Show TOC

 Rechnung zu Bestellung

Verwendung

Im allgemeinen steht die Rechnungsprüfung am Ende der Materialbeschaffung: Zu einer Lieferung auf Grund einer Bestellung stellt der Kreditor einen Betrag in Rechnung.

Funktionsumfang

Im SAP-System erfolgt die Abwicklung von Waren- und Rechnungseingang über ein WE/RE-Verrechnungskonto; dabei ist es möglich, zuerst den Wareneingang oder zuerst den Rechnungseingang zu einer Bestellung zu erfassen. Im ersten Fall gleicht das Buchen der Rechnung dann das WE/RE-Verrechnungskonto aus, im zweiten Fall gleicht das Buchen des Wareneingangs das WE/RE-Verrechnungskonto aus. Bei Preisabweichungen zwischen Bestellung und Rechnung sind die Kontobewegungen je nach der Reihenfolge unterschiedlich.

  • Rechnungseingang vor Wareneingang

Wird der Rechnungseingang vor dem Wareneingang gebucht, so bildet der Rechnungspreis die Basis der Buchung; der folgende Wareneingang wird mit dem Wert, der beim Rechnungseingang berechnet wurde, gebucht.

  • Wareneingang vor Rechnungseingang

In der Regel wird der Wareneingang vor dem Rechnungseingang erfolgen; in diesem Fall wird der Wareneingangswert auf Basis des Bestellnettopreises gebucht. Weicht nun der Rechnungspreis von dem Bestellnettopreis ab, so muß die beim Wareneingang erfolgte Wertbuchung durch das Buchen der Rechnung korrigiert werden.

In beiden Fälle wird der Rechnungseingang mit dem Wert aus Rechnungsmenge * Rechnungspreis gebucht; die Kontobewegungen hängen von der Preissteuerung des Materials ab:

  • Standardpreis

Bei einem Material mit Standardpreis wird die Preisdifferenz auf ein Ertrags- oder Aufwandskonto gebucht.

  • gleitender Durchschnittspreis (GLD-Preis)

Bei einem Material mit gleitendem Durchschnittspreis wird die Preisdifferenz auf das Bestandskonto gebucht, vorausgesetzt, es besteht Bestandsdeckung für die berechnete Menge. Ist dies nicht der Fall, so wird nur der Betrag für die vorhandene Menge auf das Bestandskonto gebucht; der restliche Betrag geht auf ein Ertrags- oder Aufwandskonto.

Beispiel Beispiel

Buchungen bei Preisabweichung bei Material mit Standardpreis

Buchungen bei Preisabweichung bei Material mit GLD-Preis mit Bestandsdeckung

Buchungen bei Preisabweichung bei Material mit GLD-Preis ohne Bestandsdeckung

Buchungen bei Preis- und Mengenabweichung bei Material mit Standardpreis

Buchungen bei Preis- und Mengenabweichung bei Material mit GLD-Preis mit Bestandsdeckung

Ende des Beispiels.