Anlagenbuchhaltung (Überblick) Die Anwendungskomponente
Anlagenbuchhaltung
(FI-AA) dient innerhalb des SAP-Systems zur Verwaltung und Überwachung des Sachanlagevermögens. Im Rechnungswesen hat es als Nebenbuch zum Hauptbuch die Aufgabe, detaillierte Informationen zu den Vorgängen im Sachanlagevermögen zur Verfügung zu stellen.
Die Komponente
Anlagenbuchhaltung
ist für den internationalen Einsatz in vielen Ländern konzipiert und branchenunabhängig ausgelegt. Dies bedeutet beispielsweise, dass keine landesspezifischen Bewertungsvorschriften fest programmiert sind. Die landes- und unternehmensspezifische Ausprägung der Komponente können Sie mit entsprechenden Customizing-Einstellungen vornehmen. Diese Arbeit wird stark vereinfacht durch die umfangreichen, zum Teil länderspezifischen Standardauslieferungen des Systems.
Der Einführungsleitfaden hält hierfür entsprechende Funktionen für die Anlagenbuchhaltung bereit.
Im Rahmen der vielfältigen Integrationsbeziehungen des SAP-Systems werden sowohl Daten von anderen Systemen direkt in die Anlagenbuchhaltung übernommen, als auch von der Anlagenbuchhaltung an andere Systeme weitergegeben. Beispielsweise ist es beim Kauf bzw. der Selbsterstellung von Anlagen möglich, den Rechnungs-/Wareneingang bzw. die Entnahme von Material aus dem Lager in der Komponente
Materialwirtschaft
(MM - Material Management) direkt auf die Anlagen in der Komponente
Anlagenbuchhaltung
zu kontieren. Andererseits können Abschreibungen und Zinsen direkt an die Komponenten
Finanzbuchhaltung
(FI) und an die
Kostenrechnung
(CO) weitergegeben werden. Aktivierungspflichtige Instandhaltungsleistungen lassen sich aus der Komponente
Instandhaltung und Kundenservice
(PM - Plant Maintenance) auf die jeweiligen Anlagen abrechnen.

Integration der Anlagenbuchhaltung
Die Komponente
Anlagenbuchhaltung
besteht aus den folgenden Teilkomponenten:
Klassische Anlagenbuchhaltung und Bewertung
Leasingabwicklung
Konsolidierungsvorbereitung
Informationssystem
Die klassische Anlagenbuchhaltung umfasst den gesamten Lebenslauf der Anlagen von der Bestellung oder dem ersten Zugang, der gegebenenfalls noch als Anlage im Bau geführt wird, bis zum Abgang. Zwischen diesen beiden Zeitpunkten werden die Werte für Abschreibungen, Zinsen, Versicherung und andere Zwecke weitgehend automatisch errechnet und in vielfältiger Form im Informationssystem zur Verfügung gestellt. Eine Auswertung ermöglicht die Abschreibungsvorausschau und Simulation der Wertentwicklung im Anlagenvermögen.
Das System bietet weiterhin spezielle Funktionen für geleaste Anlagen. Die parallele Wertführung in verschiedenen Währungen und Bewertungsmodalitäten ermöglicht ein komfortables Vorbereiten der Konsolidierung multinationaler Konzerne.

Funktionen für die technische Anlagenverwaltung in Form von Technischen Plätzen und Equipments bietet die Komponente
Instandhaltung
(PM). Für die Verwaltung von Finanzanlagen ist die Komponente
Treasury
(TR) vorgesehen.