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 Dynamische Terminsteuerung

Einsatzmöglichkeiten

Die dynamische Terminsteuerung ermöglicht die Einplanung von Ablesungen auf der Grundlage eines unternehmensspezifischen Ablesezyklus und eines Fabrikkalenders. Ziel ist es, pro Arbeitstag eine ähnlich hohe Anzahl an Zählwerken abzulesen.

Die dynamische Terminsteuerung wird vorwiegend für die monatliche Ablesung verwendet, sie kann jedoch auch für andere Ablese- und Abrechnungsperioden eingesetzt werden. Wenn die Ableseperiode länger als einen Monat dauert, können Sie die dynamische Terminsteuerung gemeinsam mit einem Abschlagsplan einsetzen.

Voraussetzungen

Um die dynamische Terminsteuerung zu aktivieren, setzen Sie im Customizing der Branchenkomponente Versorgungsindustrie unter Anfang des Navigationspfads Grundfunktionen Navigationsschritt Portionierung und Navigationsschritt Terminsteuerung Navigationsschritt Dynamische Terminsteuerung Navigationsschritt Steuerungsparameter der dyn. Terminsteuerung definieren Ende des Navigationspfads das Kennzeichen Dynamische Terminsteuerung aktiv. Dies bewirkt, dass in der Portion das Kennzeichen Dynamische Terminsteuerung angezeigt wird.

Ablauf

Einstellungen in der Portion

Geben Sie die erforderlichen Daten in die folgenden Felder ein:

  • Text zum Terminstammsatz

  • Parametersatz

  • Ende der Abrechnungsperiode

  • Zuordnungsdatum der Abrechnung

  • Zulässige Abschlagszyklen

  • Fabrikkalender-ID

    Das Feld Nichtarbeitstag korrigieren hat keinen Einfluss auf dynamische Portionen und wird nicht mehr angezeigt, nachdem Sie die dynamische Portion angelegt haben.

  • Kennzeichen Dynamische Terminsteuerung

    Bei diesem Kennzeichen können Sie aus folgenden Einträgen wählen:

    • 1 – Dynamische Terminsteuerung, ohne Abschläge

    • 2 – Dynamische Terminsteuerung, mit Abschläge

      Eintrag 2 ist sinnvoll, wenn die Abrechnungsperiode länger als ein Monat ist.

Beispiel Beispiel

Wenn Sie im Feld Dynamische Terminsteuerung 2 ausgewählt haben, können Sie Ihre Portion wie folgt einrichten:

Abrechnungsperiode: 3 – 3 Monate

Abschlagszyklus: 01 – Abschläge werden in monatlichen Intervallen berechnet

Anzahl der Abschläge ist vom Abschlagszyklus abhängig: 2

Die Eingaben in den Feldern Zuordnungsdatum der Abrechnung, Geplantes Datum für Druck der Fakturierung Zuordnungsdatum der Ablesung (Ableseeinheit) werden automatisch aus dem Customizing ermittelt. Auf der Grundlage des Kennzeichens Fixes Datum Zuordnung Abrechn./Ablesung, Druck Fakturierung in der Aktivität Steuerungsparameter der dyn. Terminsteuerung definieren werden folgende Daten direkt übergeben:

  • Zuordnungsdatum der Abrechnung aus der Portion

  • Druckdatum der Fakturierung aus der Portion

  • Zuordnungsdatum der Ablesung aus der Ableseeinheit

  • In diesem Fall erfolgt keine dynamische Ermittlung der Termine.

Ende des Beispiels.

Hinweis Hinweis

Wenn Sie eine ältere Version als SAP IS-U 4.71 verwenden, wird das Kennzeichen im Customizing nicht automatisch gesetzt. Wir empfehlen in diesem Fall, das Kennzeichen manuell zu setzen. Der Grund dafür ist, dass das Zuordnungsdatum niemals dynamisch verschoben werden sollte. Es darf insbesondere nicht in den Folgemonat verschoben werden, da dies zu Problemen beim Abschlags- und Zahlungsplan führt.

Wenn das Feld Geplantes Datum für Druck der Fakturierung im dynamischen Terminsatz der Portion gefüllt werden soll, müssen Sie es auch im dynamischen Terminstammsatz der Portion pflegen.

Das Feld Geplantes Abrechnungsdatum wird durch die Parameter der Customizing-Aktivität Steuerungsparameter der dyn.Terminsteuerung definieren gesteuert. Dieses Feld wird im dynamischen Terminsatz der Portion immer gefüllt, unabhängig davon, ob es im dynamischen Terminstammsatz der Portion gepflegt ist.

Das Feld Zuordnungsdatum Gasabrechnung ist entweder identisch mit dem Feld Ende des Abrechnungszeitraums oder mit dem Feld Geplantes Abrechnungsdatum. Dies ist davon abhängig, welches Datum älter ist. Wenn das Feld im dynamischen Terminsatz der Portion gefüllt werden soll, müssen Sie es auch im dynamischen Terminstammsatz der Portion pflegen.

Ende des Hinweises
Einstellungen in der Ableseeinheit

Wenn Sie eine Portion als dynamisch kennzeichnen, werden alle zugeordneten Ableseeinheiten automatisch auch als dynamisch gekennzeichnet.

Für die Ableseeinheiten wird der selbe Fabrikkalender verwendet wie für die Portion.

Das Feld Ende der Ableseperiode für die Ableseeinheit ist immer identisch mit dem Feld Ende des Abrechnungszeitraums für die Portion.

Das Feld Geplantes Ablesedatum für die Terminsätze der Ableseeinheit wird durch einen Parameter der Customizing-Aktivität Steuerungsparameter der dyn.Terminsteuerung definieren ermittelt. Sie können ein negatives Intervall zwischen dem geplanten Ablesedatum und dem Ende der Ableseperiode definieren. Im Customizing wird über eine Prüfung sichergestellt, dass das geplante Ablesedatum nicht nach dem geplanten Abrechnungsdatum liegt.

Die anderen Termine der dynamischen Ableseeinheiten werden über die Intervalle ermittelt, die Sie für die Ableseeinheit eingegeben haben. Darüber hinaus können Sie zu jedem Datum in der Customizing-Aktivität Steuerungsparameter der dyn.Terminsteuerung definieren festlegen, ob für die Terminermittlung der Fabrikkalender herangezogen werden soll.

Transaktionen für die dynamische Terminsteuerung

Sie finden die Transaktionen für die dynamische Terminsteuerung im Menü der Versorgungsindustrie unter TerminsteuerungDynamischer Terminsatz :

Dynamische Terminsätze anlegen/ersetzen

Dynamische Terminsätze ändern/anzeigen

Dynamische Terminsätze löschen

Beispiele

Definition von dynamischen Portionen und Zuordnung von Ableseeinheiten:

Die Anzahl der aufeinander folgenden Tage, für die sie Portionen einrichten, entspricht dem in Ihrem Unternehmen verwendeten Ablesezyklus. Nachfolgend finden Sie zwei Beispiele für die Einrichtung von Portionen und Ableseeinheiten. Für diese Beispiele gilt folgende Namenskonvention:

Portionen: POR_XXX

Ableseeinheiten: MRU_XXXX.

Beispiel Beispiel

Es wird eine monatliche Ablesung durchgeführt, die am 1. Januar beginnt und einen 20-tägigen Ablesezyklus umfasst.

Beginnend mit dem 1. Januar müssen Sie für 20 aufeinander folgende Tage jeweils mindestens eine Portion definieren, für die das Ende der Abrechnungsperiode auf den jeweiligen Tag fällt. Anschließend definieren Sie die Ableseeinheiten und ordnen sie den Portionen zu.

Die Tabelle verdeutlicht das beschriebene Beispiel und ordnet dem jeweiligen Datum der Ablesung die Portion bzw. Ableseeinheit zu:

Datum

Portion (Ableseeinheit)

1. Januar

POR_01 (MRU_011, MRU_012)

2. Januar

POR_02 (MRU_021, MRU_022)

3. Januar

POR_03 (MRU_031, MRU_032)

20. Januar

POR_20 (MRU_201, MRU_202)

Ende des Beispiels.

Beispiel Beispiel

Es wird eine quartalsweise Ablesung durchgeführt, die am 1. Februar beginnt und einen 21-tägigen Ablesezyklus umfasst.

Beginnend mit dem 1. Februar müssen Sie für 21 aufeinander folgende Tage jeweils mindestens eine Portion definieren, für die das Ende der Abrechnungsperiode auf den jeweiligen Tag fällt. Auf Portionsebene geben Sie einen zweimonatigen Abschlagszyklus ein. Anschließend definieren Sie die Ableseeinheiten und ordnen sie den Portionen zu.

Die Tabelle verdeutlicht das beschriebene Beispiel und ordnet dem jeweiligen Datum der Ablesung die Portion bzw. Ableseeinheit zu:

Datum

Portion (Ableseeinheit)

1. Februar

POR_01A (MRU_01A1, MRU_01A2), POR_01B (MRU_01B1)

2. Februar

POR_02A (MRU_02A1, MRU_02A2), POR_02B (MRU_02B1)

3. Februar

POR_03A (MRU_03A1, MRU_03A2), POR_03B (MRU_03B1)

21. Februar

POR_21A (MRU_21A1, MRU_21A2), POR_21B (MRU_21B1)

Stellen Sie sicher, dass die Anzahl der pro Tag abzulesenden Zählwerke identisch ist.

Ende des Beispiels.