Neue Entitätstypen zu Datenmodellen hinzufügen 
Mit dieser Vorgehensweise können Sie den Stammdaten-Governance-Content erweitern, indem Sie Datenmodelle mit neuen Entitätstypen ergänzen.
Sie haben die neuen Entitätstypen im Kundennamensraum Y* oder Z* angelegt. Die Attribute für die neuen Entitätstypen liegen entweder im Kundennamens- oder im SAP-Namensraum.
Beziehungen, die Sie zwischen einem neuen Entitätstyp und einem SAP-Entitätstyp (als Zu-Entitätstyp) festlegen, müssen sich im Kundennamensraum befinden.
Beispiel
Ein typisches Beispiel bildet der abhängige Entitätstyp mit Kardinalität N (Tabelle). In diesem Fall verwenden Sie einen Entitätstyp der Ablage- und Verwendungsart 4 (Änderbar über anderen Entitätstyp; generierte Datenbanktabellen) und als zusätzlichen Schlüssel einen anderen Entitätstyp der Ablage- und Verwendungsart 3 (Nicht änderbar durch MDG; keine generierten Tabellen).
Ein weiteres Beispiel beschreibt den abhängigen Entitätstyp mit Kardinalität 1:0, dessen aktive Daten das System im MDG-eigenen aktiven Bereich ablegt. In diesem Fall wählen Sie beim Entitätstyp für die Einstellung des Wiederverwendungsbereichs den Wert MDG.
Die nachfolgenden Pfadangaben beziehen sich auf das Customizing der Stammdaten-Governance und bezeichnen (sofern nicht anders angegeben) relative Pfade unterhalb der Allgemeinen Einstellungen.
Konfigurieren Sie die Datenmodellierung:
Ordnen Sie neue Entitätstypen einem Standard-Datenmodell zu. Sie können diese Zuordnung in einer der folgenden Aktivitäten im Customizing für Stammdaten-Governance vornehmen:
(Viewcluster VC_USMD001).
(Webanwendung).
Legen Sie Beziehungen für die abhängigen Entitätstypen an. Berücksichtigen Sie dabei das oben genannte Beispiel sowie die folgenden Vorgaben:
Für den zusätzlichen Schlüssel müssen Sie eine qualifizierende Beziehung zum durch andere Entitäten änderbaren Entitätstyp anlegen. Wenn der zusätzliche Schlüssel Teil des SAP-Namensraums ist, muss sich die qualifizierende Beziehung im Kundennamensraum befinden,
Für den übergeordneten Entitätstyp (diesen liefert SAP aus) müssen Sie im Kundennamensraum eine führende Beziehung zum Entitätstyp (der AV-Art 4) anlegen.
Konfigurieren Sie unter (WD-Anwendung USMD_UI_CONFIGURATION) die Web-Dynpro-Benutzungsoberfläche im Floorplan Manager (FPM).
Empfehlung
Wir empfehlen, dass Sie — wenn möglich — eine (tiefe) Kopie einer vorhandenen UI-Konfiguration anlegen und bearbeiten.
Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von UI-Konfigurationen.
Alternativ können Sie kleinere Änderungen im Administrationsmodus des FPMs ausführen:
Erweitern Sie die FPM-Konfiguration um die generischen Benutzungsoberflächenbausteine (UIBB) für den entsprechenden Entitätstyp.
Zur Laufzeit können Sie in der URL den Parameter SAP-CONFIG-MODE=X einfügen und den Link Konfiguration anpassen ausführen.
Hinweis
Bearbeiten Sie in der Component-Konfiguration immer zuerst den führenden, übergeordneten Entitätstyp, der die Ablage- und Verwendungsart 1 hat.
Ordnen Sie die neue UI-Konfiguration an einer der folgenden Stellen zu:
den relevanten Rollen- und (oder) Benutzerparametern
dem Änderungsantragstyp unter .
Wenn Sie das Business Add-Inn (BAdI) Benutzungsoberfläche für Einzelbearbeitung anpassen (USMD_UI_EVENT2) verwenden wollen, dann beachten Sie Folgendes:
Wenn Sie eine UI-Konfiguration kopiert haben, dann kopieren Sie unter die Implementierung und setzen den Filterwert auf die von Ihnen kopierte (und angepasste) UI-Konfiguration.
Wenn Sie die UI-Konfiguration im Administrationsmodus angepasst haben, dann müssen Sie nur dann eine neue Implementierung des BAdIs anlegen, wenn Sie die Programmierung ändern wollen.
Passen Sie (optional) die Regeln zur Validierung und Ableitung unter an.
Ordnen Sie bei Validierungen eine Funktion mit der Art Entität prüfen und bei Ableitungen mit der Art Ableitung zu.
Alternativ können Sie auch das Business Add-In unter (BAdI USMD_RULE_SERVICE) implementieren.
Konfigurieren Sie die Druckausgabe.
Bestimmen Sie die Strukturnamen für die PDF-Ausgabe unter (Viewcluster VC_USMD004).
Sie können anschließend die ABAP-Dictionary-Strukturen über die Funktion Strukturen generieren anlegen.
Nehmen Sie Einstellungen für die Datenreplikation vor.
Bestimmen Sie die Quellstrukturen für das SMT unter (Viewcluster VC_USMD004).
Sie können anschließend die Strukturen über die Funktion Strukturen generieren anlegen. Die SMT-Strukturen können Sie verwenden, um ein neues SMT-Mapping festzulegen. Dieses kann folgenden Zwecken dienen:
Bereitstellen von Daten für erweiterte SAP-Services
Bereitstellen von Daten für kundeneigene Services
Bereitstellen von Daten für weitere Kommunikationskanäle (ALE, RFC)
Hinweis
Wenn Sie keine bestehenden Service-Interfaces nutzen können, sind die hier genannten Optionen mit erheblichem lmplementierungsaufwand verbunden, denn Sie müssen ansonsten eigene Outbound-Implementierungen anlegen.
Weitere Informationen darüber, wie Sie das Outbound Interface Framework mit Datenreplikations-Framework integrieren, finden Sie unter .
Nehmen Sie die Einstellungen zum Konfigurieren der Enterprise Search vor.
Konfigurieren Sie den für Ihr Enterprise-Search-Template relevanten Suchobjekt-Konnektor. Weitere Informationen über die Anbindung von Enterprise Search an die Stammdaten-Governance finden Sie unter Enterprise Search.
Sie müssen für die entsprechenden Entitäten unter (Viewcluster VC_USMD004) die Enterprise-Search-spezifischen Strukturen generieren.