Fondsbasiertes Rechnungswesen Für öffentliche Verwaltungen kann das fondsbasierte Rechnungswesen die Grundlage für die Finanzbuchhaltung und das Reporting bilden. Mit dieser Funktion können Sie alle Aktivitäten auf dieser Basis nachvollziehen und externe Rechnungslegungen (z.B. nach US-GAAP) nach Fonds und Fondsgruppe erstellen, einschließlich Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen und Geldflussrechnungen.
Das fondsbasierte Rechnungswesen wird vom Controlling (CO), der Hauptbuchhaltung (FI-GL) und verschiedenen Nebenbüchern unterstützt. Dadurch wird das Reporting finanzieller Aktivitäten, die verschiedenen Zwecken dienen, vereinfacht.
In der Anlagenbuchhaltung können Sie beim Buchen auf Anlage die Kontierungsobjekte des fondbasierten Rechnungswesens (Fond, Funktion und Mittelbewilligung) mitkontieren. Alle Berichte können mit Abgrenzung nach ausgewählten Kontierungsobjekten ausgeführt werden.
Um die Kontierungsobjekte des fondbasierten Rechnungswesens nutzen zu können, müssen Sie folgende Einstellungen im Customizing der Anlagenbuchhaltung vorgenommen haben:
Wählen Sie im Einführungsleitfaden der Anlagenbuchhaltung .
Hier haben Sie die Kontierungsobjekte des fondbasierten Rechnungswesens aktiviert, als bilanzrelevant gekennzeichnet sein und die Kontierungsart (Bestands- oder Abschreibungsbuchung) festgelegt.
Sie haben die Kontierungsobjekte über die Bildaufbausteuerung für Anlagenstammdaten eingeblendet und als Mussfeld definiert. Wählen Sie dazu im Einführungsleitfaden der Anlagenbuchhaltung .
Weiterhin müssen Sie im Customizing die Einstellungen für den generischen Buchungskreis und generische Bewegungsarten vorgenommen haben. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Einführungsleitfaden der Anlagenbuchhaltung unter
Fond und Funktion werden beim Anlegen der Anlage aus Kostenrechnungskreis, Kostenstelle, Innenauftrag und PSP-Element abgeleitet. Die Ableitungsregeln legen Sie im Einführungsleitfaden des
Public Sector Managements
unter
fest (siehe auch Kapitel
Ableitungsregeln für Kontierungsableitung
im Haushaltsmanagement).
Fonds, Funktion und Mittelbewilligung sind Attribute des Stammsatzes einer Anlage. Wenn Sie diese Attribute ändern wollen, die Anlage bereits aktiviert ist und eines der genannten Kontierungsobjekte als bilanzrelevant markiert ist, dann ist eine Umbuchung auf eine entsprechende Zielanlage erforderlich.
Jede Anlage kann jeweils einem Fonds, einer Funktion und einer Mittelbewilligung zugeordnet werden. Wenn eine logisch zusammengehörende Anlage mehrere Fonds, Funktionen und Mittelbewilligungen besitzt, dann legen Sie eine entsprechende Anzahl von Anlagen mit gleicher Anlagenhauptnummer und unterschiedlichen Anlagenunternummern an.
Bei allen Anlagenbewegungen prüft das System, ob Kontierungsobjekte mitbebucht werden sollen und erstellt einen RW-Beleg, der Fonds, Funktion und Mittelbewilligung enthält. Bei Zugängen aus den Komponenten FI und MM wird die Schnittstelle entsprechend dem Anlagenstammsatz gefüllt. Das System prüft, ob die Kontierungen des Belegs mit denen des Anlagenstammsatzen identisch sind. Wenn dies nicht der Fall ist, dann gibt das System entsprechend der Customizing-Einstellungen eine Meldung aus.
Das System überprüft beim Buchen für Fond und Funktion lediglich, ob die Objekte vorhanden sind, berücksichtigt aber (anders als z.B. bei Kostenstellen) keine Zeitintervalle.
Sie können von CO-Objekten auf eine Anlage bzw. eine Anlage im Bau abrechnen und dabei Fonds, Funktion und Mittelbewilligung berücksichtigen.
Empfehlung
In der CO-Abrechnungsvorschrift ist jeweils nur die Anlagenhauptnummer angegeben; das System ermittelt jedoch die Anlagenunternummer entsprechend der mitgegebenen Kontierungsobjekte. Daher müssen Sie für jede Kontierungskombination des Haushaltsmanagements eine Anlagenunternummer der Anlage im Bau mit dem Report RA_CREATE_ASSET_FM anlegen. Fertige Anlagen müssen Sie mit den entsprechenden Kontierungen manuell anlegen.
Um die Abschreibungen zu buchen, wählen Sie im .
Empfehlung
SAP empfiehlt, vor dem Buchungslauf einen Testlauf durchzuführen und eventuell auftretende Fehler zuerst zu beseitigen. Dabei steht Ihnen auch eine Belegsimulation zur Verfügung. Legen Sie ein Layout an, das die benötigten Kontierungsobjekte enthält.
Beim Abschreibungslauf stehen Ihnen die Funktionen des SAP List Viewer zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Sie können den Buchungslauf im CO-Schedule Manager einplanen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der SAP-Bibliothek unter