Umbuchung: Werk an WerkEine Umbuchung von Werk an Werk können Sie auf zwei Arten vornehmen:
in zwei Schritten
Sie buchen zunächst im abgebenden Werk eine Auslagerung und später im empfangenden Werk eine Einlagerung. Das Material geht dabei zwischenzeitlich in den Umlagerungsbestand des empfangenden Werkes. Es werden zwei Materialbelege erzeugt.
in einem Schritt
Sie buchen die Auslagerung im abgebenden Werk und die Einlagerung im empfangenden Werk gleichzeitig. Es wird ein Materialbeleg erzeugt.
Die Wertbuchung der Umlagerung erfolgt bei der Auslagerung des Materials; die Materialstammsätze verändern sich folgendermaßen:
Im abgebenden Werk wird der Bestand um die Umbuchungsmenge vermindert; entsprechend vermindert sich der Wert um den Wert der Umbuchung:
Umbuchungswert = Umbuchungsmenge * Preis im abgebenden Werk
Im empfangenden Werk wird der Bestand um die Umbuchungsmenge vergrößert; die Erhöhung des Wertes hängt von der Preissteuerung ab.
Wenn der Preis im empfangenden Werk von dem Preis im abgebenden Werk abweicht, so entstehen durch die Umbuchung Preisdifferenzen; je nach der Preissteuerung im empfangenden Werk werden diese auf das Bestandskonto (bei Preissteuerung V ) oder auf ein Konto "Aufwand/Ertrag aus Umlagerung" (bei Preissteuerung S ) gebucht.
Beispiel
Wertveränderung: Umbuchung Werk an Werk
Der Wert der Umbuchung wird anhand des Preises des abgebenden Werkes errechnet: 50 St. * 10 DM/St. = 500 DM; somit wird der Gesamtwert im abgebenden Werk um 500 vermindert und im empfangenden Werk um 500 erhöht.
Über die Umbuchung wird ein Buchhaltungsbeleg erstellt. Gehören die betroffenen Werke zu verschiedenen Buchungskreisen, so wird pro Buchungskreis ein Buchhaltungsbeleg erzeugt; dabei erfolgt die Gegenbuchung jeweils auf ein Konto "Buchungskreisverrechnung".