      Führen Sie diese Pflege für alle relevanten Änderungsantragstypen aus. Weitere Einzelheiten zu den Workflow-Konzepten finden Sie hier. Die folgenden Änderungsantragstypen erscheinen in der Standardauslieferung. MAT01, MAT02, MAT06, MAT0A, MAT0B.

      Wir liefern folgende Schritttypen aus:

      Schritttyp

      Kurzbeschreibung

      Aktionen

      1

      Änderungsantrag prüfen

      01 Zustimmen; 02 Widersprechen

      2

      Änderungsantrag genehmigen

      03 Genehmigen; 04 Ablehnen

      3

      Änderungsantrag bearbeiten

      05 Bearbeitung abschließen; 06 Zur Überarbeitung senden

      4

      Änderungsantrag überarbeiten

      07 Erneut senden; 08 Zurücknehmen

      5

      Änderungsantrag aktivieren

      09 Aktivieren; 10 Zur Überarbeitung senden

      6

      Änderungsantrag genehmigen (ohne Ablehnung)

      03 Genehmigen; 06 Zur Überarbeitung senden

      7

      Änderungsantrag überarbeiten (ohne Ablehnung)

      05 Bearbeitung abschließen

      8

      Änderungsantrag aktivieren

      09 Aktivieren; 04 Ablehnen

      Folgende Bearbeitertypen sind vorhanden:

      Useragenttyp

      Kurzbeschreibung

      US

      Benutzer

      O

      Organisationseinheit

      C

      Stelle

      S

      Planstelle

      AG

      Rolle

      SU

      Spezieller Benutzer (Aufrufer/Benutzer für letzten Schritt)

      Im Folgenden finden Sie den Standard-Content, der von SAP ausgeliefert wird:

      DT_SINGLE_VAL_MAT01/2/6/A/B

      Voriger Schritt

      Vorherige Aktion

      Bed.-Alias

      Neuer Schritt

      Neuer Änderungsantragsstatus

      00 (Änderungsantrag anlegen)

      Kein Wert

      1

      90 (Abschließende Prüfung)

      02 (Änderungen durchzuführen)

      90 (Abschließende Prüfung)

      09 (Aktivieren)

      2

      91 (Endgültige Genehmigung)

      02 (Änderungen durchzuführen)

      90 (Abschließende Prüfung)

      4 (Ablehnen)

      3

      95 (Durchführen der Überarbeitung)

      10 (Zu überarbeiten: Änderungen durchführen)

      91 (Endgültige Genehmigung)

      31 (Erfolgreiche Aktivierung)

      4

      99 (Beenden)

      05 (Abschließend genehmigt)

      91 (Endgültige Genehmigung)

      <>31 (Erfolgreiche Aktivierung)

      5

      90 (Abschließende Prüfung)

      11 (Fehler nach Aktivierung bearbeiten)

      92 (BG überarbeiten/abbrechen)

      Kein Wert

      6

      99 (Beenden)

      06 (Abschließend abgelehnt)

      95 (Durchführen der Überarbeitung)

      07 (Beantragen)

      7

      90 (Abschließende Prüfung)

      02 (Änderungen durchzuführen)

      95 (Durchführen der Überarbeitung)

      08 (Zurücknehmen)

      8

      92 (BG überarbeiten/abbrechen)

      02 (Änderungen durchzuführen)

      DT_USER_AGT_GRP_MAT01/2/6/A/B

      COND_ALIAS

      AGENT_GROUP

      STEP_TYPE

      USER_TYPE

      USER_VALUE

      1;5;7

      001

      8 (Änderungsantrag aktivieren)

      US

      ANZEIGER

      3

      001

      4 (Überarbeiten

      US

      ANZEIGER

      DT_NON_USER_AGT_GRP_MAT01/2/6/A/B

      COND_ALIAS

      AGENT_GROUP

      Prozessmuster

      2

      001

      06 (Aktivierung (Snapshot überspringen))

      4;6

      001

      99 ((Sub-)Workflow beenden)

      8

      001

      08 (Änderungsantrag verwerfen)

      Hinweise

      • Sie müssen Ihre neuen Einträge für jede der drei Entscheidungstabellen aktivieren.

      • Das Kopieren der beiden Standardeinträge in den Tabellen DT_USER_AGT_GRP_MAT01/2/6/A ist der schnellste Weg, Benutzer die Teilnahme an jedem Workflow-Schritt zu Testzwecken zu erlauben. Ändern Sie die Einträge wie folgt:

        • Benutzertyp AG (Rolle)

        • Benutzerwert: SAP_MDGM_MENU_03 (MDGM-Rolle in PFCG/SU01)

      • Wenn das System keinen Bearbeiter für Ihre Änderungsanträge finden kann, prüfen Sie die Hintergrundschritte des Workflow-Protokolls für den Änderungsantrag, um festzustellen, ob ein Workitem mit der Bezeichnung Status x für Änderungsantrag y setzen in Bearbeitung ist oder ob ein Fehler vorliegt. Wenn das der Fall ist, generieren Sie das Berechtigungsprofil SAP_ALL neu oder Sie nehmen USMD*-Berechtigungsobjekte in die Berechtigung für den Benutzer WF-BATCH mit auf.

      • Wenn Sie das Prozessmuster 06 (Aktivierung (Snapshot überspringen)) wählen, wird das Material aktiviert, auch wenn der Materialsatz im Backend-System nach dem Anlegen des Änderungsantrags geändert wurde. Bei der Aktivierung gehen alle Änderungen im Backend verloren. Informationen über eine Änderung dieses Verhaltens finden Sie in SAP-Hinweis 1797009. Wenn Sie diesen Hinweis implementieren, überschreibt das System nur Änderungen an Entitäten, die Teil des Änderungsantrags sind.

  9. Datenübernahme einrichten

    Mit der Datenübernahme können Sie Stammdaten zwischen verschiedenen Systemen verschieben. Bei diesen Systemen kann es sich um dezentrale Systeme oder um Ihr Stammdaten-Governance-System (MDG-System) handeln. Der erste Schritt der Datenübernahme ist der Export der Stammdaten in eine IDoc-XML-Datei, die Sie lokal oder auf Ihrem Anwendungsserver speichern können. Im zweiten Schritt importieren Sie die Daten in Ihr zentrales MDG-System. Während des Importschritts können Sie entscheiden, ob die neuen Stammdaten direkt im aktiven Bereich erscheinen, oder ob Sie mit Änderungsanträgen arbeiten und die Daten in den Staging-Bereich importieren möchten.

    Datenexport aus einem Quellsystem

    Um Materialstammdaten exportieren zu können, müssen Sie das logische System für IDoc-XML-Export für das Dateisystem der Anwendungsserver konfigurieren. Die folgenden Schritte sind nötig:

    1. XML-Datei-Port anlegen

      Zum Anlegen eines XML-Datei-Ports zur IDoc-Verarbeitung verwenden Sie die Transaktion WE21. Stellen Sie sicher, dass Sie von Ihrem lokalen System aus Netzwerkzugriff auf das Verzeichnis im XML-Datei-Port haben. Geben Sie den Portnamen, die Beschreibung und das physikalische Verzeichnis ein. Geben Sie den Funktionsbaustein EDI_PATH_CREATE_CLIENT_DOCNUM ein. In der Registerkarte "Ausgang: Triggern" geben Sie die RFC-Verbindung LOCAL_EXEC ein.

    2. Logisches System anlegen

      Starten Sie die Transaktion SALE, und gegen Sie zu   Grundeinstellungen   Logische Systeme  , wenn Sie ein neues logisches System anlegen wollen.

    3. Verteilungsmodell pflegen

      Starten Sie die Transaktion SALE, und gehen Sie zu   Geschäftsprozesse modellieren und implementieren   Verteilungsmodell pflegen und Sichten verteilen  . Dafür können Sie die Transaktion BD64 verwenden.

      1. Wechseln Sie in den Bearbeitungsmodus, und wählen Sie zum Anlegen eines neuen Eintrags Modellsicht anlegen. Geben Sie einen Kurztext und einen technischen Identifikator ein.

      2. Wählen Sie für das neu angelegte Modell Nachrichtentyp einfügen. Geben Sie einen logischen Namen für das Quellsystem und das Zielsystem ein, und wählen Sie die Nachrichtentypen MATMAS und CLFMAS.

    4. Partnerprofil anlegen

      Führen Sie die Transaktion SALE aus, und gehen Sie zu   Geschäftsprozesse modellieren und implementieren   Partnervereinbarungen   Partnervereinbarungen generieren  . Abweichend dazu können Sie auch die Transaktion BD82 verwenden.

      1. Wählen Sie das neu angelegte Modell unter Verwendung der Eingabehilfe, und dann wählen Sie das logische Zielsystem.

      2. Geben Sie den berechtigten Benutzer und die folgenden Werte ein:

        • Version: 3

        • Paketgröße: 100

        • Ausgabemodus: Sofort übergeben

        • Eingangsparameter Verarbeitung: Sofort

      3. Wählen Sie Ausführen. Sie können den dabei auftretenden Portfehler ignorieren.

    5. Starten Sie die Transaktion WE20, und nehmen Sie die folgenden Einstellungen vor:

      1. Öffnen Sie die Mappe Partnerart LS, und wählen Sie das vorher von Ihnen angelegte Partnerprofil.

      2. Aktualisieren Sie die Nachrichtentypen MATMAS und CLFMAS im Abschnitt Ausgangsparameter. Der Empfängerport ist der XML-Dateiport aus dem oben beschriebenen Schritt. In das Feld Basistyp geben Sie MATMAS05 für MATMAS und CLFMAS02 für CLFMAS ein.

    6. IDoc-XML testweise anlegen

      1. Generieren Sie das IDoc-XML für Material in der Transaktion BD10.

      2. Prüfen Sie die neu generierten IDocs mit der Transaktion WE02 oder BD87. Sie können den Empfängerport im Feld Partnerport als Filterkriterium verwenden.

      3. Verwenden Sie die Transaktion AL11 zum Auffinden der XML-Dateien im Verzeichnis Ihres XML-Ports.

      4. Wenn Sie die Datei in das lokale Verzeichnis zu Analysezwecken herunterladen wollen, verwenden Sie die Transaktion CG3Y.

    Dateiimport ins Zielsystem (MDG-Hub)

    Wenn Sie Parallelverarbeitung für den Datenimport verwenden möchten, empfehlen wir, dass Sie Ihre Präfixe für die Queue-Namen im QIN Scheduler registrieren, damit sie automatisch hinzugefügt werden und nicht jedesmal manuell aktiviert werden müssen. Zur Registrierung des Queue-Namens gehen Sie wie folgt vor:

    1. Starten Sie die Transaktion SMQ2

    2. Wählen Sie die Drucktaste Ausführen. Die Liste der aktuellen Queues wird angezeigt.

    3. Wählen Sie QIN-Scheduler im Menü Springen.

    4. Wählen Sie die Drucktaste Registrierung.

    5. Im Feld Queue-Name geben Sie das Präfix für Ihre Queues ein. Fügen Sie einen Asterisken nach dem Namen hinzu, damit Sie beim Einplanen des Exports oder Imports zusätzlich zum Präfix noch Text eingeben können. Geben Sie bei Bedarf weitere Details ein. Weitere Informationen finden Sie unter Eingangsqueue registrieren.

    6. Wählen Sie OK.

    Ihre neue Queue ist registriert und wird automatisch ausgeführt. Wir empfehlen, dass Sie die Mitarbeiter informieren, die mit dem Service Stammdaten importieren und dem neuen Queue-Namen arbeiten, damit sie ihn beim Anlegen neuer Importe verwenden können.

    Die IDoc-XML-Dateien enthalten die folgenden Felder im Kopfteil.

    Feldname

    Feldbezeichnung

    Wert

    SNDPRT

    Partnerart

    LS

    SNDPRN

    Absenderpartnernummer

    Unten in Schritt 3 definiert.

    SNDPOR

    Absenderport

    Unten in Schritt 1 definiert.

    RCVPRT

    Partnerart

    LS

    RCVPRN

    Empfängerpartnernummer

    unten in Schritt 3 definiert

    RCVPOR

    Empfängerport

    unten in Schritt 1 definiert

    Um IDoc-XML-Dateien importieren zu können, müssen Sie zunächst folgende Einstellungen vornehmen:

    1. Verwenden Sie die Transaktion IDX1 zum Anlegen von zwei Ports im IDoc-Adapter, einen zu Absenden und einen zum Empfangen. Geben Sie den Port, den Mandanten, die Beschreibung und die RFC-Destination für jeden Port ein. Beide Ports sollten die RFC-Destinations des MDG-Hubs haben. Prüfen Sie, ob die Namen zu den Portnamen in Ihrer IDoc-XML-Datei für SNDPOR und RCVPOR passen; Details finden Sie in der unten stehenden Tabelle.

    2. In der Transaktion WE21 geben Sie den empfangenden XML-Port. Sie verwenden denselben Namen wie im oben beschriebenen Schritt 1. Geben Sie den Portnamen in der Mappe XML-Datei ein, und anschließend geben Sie eine Beschreibung und eine physikalisches Verzeichnis ein Im Feld Funktionsbaustein geben Sie EDI_PATH_CREATE_CLIENT_DOCNUM ein. In der Registerkarte Ausgang:Triggern geben Sie im Feld RFC-Destination LOCAL_EXEC ein.

    3. In der Transaktion BD54 geben Sie die Absender- und Empfängerpartnernummern als logische Systemnamen ein.

    4. In der Transaktion FILE legen Sie den Namen des logischen Pfads an. Geben Sie eine logische Datei und eine Bezeichnung ein. Im Feld phys. Pfad geben Sie <PARAM_1> ein. Im Feld Datenfomat geben Sie BIN ein. Geben Sie im Feld Arbeitsgebiet den Wert CA ein. Im Feld Logischer Pfad geben Sie den logischen Dateipfad an.

    5. Öffnen Sie die Konfigurationsaktivität   Allgemeine Einstellungen   Datenübernahme   Dateiquell- und Archivverzeichnisse für Datenübernahme definieren   und ordnen Sie den Namen des logischen Dateipfads als Verzeichnis für die Datenübernahme.

    6. In der Transaktion AL11 stellen Sie sicher, dass die IDoc-XML-Dateien in dem logischen Pfad abgelegt sind und dass sich in diesem Verzeichnis keine anderen Dateien befinden. Zur Anzeige der bestehenden IDoc-XML-Datei führen Sie einen Doppelklick auf dem Pfad aus. Mit der Transaktion CG3Z können Sie eine lokale IDoc-XML-Datei auf den Pfad kopieren.

    7. Zum Testen des Datenimports öffnen Sie den Service Datenimport im Work Center Material-Governance des SAP NetWeaver Portals oder des SAP NetWeaver Business Clients. Weitere Informationen finden Sie unter Datenimport.

    Mit der Funktion Monitoring der Datenübernahme können Sie sich einen Überblick über Ihre Datenübernahmeprozesse verschaffen.

  10. Datenreplikation einrichten

    Bei Stammdaten-Governance für Material haben Sie zwei Möglichkeiten, Daten vom MDG-Hub an die verbundenen Systeme und Mandanten zu replizieren.

    • Datenreplikation über Application Link Enabling (ALE)

    • Datenreplikation über Application Link Enabling (ALE) mit dem Datenreplikations-Framework

    Weitere Information finden Sie im Customizing unter   Application Server   IDoc-Schnittstelle / Application Link Enabling (ALE)   SAP Business Workflow  .

    Datenreplikation über ALE einrichten

    Der folgende Prozess beschreibt die Mindesteinstellungen, die für die zwei Hauptnachrichtentypen MATMAS und CLFMAS erforderlich sind.

    1. Prüfen Sie die logischen Systeme

      Starten Sie die Transaktion SALE und wählen Sie   Grundeinstellungen   Logische Systeme  . Beide Mandanten (Quelle und Ziel) müssen als logisches System definiert und den relevanten Mandanten zugeordnet werden.

    2. Prüfen Sie die Kommunikation

      Starten Sie die Transaktion SALE und wählen Sie   Kommunikation   RFC-Verbindungen anlegen  . Das Zielpartnersystem muss hier als ABAP-Verbindung mit Verbindungstyp 3 und demselben Namen wie das Zielpartnersystem definiert sein. Führen Sie einen Verbindungstest durch.

    3. Pflegen Sie das Verteilungsmodell

      1. Rufen Sie die Transaktion SALE (ALE Customizing anzeigen) auf, und wählen Sie   Geschäftsprozesse modellieren und implementieren   Verteilungsmodell pflegen und Sichten verteilen  . Alternativ können Sie die Transaktion BD64 (Verteilungsmodell anzeigen) ausführen.

      2. Legen Sie ein neues Modell im Änderungsmodus an.

        Wählen Sie hierzu die Drucktaste Modellsicht anlegen. Geben Sie einen Kurztext und einen technischen Namen ein.

      3. Wählen Sie für das neu angelegte Modell die Drucktaste Nachrichtentyp einfügen.

      4. Geben Sie den Namen des logischen Quell- und Zielsystems ein, und wählen Sie den Nachrichtentyp MATMAS.

    4. Partnerprofil anlegen

      1. Führen Sie die Transaktion SALE aus, und wählen Sie   Geschäftsprozesse modellieren und implementieren   Partnervereinbarungen   Partnervereinbarungen generieren  . Alternativ können Sie die Transaktion BD82 (Generierung der Partnervereinbarung) ausführen.

      2. Wählen Sie das neu angelegt Modell aus, und geben Sie im Feld Partnersystem das logische Zielsystem an.

      3. Geben Sie den ALE-Benutzer (der Vorschlagswert ist ALEREMOTE) und die folgenden Werte ein, und wählen Sie Ausführen.

        Feld

        Wert

        Version

        3

        Paketgröße

        100

        Ausgabemodus

        IDoc sofort übergeben

        Eingangsparameter: Verarbeitung

        Anstoß sofort

      4. Um Ihre Einstellungen zu prüfen, führen Sie die Transaktion WE20 aus, und wählen dort vom Menü Partnervereinbarungen aus Partnerart LS. Prüfen Sie, ob Partnervereinbarungen das logische Zielsystem ist.

      5. Im Detailbild sollte dann der ausgewählte Nachrichtentyp MATMAS erscheinen.

    5. Modellsicht an Empfängersystem verteilen

      1. Führen Sie die Transaktion SALE aus, und wählen Sie   Geschäftsprozesse modellieren und implementieren   Verteilungsmodell pflegen und Sichten verteilen  . Alternativ können Sie die Transaktion BD64 ausführen.

      2. Wählen Sie das neue Modell aus, und wählen Sie   Bearbeiten   Modellsicht   Verteilen  .

      3. Prüfen Sie, ob das korrekte Empfängersystem markiert ist, und wählen Sie Enter.

      4. Prüfen Sie innerhalb des Empfängersystems, dass die Modellsicht angelegt wurde.

    6. Partnerprofil anlegen (im Empfängersystem)

      1. Führen Sie die Transaktion SALE aus, und wählen Sie   Geschäftsprozesse modellieren und implementieren   Partnervereinbarungen   Partnervereinbarungen generieren  . Alternativ können Sie die Transaktion BD82 ausführen.

      2. Wählen Sie das verteilte Modell aus.

      3. Geben Sie den ALE-Benutzer und die folgenden Werte ein, und wählen Sie Ausführen.

        Feld

        Wert

        Version

        3

        Paketgröße

        100

        Ausgabemodus

        IDoc sofort übergeben

        Eingangsparameter: Verarbeitung

        Anstoß sofort

        Hinweis Hinweis

        Wenn das Protokoll den Fehler Port konnte nicht angelegt werden enthält, kann er ignoriert werden.

        Ende des Hinweises
      4. Prüfen Sie, dass der korrekte Vorgangscode verwendet wird. Dafür gehen Sie zu den Details der Nachrichtentypen für die Eingangsparameter, und in den Eingangsoptionen prüfen Sie, ob der Parameter Vorgangscode MATM ist.

      Folgen Sie den oben genannten Schritten, und fügen Sie dem Modell den Nachrichtentyp CLFMAS hinzu. Der Prozesscode in Eingangsdetails für WE20 muss CLFM sein. Sie können die Verteilung mit der Transaktion BD10 testen. Prüfen Sie die Ergebnisse im Empfängersystem mit der Transaktion BD87.

    7. Wiederholen Sie diesen Vorgang für den Nachrichtentyp CLFMAS.

      Hinweis Hinweis

      In der Konfigurationsaktivität Technische Einstellungen für Business-Systeme definieren empfiehlt SAP, dass Sie das Ankreuzfeld Systemfilterstatus für das Business-Objekt Material wählen. Hier stellen Sie sicher, dass eine Objektinstanz weiterhin unabhängig von den Filtereinstellungen versendet wird, wenn sie zuvor am ein Zielsystem gesendet wurde.

      Ende des Hinweises

    Datenreplikation über ALE mit DRF einrichten

    Wenn Sie das Datenreplikations-Framework (DRF) im Zusammenspiel mit ALE verwenden, können Sie in der Stammdaten-Governance für Material die Replikation der Materialstammdaten vom MDG-Hub an verbundene dezentrale Systeme einplanen, starten und ein Monitoring durchführen.

    Hinweis Hinweis

    Wenn Sie ALE und DRF zusammen für die Replikation von Materialien nutzen, können Sie die Leistungsfähigkeit verbessern, indem Sie die Änderungszeiger für den Nachrichtentyp MATMAS entmarkieren. Sie können diese Einstellung in der Konfigurationsaktivität Änderungszeiger pro Nachrichtentyp aktivieren vornehmen. Nehmen Sie diese Einstellung nur vor, wenn alle Ihre MDG-Systeme in der Weise konfiguriert sind, dass sie ALE und DRF im Zusammenspiel nutzen. Wenn Sie ALE ohne DRF in einem oder mehreren verbundenen Systemen verwenden, deaktivieren Sie die Änderungszeiger nicht.

    Ende des Hinweises

    Das folgende Customizing ist für die Datenreplikation relevant:

    • ALE (siehe Datenreplikation über ALE einrichten oben)

    • Enterprise Search (siehe Suche einrichten oben)

    • Schlüssel-Mapping (siehe Schlüssel-Mapping unten)

    • ALE-Audit (siehe Customizing für ALE-Audit unten)

    • Datenreplikations-Framework (DRF)

    Der folgende Prozess beschreibt die Schritte, die nötig sind, um das Customizing für die letzten drei oben stehenden Punkte durchzuführen.

    Customizing für Datenreplikations-Framework (DRF)

    1. Führen Sie die Transaktion DRFIMG aus, und navigieren Sie zu   Standardeinstellungen für Outbound-Implementierungen erweitern   Parameter definieren  , um zu prüfen, ob der Ausgangsparameter PACK_SIZE_BULK vorhanden ist.

      Folgende Informationen sollten für diesen Parameter vorliegen:

      Ausgangsparameter

      Beschreibung

      Data Type

      Wertlänge

      PACK_SIZE_BULK

      Paketgröße für Message-Pakete

      Integer

      10

    2. Mit der Transaktion DRFIMG können Sie prüfen, ob die unten stehenden Filterobjekte definiert sind. Zur Anzeige der Filterobjektdefinitionen wählen Sie   Standardeinstellungen für Outbound-Implementierungen erweitern   Filterobjekte definieren  . Das Hauptfilterobjekt ist MDG_BS_MAT.

      Filterobjekte

      Typ

      Technischer Name

      Beschreibung

      Segmentfilterobjekt

      F_MAT1

      Werkssegment für Material

      Segmentfilterobjekt

      F_MAT2

      Segment Verkauf des Materials

      Segmentfilterobjekt

      F_MAT3

      Segment Ablage des Materials

      Segmentfilterobjekt

      F_MAT4

      Steuerkennzeichensegment für Material

      Segmentfilterobjekt

      F_MAT5

      Bewertungssegment für Material

      Segmentfilterobjekt

      F_MAT6

      Klassensegment für Material

    3. Mit der Transaktion DRFIMG können Sie prüfen, ob die Outbound-Implementierung I_MAT definiert ist. Wählen Sie   Standardeinstellungen für Outbound-Implementierungen erweitern   Outbound-Implementierungen definieren  .

    4. Definieren Sie die technischen Einstellungen für das Business-System.

      1. Geben Sie die Transaktion DRFIMG ein, und navigieren Sie zu   Benutzerdefinierte Einstellungen für die Datenreplikation definieren   Technische Einstellungen für Business-Systeme definieren  .

      2. Im Feld Business-System geben Sie das Empfängersystem ein. Im Feld Logisches System geben Sie das für die IDoc-Kommunikation verwendete logische System ein. Im Feld RFC-Destination geben Sie die RFC-Destination ein, die für die RFC-Kommunikation mit dem Empfängersystem verwendet werden soll.

      3. Wählen Sie einen Eintrag und doppelklicken Sie auf Business-Systeme und Business-Objekte definieren.

      4. Im Feld BO-Typ geben Sie den Business-Objekttyp 194 ein. Im Feld Beschreibung geben Sie einen Beschreibungstext ein.

      5. Wählen Sie einen Eintrag und doppelklicken Sie auf Business-Systeme, BOs und KommKanäle definieren. Im Feld KommKanal geben Sie ein, wie Sie Daten an die Anwendungen übermitteln wollen. Im Feld SchlüHarm. geben Sie ein, ob für Ihre Schlüssel eine Schlüsselharmonisierung zwischen dem Hub und den dezentralen Systemen erfolgen soll.

    5. Legen Sie ein Replikationsmodell an und ordnen Sie es wie folgt der Outbound-Implementierung zu:

      1. Geben Sie die Transaktion DRFIMG ein.

      2. Navigieren Sie zu   Datenreplikation   Benutzerdefinierte Einstellungen für die Datenreplikation definieren   Replikationsmodelle definieren  .

      3. Wählen Sie Replikationsmodell definieren und dann Neue Einträge.

      4. Geben Sie ein Replikationsmodell und eine Beschreibung ein. Im Feld Prot. Tage können Sie die Anzahl der Tage eingeben, nach denen ein Anwendungsprotokoll abgelaufen sein soll. Geben Sie im Feld Datenmodell den Wert MM ein.

      5. Markieren Sie das neu definierte Replikationsmodell, und wählen Sie Outbound-Implementierung zuordnen.

      6. Wählen Sie Neue Einträge.

      7. Ordnen Sie die Outbound-Implementierung I_MAT zu.

      8. Ordnen Sie ein Zielsystem für die Outbound-Implementierung I_MAT zu.

      9. Ordnen Sie den Ausgangsparameter PACK_SIZE_BULK der Ausgangsimplementierung I_MAT mit dem Ausgangsparameterwert 5 zu.

    6. Sichern Sie das Replikationsmodell, und aktivieren Sie es.

  11. Werte-Mapping definieren

    Die Elemente für ein mögliches Werte-Mapping werden vorgeliefert.

    Falls erforderlich können Sie ein Werte-Mapping für Elemente wie Mengeneinheit, Branche, Materialtyp usw. im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Werte-Mapping   definieren. Materialspezifische Customizing-Aktivitäten zum Schlüssel- und Werte-Mapping finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter Stammdaten-Governance für Material.

  12. Schlüssel-Mapping für Materialnummern definieren

    Wenn Sie mit mehreren verbundenen Systemen arbeiten und die Materialschlüssel während der Erstdatenübernahme nicht konsolidiert haben, ist eventuell ein Schlüssel-Mapping erforderlich.

    Sie können die systemspezifischen Mappings für den Schlüsselwert des Lieferanten im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Allgemeine Einstellungen   Schlüssel-Mapping   definieren. Materialspezifische Customizing-Aktivitäten zum Schlüssel- und Werte-Mapping finden Sie im Customizing für Stammdaten-Governance unter   Stammdaten-Governance für Material  .

    Die Mapping-Definitionen des Schlüssel-Mappings werden von einem autorisierten Benutzer anhand des Geschäftsvorgangs aus dem Portal oder der entsprechenden Transaktion im Backend durchgeführt.

    Customizing für Schlüssel-Mapping

    Wenn Sie mit mehreren verbundenen Systemen arbeiten, wollen Sie möglicherweise das Schlüssel-Mapping zwischen dem MDG-Hub und den dezentralen Systemen definieren oder konfigurieren. Mit den folgenden Schritten legen Sie fest, ob Schlüssel-Mapping oder Harmonisierung für das dezentrale System und das Hub-System stattfinden soll.

    1. Geben Sie die Transaktion DRFIMG ein und navigieren Sie zu   Technische Einstellungen festlegen   Technische Einstellungen für Business-Systeme definieren  .

    2. Markieren Sie ein Business-System, und wählen Sie Business-Systeme und Business-Objekte definieren.

    3. Wählen Sie BO-Typ 194.

    4. Wählen Sie Business-Systeme, BOs und KommKanäle definieren.

    5. Prüfen Sie in der Spalte SchlüHarm., ob der Kommunikationskanal harmonisierte IDs oder Schlüssel-Mapping verwendet. Wenn nichts markiert ist, können Sie bei Bedarf ein Schlüssel-Mapping einrichten.

    Hinweis Hinweis

    Sie müssen das Schlüssel- und Werte-Mapping einmal pro verbundenem System durchführen, für das Daten aus dem MDG-Hub repliziert werden.

    Ende des Hinweises
  13. Schlüssel-Mapping für andere IDs definieren

    Die Elemente für ein das Werte-Mapping werden vorgeliefert. Bei Bedarf können Sie das Werte-Mapping für Elemente wie Werk, Verkaufsorganisation im Workcenter Material-Governance bearbeiten. Um das Mapping im Workcenter Material Governance zu bearbeiten, öffnen Sie im Bereich Datenaustausch das Workset Datenreplikation, und wählen Sie Schlüssel-Mapping anlegen und bearbeiten.

  14. Customizing für ALE-Audit (optional)

    Sie können das dezentrale System und den Hub konfigurieren, sodass das dezentrale System eine Bestätigung der replizierten Materialien zurück an den MDG-Hub sendet. Mit den folgenden Schritten richten Sie diesen Bestätigungsprozess ein.

    Im dezentralen System nehmen Sie die folgenden Einstellungen vor:

    1. Wählen Sie das Verteilungsmodell

      1. Starten Sie die Transaktion BD64, und wählen Sie Ändern/Anzeigen.

      2. Markieren Sie das von Ihnen vorher angelegte Verteilungsmodell, und wählen Sie Nachrichtentyp einfügen.

      3. Im Bild Nachrichtentyp einfügen geben Sie Folgendes ein:

        • Im Feld Sender geben Sie das logische System ein, von dem aus das die Acknowledgement-Message gesendet wird (das dezentrale System).

        • Im Feld Empfänger geben Sie das logische System ein, an das die Acknowledgement-Message gesendet wird (das Hub-System).

        • Im Feld Nachrichtentyp geben Sie ALEAUD ein.

      4. Wählen Sie OK.

    2. Wählen Sie das Partnerprofil

      1. Führen Sie die Transaktion SALE aus, und wählen Sie   Geschäftsprozesse modellieren und implementieren   Partnervereinbarungen   Partnervereinbarungen generieren  . Alternativ können Sie die Transaktion BD82 (Generierung der Partnervereinbarung) starten.

      2. Wählen Sie das Verteilungsmodell aus, und geben Sie im Feld Partnersystem das logische Hub-System an.

      3. Geben Sie den ALE-Benutzer (der Vorschlagswert ist ALEREMOTE) und die folgenden Werte ein.

        Feld

        Wert

        Version

        3

        Paketgröße

        100

        Ausgabemodus

        IDoc sofort übergeben

        Eingangsparameter: Verarbeitung

        Anstoß sofort

      4. Wählen Sie die Drucktaste Ausführen. Das Protokoll zur Generierung der Partnervereinbarung erscheint und zeigt die neuen Sender- und Empfängersysteme an.

      5. Um Ihre Einstellungen zu prüfen, führen Sie die Transaktion WE20 aus, und wählen dort vom Menü Partnervereinbarungen Partnerart LS aus. Prüfen Sie, ob Partnervereinbarungen das logische Zielsystem ist.

      6. Im Detailbild erscheint dann der ausgewählte Nachrichtentyp ALEAUD.

      7. Im Register Eingangsoptionen geben Sie AUD2 im Feld Vorgangscode ein.

      8. Wir empfehlen außerdem, das Ankreuzfeld Abbrechen der Verarbeitung bei Syntaxfehler zu markieren.

      9. Im Abschnitt Verarbeitung durch Funktionsbaustein wählen Sie den Auswahlknopf Anstoß sofort.

      10. Wählen Sie Sichern.

      11. Starten Sie die Transaktion BD64. Markieren Sie die neue Modellsicht, und wählen Sie   Bearbeiten   Modellsicht   Verteilen  . Markieren Sie das Hub-System, und klicken Sie auf OK.

    Im Hub-System nehmen Sie die folgenden Einstellungen vor:

    1. Verteilungsmodell

      1. Starten Sie die Transaktion BD64, und prüfen Sie, ob dieselbe Verteilungsmodellsicht mit dem Partnerprofil angelegt wurde.

    2. Partnervereinbarung

      1. Starten Sie die Transaktion WE20, und prüfen Sie, ob das Partnerprofil mit dem logischen Namen des Empfängersystems (Hub) im Ordner Partnerart LS vorkommt.

      2. Markieren Sie das logische Empfängersystem (Hub), und wählen Sie Ändern.

      3. Wählen Sie Ausgangsparameter anlegen.

      4. Im Feld Nachrichtentyp geben Sie ALEAUD ein.

      5. In der Registerkarte Ausgangsoptionen geben Sie im Feld Empfängerport den Namen des logischen Systems ein, von dem die Statusinformation empfangen wird.

      6. Im Abschnitt Ausgabemodus wählen Sie IDoc sofort übergeben.

      7. Im Feld Basistyp geben Sie ALEAUD01 ein.

      8. Wir empfehlen außerdem, das Ankreuzfeld Abbrechen der Verarbeitung bei Syntaxfehler zu markieren.

      9. Wählen Sie Sichern.

    3. DRF-Customizing konfigurieren

      1. Starten Sie die Transaktion DRFIMG.

      2. Navigieren Sie zu   Datenreplikation   Benutzerdefinierte Einstellungen für die Datenreplikation definieren   Technische Einstellungen für Business-Systeme definieren  .

      3. Markieren Sie das Empfängersystem (Hub) und doppelklicken Sie auf Business-Systeme, BOs und KommKanäle definieren.

      4. Geben Sie den Business-Objekttyp 194 ein, und wählen Sie OK.

      5. Markieren Sie das Ankreuzfeld SchMap.akt.

      6. Wählen Sie Sichern.

  15. Wählen Sie, wo Sie SAP Stammdaten-Governance laufen lassen wollen.

    Sie können SAP Master Data Governance in einer der beiden folgenden Umgebungen ausführen:

    • SAP NetWeaver Portal

    • SAP NetWeaver Business Client

    SAP NetWeaver Portal

    Der SAP-NetWeaver-Portal-Content für MDG für Material wird direkt von den PFCG-Rollen im System abgeleitet. Um SAP-NetWeaver-Portal-Rollen für Ihre Benutzer anzulegen, müssen Sie sich an Ihrem Portal anmelden und die Content-Informationen aus den PFCG-Rollen Ihres Backend-Systems hochladen.

    Um Ihren Portal-Content hochzuladen, gehen Sie wie folgt vor:

    1. Richten Sie Ihr SAP NetWeaver Portal für MDG ein.

    2. Wählen Sie vom Workcenter Content-Administration aus   Portal-Content-Verwaltung   Portal Content  , und wählen Sie einen Portal-Content-Ordner, um den Portal-Content hochzuladen.

    3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, und wählen Sie   Neu   Rolle   Rolle aus Backend  .

    4. Wählen Sie das System mit Mandanten (oder den angeschlossenen System-Alias), von dem Sie die Rolleninformation hochladen möchten. Dies sollte Ihr MDG-System sein.

    5. Wählen Sie aus der Liste die PFCG-Rollen, deren Content Sie hochladen möchten, und starten Sie den Upload.

    Nach dem Upload müssen Sie die MDG-Portalrollen wie folgt hochladen und personalisieren:

    1. Melden Sie sich am Portal an.

    2. Wählen Sie Delegierte Benutzeradministration.

    3. Geben Sie Ihre Benutzer-ID ein, und wählen Sie die Drucktaste Go.

    4. Markieren Sie die Zeile mit Ihrem Benutzer, und wählen Sie Ändern.

    5. Gehen Sie auf die Registerkarte Zugeordnete Rollen.

    6. Geben Sie MDG als Suchkriterium ein.

    7. Wählen Sie die Portalrolle, die Sie hinzufügen möchten.

    8. Wählen Sie Hinzufügen und anschließend Sichern.

    Nachdem Sie die Benutzerrolle zugeordnet haben, müssen Sie sich am Portal ab- und wieder anmelden. Weitere Informationen zum Hochladen von Rolleninformationen finden Sie in SAP-Hinweis 1685257.

    SAP NetWeaver Business Client

    Wenn Sie SAP Master Data Governance auf dem SAP NetWeaver Business Client (und nicht auf dem SAP NetWeaver Portal) ausführen, müssen Sie die Erstellung, Definition und Konfiguration der Rollen für den Business Client im SAP ERP-System vornehmen. Es gibt vier Rollen, die Berechtigungs- und Navigationsinformationen enthalten, und eine Rolle (SAP_MDGM_MENU_03), die lediglich Navigationsinformationen enthält.

    Um die Rolle Stammdaten-Governance für Material: Menü (SAP_MDGM_MENU_03) zuzuordnen und zu personalisieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

    1. Wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus   Werkzeuge   Administration   Benutzerpflege   Rollenverwaltung   Rollen  , oder führen Sie die Transaktion PFCG (Rollenpflege) aus. Wählen Sie die Rolle SAP_MDGM_MENU_03.

      Mit dieser Rolle stellen Sie sicher, dass die erforderlichen Schritte ohne das SAP NetWeaver Portal gestartet werden können. Sie können sie zum Testen verwenden oder wenn das Portal nicht aktiv ist.

    2. Ordnen Sie Ihrem Benutzer die Rolle SAP_MDGM_MENU_03 zu, und personalisieren Sie sie. In der Rolle SAP_MDGM_MENU_03 bearbeiten Sie auf der Registerkarte Personalisierung den Personalisierungsschlüssel SAP Master Data Governance (R_FMDM_MODEL): Definieren Sie das Standardmodell MM und die dazugehörige UI-Konfiguration.

    3. Prüfen Sie die Einstellung der Berechtigungsobjekte innerhalb der Rollen, und schränken Sie sie gegebenenfalls ein.

    4. Wählen Sie vom Bild SAP Easy Access aus   Werkzeuge   Administration   Benutzerpflege   Benutzer  . Führen Sie die Transaktion SU01 (Benutzerpflege) aus, und ordnen Sie dem MDG-Benutzer die Rolle Stammdaten-Governance für Material: Menü (SAP_MDGM_MENU_03) für die Anwendung zu.

    Um Benutzern weitere Berechtigungsrollen zuzuordnen, wiederholen Sie diese Schritte.

  16. Abschließende Schritte

    SAP empfiehlt, das Datenmodell am Ende dieser erforderlichen Schritte wieder neu zu generieren, um eine übersichtliche Code-Generierung zu gewährleisten.

    Hinweis Hinweis

    Bevor Sie Master-Data-Governance-Services wie Material anzeigen laufen lassen können, müssen Sie das Datenmodell MM Ihrem Benutzer zuordnen. Der Benutzerverwalter kann aber auch den folgenden Personalisierungsparameter für Ihr Benutzerprofil bearbeiten: SAP Master Data Governance R_FMDM_MODEL.

    Ende des Hinweises

Ergebnis

Das System ist für MDG für Material konfiguriert. Wenn die Datenübernahme stattgefunden hat, können Sie außerdem Massenänderungen und Replikation in andere Systeme durchführen.

Weitere Informationen

Auswirkungen auf das Customizing des Materialstamms

Einige Customizing-Aktivitäten des Materialstamms sind relevant für Stammdaten-Governance für Material:

  • Unter dem Knoten Konfigurieren des Materialstamms hat die Aktivität Pflegestatusermittlung bei der Datenübernahme festlegen eine Auswirkung auf Stammdaten-Governance für Material

  • Unter dem Knoten Feldauswahl beeinflussen alle Aktivitäten, die die Feldeigenschaften ändern, die Feldeigenschaften in der Stammdaten-Governance für Material. Wenn die Feldeigenschaften als Ausblenden, Anzeigen, Musseingabe und Kanneingabe definiert sind, hat das einen Einfluss auf die Felder der Stammdaten-Governance für Material.

  • Unter dem Knoten Grundeinstellungen haben alle Aktivitäten Einfluss auf die Stammdaten-Governance für Material. Beispieleinstellungen dafür sind unter anderem das Ausgabeformat der Materialnummer und die Materialarten.

  • Unter dem Knoten Einstellungen zu zentralen Feldern haben alle Aktivitäten Einfluss auf die Stammdaten-Governance für Material. Beispieleinstellungen dafür sind unter anderem die Definition der Materialgruppen und die Einstellungen für EANs.

  • Unter dem Knoten Datenübernahme Materialstamm hat die Aktivität Mußfeldprüfung für ALE/Direct-Input steuern Auswirkungen auf die Stammdaten-Governance für Material. Dort legen Sie fest, wie der Materialstamm für Industrie aktualisiert wird, wenn in Mussfeldern, die nicht zum zentralen Pflegestatus gehören, Einträge fehlen.